Was eine Schweizer Bewilligung für League-of-Legends-Wetten bedeutet

Updated Oktober 2026
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Wer in der Schweiz auf League of Legends oder die Worlds wetten will, stösst rasch auf eine harte Grenze: E-Sport steht nicht auf der Liste der zugelassenen Sportarten der Gespa. Die beiden bewilligten Veranstalter, Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport, führen deshalb kein LoL-Wettprogramm. Jedes Angebot, das einer hierzulande begegnet, stammt von einer ausländischen Seite ohne Schweizer Bewilligung. Dieser Artikel erläutert, was die Schweizer Regeln konkret schützen, was sie demgegenüber nicht anbieten, und wie die zehn verglichenen Plattformen einzuordnen sind.

Ein Headset und eine Computermaus liegen auf einem dunklen Schreibtisch, daneben ein Becher mit dampfendem Tee.
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig.

Stand: 20. Oktober 2026 · geprüft gegen die Liste der zugelassenen Sportarten, Wettarten und Sportwettbewerbe der Gespa sowie gegen die Veranstalterbewilligungen von Swisslos und Loterie Romande.

Was die Schweizer Bewilligung schützt, und was sie nicht anbietet

In der Schweiz dürfen Sportwetten als Grossspiel nach dem Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) nur von zwei Veranstaltern angeboten werden: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und der Loterie Romande mit Jouez Sport. Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, nicht bei der ESBK, die nur Spielbanken beaufsichtigt. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Deutschland entfaltet in der Schweiz keine Wirkung, weil das BGS in Artikel 4 klarstellt, dass eine Bewilligung nur in der Schweiz gilt.

Eine Reihe leerer Bürostühle steht vor einer dunklen Wand in einem Raum mit gedämpftem Licht.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Diese Knappheit an Veranstaltern ist nicht zufällig, sondern gesetzlich gewollt. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt; Spielbanken sind davon getrennt. Eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spielform sind nötig; die Spielbewilligung wird nur erteilt, wenn die Wettform auf der Gespa-Liste steht.

Was eine Schweizer Bewilligung konkret bedeutet

Eine Schweizer Bewilligung bringt vier konkrete Schutzmechanismen mit sich, die bei einer ausländischen Seite ohne diese Bewilligung fehlen.

Ein Stadtbus fährt an einem regnerischen Abend durch eine Strasse mit Pfützen, die Lichter spiegeln sich im Asphalt.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Die Identität wird vor der ersten Wette verifiziert. Bei Swisslos werden die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Ohne diese Prüfung bleibt das Konto gesperrt. Wer auf einer ausländischen Seite ein Konto eröffnet, hat in der Regel keine vergleichbare Schweizer Kontrolle.

Verlustlimiten werden vom Spielenden selbst gesetzt, nicht vom Staat. Bei Sporttip sind es drei Limiten: für einen Tag, sieben Tage und dreissig Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden. Ausländische Plattformen kennen diese Pflicht nicht in Schweizer Form; was sie anbieten, hängt von ihrer eigenen Lizenz ab.

Die Spielsperre gilt schweizweit. Wer sich bei Swisslos selbst sperrt, wählt eine Dauer zwischen einem Tag und 180 Tagen ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Spielbanken einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Bei ausländischen Anbietern besteht keine Verbindung zu diesem Register: Eine in der Schweiz ausgesprochene Sperre greift dort nicht.

Gewinne werden auf ein Konto im eigenen Namen ausgezahlt. Auszahlungen gehen nach den Bedingungen des jeweiligen Schweizer Veranstalters auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungen sind im bewilligten Rahmen nicht möglich. Ausländische Seiten zahlen nach ihren eigenen Regeln aus, ohne Schweizer Aufsicht.

Welche Spiele bewilligt sind

Was bewilligt werden kann, bestimmt die Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten der Gespa (Version 10.09.2026). Diese Liste ist abschliessend, nicht beispielhaft. Qualifikationsrunden sind nur erfasst, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe sind nur erfasst, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet, niemals auf Trainingsläufe. Eckball- oder Kartenmärkte fehlen, und vor allem: Eine eigene E-Sport-Sektion fehlt ebenfalls.

