Heinz-Wette in der Schweiz: Anbieter, Regeln und Gesamteinsatz

Updated Oktober 2026
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Stand: 20. Oktober 2026. Geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) sowie das Reglement Jouez Sport (17. Ausgabe, September 2024).

Eine Heinz-Wette ist kein einzelner Tipp, sondern ein ganzes Bündel. Wer sechs Auswahlen trifft, schliesst mit einem Klick 57 Wetten ab, und der Einsatz vervielfacht sich entsprechend. In der Schweiz ist dieses Bündel nur an zwei Stellen überhaupt erhältlich: bei Swisslos unter dem Produktnamen Sporttip und bei der Loterie Romande unter Jouez Sport. Wer dort mitmacht, muss 18 Jahre alt sein, im Vertragsgebiet der jeweiligen Veranstalterin wohnen und sich mit Ausweis identifizieren. Andere Anbieter, die im Internet mit Heinz-Wetten werben, haben in der Schweiz keine Bewilligung und fallen unter die Sperrliste der Gespa.

Sechs Fussbälle liegen in zwei Reihen auf einem Rasen, das flache Abendlicht zieht lange Schatten über das Gras.
Die 57 Einzelwetten einer Heinz-Wette setzen sich aus 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und 1 Sechsfachwette zusammen.

Eine Heinz-Wette bündelt 57 Tipps. Diese Zusammenstellung erklärt, wie diese Systemwette funktioniert, welche Limits bei Sporttip und Jouez Sport gelten und warum in der Schweiz nur diese beiden Veranstalterinnen legal sind. Der Gesamteinsatz bei einer Heinz-Wette ergibt sich aus 57 Linien: bei CHF 1 pro Linie kostet der Schein CHF 57.

Wettmärkte und Bewilligung in der Schweiz

Die Bewilligungslage in der Schweiz ist ungewöhnlich eng. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) definiert Sportwetten als Grossspiel und vergibt zwei Arten von Bewilligungen: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS). Wer eine dieser Bewilligungen nicht hat, darf in der Schweiz keine Sportwetten anbieten (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten bewusst auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sitz in Basel und die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne.

Ein Brunnen auf einem Dorfplatz mit Kopfsteinpflaster, im Hintergrund eine Kirche mit Zwiebelturm und Berge.
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Die zwei bewilligten Veranstalterinnen

Swisslos betreibt die Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip. Veranstaltet werden die Wetten im Swisslos-Vertragsgebiet, also in den Deutschschweizer Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Wer in der Romandie wohnt, kann bei Swisslos kein Online-Konto eröffnen.

Die Loterie Romande betreibt die Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport und ist für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura zuständig. Sie unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende; die Kontaktadresse lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Beide Veranstalterinnen werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) beaufsichtigt, nicht von der ESBK, die nur für Casinos zuständig ist.

Was beworben werden darf und was nicht

Die Gespa führt eine geschlossene Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Stand 10.09.2026). Was dort nicht steht, darf nicht angeboten werden. Eckball- und Kartenmärkte sind nicht zugelassen, ebenso wenig ein Esports-Bereich. Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Ranglistenwetten sind nur dann erlaubt, wenn die Liste sie ausdrücklich führt. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind generell ausgeschlossen. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt sind, dürfen nicht bewettet werden.

Werbung für Glücksspiele, die in der Schweiz nicht bewilligt sind, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft werden (Art. 131 BGS). Werbung im Inland darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa.

Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung

Eine ausländische Bewilligung aus Curaçao, Malta oder Deutschland hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Anbieten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bei gewerbsmässigem Handeln drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe (Art. 130 BGS). Die Gespa führt eine Liste gesperrter ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Sperrliste, betroffen sind unter anderem Domains wie Interwetten und Bet-at-Home sowie bet365. Bei einem Domain-Hopping, also dem schnellen Wechsel auf eine neue Adresse, reagiert die Gespa innert Stunden.

Spielerinnen und Spieler, die bei einem unbewilligten Anbieter wetten, machen sich nicht strafbar. Allerdings haben sie keinen Zugang zum Schweizer Ausschlussregister, keinen Schweizer Rekursweg und riskieren, dass Gewinne im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Die kantonal unterschiedliche Steuerpraxis, etwa diejenige des Kantons Thurgau, behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag.

Einsatzgrenzen und Schutzregeln

Systemwetten bündeln viele Einzelwetten, der Gesamteinsatz steigt dadurch schnell. Wer eine Heinz-Wette platziert, sollte daher wissen, wo die obere Grenze liegt und welche Schutzmechanismen in den Spielregeln stehen.

