Gratis Wettprognosen heute: So entsteht sie, so viel kostet sie

Updated Oktober 2026
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Wer nach «gratis Wettprognosen heute» sucht, will am liebsten eine fertige Antwort: dieses Spiel, diese Quote, dieser Tipp. Was die Seite leistet, ist das Gegenteil: sie zeigt, wie eine Wettprognose überhaupt entsteht, warum auch kostenlose Tipps nur Einschätzungen bleiben, was die schweizerische Rechtslage aus Gratisangeboten macht und welche Quellen vertrauenswürdig sind. Keine konkreten Partien, keine garantierten Treffer, keine Empfehlung, sich bei einem Anbieter anzumelden. Stand der Daten: 20. Oktober 2026; geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) sowie das Réglement Jouez Sport (17e édition, septembre 2024).

Ein abgegriffenes Notizheft, ein Bleistift und eine Stoppuhr liegen auf einer Bank am Rand eines Trainingsplatzes.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Rechtslage in der Schweiz: Wer überhaupt wetten darf

In der Schweiz dürfen Sportwetten als Grossspiel nur zwei Veranstalter anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide stützen ihre Bewilligung auf das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) und auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Eine ausländische Lizenz – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Staat – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung organisiert, macht sich strafbar, mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bei gewerbsmässigem Betrieb (Art. 130 BGS). Für Spielende gilt das nicht; aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt hier weder das Schweizer Ausschlussregister noch eine Schweizer Beschwerdestelle.

Die beiden bewilligten Veranstalter bedienen klar getrennte Gebiete. Sporttip läuft in den Deutschschweizer Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Tessin sowie im Fürstentum Liechtenstein. Jouez Sport ist für die Westschweiz zuständig: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer ein Online-Konto eröffnen will, muss im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters wohnen oder den gewöhnlichen Aufenthalt haben. Die Loterie Romande unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, Swisslos ihr Netz in der Deutschschweiz und im Tessin. Wer im Wallis wohnt, kann sich also kein Swisslos-Konto anlegen; wer in Zürich wohnt, bekommt kein Jouez-Konto. Eine Online-Registrierung verlangt zwingend das vollendete 18. Lebensjahr und ist nur einmal pro Person möglich, die Identität wird über den hochgeladenen Ausweis und gegen Adressdatenbanken verifiziert.

Eine Alpwiese mit weidenden Kühen und einem Holzzaun unter wolkigem Himmel.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Was gewettet werden darf, steht auf einer geschlossenen Liste. Die Gespa führt eine Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026); was dort nicht erscheint, darf nicht angeboten werden. Eckball- und Kartenmärkte sowie Esports gehören nicht dazu. Qualifikationsrunden, Frauenkonkurrenzen und Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn die Liste es ausdrücklich vorsieht. Live-Wetten sind zugelassen, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält. Wetten auf Wetter, TV-Shows oder Politik sind tabu. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Wer aus dem Ausland eine «gratis Prognose» öffnet und auf einen ausländischen Anbieter klickt, betritt ein anderes Regime. Die Gespa publiziert eine Sperrliste blockierter ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren (Art. 86–93 BGS); Ende 2025 standen 671 Domains darauf, und gesperrte Adressen werden innert Stunden ersetzt. Was auf der Liste steht, ist in der Schweiz nicht zugänglich. Eine ausländische Gratisseite ist keine Schweizer Gratisseite, und wer dort tippt, hat weder Schweizer Schutz noch Schweizer Aufsicht.

Für die Bundessteuer gilt: Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei, ab 1.1.2026 liegt die bundesrechtliche Schwelle bei CHF 1’071’000; darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Der kantonal massgebende Freibetrag weicht davon ab – je nach Kanton, nie pauschal. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer; einzelne Kantone, namentlich Thurgau, behandeln solche Gewinne unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen. Auf den Einsatz fällt keine Schweizer Wettsteuer – darauf, dass eine solche existiert, darf sich niemand verlassen.

Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel ist in der Schweiz verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet werden (Art. 131 BGS). Gratiswetten, Freispiele oder Freiwetten aus einer Promotion benötigen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Wer heute eine «kostenlose Prognose» mit Bonusversprechen sieht, sollte prüfen, ob das Angebot überhaupt schweizerisch bewilligt ist; ist es das nicht, gilt es weder als «sicher» noch als «gratis im rechtlichen Sinn», sondern als ausländische Werbung, die in der Schweiz nicht zugelassen ist.

Spielerschutz: Wer mit Prognosen umgeht, setzt vorher Limiten

Eine Prognose ist keine Garantie. Auch eine kostenlose Wettprognose, die noch so professionell aufbereitet ist, ist eine Einschätzung mit Unsicherheit – kein Vorhersagewert, der ein Ergebnis produziert. Wer Prognosen nutzt, verwaltet deshalb sein Geld, bevor er den ersten Tipp spielt. Das ist keine Spielerei, sondern das, was die Veranstalter in ihren Bedingungen ohnehin verlangen.

Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Teilnahme persönliche Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite beträgt CHF 9’999, für unter 21-Jährige gilt eine eigene Grenze von CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Die Loterie Romande verlangt analoge Limiten; wer bei beiden Veranstaltern spielen will, verwaltet zwei parallele Schutzprofile. Die Begrenzung gilt für Verlust, nicht für Gewinn; ein Gewinn ist steuerlich und persönlich etwas anderes als ein geplanter Verlust.

Wer sich selbst aussperren will, kann das produktbezogen für 1 bis 180 Tage tun, ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt automatisch auch für die Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Eine selbstgewählte Sperre kann gemäss Art. 84 VGS frühestens nach drei Monaten unter Mitwirkung einer Fachstelle wieder gelöst werden. Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Auszahlung von Einsätzen oder Gewinnen (Art. 45 BGS); das gilt es zu verinnerlichen, bevor man überhaupt eine Sperre setzt.

Zur Online-Registrierung gehört die Identitätsprüfung; sie ist nicht Schikane, sondern Schutz. Der hochgeladene Ausweis wird ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer seinen Wohnsitz nicht im Vertragsgebiet des Veranstalters hat, wird kein Konto erhalten. Wer im Wallis wohnt, kann sich also nicht bei Swisslos registrieren, sondern bei der Loterie Romande; umgekehrt gilt das Gleiche. Eine Registrierung pro Person, ein Konto, ein Schutzprofil – und nicht eines pro Buchmacher, denn es gibt in der Schweiz nur zwei.

Schliesslich die Quelle des Geldes. Einsätze sollen aus frei verfügbarem Geld stammen, nicht aus dem Haushaltsbudget, nicht aus dem Mietzins, nicht aus einem Kredit. Wer auf Pump wettet, verliert nicht nur das Geld, sondern spielt auch mit dem, was er nicht hat. Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen getestet, ob Minderjährige Wetten kaufen können: in 47.5 % von 200 Versuchen war das möglich. Der Verkaufspunkt schützt nicht zuverlässig; das eigene Limit, der eigene Entschluss und der eigene Blick auf den Kontostand sind das, was wirkt. Wer eine Gratistipp-Seite nutzt, sollte nie mehr Geld riskieren, als er im Limit gesetzt hat; eine «100 % Trefferquote» auf einem fremden Blog ändert daran nichts.

Grundlagen und Einordnung: Was eine Prognose überhaupt leistet

Eine Prognose ist eine Schätzung der Wahrscheinlichkeit, mit der ein Ereignis eintritt – nicht mehr. Sie sagt nicht, was passieren wird, sondern wie wahrscheinlich ein bestimmtes Ausgangsszenario ist, aus Sicht der Person, die sie erstellt. Eine Prognose, die auf Form, Ausfällen, Statistik und Quotenvergleich beruht, kann methodisch sauber sein; sie bleibt trotzdem eine Einschätzung mit Irrtumswahrscheinlichkeit. Wer «gratis Wettprognosen heute» sucht, sollte sich diese Trennung einprägen: jede Trefferquote, die irgendwo beworben wird, ist eine Bilanz aus der Vergangenheit, kein Versprechen für morgen.