E-Sport taucht auf der Gespa-Liste nicht auf, weshalb weder Swisslos noch die Loterie Romande League of Legends oder andere Titel in ihr Wettprogramm aufnehmen. Weder die reguläre Saison, weder Worlds noch ein Major-Turnier ist bewilligt. Wer in der Schweiz League of Legends wetten will, hat im bewilligten Markt keine Anlaufstelle.

Was die Sperrliste macht

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS-Sperre blockieren. Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Die ersten Sperrungen erfolgten am 3. September 2019. Domains, die blockiert werden, tauchen oft unter neuem Namen wieder auf; ein Phänomen, das die Gespa Domain-Hopping nennt und das in ihren Berichten namentlich auftaucht. Wer eine blockierte Seite über einen Umweg erreicht, hat keinen Schweizer Schutz: weder die Verlustlimiten noch die Spielsperre greifen.

Spielerschutz, Spielsperre und der Weg aus der Wette

Die Schweizer Spielerschutzregeln sind um die Spielsperre herum gebaut. Sie greifen in drei Stufen.

Die freiwillige Selbstaussperrung läuft produktbezogen für einen bis 180 Tage ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung. Eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Spielbanken, Online-Casinos und Liechtenstein. Diese Sperre wird nur über eine spezialisierte Stelle aufgehoben, und zwar frühestens drei Monate nach Eintritt.

Die Spielsperre von Amtes wegen greift bei überschuldeten oder spielsüchtigen Personen. Sie wird durch die kantonalen Stellen oder durch die Gespa verfügt und im gleichen Register eingetragen. Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn, selbst wenn eine Wette aus technischen Gründen angenommen wurde.

Die gesetzliche Verlustlimite wird vom Spielenden selbst gesetzt, nicht vom Staat. Swisslos und Loterie Romande sind verpflichtet, tägliche, wöchentliche oder monatliche Maximalwerte für Einsatz oder Verlust zu verlangen. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 24 Stunden von Gesetzes wegen. Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an, was über die gesetzliche Mindestfrist hinausgeht.

Was diese Schutzmechanismen bei ausländischen Seiten nicht leisten, lässt sich klar zusammenfassen. Eine Schweizer Spielsperre wird von keiner ausländischen Plattform anerkannt. Die Verlustlimiten, die der Schweizer Veranstalter durchsetzt, existieren dort nur, wenn die Plattform sie selbst anbietet. Das schweizweite Register der gesperrten Personen kennt keine ausländische Anbindung. Wer sich in der Schweiz sperren lässt und dann auf einer ausländischen Seite weiterspielt, hat den Schutz der Sperre verloren, ohne die Sucht zu verlieren.

Beratung bieten die Fachstellen der Kantone und die nationale Spielfallenhilfe. Die Kontaktdaten führen die kantonalen Stellen, eine erste Anlaufstelle ist über die Gespa erreichbar.

League of Legends: Ligen, Worlds und das Turnierformat

League of Legends ist das meistgespielte Spiel im professionellen E-Sport. Die globale Wettbewerbsstruktur besteht aus den regionalen Ligen (LEC für Europa, LCS für Nordamerika, LCK für Korea, LPL für China, PCS und VCS für Asien) und aus den internationalen Turnieren. Das wichtigste Saisonereignis sind die Worlds, an deren Ende der World Champion gekürt wird. Daneben gibt es MSI (Mid-Season Invitational), einen saisonalen Halbzeitwettbewerb für die regionalen Sieger.

Aus Wettperspektive zählen zwei Merkmale. Erstens: Die Spiele sind klar strukturiert, mit definierten Best-of-Serien und einem transparenten Spielplan. Das macht Pre-Match-Wetten auf Sieger, Serienlänge und vergleichbare Schlüssel grundsätzlich möglich. Zweitens: Die Wettbewerbe sind international, weil bei den Worlds Teams aus allen Regionen gegeneinander spielen, nicht nur nationale Vertretungen. Damit fällt eine Wette auf die Worlds nicht unter eine Schweizer Ligen-Bewilligung, weil eine solche Bewilligung für E-Sport gar nicht existiert.

