Wettquote Rechner 2026 in der Schweiz: Was die Formel leistet und wo sie an die Regeln der Veranstalter stösst

Updated Oktober 2026
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Wer in der Schweiz eine Sportwette platziert, rechnet vorher – Einsatz rein, Quote malnehmen, fertig. Das stimmt für die Einzelwette und für einfache Kombinationen. Sobald Systemwetten, Quotenrundung oder die Marge eines Marktes ins Spiel kommen, wird aus dem Kopfrechnen eine Frage an einen Quotenrechner. Und sobald ein Rechner in Franken einen Gewinn ausweist, der sich nicht einstellt, wird er zur Enttäuschung. In der Schweiz gilt: Auszahlen dürfen nur Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport), und was am Schluss auf dem Spielkonto landet, bestimmen deren Spielregeln und Rundung, nicht das Ergebnis eines beliebigen Online-Tools.

Ein Stapel unbedruckter Papierscheine liegt neben einem Kugelschreiber auf einem Holztisch.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

Ein Wettquote Rechner zeigt, was eine Sportwette im Erfolgsfall auszahlt. Die Grundformel Einsatz mal Quote leistet das für Einzelwetten und einfache Kombinationen – doch sobald Systemwetten, Quotenrundung oder die Marge eines Marktes ins Spiel kommen, greift sie zu kurz. Wer den Gewinn einer Wette plant, muss wissen: Was zählt als Nettogewinn, wie spielen Mindesteinsätze und Kombiboost mit, und warum bestimmt die Rundungsregel der Veranstalter den Betrag, der am Ende tatsächlich auf dem Spielkonto landet?

*Stand: 20. Oktober 2026. Geprüft gegen die Spielregeln von Sporttip (Version 4.2) sowie das Reglement Jouez Sport (17. Auflage, September 2024).*

Rechtslage in der Schweiz: Wer überhaupt eine Wette annehmen darf

In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Aufsichtsbehörde ist die Gespa – die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern –, nicht die ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel, und sie gilt nach Art. 4 BGS ausdrücklich nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Wer bei einem anderen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Bewilligung.

Ein Brückengeländer aus Stahl über einem Gebirgsfluss im Gegenlicht, darunter schäumendes Wasser.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Diese Zwei-Veranstalter-Ordnung hat Folgen für jeden Wettquote Rechner, der mit Schweizer Daten wirbt. Der Rechner kann jede beliebige Quote verarbeiten – aber der Markt, aus dem die Quote stammt, existiert in der Schweiz nur, soweit ihn einer der beiden Veranstalter anbietet. Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten; corners, Kartenmärkte und ein Esports-Bereich tauchen in dieser Liste nicht auf. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt.

Verbreitungsgebiet der zwei Schweizer Veranstalter

Swisslos betreibt Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH), im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande betreibt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann nur ein Swisslos-Konto eröffnen; wer in der Romandie wohnt, nur ein Loterie-Romande-Konto. Die Adresse auf dem Ausweis wird bei der Registrierung gegen Adressdatenbanken geprüft. Für die Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre; jede Person darf sich nur einmal registrieren.

Ein Abakus aus Holz steht auf einem Schreibtisch, einige Perlen sind nach links geschoben, Seitenlicht fällt darauf.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Eine ausländische Bewilligung – aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem weiteren Land – hat in der Schweiz keine Rechtskraft. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis fünf Jahre. Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Spieler- und Ausschlussregister-Anschluss und keine Schweizer Rekursstelle. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste. Domains auf der Sperrliste werden innerhalb von Stunden ersetzt, was die Gespa «Domain-Hopping» nennt.

Folgerung: Wer für Schweizer Wettende einen Quotenrechner bewirbt, der mit Daten nicht zugelassener Anbieter arbeitet, hilft dem Spieler bei etwas, das hier nicht erlaubt ist. Der Rechner ist neutral – die Bewertung der Wetten ist es nicht. Auf dieser Seite werden ausländische Marken deshalb genannt, aber nie als Alternative dargestellt.

Spielerschutz: Limiten, Spielsperre und das Schweizer Register

Ein Quotenrechner zeigt, was eine Wette im Erfolgsfall auszahlt. Er zeigt nicht, was sie gekostet, der Wettende hat. Die Schweiz setzt beim Spielerschutz deshalb weniger auf Werbeverbote und mehr auf Eigenlimiten und Sperren – und auf einen Mechanismus, der ausgeschlossene Spieler tatsächlich aus allen Schweizer Angeboten herausnimmt.