Ein Fussball ruht an der Seitenlinie im taufeuchten Gras, die ersten Sonnenstrahlen fallen schräg über den Platz.
Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Wie entsteht eine Prognose konkret? Vier Bausteine treffen in der Regel zusammen. Erstens die Form: Wie hat die Mannschaft oder der Sportler in den letzten Spielen oder Rennen abgeschnitten, gegen welche Gegner, mit welchem Aufwand? Zweitens die Personallage: Wer fällt aus, wer ist angeschlagen, wer kehrt zurück, wer ist gesperrt? Drittens die Statistik: Tore pro Spiel, Schüsse aufs Tor, Ballbesitz, erwartete Tore, Servicequote, Breakchance – was die Sportart an harten Daten hergibt, die sich nicht aus der Form allein erklären. Viertens der Quotenvergleich: Was zahlen die bewilligten Veranstalter für dieselbe Wette, und wie stark weichen die Quoten voneinander ab? Eine Quote ist nichts anderes als die aus Sicht des Anbieters geschätzte Wahrscheinlichkeit, umgerechnet in einen Preis; jede Quote enthält zusätzlich die Marge des Anbieters, weshalb die implizite Wahrscheinlichkeit aus der Quote immer höher liegt als die tatsächliche Eintrittswahrscheinlichkeit. Wer das nicht versteht, versteht auch nicht, warum eine «sichere» Quote 1.20 nicht sicher ist.

Die Marge lässt sich direkt ausrechnen. Für einen Zwei-Wege-Markt mit zwei gleich hohen Quoten, etwa 1.90 auf Heimsieg und 1.90 auf Auswärtssieg, ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90). Das sind 0.95 oder 95,7 %, und die Marge des Marktes ist 4,3 %. Bei Quoten 1.85 / 1.85 sinkt die Auszahlungsquote auf 94,1 %, die Marge steigt auf 5,9 %. Bei 2.00 / 2.00 – einer «fairen» Quote ohne Buchmachergewinn – wäre die Auszahlungsquote 100 %, und die Marge wäre null. Real liegen Sporttip und Jouez Sport je nach Markt und Sportart in Bereichen von etwa drei bis acht Prozent Marge, mit Ausreissern nach oben bei exotischen Märkten. Die Marge gehört zum Geschäftsmodell, sie verschwindet nicht, wenn man die Quote «versteht», und sie ist auch kein Bonus, sondern der Anteil, den der Veranstalter pro eingesetztem Franken behält. Wer die Marge nicht kennt, sieht nur die Spitze des Preises.

Value Bet, ein anderer zentraler Begriff, bedeutet: Die prognostizierte Wahrscheinlichkeit liegt über der impliziten Wahrscheinlichkeit der Quote. Anders gesagt: Die Person, die die Prognose erstellt, schätzt das Ereignis besser ein als der Markt. Beispiel: Eine Quote 2.20 impliziert rund 45 % Wahrscheinlichkeit (1 ÷ 2.20 = 0.4545); wer das Ereignis selbst auf 55 % schätzt, sieht eine Value Bet, und der erwartete Ertrag über viele solcher Wetten ist positiv. Klingt einfach, ist in der Praxis brutal schwer, weil die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote bereits die Marge und die Modellierung des Anbieters enthält. Die meisten Wetten, die auf den ersten Blick nach Value aussehen, sind lediglich Quoten, deren Marge der Beobachter übersieht. Eine Value Bet ist kein Versprechen auf den nächsten Gewinn, sondern eine Annahme über die durchschnittliche Rendite vieler Wetten.

Die Bankroll – das eigene Wettkapital – folgt daraus. Wer Value Bets spielt, setzt in der Regel einen kleinen, festen Anteil der Bankroll pro Wette, oft ein bis drei Prozent, manchmal fünf, je nach persönlicher Risikobereitschaft und Sicherheitsgefühl. Wer 5 % auf eine einzige Wette setzt, riskiert bei einer Pechsträhne in zehn Wetten die Hälfte seines Kapitals; wer 1 % setzt, verliert in derselben Pechsträhne rund zehn Prozent. Die Grösse des Einsatzes pro Wette ist die wichtigste Entscheidung, die ein Wettender überhaupt trifft – wichtiger als die Auswahl der Spiele, wichtiger als jede einzelne Prognose. Eine kostenlose Prognose, die «dieses Spiel unbedingt spielen» empfiehlt, ohne die Einsatzgrösse zu thematisieren, erspart dem Leser das Schwierigste.

