EuroLeague Wetten in der Schweiz – was erlaubt ist und wer anbieten darf

Updated Oktober 2026
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Die EuroLeague ist Europas höchste Basketball-Liga, die Saison 2025/26 läuft mit 20 Mannschaften über 38 Hauptrunden-Spiele, und in der Schweiz fragen sich Wettende, ob und wie sie darauf setzen dürfen. Die Antwort ist knapp, aber folgenreich: Nur zwei Veranstalter haben eine Bewilligung, und alles andere bewegt sich ausserhalb des schwedischen Rechtsrahmens – mit allen Einschränkungen, die das nach sich zieht.

Ein Basketball liegt auf dem hellen Parkett einer leeren Halle, im Hintergrund steigen die Tribünenreihen im Halbdunkel an.
Ab der Saison 2025/26 wurde die EuroLeague von 18 auf 20 Mannschaften erweitert; die Hauptrunde umfasst 38 Spiele im Hin- und Rückspiel.

*Stand: 20. Oktober 2026 – geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Veranstalter und die Spielregeln von Sporttip (Version 4.2).*

Rechtslage: warum in der Schweiz nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten dürfen

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51), in Kraft seit dem 1. Januar 2019. Die Aufsicht liegt bei der Interkantonalen Geldspielaufsicht (Gespa) in Bern, nicht bei der ESBK, die nur Casinos überwacht. Wer Sportwetten veranstalten will, braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Spielbewilligung pro Spielart (Art. 21–25 BGS); die Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport.

Eine Lizenz aus einem anderen Land – Curaçao, Malta, Deutschland – hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Die Gespa veröffentlicht zudem eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS); Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains. Wer auf einer solchen Seite spielt, hat keinen Zugang zum Schweizer Ausschlussregister und keinen Rechtsweg im Inland.

Ein breiter Fluss fliesst unter einer Steinbrücke im Nebel, am Ufer stehen Platanen mit nassen Blättern.
Ab der Saison 2025/26 wurde die EuroLeague von 18 auf 20 Mannschaften erweitert.

Was gewettet werden darf, bestimmt eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht erlaubt. Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen, Rangwetten nur, wenn der Rang über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Trainingsläufe dürfen nie gewettet werden. Eckstoss- oder Kartenmärkte und ein eigener E-Sport-Bereich fehlen auf der Liste. Live-Wetten sind erlaubt, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; das BGS kennt keine Einschränkung auf bestimmte Live-Märkte.

Für den Wettenden bedeutet das: Wer in der Schweiz legal auf die EuroLeague setzen will, kommt an Swisslos oder Loterie Romande nicht vorbei – und an die Liste der erlaubten Wettarten ebenso wenig.

Spielerschutz: Verlustlimiten, Spielsperre und was vor der ersten Wette gesetzt werden muss

Bevor bei Sporttip die erste Wette platziert wird, verlangt der Anbieter drei Verlustlimiten: für einen Tag, für sieben Tage und für 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für Spielende unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.

Eine Armbanduhr und ein Wasserglas stehen auf einem Nachttisch im ersten Morgenlicht, daneben ein zugeklapptes Buch.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Die Spielsperre ist zweistufig: produktbezogen für 1 bis 180 Tage ohne vorzeitige Aufhebung, oder unbefristet über das schweizweite Register, das auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein gilt. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), wobei eine Fachstelle involviert ist (Art. 81 BGS). Wer sich selbst für bis zu sechs Monate pausieren will, hat darauf Anspruch (Art. 89 VGS).

Was im Offline-Bereich weniger zuverlässig funktioniert, hat die Gespa 2025 in Testkäufen gezeigt: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Versuchen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Der Online-Zugang ist da dichter – Registrierung erst ab 18, ein Konto pro Person, Identitätsprüfung über Ausweis und Adressdatenbank, keine Spielsperre im Register. Die Schutzmechanismen unterscheiden sich also deutlich zwischen Online-Kanal und Verkaufsstelle, und der Spielerische Wettende sollte wissen, wo er spielt.

Anbieter im Vergleich: bewilligt vs. ohne Schweizer Bewilligung

Die folgende Übersicht ordnet die Anbieter nach ihrer Bewilligungslage in der Schweiz und stellt die Veranstalter von Grossspielen den Angeboten ohne Schweizer Bewilligung gegenüber. Dies dient der Einordnung der verschiedenen Sicherheits- und Spielerschutzstandards.