Verlust- und Einzahlungslimiten bei Sporttip

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze pro Tag liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, was die Spielregeln als Schutz gegen impulsives Hochsetzen vorsehen. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden. Loterie Romande verfährt analog mit den eigenen Tages- und Wochenlimiten. Die Gespa schreibt seit Art. 87 VGS vor, dass ein Veranstalter mindestens eine maximale Limite für täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsatz oder Verlust verlangen muss – wie sie konkret gesetzt wird, regelt jeder Veranstalter selbst.

Spielsperre und Schweizer Ausschlussregister

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die Aufhebung einer selbst gewählten Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich (Art. 84 VGS); eine Fachstelle ist eingebunden. Ausgeschlossene oder minderjährige Spieler haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Wer sich selbst sperren lässt, sollte verstehen: Das ist kein Pause-Knopf, sondern ein Werkzeug mit Wartefrist.

Werbung, Boni und Verrechnungssteuer

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder ausgeschlossene Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie der Loterie Romande 24 und Swisslos 8 solcher Bewilligungen.

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn; oberhalb der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden können. Die Bundesschwelle liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle weicht davon ab, weshalb die Steuerpraxis «je nach Kanton» zu prüfen ist. Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer, sind aber nach kantonaler Praxis – Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen – anders zu versteuern. Auf Einsätzen liegt keine Schweizer Wettsteuer.

Wettarten und Quoten: Was die Grundformel leistet und wo sie erweitert werden muss

Ein Wettquote Rechner besteht im Kern aus drei Grössen: Einsatz, Quote und Anzahl der Voraussagen. Was sich ändert, ist die Bedeutung der Quote. Bei der Einzelwette ist es die Quote dieser einen Wette. Bei der Kombiwette ist es die Gesamtquote, das Produkt der Einzelquoten. Bei der Systemwette ist es ein Bündel von Kombinationen aus einer Auswahl von Voraussagen, von denen einige verlieren dürfen.

Einzelwette: Einsatz mal Quote

Die einfachste Rechnung: Gewinn = Einsatz × Quote. Bei einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 20 ergibt sich ein Bruttogewinn von CHF 42. Davon wird der Einsatz häufig als «Einsatz zurück»-Begriff abgezogen, der Nettogewinn beträgt dann CHF 22. Wichtig: Bei vielen Online-Wetten wird der Einsatz im Gewinn mit ausbezahlt – das ist die Bruttorechnung. Wer den «reinen Gewinn» meint, zieht den Einsatz ab. Beide Zahlen sind korrekt; sie beantworten unterschiedliche Fragen.

Bei Sporttip wird der so berechnete Gewinnbetrag in zwei Schritten gerundet: zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Aus CHF 30’864 wird also erst CHF 30.87 und schliesslich CHF 30.85. Wer einen Rechner einsetzt, der nur «Gewinn = Einsatz × Quote» rechnet, sieht einen Betrag, den Sporttip so nicht auszahlt. Das gilt auch für die mobilen Sporttip-Apps: Der angezeigte Gewinn folgt den Rundungsregeln der Spielregeln, nicht der reinen Multiplikation.

Kombiwette: Produkt der Einzelquoten

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen zur Gesamtquote. Drei Voraussagen mit 1.80, 2.10 und 1.95 ergeben 1.80 × 2.10 × 1.95 = 7’371. Mit einem Einsatz von CHF 10 wäre der Bruttogewinn CHF 73.71 – nach Sporttip-Rundung zuerst auf 73.78 und dann auf 73.85. Wichtig: Schon eine Quote von 1.00 in einer Voraussage kippt die ganze Kombiwette, weil das Produkt mit 1.00 multipliziert wird. Bei Sporttip wird eine abgesagte Voraussage mit Quote 1.00 gewertet, wenn das Ereignis nicht innert 48 Stunden nachgeholt wird; bei Einzelwetten gibt es in diesem Fall den Einsatz zurück, in Kombinationen die 1.00.