Verlust- und Einzahllimits bei Sporttip

Wer bei Sporttip zum ersten Mal online spielt, muss Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999; für Spielerinnen und Spieler unter 21 Jahren gilt eine eigene Grenze von CHF 1’000. Eine Senkung der Limite tritt sofort in Kraft, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich freiwillig eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Diese Selbstbeschränkungen sind in den Spielregeln festgeschrieben, nicht im Gesetz. Der Schweizer Gesetzgeber verlangt nur, dass überhaupt eine oder mehrere maximale Verlust- oder Einsatzlimits pro Tag, Woche und Monat gesetzt werden (Art. 87 VGS); die konkreten Zahlen bestimmen die Veranstalterinnen.

Stake-Grenzen bei Sporttip

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1. Der Höchsteinsatz beträgt CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen anpassen. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Systemwetten wie dem Heinz bedeutet die Limite CHF 10’000, dass der Gesamteinsatz aller 57 Linien zusammen diesen Wert nicht übersteigen darf.

Stake-Grenzen bei Jouez Sport

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in den Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples ebenfalls CHF 2. Der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist auf CHF 300’000 begrenzt, für alle Gewinne eines Multiples zusammen auf CHF 1’000’000. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Selbstsperre und Sperrregister

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Möglichkeit der Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die gesetzliche Grundlage findet sich in den Art. 80–82 BGS. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), und es ist eine Fachstelle einzubeziehen (Art. 81 BGS). Wer sich für bis zu sechs Monate pausieren will, muss diese Möglichkeit angeboten bekommen (Art. 89 VGS).

Wer gesperrt ist oder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Testkäufe der Gespa aus dem Jahr 2025 haben allerdings gezeigt, dass an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Versuchen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Der Verkaufsschutz ist also nicht so streng, wie er sein sollte.

Heinz-Wette als Systemwette

Die Heinz-Wette gehört zur Familie der Full-Cover-Wetten. Der Name kommt von den 57 Mehrfachwetten, aus denen sie besteht: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser. Alle Mehrfachwetten ab dem Doppel sind enthalten, die Einzelwetten auf die sechs Auswahlen sind nicht Teil der Heinz-Wette. Wer nur die Einzelwetten spielen will, kann sie separat ankreuzen.

Aufbau und Zusammensetzung

Sechs Auswahlen, 57 Wetten: das ist die nüchterne Bilanz. Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf 6 Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht. Bei jeder Mehrfachwette wird eine Auswahl getroffen, die möglichst viele Linien abdeckt; gewinnen alle sechs, kassiert die Wette alle 57 Linien ein. Verliert nur eine Auswahl, fallen die Wetten weg, in denen diese Auswahl enthalten war. Mindestens zwei Auswahlen müssen richtig sein, damit die Wette überhaupt etwas auszahlt; eine einzelne richtige Auswahl genügt nicht.

Der Super Heinz erweitert das Prinzip auf 7 Auswahlen und umfasst 120 einzelne Wetten: 21 Doppel, 34 Dreier, 34 Vierer (in der Quelle als 35 Vierer notiert), 21 Fünfer, 7 Sechser und 1 Siebener. Beim Goliath sind es acht Auswahlen. Alle drei Varianten zählen zu den Full-Cover-Wetten, die sämtliche möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Anzahl von Auswahlen abdecken.

Gesamteinsatz bei einer Heinz-Wette

Wer pro Linie CHF 1 setzt, gibt CHF 57 aus. Wer pro Linie CHF 2 setzt, sind es CHF 114, und so weiter. Der Gesamteinsatz wächst linear mit der Liniengrösse, nicht mit der Zahl der Auswahlen. Bei einer typischen Online-Wette bei Sporttip wählt die Wettplattform die Liniengrösse pro Schein; bei 57 Linien zu CHF 1 ergibt sich der Gesamteinsatz von CHF 57. Die Limite von CHF 10’000 pro Systemwette bei Sporttip entspricht etwa 175 Linien zu CHF 57, also grob dem 175-fachen Mindesteinsatz.

Bei Jouez Sport liegt die Obergrenze für den Gesamteinsatz eines Multiples-Scheins bei CHF 7’500. Bei 57 Linien zu je CHF 1 würde der Schein CHF 57 kosten; das Limit reicht für sehr hohe Liniengrössen, ist aber unterhalb der Sporttip-Limite von CHF 10’000.