Statistiken, die in eine Prognose einfliessen, sind je nach Sportart verschieden. Im Fussball sind es erwartete Tore (xG), Torschüsse, Ballbesitz, Grosschancen, Heimstärke; im Tennis Aufschlagquote, Breakbälle, eigener Aufschlagverlust, Belagpräferenz; im Eishockey Schüsse, Powerplay-Quote, Faceoff-Gewinn; in den Randsportarten, die Sporttip und Jouez Sport im Programm führen, eher Service- oder Zeitdaten. Eine seriöse Gratisprognose verrät, welche Statistik sie verwendet; eine unseriöse verschweigt es und begründet den Tipp aus dem Bauchgefühl. Beide tragen denselben Namen, und beide kosten nichts – aber nur eine lässt sich reproduzieren.

Zwei weitere Punkte, die ein Leser einer Gratisprognose mitbekommen sollte. Erstens: Die Kombiwette multipliziert die Einzelquoten, aber auch die Margen. Eine Vierer-Kombi mit Quoten 1.90, 1.90, 1.90, 1.90 hat eine Gesamtquote von 13.03, aber eine kombinierte Marge, die deutlich über der Einzelmarge liegt – rechnerisch etwa 16 % auf das Gesamtpaket. Wer glaubt, mit Kombiwetten «sicherer» zu spielen, weil die Quote höher ist, bezahlt mit einer schlechteren Marge, oft ohne es zu merken. Zweitens: Wer ein Bonusangebot nutzt, spielt nicht gegen das eigene Geld, sondern gegen die Umsatzbedingungen – Sporttip verlangt für den Kombiboost mindestens vier Voraussagen mit Quote 1.50; fünfzehn Voraussagen bringen 100 % Bonus auf den Nettogewinn, mit Limiten auf Einsatz und Gewinn. Was das in Franken heisst, hängt vom konkreten Spiel ab und ändert nichts daran, dass die Marge pro Wette bestehen bleibt.

Prognosen bewerten: Welche Quellen vertrauenswürdig sind

Nicht jede Quelle, die «gratis Wettprognosen» anbietet, ist es wert, dass man ihr folgt. Ein paar einfache Trennlinien helfen, die Spreu vom Weizen zu scheiden.

Offene Methode. Eine seriöse Prognose verrät, wie sie entsteht. Sie nennt die Form, die Ausfälle, die Statistik und die Quotenbasis; sie sagt, warum sie diese Wette ausgewählt hat und nicht eine andere; sie versteckt ihre Überlegung nicht hinter einem «Experten-Tipp». Wer die Methode nicht kennt, kann die Prognose nicht beurteilen, und jeder Treffer könnte Zufall sein.

Nachvollziehbare Bilanz. Trefferquoten ohne Datengrundlage sind Marketing. Eine seriöse Quelle legt offen, wie viele Tipps sie abgegeben hat, in welchem Zeitraum, mit welcher Quote im Schnitt, und mit welchem Nettoresultat. Bilanzen, die nur Gewinne zeigen, sind wertlos; Bilanzen mit Verlusten sind lesbar.

Trennung von Werbung. Werbung für ein bestimmtes Wettangebot gehört nicht in eine Prognose. Wenn der Tipp denselben Anbieter empfiehlt, von dem die Seite ihre Provision bekommt, ist die Quelle nicht neutral, der Privatdruck auf die Empfehlung gross. In der Schweiz ist Werbung für nicht bewilligte Anbieter ohnehin verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS); aber auch beworbene bewilligte Anbieter gehören nicht in eine Prognose, wenn die Prognose als unabhängige Information auftritt.