Systemwette: Mehrere Kombinationen aus einer Auswahl

Eine Systemwette bündelt mehrere Kombinationen aus einer Auswahl von Voraussagen. Eine «2 aus 3»-Systemwette mit den Voraussagen A, B, C enthält die drei Kombinationen AB, AC und BC. Pro gewonnener Teilkombination wird der anteilige Einsatz ausbezahlt; verliert eine Voraussage, fallen die entsprechenden Kombinationen weg. Eine «2 aus 4» mit vier Voraussagen enthält sechs Kombinationen zu je zwei, eine «3 aus 4» vier Kombinationen zu je drei, eine «2 aus 5» zehn Kombinationen zu je zwei. Pro Systemwette setzt der Wettende einen Gesamteinsatz, der durch die Anzahl Teilkombinationen und den Einsatz pro Teilkombination bestimmt ist. Was der Rechner leisten muss: die Auswahl der Voraussagen, die Auswahl der Systemgrösse (Y aus X), die Quoten pro Voraussage, den Einsatz pro Teilkombination oder den Gesamteinsatz – und pro Teilkombination das Produkt der Quoten, multipliziert mit dem Teilkombinationseinsatz.

Implizite Wahrscheinlichkeit und Marge

Eine Quote enthält eine implizite Wahrscheinlichkeit: 1 ÷ Quote. Eine Quote von 2.00 entspricht 50 % Wahrscheinlichkeit, 4.00 entspricht 25 %. In einem Markt mit zwei oder mehr Ausgängen (Sieg Heimsieg, Sieg Auswärts, Unentschieden) addieren sich die impliziten Wahrscheinlichkeiten nicht zu 100 %, sondern zu mehr – der Überschuss ist die Marge des Buchmachers, auch «overround» genannt. Die Marge berechnet sich als 1 minus Auszahlungsquote, wobei die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge eines Marktes ist.

Eine Zwei-Wege-Wette mit Quoten 1.90 / 1.90 hat 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.95 Auszahlung – die Marge beträgt damit 0.05 oder 5 %. Das ist das, was der Buchmacher pro eingesetzten Franken auf diesem Markt durchschnittlich einbehält, langfristig und über viele Wetten. Wer zwei identische Quoten auf beiden Seiten sieht, hat noch keinen Hinweis auf den Favoriten – die Information steckt erst im Verhältnis der Quoten zueinander.

Wann Quoten 1.00 werden

Bei Sporttip werden Wetten, die nach dem Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00 gewertet. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Bei abgesagten Ereignissen ohne Nachholspiel innert 48 Stunden gilt für die Voraussage in Kombinationen Quote 1.00. Diese 1.00-Situationen sind die Punkte, an denen ein Quotenrechner «funktioniert» und die Realität trotzdem anders aussieht.

Schweizer Buchmacher im Vergleich: Wer rechnet, wer rundet, wer sperrt

Die zwei Schweizer Veranstalter teilen den Markt unter sich auf. Ausländische Marken spielen in der Schweiz keine zugelassene Rolle, sind aber als Vergleichspunkt relevant, weil Schweizer Spieler ihnen im Internet begegnen. Die Tabelle ordnet die Marken nach Bewilligungsstatus; sie ist kein Ranking der «besten» Wettquote Rechner.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter und Bewilligungsstatus
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; einer der beiden bewilligten Veranstalter
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); einer der beiden bewilligten Veranstalter
WirWetten Keine Schweizer Bewilligung Ausländischer Anbieter; Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen
BillyBets Keine Schweizer Bewilligung Ausländischer Anbieter; Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen
Bahigo Keine Schweizer Bewilligung Ausländischer Anbieter; Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen
Boomerang Bet Keine Schweizer Bewilligung Ausländischer Anbieter; Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen
Interwetten Keine Schweizer Bewilligung Ausländischer Anbieter; Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen
HighFlyBet Keine Schweizer Bewilligung Ausländischer Anbieter; Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen
Rabona Keine Schweizer Bewilligung Ausländischer Anbieter; Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen
Rollbit Keine Schweizer Bewilligung Ausländischer Anbieter; Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen

Die Spalte «Schweizer Bewilligung» trennt sauber zwischen den zwei bewilligten Veranstaltern und allen anderen Marken. Wer in der Schweiz wettet, hat nur die ersten zwei Zeilen als rechtlich tragfähige Option. Die anderen acht Zeilen beschreiben ein Angebot, das die Gespa als unzulässig einstuft und das Schweizer Spieler nicht über den Schweizer Rechtsweg durchsetzen können.