Anbieter Bewilligung in der CH Veranstalter / berichtete Lizenz
Swisslos (Sporttip) Bewilligung (Grossspiel, BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande (Jouez Sport) Bewilligung (Grossspiel, BGS) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
PowBet Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
Cloudbet Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
MrXbet Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
Rabona Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
Betovo Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
DirectionBet Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
1Bet Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
N1 Bet Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert

Die Tabelle trennt sauber zwischen den zwei bewilligten Veranstaltern und den acht ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung. Für Letztere ist die berichtete Lizenz «nicht etabliert», was so viel heisst wie: Es liegt keine überprüfbare Lizenz vor, und selbst wenn eine ausländische Lizenz bestünde, hätte sie in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer bei einem dieser Anbieter spielt, ist nicht im Schweizer Ausschlussregister erfasst, hat keinen Schweizer Rekursweg, und die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist als interkantonale Genossenschaft mit Sitz in Basel Trägerin einer der zwei möglichen Schweizer Sportwetten-Bewilligungen. Das Produkt heisst Sporttip und läuft in 21 Kantonen – den 19 deutschsprachigen Kantonen (AG, AI, AR, BE, BS, BL, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH) sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Wer ein Konto eröffnen will, braucht Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Vertragsgebiet, ein Mindestalter von 18 Jahren und darf nicht im Sperrregister stehen.

Die Spielregeln (Version 4.2) setzen die wichtigsten Rahmenbedingungen für jeden Wettenden:

Was die Wettenden bei Swisslos erwartet: ein vollständig reguliertes Angebot mit strengem Spielerschutz, klaren Limiten und einem Cash-Out nur als vollständige Auszahlung. Der Kombiboost bringt für Vieltipper ab sieben Voraussagen spürbare Zusatzgewinne, kostet aber die Einhaltung der Mindestquote und ist in der Höhe limitiert.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Jouez Sport ist die zweite der zwei möglichen Schweizer Sportwetten-Bewilligungen und damit für Westschweizer Wettende der einzige legal zugängliche Online-Kanal – ein Schweizer mit Wohnsitz in Genf kann sich bei Sporttip nicht registrieren.

Das Angebot folgt den Vorgaben des BGS und der Gespa-Liste. Als staatlich bewilligte Grossspielveranstalterin unterliegt die Loterie Romande den strengen gesetzlichen Auflagen zum Spielerschutz und zur Transparenz. Das geschlossene Vertragsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone; die Spielregeln sind auf die dortigen gesetzlichen Rahmenbedingungen abgestimmt.

PowBet, Cloudbet, MrXbet, Rabona, Betovo, DirectionBet, 1Bet, N1 Bet

Diese acht Marken teilen ein gemeinsames Merkmal: Sie haben keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus einem anderen Land – gleich wo – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer bei einer dieser Marken spielt, ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, hat im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen. Die berichtete Lizenz ist in allen Fällen «nicht etabliert», also nicht überprüfbar.

Für Wettende, die in der Schweiz wohnen, folgt daraus eine klare Konsequenz: Die Spieleinsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter beschlagnahmt werden, der Anbieter unterliegt keiner Schweizer Aufsicht, und der Spielerschutz endet an den AGB des Anbieters. Die Werbung für solche Angebote ist in der Schweiz verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und mit Busse bis CHF 500’000 sanktioniert (Art. 131 BGS).

Wettangebot, Quotenmarge, Livewetten-Mechanik und Spielerschutz dieser acht Marken regeln deren eigene AGB; entscheidend bleibt der Status der fehlenden Schweizer Bewilligung.

Grundlagen der EuroLeague: was die Wettenden über den Wettbewerb wissen müssen

Die EuroLeague wurde im Jahr 2000 von grossen Klubs wie Real Madrid, dem FC Barcelona und Olympiakos Piräus unter dem Dach der ULEB gegründet; die erste Saison 2000/01 wurde mit 24 Teams gespielt. Heute ist die Liga ein Gemeinschaftsunternehmen von Euroleague Basketball und der International Management Group (IMG), die zur Endeavor Group gehört.