Die Schweizer Logik ist eindeutig. Was auf der Gespa-Liste steht, darf bewilligt werden. Was nicht auf der Liste steht, fällt durch. League of Legends fällt durch. Die Liste kennt keine E-Sport-Sektion. Selbst ein hypothetisches nationales Schweizer LoW-Turnier wäre nicht bewilligungsfähig.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Was im bewilligten Markt fehlt, muss aus dem nicht bewilligten Markt kommen. Wer in der Schweiz auf League of Legends wetten will, landet bei einer ausländischen Seite. Die folgende Übersicht ordnet die zwei Schweizer Veranstalter und acht ausländische Plattformen nach Bewilligungsstatus, geprüfter Identität, Sperre-Anbindung und Anbindung an die Schweizer Steuerauslegung ein. Jede ausländische Plattform ist ohne Schweizer Bewilligung und ohne Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder ausländische Lizenz
Swisslos Sporttip Ja, bewilligt SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Ja, bewilligt Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne; Gespa
Betovo Keine Lizenz aus dem Ausland; ohne Wirkung in der Schweiz
Coolzino Keine Lizenz aus dem Ausland; ohne Wirkung in der Schweiz
PowBet Keine Lizenz aus dem Ausland; ohne Wirkung in der Schweiz
Betwinner Keine Lizenz aus dem Ausland; ohne Wirkung in der Schweiz
Betify Keine Lizenz aus dem Ausland; ohne Wirkung in der Schweiz
Jackbit Keine Lizenz aus dem Ausland; ohne Wirkung in der Schweiz
Sportaza Keine Lizenz aus dem Ausland; ohne Wirkung in der Schweiz
BetAlright Keine Lizenz aus dem Ausland; ohne Wirkung in der Schweiz

Die Tabelle trennt klar. Die zwei bewilligten Veranstalter führen ihre Sportwetten unter Gespa-Aufsicht und mit klar definiertem Vertragsgebiet. Die acht ausländischen Plattformen dürfen in der Schweiz nicht bewerben, ihre Domains können auf der Sperrliste landen, und ihre Lizenz entfaltet hier keine Wirkung.

Was die Tabelle nicht zeigt: Die zwei bewilligten Anbieter bieten League of Legends nicht an, weil E-Sport auf der Liste fehlt. Wer in der Schweiz legal auf League of Legends wetten will, hat derzeit keine Möglichkeit.

Marge und Quotenschlüssel: was eine Wette wirklich kostet

Jede Wette trägt eine Marge des Buchmachers. Sie ist die Differenz zwischen dem, was die Wettenden zusammen einsetzen, und dem, was im Gewinnfall insgesamt ausgeschüttet wird. Der Quotenschlüssel, also die Auszahlungsquote, ist die Gegenrechnung: 100 % minus Marge. Eine faire Zwei-Wege-Wette ohne Marge hätte auf jede Option die Quote 2.00; ein perfekter Markt würde 100 % des Einsatzes zurückgeben. In der Realität liegen die Quoten so, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten der beiden Seiten zusammen mehr als 100 % ergeben, und genau diese Differenz ist die Marge.

Nehmen wir ein illustratives Beispiel, einen Zwei-Wege-Markt zu Quoten 1.90 und 1.90. Dann beträgt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), das sind rund 95 %. Die Marge liegt entsprechend bei rund 5 %. Das ist ein grober Richtwert, kein präziser Preis für ein bestimmtes Ereignis. Auf einem Drei-Wege-Markt wie 1X2 liegt die Marge höher, typischerweise zwischen 5 % und 8 % je nach Heiko/Marge-Konstellation. Auf Spezialmärkten wie Handicap, Over/Under oder Totals liegt sie oft über 10 %. Diese Werte sind keine Versprechen, sondern Bandbreiten, die sich je nach Anbieter, Sport und Markt unterscheiden.