Wie ein Gewinn zustande kommt

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus dem Einsatz mal der Quote. Bei Kombinationen wird die Gesamtquote multipliziert, also das Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Eine Heinz-Wette mit 57 Linien bedeutet 57 separate Gewinnberechnungen, von denen jede nur dann etwas auszahlt, wenn die entsprechende Mehrfachkombination vollständig richtig ist.

Ein einfaches Rechenbeispiel veranschaulicht das Prinzip: Drei Auswahlen mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 ergeben bei einer Einzelwette auf jede Auswahl einen Wetteinsatz von CHF 1, der im Gewinnfall CHF 1.50, CHF 2.00 beziehungsweise CHF 2.50 zurückbringt. Bei einer Dreier-Kombi auf alle drei Auswahlen beträgt die Gesamtquote 1.50 × 2.00 × 2.50 = 7.50, und ein Einsatz von CHF 1 würde CHF 7.50 zurückbringen. In einer Heinz-Wette ist diese Dreier-Kombi eine von 20 Linien, neben den 15 Doppel- und den anderen Mehrfachkombinationen. Wer eine Heinz-Wette mit einer Liniengrösse von CHF 1 abschliesst und alle drei genannten Auswahlen zusammen mit drei weiteren Auswahlen richtig tippt, gewinnt also auf mehreren Linien gleichzeitig, sofern alle sechs Auswahlen korrekt sind.

Bei einer Heinz-Wette sind nicht alle Auswahlen gleich wichtig. Eine Auswahl, die falsch getippt wird, nimmt alle Wetten mit, in denen sie enthalten ist. Bei einem Fehler in einer einzigen Auswahl fallen 32 Linien weg, weil jede Auswahl in 32 der 57 Mehrfachwetten vorkommt (C(5,1)=5 Doppel, C(5,2)=10 Dreier, C(5,3)=10 Vierer, C(5,4)=5 Fünfer und C(5,5)=1 Sechser). Bei zwei falschen Auswahlen sinkt die Zahl der gewinnenden Linien weiter, und ab drei falschen Auswahlen wird keine Linie mehr vollständig richtig sein. Genau das macht die Heinz-Wette riskant: ein einziger Fehler eliminiert zwar nicht alle 57 Linien, aber den grössten Teil davon.

Vergleich der Anbieter

In der Schweiz gibt es für Systemwetten wie die Heinz-Wette nur zwei Anbieter mit Bewilligung. Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung sind zahlbar an sie zitiert, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler im Internet auf sie stossen, sie aber unter die Sperrliste der Gespa fallen und keine Schweizer Schutzmechanismen bieten.

Einordnung der bewilligten und nicht bewilligten Anbieter

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin / ausländische Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
Rainbet keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz
BassBet keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Pribet keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Rabona keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz
GG.BET keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz
BetLabel keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Bettilt keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz
N1 Bet keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz

Swisslos Sporttip

Swisslos ist die Veranstalterin für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Die Sportwetten laufen unter dem Produktnamen Sporttip. Wer in diesen AGBV-Kantonen wohnt und mindestens 18 Jahre alt ist, kann ein Online-Konto eröffnen; die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis verifiziert und gegen Adressdatenbanken geprüft. Pro Person ist nur ein Konto zugelassen.

Bei Systemwetten wie dem Heinz liegt die Obergrenze für den Gesamteinsatz bei CHF 10’000, der Mindesteinsatz bei CHF 1. Der Gewinn wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei Kombinationen wird die Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten berechnet. Sporttip bietet einen Kombiboost, der online gilt und mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von je 1.50 verlangt; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen, ist aber in Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert. Quoten- und Profitboosts sind nur einmal pro Wettendem nutzbar und verfallen bei einem Cash-Out.

Für Spielerinnen und Spieler, die im Swisslos-Vertragsgebiet wohnen, ist Sporttip die einzige legale Adresse für Heinz-Wetten. Wer einen grossen Schein spielen will, kann bei Sporttip bis zu CHF 10’000 Gesamteinsatz setzen, sofern die Liniengrösse die Höchstgrenze pro Linie nicht überschreitet.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande bedient die Westschweiz mit den Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Hier heisst nur eine Wette Jouez Sport, und Online-Konten sind nur für Personen mit Wohnsitz in einem dieser Kantone zugänglich. Bei Multiples, also Kombinations- und Systemwetten, beträgt der Mindesteinsatz CHF 2, der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette CHF 500, und der gesamte Scheinein CHF 7’500. Der Höchstgewinn liegt bei CHF 1’000’000 pro Multiple.