Wettmärkte und Quote: Was die Grundrechnung mit den Schweizer Regeln zu tun hat

Der Wettquote Rechner ist neutral in der Formel, parteiisch im Markt. Wer die Quote eines Marktes aus einer ausländischen Plattform zieht, rechnet mit einer Quote, die es in der Schweiz in dieser Form nicht gibt. Wer aus den Spielregeln von Sporttip die Limite für Kombinationswetten hernimmt, rechnet mit einem Höchsteinsatz, der nicht für Systemwetten gilt.

Mindest- und Höchsteinsätze bei den Schweizer Veranstaltern

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1; der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2); der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Bei der Kombiwette umfasst sie 2 bis 10 Voraussagen, die Einzel- oder Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Für den Rechner heisst das: Die Eingabe «Einsatz» ist nicht beliebig. Wer einen Rechner mit 50’000 Franken füttert, sieht einen Gewinn, den die Veranstalter so nicht auszahlen. Wer eine Quote von 110 ansetzt, liegt bei Jouez Sport ausserhalb der zugelassenen Bandbreite.

Rundung, Höchstgewinne und Annahmeregeln

Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei Jouez Sport liegt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Rechner, die «Bruttogewinn» und «nach Veranstalter-Rundung» getrennt ausweisen, helfen dem Wettenden, die Differenz zu sehen; Rechner, die das nicht trennen, verschleiern sie.

Kombiboost und Quotenboost bei Sporttip

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Cash-Out bei Sporttip

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen; Swisslos garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer Cash-Out in eine Gewinnplanung einbaut, sollte ihn als Verkaufsoption behandeln – verfügbar, solange sie verfügbar ist, mit Preis, den der Verkäufer setzt.

Live-Wetten und das Spielzeit-Regelwerk

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer – beim Fussball 90 Minuten – plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Operator-Reviews: Wer in der Schweiz was liefert

Im Folgenden werden die zehn Marken der Tabelle einzeln dargestellt – die zwei Schweizer Veranstalter mit ihren konkreten Regeln für Rechner und Quote, die acht ausländischen Marken mit ihrer Position gegenüber dem Schweizer Recht. Wer in der Schweiz wettet, hat bei den ersten zwei Marken eine zugelassene Option; bei den anderen acht ist die Frage nicht «was leistet der Anbieter», sondern «warum steht er hier überhaupt».

Swisslos Sporttip

Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und einer der beiden Veranstalter, die nach interkantonalem Recht in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen. Das Produkt heisst Sporttip und richtet sich an Wettende mit Wohnsitz im Vertragsgebiet – die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Sporttip deckt die Wettarten ab, die der Schweizer Markt in der Gespa-Liste findet: Einzel-, Kombinations- und Systemwetten auf Sport, Prematch und Live, dazu Cash-Out für die genannten Wetttypen. Der Wettquote Rechner im Sporttip-Bereich liefert den Bruttogewinn auf Basis der offiziellen Quote und rundet nach den Spielregeln auf 5 Rappen genau ab; wer eine Systemwette eingibt, bekommt die Anzahl Teilkombinationen und den Gewinn pro Treffer ausgewiesen. Was den Rechner von einem generischen Tool unterscheidet: die Mindest- und Höchsteinsätze (CHF 1 / CHF 1’000 für Einzel- und Kombiwetten, CHF 10’000 für Systemwetten), die Kombiboost-Stufen, die Behandlung abgesagter Voraussagen mit Quote 1.00 in Kombinationen und die Rückzahlung bei Einzelwetten. Für die Berechnung des Gewinns ist die Logik «Einsatz × Quote», mit Gesamtquote bei Kombiwetten und Teilkombinations-Einsatz × Teilkombinations-Quote bei Systemwetten. Für die Berechnung, was am Ende auf dem Wallet landet, ist die Rundung der zweite Schritt: erst Aufrundung auf zwei Nachkommastellen, dann Abrundung auf 5 Rappen. Wer mit dem Rechner plant, sollte diese zwei Schritte mitdenken – sie entscheiden über Rappenbeträge, die sich zu Franken summieren, wenn regelmässig gespielt wird. Für Schweizer Wettende mit Wohnsitz im Swisslos-Gebiet ist Sporttip die rechtlich tragfähige Variante; alle anderen Marken dieser Seite nicht.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande und der zweite bewilligte Veranstalter für Sportwetten in der Schweiz. Ihr Produkt heisst Jouez Sport, das Verbreitungsgebiet sind die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; 2’350 Verkaufsstellen in der Romandie und 221 Mitarbeitende stehen hinter dem Angebot. Jouez Sport rechnet mit Mindesteinsätzen, die in Verkaufsstellen und online leicht abweichen: online CHF 2, in der Verkaufsstelle CHF 3, für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, ein Wettschein mit Multiples darf höchstens CHF 7’500 enthalten. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Höchstgewinne: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Was den Rechner prägt: die niedrige Mindestquote von 1.10, die für die meisten Fussball-Doppelten-Chancen-Märkte kein Hindernis ist; die Höchstquote von 100’000, die bei Aussenseitern in kleinen Ligen greift; die Maximalgewinne, die bei grossen Kombinationen das tatsächliche Auszahlungslimit unter der Bruttoformel setzen. Für die Westschweiz ist Jouez Sport die einzige zugelassene Online-Adresse; ein Swisslos-Konto lässt sich mit Romandie-Wohnsitz nicht eröffnen.