Was die Marge für den Spielenden bedeutet, lässt sich direkt ausrechnen. Bei einer Auszahlungsquote von 95 % auf einem Zwei-Wege-Markt und einem Einsatz von CHF 100 erwartet der Spielende im Durchschnitt CHF 95 zurück, sofern beide Seiten proportional zum Quotenschlüssel bespielt werden. Der Erwartungswert der Wette liegt damit bei minus 5 % des Einsatzes. Das ist kein Verlust im Einzelfall, aber der statistische Mittelwert über viele Wetten. Wer viele Wetten abschliesst, verliert im Mittel genau diese Marge. Sie ist der Preis, den jeder Wettende für die Teilnahme am Markt zahlt.

Was die Schweizer Veranstalter angeht, sind die genauen Margen nicht öffentlich ausgewiesen; sie sind Teil des Wettprogramms und nicht in den Spielregeln publiziert. Die Gespa schreibt keine Mindest-Auszahlungsquote vor, sondern prüft das Wettangebot im Rahmen der Spielbewilligung. Ausländische Anbieter, die League of Legends anbieten, publizieren ihre Margen ebenfalls nicht regelmässig, weil sie nach Markt, Event und Plattform variieren.

Die zwei bewilligten Veranstalter im Detail

Die folgenden Abschnitte beschreiben die zwei bewilligten Veranstalter nach Verfügbarkeit des Wettangebots, Limits, Spielerschutz und Zahlungswegen. Beide sind die einzigen Schweizer Anbieter, und keiner von beiden führt League of Legends.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie mit Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Sporttip, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Der Reingewinn 2025 betrug CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. für die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. für die Stiftung Sportförderung Schweiz. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio.

Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto können nur Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Gebiet eröffnen, mit Wohnsitz in der Schweiz, die mindestens 18 Jahre alt sind, keine Spielsperre haben und sich nur einmal registrieren.

Vor der ersten Wette werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt, mit Obergrenze CHF 9’999 und für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Wer sich selbst sperren will, kann zwischen einem und 180 Tagen wählen; eine unbefristete Sperre wird schweizweit registriert und gilt auch für Casinos und Liechtenstein. Cash-Out ist verfügbar für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, prematch und live, aber nur online und nur als voller Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out ist unumkehrbar; eine Garantie pro Markt besteht nicht.

Der Mindesteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Wetten sind ab 18 Jahren, Minderjährige sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses nicht wetten.

Die Auszahlung von Gewinnen erfolgt auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen. Bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung wird automatisch dem Wallet gutgeschrieben; über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen überwiesen. Spielguthaben kann per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein gekauft werden, Mindestbetrag CHF 20, in 30 Tagen höchstens CHF 10’000, das Wallet-Guthaben darf CHF 9’999 nicht übersteigen. PostFinance Pay wird als Aufladeform angeboten, bestätigt in der PostFinance App.

Im Wettprogramm fehlt E-Sport. Die Wettangebote folgen der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten; League of Legends ist nicht darunter.

Fazit: Wer in der Deutschschweiz oder in Liechtenstein auf League of Legends wetten will, hat bei Sporttip keine Anlaufstelle. Wer eine Schweizer Bewilligung schätzt und auf klassische Sportarten setzt, ist hier richtig aufgehoben.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Der Sitz ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende zählt die Loterie Romande. Wie Swisslos untersteht sie der Gespa-Aufsicht, mit einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro Spielform.

Die Spielregeln und Schutzmechanismen entsprechen in den Grundzügen denjenigen von Swisslos, mit eigener kantonaler Zuständigkeit. Westschweizer Wohnsitz ist Voraussetzung für ein Online-Konto, Verlustlimiten werden vor der ersten Wette gesetzt, eine Spielsperre wird im gleichen Register geführt. Auszahlungen gehen auf Schweizer Konten im eigenen Namen.