Die Heinz-Wette ist auch bei Jouez Sport als Systemwette spielbar. Im Vergleich zu Sporttip fällt die Einsatzlimite mit CHF 7’500 tiefer aus, dafür ist die Liniengrösse ebenfalls durch den Mindesteinsatz von CHF 2 pro Linie höher. Für Westschweizer Spielerinnen und Spieler, die eine Heinz-Wette platzieren wollen, ist Jouez Sport die einzige legale Adresse; ausländische Marken sind auch hier nicht zugelassen.

Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung — Vergleich der Anbieter

Die übrigen Anbieter in der Auswahl, Rainbet, BassBet, Pribet, Rabona, GG.BET, BetLabel, Bettilt und N1 Bet, sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung. Sie werben im Internet mit Systemwetten und Heinz-Wetten, sie haben aber in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer dort spielt, hat keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister, keinen Schweizer Rekursweg und riskiert die Einziehung von Gewinnen im Strafverfahren gegen den Anbieter (Art. 130 BGS). Ihre Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen und per DNS blockiert werden; einige Anbieter reagieren mit Domain-Hopping, also dem schnellen Wechsel auf neue Domains.

Diese Marken sind in der Tabelle aufgeführt, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler im Internet auf sie stossen. Bewertet werden sie nach denselben Kriterien wie die bewilligten Anbieter, aber das Ergebnis fällt eindeutig aus. Wer in der Schweiz wettet, hat nur zwei legale Adressen: Sporttip und Jouez Sport. Die übrigen sind keine Alternative, sondern ein Risiko.

Grundlagen der Heinz-Wette

Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf sechs Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht. Wer sie spielt, schliesst mit einem Wettschein 57 Wetten gleichzeitig ab, die alle möglichen Mehrfachkombinationen ab dem Doppel abdecken. Die 57 Wetten setzen sich aus 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und 1 Sechsfachwette zusammen. Einzelwetten auf die sechs Auswahlen sind nicht enthalten.

Ein Bleistift und ein Radiergummi liegen auf einem kleinen Stapel Notizzettel, gelbes Licht einer Schreibtischlampe.
Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf 6 Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht.

Der Name Heinz kommt von der Zahl 57, angelehnt an den Werbeslogan «57 Varieties» des amerikanischen Lebensmittelherstellers Heinz. Diese Herkunft ist historisch und ohne inhaltliche Bedeutung für die Wette selbst.

Was den Heinz von einer einfachen Kombination unterscheidet

Eine einfache Kombinationswette deckt nur eine Mehrfachkombination ab. Bei sechs Auswahlen ist das eine Sechsfachwette: alle sechs müssen richtig sein, sonst ist die gesamte Wette verloren. Die Heinz-Wette hingegen deckt 57 verschiedene Kombinationen ab, vom Doppel bis zum Sechser. Selbst wenn nur vier Auswahlen richtig sind, gibt es bereits 15 Vierer-Kombinationen, 20 Dreier-Kombinationen und 15 Doppel-Kombinationen, die etwas auszahlen. Erst bei drei oder mehr falschen Auswahlen bricht die Wette vollständig zusammen.

Diese Struktur macht sie teurer im Gesamteinsatz, aber weniger binär im Ergebnis. Wer bei einer einfachen Sechsfach-Kombi einen Fehler macht, verliert alles. Wer bei einer Heinz-Wette einen Fehler macht, verliert einen grossen Teil der Linien, aber nicht alle: bei einem Fehler fallen 32 der 57 Linien weg, bei zwei Fehlern noch mehr, aber die Kombinationen ohne die falschen Auswahlen bleiben bestehen.

Mindestanzahl richtiger Auswahlen

Mindestens zwei Auswahlen müssen richtig sein, damit die Heinz-Wette überhaupt etwas auszahlt. Eine einzelne richtige Auswahl genügt nicht, weil die Heinz-Wette keine Einzelwetten enthält. Wer nur eine Auswahl korrekt tippt, gewinnt also keine Linie. Wer genau zwei Auswahlen richtig hat, gewinnt die Doppelwette, die aus diesen beiden besteht: eine von 57 Linien.

Heinz, Super Heinz und Goliath

Der Heinz hat sechs Auswahlen. Der Super Heinz hat sieben und umfasst 120 einzelne Wetten: 21 Doppel-, 35 Dreier-, 35 Vierfach-, 21 Fünffach-, 7 Sechsfach- und 1 Siebenfachwette. Der Goliath hat acht Auswahlen und ist noch umfangreicher. Alle drei Varianten gehören zur Familie der Full-Cover-Wetten, die sämtliche möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Anzahl von Auswahlen abdecken.