Warnzeichen sind: Trefferversprechen («95 % Trefferquote garantiert»), kostenpflichtige «Premium-Tipps» ohne nachvollziehbare Bilanz, Affiliate-Links zu Anbietern, die in der Schweiz keine Bewilligung haben, undurchsichtige Modelle, und Quellen, die gleichzeitig in vielen Ländern «gratis Prognosen» verkaufen, ohne je die Rechtslage des jeweiligen Landes zu erwähnen. Wer eine «gratis Wettprognose heute» öffnet und auf der Seite steht «Wettanbieter X ist unsere Empfehlung», liest keine Prognose, sondern eine Werbung.

Was kostenlose Prognosen leisten. Sie liefern eine zweite Meinung, einen Anlass, die eigene Einschätzung zu prüfen, gelegentlich einen statistischen Blickwinkel, den man selbst nicht hatte. Sie sind nicht der Ersatz für eigene Analyse, nicht die Eintrittskarte zum nächsten Gewinn, und sie ändern nichts daran, dass die Marge in jeder Quote steckt. Wer sie nutzt, nimmt die Einschätzung auf, gleicht sie mit der eigenen ab, und entscheidet trotzdem selbst.

Was Gratisprognosen versprechen und was sie halten. Sie versprechen oft mehr, als sie halten können. Sie versprechen Trefferquoten, die in der Zukunft nicht garantiert werden können; sie versprechen «sichere Tipps», die es nicht gibt; sie versprechen Disziplin, die nur der Wettende selbst aufbringen kann. Was sie halten können, ist eine zusätzliche Information, eine Anregung, eine Perspektive. Wer das versteht, nutzt sie sinnvoll; wer mehr erwartet, zahlt mit Geld und Erwartung.

Vergleich der Anbieter: Wer in der Schweiz spielen darf und wer nicht

In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten, und die Übersicht «Vergleich der Anbieter» zeigt, wer das ist und wer zwar im Internet sichtbar ist, aber keine Schweizer Bewilligung hat.

Anbieter Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
22Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen
Donbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen
BetFury ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen
Interwetten ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen
Sportaza ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen

Die Trennung ist hart, und sie ist nicht verhandelbar. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder einem anderen Staat hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, ist nicht durch das Schweizer Ausschlussregister geschützt, hat keine Schweizer Beschwerdestelle, und sein Gewinn ist je nach Kanton steuerlich anders zu behandeln als ein Gewinn aus einem bewilligten Anbieter. Wer sich für einen ausländischen Anbieter interessiert, sollte das vor einer Anmeldung wissen, nicht erst nach einem Problem.

Anbieter im Detail: Was die bewilligten Veranstalter leisten

Swisslos Sporttip – das Programm der Deutschschweiz und des Tessins

Swisslos, mit Sitz in Basel, betreibt Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt oder den gewöhnlichen Aufenthalt hat, kann sich online registrieren, sofern er volljährig ist (Art. 72 BGS), keine Spielsperre besteht und das Wallet nicht über CHF 9’999 liegt. Die Identität wird über den hochgeladenen Ausweis geprüft, jede Person darf sich nur einmal registrieren. Vor der ersten Teilnahme werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt; die Oberlimite ist CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Wetten lassen sich online über die Swisslos-Website oder die Sporttip-App (iOS, Android) abgeben; in der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Verkaufsstelle gespielt werden. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und bei CHF 10’000 pro Systemwette; Swisslos kann die Limiten jederzeit ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote – dem Produkt der Einzelquoten –, auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten.

Sporttip bietet einzelne Kombiboosts (mindestens vier Voraussagen mit Quote 1.50; 5 % Bonus auf den Nettogewinn bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn) sowie Quoten- und Profitboosts für Prematch-Einzelwetten. Beide Boosts sind nur online, pro Wettenden einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen nicht vorzeitigen Wettgewinn und hängt vom Stand der Sportereignisse ab. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten, und voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert.

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 gehen bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers. Nicht geltend gemachte Gewinne verfallen 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung zugunsten des Swisslos-Zwecks; bei verweigerter Auszahlung ist eine Einsprache innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Das Wallet lässt sich per PostFinance Pay, Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein aufladen (Mindestbetrag CHF 20, höchstens CHF 10’000 innert 30 Tagen); Auszahlungen auf das eigene Bank- oder Postkonto sind zweimal innert 365 Tagen gratis, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Urteil: Sporttip ist die einzige seriöse Wahl für alle, die in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnen. Wer dort spielt, spielt unter Schweizer Recht, mit Schweizer Schutz, mit Schweizer Aufsicht. Die Preisstruktur ist konservativ, das Programm vollständig, die Limits transparent.