Fazit: Wer in der Romandie wohnt und auf League of Legends wetten will, hat bei Jouez Sport ebenfalls keine Anlaufstelle. Für die zugelassenen Sportarten gilt dasselbe Schutzprofil wie bei Swisslos.

Die acht ausländischen Plattformen im Überblick

Die folgenden Abschnitte beschreiben die acht ausländischen Plattformen, die League of Legends im Programm führen. Keine besitzt eine Schweizer Bewilligung. Keine ist an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen. Keine bietet einen Schweizer Rechtsweg bei Streit. Jede Domain kann auf der Sperrliste der Gespa landen.

Betovo

Betovo ist eine ausländische Plattform mit Lizenz aus dem Ausland, deren Domains in der Schweiz blockiert werden können. Sie bietet League of Legends als Wettmarkt an. Eine Schweizer Veranstalterbewilligung hat sie nicht. Eine Verbindung zur Schweizer Spielsperre besteht nicht. Auszahlungen erfolgen nach den Bedingungen der Plattform, nicht nach Schweizer Standard. Wer sich bei Swisslos sperren lässt, kann bei Betovo weiter spielen.

Coolzino

Coolzino trägt eine Lizenz aus dem Ausland und ist in der Schweiz nicht bewilligt. League of Legends ist im Wettprogramm. Die Plattform ist nicht an das Schweizer Register angeschlossen. Zahlungen und Auszahlungen folgen den eigenen Bedingungen.

PowBet

PowBet ist im Ausland lizenziert und in der Schweiz nicht bewilligt. League of Legends wird angeboten. Eine Schweizer Spielsperre greift nicht. Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen.

Betwinner

Betwinner ist im Ausland lizenziert, in der Schweiz nicht bewilligt. Die Plattform ist seit Jahren auf der Gespa-Sperrliste vertreten. League of Legends ist im Programm. Die Schweizer Schutzmechanismen greifen nicht.

Betify

Betify trägt eine ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Bewilligung. League of Legends ist im Programm. Kein Anschluss an die Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Auszahlungsregeln.

Jackbit

Jackbit ist im Ausland lizenziert, in der Schweiz nicht bewilligt. League of Legends wird angeboten. Domains können blockiert werden. Auszahlungen erfolgen nach eigenen Regeln.

Sportaza

Sportaza ist im Ausland lizenziert, in der Schweiz nicht bewilligt. League of Legends ist im Programm. Kein Anschluss an das Schweizer Register. Domains können auf der Sperrliste landen.

BetAlright

BetAlright trägt eine ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Bewilligung. League of Legends wird angeboten. Kein Schweizer Schutzprofil.

Fazit für die ausländischen Plattformen: Sie füllen die Lücke, die der Schweizer Markt lässt, weil sie E-Sport anbieten. Sie haben keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Ausschlussregister und keine Schweizer Aufsicht. Wer dort spielt, spielt ohne den Schutzrahmen, den die Schweiz für ihre Bewilligten vorsieht.

Wettsteuer: was vom Gewinn übrig bleibt

Die Schweiz besteuert Gewinne aus bewilligten Grossspielen wie Sportwetten einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Über dem Freibetrag werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen. Der Bund hat den Freibetrag ab 1.1.2026 auf CHF 1’071’000 festgelegt (2025: CHF 1’070’400); die Kantone haben eigene Freibeträge, die je nach Kanton variieren. Bei einem typischen Wettgewinn weit unter dem Freibetrag fallen weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an. Wer über dem Freibetrag liegt, kann die Verrechnungssteuer über die Steuererklärung zurückholen.

Gewinne aus ausländischen Anbietern werden nicht durch die Verrechnungssteuer erfasst, weil kein Schweizer Veranstalter sie einbehält. Sie sind aber nach kantonaler Praxis steuerpflichtig. Im Kanton Thurgau etwa werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als Einkommen besteuert. Andere Kantone handhaben es anders. Wer auf einer ausländischen Plattform spielt, sollte die kantonale Praxis prüfen, eine erste Anlaufstelle ist die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater.