WirWetten

WirWetten ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Wer hier spielt, spielt ausserhalb der Schweizer Aufsicht: keine Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Rekursstelle. Domains dieser Anbieter können auf der Gespa-Sperrliste landen; die Sperrung erfolgt per DNS beim Schweizer Telekomanbieter. Die Plattform mag eigene Quotenrechner mitbringen – die Quote ist nicht das Problem, die fehlende Bewilligung ist es. Für Schweizer Spieler heisst das: Bonusangebote und Quotenauswahl sind verfügbar, aber die Auszahlung folgt dem Recht des Anbieterstandorts; Schweizer Behörden hier wickeln Streit nicht ab, und der Anbieter muss nicht in das Schweizer Ausschlussregister eintragen. Erwähnung auf dieser Seite nur, weil Schweizer Spieler der Marke im Internet begegnen.

BillyBets

BillyBets ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Gleiche Logik wie bei WirWetten: keine Veranstalter- oder Spielbewilligung, keine Schweizer Aufsicht, Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen. Welche Quoten der Anbieter anbietet und wie sein Quotenrechner rechnet, folgt den Regeln seines Standorts, nicht der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten. Wer in der Schweiz wettet, kann bei BillyBets ein Konto eröffnen – die Plattform lässt das nur checken, ob die IP-Adresse aus einem zulässigen Land kommt; die Schweizer Rechtslage verlangt das nicht. Für Schweizer Spieler relevant: Bonusbedingungen und Auszahlungswege trägt der Anbieter selbst; eine Schweizer Spielsucht-Sperre wirkt hier nicht, und das Schweizer Ausschlussregister kennt den Anbieter nicht. Erwähnung als Referenzpunkt, nicht als Alternative.

Bahigo

Bahigo ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform kann einen Quotenrechner mit beliebigen Wettarten anbieten – Eckstoss-Märkte, Kartenmärkte, Esports – die in der Schweizer Gespa-Liste nicht auftauchen. Das heisst nicht, dass der Rechner falsch rechnet; er rechnet nur in einem Markt, der in der Schweiz nicht bewilligt ist. Wer bei Bahigo spielt, setzt seinen Einsatz ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens; die Auszahlung folgt dem Recht des Anbieterstandorts, Schweizer Behörden wickeln Streit nicht ab. Erwähnung als Beispiel dafür, wie breit das ausländische Angebot ist – und wie wenig davon in der Schweiz nutzbar ist.

Boomerang Bet

Boomerang Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Wie bei den anderen ausländischen Marken gilt: keine Schweizer Bewilligung, Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen, keine Schweizer Aufsicht. Welche Wettarten und Quoten der Anbieter listet, ist seine Sache; eine Aussage über Schweizer Recht ist damit nicht verbunden. Für Schweizer Spieler heisst das: Der Rechner rechnet mit der Quote, die der Anbieter anzeigt; die Auszahlung folgt dem Recht des Anbieterstandorts; ein Streit wird vor einem ausländischen Gericht ausgetragen, nicht vor einem Schweizer. Erwähnung als weitere Referenz im ausländischen Markt, nicht als Alternative in der Schweiz.