Ab der Saison 2025/26 wurde die EuroLeague von 18 auf 20 Mannschaften erweitert. Die Hauptrunde umfasst damit 38 Spiele im Hin- und Rückspiel. Die ersten sechs Teams qualifizieren sich direkt für die Playoffs; die Plätze 7 bis 10 spielen in Play-ins um die letzten beiden Plätze, danach folgen Playoff-Serien im Modus «Best of five». Das Final Four 2025/26 wurde im Telekom Center Athens in Athen ausgetragen; die Saison lief vom 30. September 2025 bis zum 24. Mai 2026. Olympiacos Piräus gewann die EuroLeague 2025/26 als erster Hauptrunden-Erster überhaupt den Titel; Evan Fournier wurde zum wertvollsten Spieler des Final Four gewählt.

Was heisst das für die Wettmärkte? Mit 20 Mannschaften steigt die Zahl der Spielpaarungen und damit auch die Zahl der Märkte pro Spieltag – mehr Handicap-Linien, mehr Über/Unter-Varianten, mehr Spieler-Specials, sofern das Wettprogramm sie aufführt. Die reguläre Spielzeit bei Sporttip umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind – im Basketball mit seinen möglichen Overtimes ist das eine relevante Klausel für jeden, der auf den Siegtipper nach regulärer Spielzeit oder auf das Gesamtergebnis setzt. Der millionste Punkt der EuroLeague-Geschichte fiel am 18. Dezember 2025 durch Théo Maledon von Real Madrid beim 95:90 gegen Paris Basketball; den ersten Punkt hatte Dino Rađa für Olympiakos am 16. Oktober 2000 erzielt – solche Marken sind für Stat-Wetten relevant.

Quoten, Gewinn und Marge: wie viel eine Wette wirklich bringt

Der Gewinn einer Einzelwette ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei einer Kombiwette wird die Gesamtquote zum Produkt der Einzelquoten, und der Gewinn ist Einsatz mal Gesamtquote. Eine Wette zu Quote 2.10 mit Einsatz CHF 50 bringt also CHF 105 zurück, davon CHF 55 Nettogewinn. Bei einer Dreier-Kombi mit Quoten 1.80, 2.20 und 1.95 ergibt sich eine Gesamtquote von etwa 7.72, und CHF 50 Einsatz werden zu CHF 386 – falls alle drei Tipps sitzen.

Die Marge des Anbieters steckt in jeder Quote. Sie ergibt sich aus der Auszahlungsquote, dem Anteil aller Einsätze, den der Markt zurückzahlt. Bei einem klassischen Zwei-Wege-Markt – etwa Sieg Mannschaft A oder Sieg Mannschaft B – mit Quoten 1.90 / 1.90 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.9474, also rund 94,7 %. Die Marge des Anbieters ist 100 % minus Auszahlungsquote, hier also etwa 5,3 %.

Ein Rechenbeispiel mit gerundeten Quoten 1.90 / 1.90: Pro CHF 100 Einsatz auf diesen Markt zahlt der Anbieter im langfristigen Mittel rund CHF 94.74 an die Wettenden zurück und behält rund CHF 5.26 – das ist die Marge, die in jeder einzelnen Quote steckt. Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg / Unentschieden / Auswärtssieg, wie er für die EuroLeague weniger typisch ist) mit Quoten 2.40 / 3.30 / 2.90 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/2.40 + 1/3.30 + 1/2.90) ≈ 0.9297, also rund 93,0 %, und die Marge rund 7,0 %. Je ausgeprägter die Quote auf den Favoriten, desto höher in der Regel die Marge – der Anbieter schlägt auf jede Linie seinen Anteil auf.

Für Wettende heisst das: Je höher die Marge eines Marktes, desto weniger vom Einsatz wird im Mittel zurückgezahlt. Wer dauerhaft gewinnen will, vergleicht die Margen verschiedener Anbieter und konzentriert sich auf Märkte mit niedriger Marge – Handicap und Über/Unter liegen erfahrungsgemäss unter der Marge des reinen Siegtippers.

Kombiboost, Quotenboost und Profitboost: was die «Boosts» zu bieten scheinen

Sporttip wirbt mit Boosts, die sich beim zweiten Blick als an Bedingungen geknüpft erweisen. Der Kombiboost bringt 5 % bei vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Wer also eine 15er-Kombi mit lauter Quoten ab 1.50 trifft, bekommt den Nettogewinn verdoppelt – klingt gross, setzt aber voraus, dass 15 Tipps gleichzeitig sitzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle 15 Tipps zu Quote 1.50 oder höher eintreffen, ist selbst bei vorsichtiger Schätzung im einstelligen Prozentbereich; der Boost ist eine Aufwertung des Nettogewinns im Erfolgsfall, kein Geschenk.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Boost versteht, sieht: Es ist eine Aufwertung eines einzelnen Tipps, kein Dauerzustand. Die Beschränkung auf einmal pro Wettenden macht den Boost zur einmaligen Aufwertung, nicht zur Strategie.