Was die Werbung angeht, ist sie für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet werden (Art. 131 BGS). Werbung für bewilligte Angebote darf weder aufdringlich noch irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten.

Was vor der ersten Wette zu klären ist

Wer in der Schweiz auf League of Legends wetten will, hat vier Klärungen vor sich.

Die erste ist die Bewilligung. Auf der Schweizer Seite führen weder Swisslos noch die Loterie Romande E-Sport. Auf der ausländischen Seite führen acht Plattformen LoL im Programm, keine davon mit Schweizer Bewilligung. Die Liste der Plattformen ist oben zu sehen.

Die zweite ist die Spielsperre. Wer sich in der Schweiz hat sperren lassen, spielt auf ausländischen Plattformen ohne Sperre weiter. Wer mit einer Sperre spielt, hat keinen Anspruch auf Gewinn aus bewilligten Schweizer Wetten und riskiert, dass Gewinne aus ausländischen Wetten ebenfalls nicht ausgezahlt werden, weil die Plattform das anders handhabt.

Die dritte ist die Verlustlimite. Schweizer Veranstalter verlangen eine selbst gesetzte Limite vor der ersten Wette, mit Obergrenze CHF 9’999 und für unter 21-Jährige CHF 1’000. Ausländische Plattformen kennen diese Pflicht nicht in Schweizer Form. Wer dort spielt, sollte sich selbst eine tägliche, wöchentliche und monatliche Limite setzen und sie durchsetzen.

Die vierte ist die Besteuerung. Wer auf einer ausländischen Plattform spielt, sollte die kantonale Steuerpraxis kennen, insbesondere bei höheren Gewinnen. Der Kanton Thurgau etwa besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen ohne Freibetrag.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich bei Swisslos oder der Loterie Romande auf League of Legends wetten?

Nein. E-Sport steht nicht auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten. Swisslos und Loterie Romande bieten daher kein League-of-Legends-Wettprogramm an, auch nicht für die Worlds oder andere grosse Turniere.

Was bedeutet es, dass E-Sport nicht auf der Gespa-Liste steht?

Die Liste ist abschliessend, nicht beispielhaft. Was nicht aufgeführt ist, darf in der Schweiz nicht bewilligt werden. Eine Bewilligung ist nötig, damit ein Veranstalter Sportwetten anbieten darf; ohne Listeneintrag wird keine Spielbewilligung erteilt. E-Sport fehlt auf der Liste, deshalb kein bewilligtes E-Sport-Wettangebot.

Welchen Schutz bietet eine Schweizer Bewilligung, den eine ausländische Seite nicht bietet?

Eine Schweizer Bewilligung bringt vier Mechanismen: geprüfte Identität, selbst gesetzte Verlustlimiten mit gesetzlicher Obergrenze, eine schweizweit gültige Spielsperre im Register und Auszahlung nur auf ein Konto im eigenen Namen. Eine ausländische Seite ohne Schweizer Bewilligung ist an keinen dieser Mechanismen angeschlossen.

Wie werden Gewinne von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung besteuert?

Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, weil kein Schweizer Veranstalter sie einbehält. Sie sind aber nach kantonaler Praxis steuerpflichtig; der Kanton Thurgau etwa besteuert solche Gewinne ohne Freibetrag, andere Kantone handhaben es anders. Die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater gibt Auskunft.

Welche Verlustlimiten muss ich bei einem Schweizer Veranstalter setzen?

Bei Sporttip sind es drei Limiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Wer sich nicht an die eigenen Limiten hält, hat den Schutz verloren.

Was ist die Sperrliste der Gespa, und was bedeutet sie für ausländische Wettseiten?

Die Gespa führt eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Eine blockierte Seite ist in der Schweiz nicht ohne Weiteres erreichbar. Wer sie über einen Umweg öffnet, hat keinen Schweizerischen Rechtsanspruch und riskiert, dass ausländische Domains neu auf die Liste gesetzt werden, wenn sie wieder auftauchen.

Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»