Interwetten

Interwetten ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die Gespa nennt Interwetten explizit als Beispiel für «Domain-Hopping» – also das Ersetzen blockierter Domains durch neue innerhalb von Stunden. Das ändert nichts an der Frage, ob die Quote im Rechner korrekt multipliziert wird, und nichts an der Frage, ob die Auszahlung am Ende tatsächlich kommt. Es ändert nur, wie stabil der Zugang ist. Für Schweizer Spieler heisst das: Die Plattform mag morgen unter einem anderen Namen erreichbar sein; die fehlende Schweizer Bewilligung bleibt. Erwähnung als konkretes Beispiel für die Mechanik der Sperrliste, nicht als nutzbare Alternative.

HighFlyBet

HighFlyBet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Wie die übrigen ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: keine Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, kein Schweizer Ausschlussregister, Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen. Welche Quoten der Anbieter anbietet, ist seine Sache; die Auszahlung folgt dem Recht seines Sitzstaats. Erwähnung als weitere ausländische Marke im Referenzset, nicht als zugelassene Option in der Schweiz.

Rabona

Rabona ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Auch hier: keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Bewilligung, Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen. Der Rechner der Plattform rechnet mit deren Quoten, in deren Märkten, nach deren Auszahlungsregeln. Schweizer Spieler finden hier dasselbe Angebot wie bei allen ausländischen Marken – breiter als das Schweizer, aber ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens. Erwähnung als weitere Referenz.

Rollbit

Rollbit ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die Marke tritt auch im Krypto-Bereich auf – was in der Schweiz keine eigene Bewilligung mitbringt. Was auf dieser Seite zählt: keine Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, kein Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Rekursstelle. Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen. Erwähnung als Beispiel dafür, dass auch Marken mit Krypto-Bezug in der Schweiz keine Sonderstellung haben – wer ohne Schweizer Bewilligung Wetten anbietet, fällt unter dieselbe Regel wie jeder andere ausländische Anbieter.

Wettquote Rechner: Auswahl nach Wettart, nicht nach Marke

Ein Quotenrechner ist nur so gut wie sein Umgang mit der konkreten Wettart. Die folgenden Kriterien sind unabhängig vom Anbieter und gelten für jede Plattform, die in der Schweiz verfügbar ist.

Einzel- und Kombiwetten-Rechner

Der Rechner muss Einsatz, Einzelquote und gegebenenfalls mehrere Voraussagen mit ihren Einzelquoten verarbeiten. Bei der Einzelwette reicht «Einsatz × Quote». Bei der Kombiwette muss der Rechner die Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten bilden und mit dem Einsatz multiplizieren. Bei Sporttip kommt die Rundung dazu: erst Aufrundung auf zwei Nachkommastellen, dann Abrundung auf 5 Rappen. Rechner ohne Rundung sind für Schweizer Spieler unvollständig – sie zeigen den Bruttogewinn, nicht den ausgezahlten Betrag. Bei Kombinationen mit Bonus (Sporttip-Kombiboost) muss der Rechner die Bonus-Stufen kennen: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn, jeweils auf den Nettogewinn, mit Mindestquote 1.50 pro Voraussage.

Systemwetten-Rechner

Der Systemwetten-Rechner muss die Systemgrösse (Y aus X) verstehen und die Anzahl Teilkombinationen kennen: 2 aus 3 = 3 Kombinationen, 2 aus 4 = 6, 3 aus 4 = 4, 2 aus 5 = 10, 3 aus 5 = 10, 4 aus 5 = 5, und so weiter. Pro Teilkombination berechnet der Rechner den Gewinn aus dem anteiligen Einsatz und dem Produkt der Quoten. Pro Systemwette muss er den Gesamteinsatz, den Gewinn im günstigsten Fall (alle Voraussagen treffen), den Gewinn bei einem Fehler in einer oder mehreren Voraussagen und den Totalverlust ausweisen, falls mehr Voraussagen verlieren, als die Systemgrösse zulässt. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz pro Systemwette bei CHF 10’000 – der Rechner muss diese Limite kennen und den Wetteinsatz entsprechend begrenzen.

Marge-Rechner

Wer die Marge eines Marktes prüfen will, addiert die Kehrwerte der Quoten aller Ausgänge (1 ÷ Quote). Die Summe ergibt den Quotenschlüssel (Auszahlungsquote) – der Kehrwert davon, abzüglich 1, ist die Marge des Buchmachers. Beispiel: 1.90 / 1.90 / 4.00 für Sieg Heimsieg, Unentschieden, Sieg Auswärts. 1/1.90 + 1/1.90 + 1/4.00 = 0.5263 + 0.5263 + 0.25 = 1.3026. Der Quotenschlüssel beträgt 1 ÷ 1.3026 = 76.77 %; die Marge liegt bei 23.23 %. Bei einer Zwei-Wege-Wette mit 1.90 / 1.90 ergibt 1/1.90 + 1/1.90 = 1.0526. Der Quotenschlüssel ist 1 ÷ 1.0526 = 95.0 %, die Marge beträgt 5.0 %. Der Buchmacher behält von jedem eingesetzten Franken im Schnitt 5 Rappen ein.