Loterie Romande Jouez Sport – das Programm der Romandie

Die Loterie Romande, mit Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14), betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Wer dort wohnt, kann sich online registrieren und spielen; wer in der Deutschschweiz wohnt, ist hier ausgeschlossen. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Identitätsprüfung läuft analog zu Swisslos, das Limitensystem ebenso: persönliche Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, freiwillige Einzahlungslimiten.

Beim Réglement Jouez Sport (17e édition, septembre 2024) liegt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Mindest- und Höchsteinsätze sind in den Spielregeln festgelegt; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Jouez Sport folgt demselben Modell wie Sporttip, mit Westschweizer Eigenheiten im Detail. Das Wallet lässt sich auf das eigene Schweizer Bank- oder Postkonto auszahlen, das Verfahren folgt den Bedingungen der Loterie Romande. Eine Promotion, ein Bonus oder ein Boost braucht die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 hat die Gespa der Loterie Romande 24 solcher Bewilligungen erteilt und Swisslos 8.

Urteil: Für Romands ist Jouez Sport das, was Sporttip für die Deutschschweiz ist – der einzige bewilligte Veranstalter im Gebiet, mit dem vollen Schutz des Schweizer Regimes. Wer dort spielt, spielt legal, geschützt, transparent. Wer im Wallis wohnt und «gratis Prognosen» aus Deutschland liest, sollte wissen, dass diese Anbieter in der Schweiz nicht zugänglich sind.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung – 22Bet, Rollbit, Donbet, BDMBet, BetFury, HighFlyBet, Interwetten, Sportaza

Die übrigen Anbieter dieser Übersicht – 22Bet, Rollbit, Donbet, BDMBet, BetFury, HighFlyBet, Interwetten, Sportaza – haben keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz, wo immer sie ausgestellt sein mag, hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Diese Anbieter sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, es gibt keine Schweizer Beschwerdestelle, und die Spiel- und Auszahlungsbedingungen richten sich nach dem Recht des Lizenzstaates, nicht nach Schweizer Recht. Die Gespa führt eine Sperrliste blockierter Domains; gesperrte Adressen werden innert Stunden ersetzt (Domain-Hopping). Wer aus der Schweiz auf einen dieser Anbieter zugreift, tut es auf eigenes Risiko, und wer dort spielt, hat nicht den Schutz, den die beiden bewilligten Veranstalter bieten.

Urteil über die Gruppe: Für Schweizer Spielende sind diese Anbieter keine Alternative zu Swisslos und Loterie Romande. Sie sind in der Schweiz nicht zugänglich, nicht bewilligt, nicht geschützt. Wer sie dennoch nutzt, verlässt das Schweizer Regime und nimmt dessen Folgen in Kauf: keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Sperre, keine Schweizer Beschwerde, je nach Kanton eine andere steuerliche Behandlung der Gewinne, und keine Garantie, dass eine Auszahlung im Streitfall durchsetzbar ist. Das ist keine moralische Bewertung, sondern eine Beschreibung der Rechtslage, die für jeden gilt, der in der Schweiz wohnt.

Marge einer Quotik: Was der Anbieter pro Franken behält

Der Gewinn einer Wette ist nur die eine Seite. Die andere Seite ist die Marge, die in jeder Quote steckt. Eine kurze Rechnung zeigt, was die Marge konkret bedeutet.

Für einen Zwei-Wege-Markt, in dem beide Seiten mit derselben Quote angeboten werden, etwa 1.90 auf Heimsieg und 1.90 auf Auswärtssieg, ergibt sich die Auszahlungsquote des Marktes als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90). Das sind rund 95,7 %, und die Marge – der Anteil, den der Veranstalter pro eingesetztem Franken behält – liegt bei etwa 4,3 %. Bei Quoten 1.85 / 1.85 sinkt die Auszahlungsquote auf etwa 94,1 %, die Marge steigt auf etwa 5,9 %. Bei Quoten 2.00 / 2.00 wäre die Auszahlungsquote 100 %, die Marge null – das ist die «faire» Quote ohne Buchmachergewinn, die in der Praxis nicht vorkommt.