Wer vom Heinz auf den Super Heinz wechselt, verdoppelt ungefähr die Zahl der Linien und damit den Gesamteinsatz. Bei einem Wechsel auf den Goliath kommen nochmals einige Linien dazu. Der Übergang von einer Variante zur nächsten ist also nicht nur eine Frage der Auswahlen, sondern eine Frage des Budgets: Wer mit dem Heinz an die obere Limite stösst, kann sie beim Super Heinz bereits überschreiten.

Top-10 Heinz-Wettanbieter im Überblick

In der Schweiz gibt es für Heinz-Wetten nur zwei bewilligte Anbieter: Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport. Die übrigen Anbieter in dieser Liste sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung. Sie sind hier aufgeführt, weil sie im Internet mit Heinz-Wetten werben, aber sie sind keine legale Wahl. Das Ranking folgt der Bewilligungslage und der Eignung für Heinz-Wetten.

1. Swisslos Sporttip

Swisslos ist die Veranstalterin für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein und damit für die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung die einzige legale Adresse. Die Heinz-Wette ist als Systemwette verfügbar, der Höchsteinsatz pro Systemwette beträgt CHF 10’000, der Mindesteinsatz CHF 1. Der Kombiboost auf den Nettogewinn gilt online, auch für Heinz-Wetten, sofern mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von je 1.50 enthalten sind. Der Bonus staffelt sich von 5 % bei vier bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Für Spielerinnen und Spieler, die im Swisslos-Vertragsgebiet wohnen und Heinz-Wetten legal platzieren wollen, ist Sporttip die erste Adresse.

2. Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande bedient die Westschweiz und ist für Spielerinnen und Spieler in den Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura die einzige legale Adresse. Bei Multiples gilt ein Mindesteinsatz von CHF 2 und ein Höchsteinsatz von CHF 7’500 pro Schein. Der Höchstgewinn pro Multiple liegt bei CHF 1’000’000. Für Westschweizer Wettende ist Jouez Sport die erste Adresse für Heinz-Wetten.

3. Rainbet

Rainbet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Sie ist hier aufgeführt, weil sie im Internet mit Heinz-Wetten wirbt, aber sie hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer dort spielt, hat keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister und keinen Schweizer Rekursweg. Die Domain kann auf der Sperrliste der Gespa landen. Für Schweizer Spielerinnen und Spieler ist Rainbet keine Alternative.

4. BassBet

BassBet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung; wie die übrigen ausländischen Marken hat sie in der Schweiz keine Wirkung. Wer dort wettet, trägt das volle Risiko ohne gesetzlichen Schutz.

5. Pribet

Pribet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die Marke ist im Internet präsent, hat aber in der Schweiz keine Wirkung. Schweizer Spielerinnen und Spieler, die bei Pribet spielen, riskieren die Einziehung von Gewinnen im Strafverfahren gegen den Anbieter. Pribet ist keine Alternative zu den bewilligten Schweizer Anbietern.

6. Rabona

Rabona ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Auch Rabona fällt unter Art. 4 BGS, hat keinen Schweizer Rekursweg. Da die Marke ohne Schweizer Konzession agiert, droht ihr eine DNS-Sperre durch die Gespa.

7. GG.BET

GG.BET ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung und wirbt im Internet mit Systemwetten und Esports. Da Esports in der Schweiz nicht auf der Liste der bewilligten Wetttypen der Gespa steht, kann GG.BET ohnehin keine Schweizer Bewilligung für sein Hauptangebot erhalten.

8. BetLabel

BetLabel ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung und wirbt im Internet mit Systemwetten. Wie die übrigen ausländischen Marken hat sie in der Schweiz keine Wirkung. Schweizer Spielerinnen und Spieler, die bei BetLabel spielen, sind nicht durch das Schweizer Geldspielgesetz geschützt. BetLabel ist keine Alternative.

9. Bettilt

Bettilt ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung und wirbt im Internet mit Systemwetten. Auch Bettilt hat in der Schweiz keine Wirkung. Wie bei allen unbewilligten Anbietern fehlt es hier an einer rechtlichen Grundlage für das Angebot in der Schweiz.