Zahlungen und Auszahlung: Was der Rechner nicht zeigt

Ein Quotenrechner rechnet Gewinne. Ob das Geld ankommt, ist eine Frage der Zahlungsmethoden und der Veranstalterregeln.

Wallet, Einzahlung und Auszahlung bei Swisslos

Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, Mindestbetrag CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich; ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Swisslos-Spielkontos an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Spielenden überwiesen. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Gewinnauszahlung und Verfall

Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Das ist kein Randthema: Wer einen Gewinn nicht innerhalb eines halben Jahres holt, verliert ihn zugunsten der öffentlichen Hand.

Was die Rechnung kostet: Marge, Verlust, Zeit

Die Schweizer Veranstalter schreiben keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz. Was den Einsatz trotzdem schmälert, ist die Marge des Marktes und die Opportunitätskosten des Wartens.

Marge als langfristiger Preis

Eine Zwei-Wege-Wette mit Quoten 1.90 / 1.90 hat eine Auszahlungsquote von 95 % und eine Marge von 5 %; der Buchmacher behält pro eingesetztem Franken etwa 5 Rappen. Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg/Unentschieden/Sieg) liegt die Marge typischerweise zwischen 5 % und 8 %, bei exotischen Märkten (Torschützen, Halbzeit/Endstand-Kombinationen) noch höher. Wer mit einem Rechner Margen prüft, sieht, welcher Anbieter auf welchem Markt am günstigsten ist. Bei Schweizer Anbietern sind die Margen vergleichbar mit dem europäischen Durchschnitt; bei ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung lässt sich das schwer prüfen, weil die Schweizer Aufsicht die Margen nicht erfasst.

Verlustlimite und Spielsuchtprävention

Wer die Verlustlimite für 7 Tage auf CHF 200 setzt, kann nicht mehr als diesen Betrag in einer Woche verlieren – egal, wie viele Wetten er platziert. Wer die Limite senken will, kann das sofort; wer sie erhöhen will, muss 72 Stunden warten. Das ist ein Schutzmechanismus, der nur greift, wenn er auch gesetzt wird. Ein Rechner kann den Gewinn einer Wette zeigen, aber nicht, ob das Budget passt.

Verrechnungssteuer auf grosse Gewinne

Wer mehr als den Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn gewinnt – CHF 1’071’000 ab 1. Januar 2026 auf Bundesebene, kantonal abweichend –, zahlt 35 % Verrechnungssteuer auf den Mehrbetrag. Für die meisten Wettenden ist das kein Thema; die durchschnittliche Wette liegt weit darunter. Wer aber in einer Kombiwette mit hoher Gesamtquote gewinnt, sollte den Freibetrag im Blick haben. Die Steuer wird vom Veranstalter abgeführt und kann über die Steuererklärung zurückgeholt werden.

Berechnung: Was eine Zwei-Wege-Wette mit 1.90 / 1.90 kostet

Die zentrale Frage für den Wettenden: Wie viel kostet der Markt, in dem er spielt? Die Antwort liegt in der Marge. Für eine Zwei-Wege-Wette mit Quoten 1.90 / 1.90 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.95. Die Marge liegt damit bei 0.05 oder 5 %.

Das Ergebnis ist die Bandbreite, nicht der Einzelfall: Auf lange Sicht – über viele Wetten, mit konstanten Quoten – behält der Buchmacher von jedem eingesetzten Franken rund 5 Rappen. Im Einzelfall kann ein Wettender mehr oder weniger ausgezahlt bekommen; die Marge ist ein statistisches Mass, kein Versprechen. Wer mit einem Budget von CHF 100 spielt und einen Markt mit 5 % Marge wählt, zahlt im statistischen Mittel etwa CHF 5 an den Buchmacher. Wer CHF 1’000 einsetzt, zahlt im Mittel etwa CHF 500 über einen längerer Zeitraum mit konstanten Quoten.