Was heisst das konkret? Bei 1.90 / 1.90 zahlt der Markt pro 100 Franken Einsatz rund 95,70 Franken zurück, falls die Ergebnisse gleichmässig verteilt wären; die übrigen 4,30 Franken sind die Marge. Bei typischen Sporttip- und Jouez-Sport-Märkten liegt die Marge je nach Sportart und Markt zwischen etwa drei und acht Prozent, mit Ausreissern nach oben bei exotischen Märkten, die ein kleines Publikum haben. Eine «sichere» Quote 1.20 hat eine implizite Wahrscheinlichkeit von 83,3 % und – bei vergleichbarer Gegenquote – eine Marge, die ebenfalls im niedrigen einstelligen Bereich liegt, aber das Verhältnis zwischen Eintrittswahrscheinlichkeit und Auszahlung ist ungünstig für den Wettenden. Wer auf 1.20 wettet, gewinnt selten und wenig; wer verliert, verliert oft und viel.

Für die Praxis folgt daraus: Eine kostenlose Prognose kann die Marge nicht ausschalten. Sie kann lediglich die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote besser einschätzen als der Markt, und genau das ist die Idee der Value Bet. Aber die Marge bleibt in jeder Wette, in jeder Quote, in jedem Markt. Wer das nicht akzeptiert, spielt gegen ein Geschäftsmodell, das er nicht ändern kann.

Häufige Fragen zu Gratis Wettprognosen heute

Wie entsteht eine Wettprognose, und welche Statistiken fliessen ein?

Eine Prognose stützt sich auf vier Bausteine: die aktuelle Form der Mannschaft oder des Sportlers, die Personallage mit Ausfällen und Rückkehrern, harte Statistiken je nach Sportart (im Fussball erwartete Tore, Schüsse, Ballbesitz; im Tennis Aufschlag- und Breakquote) sowie den Quotenvergleich zwischen den Anbietern. Wer die Methode nicht offenlegt, ist nicht überprüfbar.

Was ist eine Value Bet, und weshalb enthält jede Quote eine Marge?

Eine Value Bet liegt vor, wenn die selbst eingeschätzte Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses über der impliziten Wahrscheinlichkeit der Quote liegt. Jede Quote enthält zusätzlich die Marge des Veranstalters, weshalb die Auszahlungsquote eines Marktes immer unter 100 % liegt. Bei 1.90 / 1.90 sind das rund 4,3 %, die Marge gehört zum Geschäftsmodell.

Welcher Anteil des Kapitals darf auf eine einzelne Wette entfallen, damit die Bankroll geschützt bleibt?

In der Praxis oft ein bis drei Prozent der Bankroll, selten mehr. Wer 5 % pro Wette riskiert, verliert bei einer Pechsträhne in zehn Wetten rund die Hälfte seines Kapitals; wer 1 % riskiert, verliert etwa zehn Prozent. Die Grösse des Einsatzes ist die wichtigste Entscheidung, die ein Wettender überhaupt trifft.

Welche Wetten sind in der Schweiz bei Swisslos und Loterie Romande überhaupt erlaubt, und wo steht das?

Erlaubt sind nur Wetten auf bewilligte Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten gemäss der Gespa-Liste (Version 10.09.2026). Eckball- und Kartenmärkte sowie Esports sind nicht zugelassen, ebenso wenig Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows. Die Liste ist die einzige Quelle, alles andere ist Eigenangabe des Veranstalters.

Wie wird der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote berechnet?

Bei Sporttip ist der Gewinn der Einsatz mal die Quote, bei Kombiwetten mal die Gesamtquote (das Produkt der Einzelquoten), auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei Jouez Sport gilt dieselbe Logik gemäss dem Réglement Jouez Sport, mit den dort genannten Mindest- und Höchstquoten.

Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»