10. N1 Bet

N1 Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Wie die übrigen ausländischen Marken hat sie in der Schweiz keine Wirkung. Für Schweizer Spielerinnen und Spieler ist N1 Bet keine Alternative zu den bewilligten Schweizer Anbietern.

Zahlungen, Steuern und Auszahlungen

Die Schweizer Zahlungs- und Steuervorschriften für bewilligte Sportwetten sind eng geregelt. Wer bei Sporttip oder Jouez Sport spielt, muss wissen, wie Auszahlungen laufen, welche Steuern anfallen und welche Schutzmechanismen greifen.

Zahlungen und Auszahlungen

Gewinne und Guthaben werden bei bewilligten Schweizer Anbietern nur auf ein Zahlungskonto im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungen sind in der bewilligten Schweizer Sportwette nicht möglich. Kreditierung an Spielende, also das Gewähren von Vorschüssen, ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmittel eine Veranstalterin konkret akzeptiert, ergibt sich aus deren Geschäftsbedingungen.

Die Schweiz kennt kein Zahlungsblock-Tool gegen unbewilligte Wettanbieter. Anders als in einigen anderen Ländern blockieren weder Banken noch Kartenorganisationen Zahlungen an ausländische Buchmacher systematisch. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, kann also in der Regel zahlen, geht aber das Risiko ein, dass Gewinne im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Steuern auf Gewinne

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bund hat den Freibetrag per 1.1.2026 auf CHF 1’071’000 festgelegt; 2025 lag er noch bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, daher die Faustregel «je nach Kanton». Liegt der Gewinn über dem Freibetrag, zieht die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Für die meisten Wettenden fällt der Gewinn unter den Freibetrag, sodass weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer anfallen.

Auf den Einsatz in Europa erhebt die Schweiz keine Wettsteuer. Eine Abgabe auf dem Einsatz wird nirgendwo in der Schweiz erhoben; eine solche Aussage wäre falsch. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, weil diese nur von Schweizer Veranstalterinnen erhoben wird. Die kantonale Steuerpraxis behandelt solche Gewinne allerdings unterschiedlich: Thurgau etwa besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, sollte sich bei der kantonalen Steuerverwaltung oder einem Steuerberater erkundigen.

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert eine Heinz-Wette?

Eine Heinz-Wette bündelt 57 Mehrfachwetten auf sechs Auswahlen, vom Doppel bis zum Sechser. Wer alle sechs Auswahlen richtig tippt, gewinnt alle 57 Linien; wer eine Auswahl verliert, verliert alle Linien, in denen sie enthalten war. Mindestens zwei Auswahlen müssen richtig sein, damit die Wette überhaupt etwas auszahlt.

Aus wie vielen Einzelwetten besteht eine Heinz-Wette, und was ist der Unterschied zur Super-Heinz-Wette?

Eine Heinz-Wette besteht aus 57 Einzelwetten: 15 Doppel-, 20 Dreier-, 15 Vierfach-, 6 Fünffach- und 1 Sechsfachwette. Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf 7 Auswahlen und umfasst 120 Einzelwetten, darunter zusätzlich 7 Siebenfachwetten. Beide Varianten sind Full-Cover-Wetten.

Wie hoch fällt der Gesamteinsatz bei einer Heinz-Wette aus, wenn pro Einzelwette ein fester Betrag gilt?

Bei einem Einsatz von CHF 1 pro Linie ergibt sich ein Gesamteinsatz von CHF 57. Wer CHF 2 pro Linie setzt, zahlt CHF 114; der Gesamteinsatz wächst linear mit der Liniengrösse. Bei Sporttip liegt die Obergrenze für eine Systemwette bei CHF 10’000, bei Jouez Sport bei CHF 7’500 pro Multiples-Schein.

Wie viele Auswahlen müssen mindestens richtig sein, damit eine Heinz-Wette etwas auszahlt?

Mindestens zwei Auswahlen müssen richtig sein. Eine einzelne richtige Auswahl genügt nicht, weil die Heinz-Wette keine Einzelwetten enthält. Wer genau zwei Auswahlen korrekt hat, gewinnt die Doppelwette aus diesen beiden, eine von 57 Linien. Bei drei oder mehr falschen Auswahlen bricht die Wette vollständig zusammen.

Welche Einsatzgrenzen gelten bei Systemwetten von Sporttip?

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten. Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen anpassen. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Welche Anbieter in der Schweiz dürfen Systemwetten wie die Heinz-Wette anbieten, und wer kontrolliert diese?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Systemwetten anbieten. Beide verfügen über eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz (BGS). Die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern.

Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»