Diese Zahl untertreibt die tatsächlichen Kosten: Die Marge gilt für diesen einen Markt. Wer zwischen Märkten mit unterschiedlicher Marge springt, zahlt den Mix. Wer mit Quotenboosts spielt, sieht eine bessere Quote – aber die Boost-Stufen sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und verfallen beim Cash-Out. Wer den Kombiboost nutzt, sieht einen Bonus auf den Nettogewinn – der Bonus kostet ihn Wetten mit Mindestquote 1.50 und reduziert damit seine Wahl der Spiele.

Häufige Fragen

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?

Bei einer Einzelwette ist der Bruttogewinn gleich Einsatz mal Quote. Bei einer Quote von 2.50 und einem Einsatz von CHF 20 ergibt das CHF 50. Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet – aus einem Bruttogewinn von CHF 49’864 wird so CHF 49.85. Der Nettogewinn – das, was am Ende auf dem Wallet ankommt – ist der Bruttogewinn minus Einsatz, also CHF 29.85.

Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette aus den Einzelquoten berechnet?

Die Gesamtquote einer Kombiwette ist das Produkt der Einzelquoten. Drei Voraussagen mit 1.80, 2.10 und 1.95 ergeben eine Gesamtquote von 1.80 × 2.10 × 1.95 = 7’371. Mit CHF 10 Einsatz wäre der Bruttogewinn CHF 73.71 – bei Sporttip nach Rundung CHF 73.85. Eine Voraussage mit Quote 1.00, etwa nach einer Spielabsage, kippt das Produkt; die Gesamtquote sinkt entsprechend. Kombinationen mit Bonus (Kombiboost) verlangen mindestens vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 pro Voraussage und bringen einen Bonus von 5 % bis 100 % auf den Nettogewinn.

Wie rundet Sporttip den Gewinnbetrag, und warum weicht er vom Ergebnis eines Rechners ab?

Sporttip rundet den Gewinnbetrag in zwei Schritten: erst Aufrundung auf zwei Nachkommastellen, dann Abrundung auf 5 Rappen genau. Ein Rechner, der nur «Einsatz × Quote» rechnet, sieht den Bruttogewicht ohne diese Rundung; bei kleinen Einsätzen macht das nur Rappen aus, bei regelmässigem Spielen summieren sich die Differenzen. Wer die tatsächliche Auszahlung sehen will, muss die Rundungsregel kennen und mit ihr rechnen – oder den Rechner der Veranstalter-Plattform nutzen, der die Regel anwendet.

Wie berechnen sich die implizite Wahrscheinlichkeit und die Marge aus den Quoten eines Spiels?

Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote ist 1 ÷ Quote. Eine Quote von 2.00 entspricht 50 % Wahrscheinlichkeit, 4.00 entspricht 25 %. In einem Markt mit zwei oder mehr Ausgängen addieren sich die impliziten Wahrscheinlichkeiten zu mehr als 100 %. Der Überschuss ist die Marge des Buchmachers. Für eine Zwei-Wege-Wette mit 1.90 / 1.90 ergibt sich eine Marge von 5 %, das heisst der Buchmacher behält im statistischen Mittel 5 Rappen pro eingesetztem Franken.

Wie rechnet sich eine Systemwette im Rechner, und welche Angaben sind nötig?

Eine Systemwette besteht aus mehreren Teilkombinationen aus einer Auswahl von Voraussagen. Eine «2 aus 3»-Systemwette enthält die drei Kombinationen AB, AC und BC; eine «2 aus 4» enthält sechs Kombinationen zu je zwei Voraussagen. Pro Teilkombination berechnet der Rechner den Gewinn aus dem anteiligen Einsatz und dem Produkt der Einzelquoten. Der Rechner braucht die Auswahl der Voraussagen, die Systemgrösse (Y aus X), die Einzelquoten und den Gesamteinsatz oder den Einsatz pro Teilkombination. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz pro Systemwette bei CHF 10’000; der Rechner muss diese Limite kennen und den Einsatz entsprechend begrenzen. Verlorene Voraussagen fallen aus den Teilkombinationen heraus, in denen sie vorkommen; der Gewinn berechnet sich aus den verbleibenden Treffern.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze setzen Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1; der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2); der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 enthalten. Bei Kombiwetten muss die Einzel- oder Gesamtquote mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen; der Höchstgewinn liegt bei CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen.

Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»