Die Boosts lohnen sich dann, wenn der Wettende den Tipp ohnehin platziert hätte – der Boost nimmt nichts an Quote weg, gibt aber etwas drauf. Wer seine Tipps am Boost ausrichtet, läuft Gefahr, die Quote zu drücken oder die Wette nur wegen des Boosts zu setzen.

Cash-Out bei Sporttip: was es kostet und wann es wegfällt

Cash-Out gibt es bei Sporttip nur online, nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, und nur für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten. Es funktioniert vor Spielbeginn und live. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und Swisslos garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt.

Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche volle Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer mit Cash-Out arbeitet, gibt einen Teil des potenziellen Gewinns ab, um den Gewinn (oder einen Teil davon) vorzeitig zu sichern – der Anbieter nimmt dafür seinen Schnitt. Wer das Risiko scheut, dass ein späterer Tipp kippt, kann mit Cash-Out aussteigen; wer den vollen Gewinn will, lässt den Schein laufen und nimmt das Risiko mit.

Verlustlimiten und ihre Mechanik: was die Schutzregel im Alltag bedeutet

Vor der ersten Wette stehen drei Limiten: 1 Tag, 7 Tage, 30 Tage. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer nach einer Pechsträhne seine Limite senken will, kann das mit einem Klick tun und ist ab dem nächsten Tipp geschützt. Wer nach einer Glückssträhne die Limite anheben will, muss drei Tage warten – das ist die eingebaute Bedenkzeit, die das BGS und die Spielregeln vorsehen.

Die gesetzliche Untergrenze für die Erhöhung liegt bei 24 Stunden (Art. 87 VGS); Sporttip setzt in den eigenen Spielregeln 72 Stunden. Für unter 21-Jährige gilt eine Oberlimite von CHF 1’000, für alle anderen CHF 9’999. Wer mehr als CHF 9’999 Verlust in 30 Tagen riskieren will, ist bei Sporttip an der Obergrenze – darüber gibt es nur den Weg über die Westschweizer Loterie Romande oder den Weg über Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Folgen, die das nach sich zieht.

Häufige Fragen

Ist Wett auf die EuroLeague in der Schweiz erlaubt?

Ja, aber nur über die zwei bewilligten Veranstalter Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport). Andere Anbieter – gleich mit welcher Lizenz – haben in der Schweiz keine Wirkung; ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen, und das Spielen dort hat keine Schweizer Rechtsfolgen.

Wer darf in der Schweiz Sportwetten veranstalten?

Nur Swisslos und Loterie Romande, gestützt auf die interkantonale Vereinbarung von 2019 und das Geldspielgesetz (BGS). Die Bewilligung steht pro Veranstalter und pro Spiel; sie gilt nur in der Schweiz und ist an die Aufsicht der Gespa gebunden, nicht an die ESBK.

Wie viele Teams und Spiele hat die EuroLeague-Hauptrunde?

Ab der Saison 2025/26 spielen 20 Mannschaften 38 Hauptrunden-Spiele im Hin- und Rückspiel. Die ersten sechs qualifizieren sich direkt für die Playoffs, die Plätze 7 bis 10 spielen in Play-ins um die letzten beiden Plätze.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?

Einsatz mal Quote bei Einzelwetten, Einsatz mal Gesamtquote (Produkt der Einzelquoten) bei Kombiwetten. Der Bruttobetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Marge des Anbieters steckt in der Quote.

Welche Verlustlimiten gelten vor der ersten Wette?

Für 1 Tag, 7 Tage und 30 Tage, mit Obergrenze CHF 9’999 (CHF 1’000 unter 21 Jahren). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.

Wie werden Gewinne steuerlich behandelt?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei – ab 1.1.2026 liegt die Bundes-Schwelle bei CHF 1’071’000, der kantonale Freibetrag weicht davon ab («je nach Kudos» / «je nach Kanton»). Darüber zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung rückforderbar sind. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen je nach Kanton der Einkommensteuer; in Thurgau etwa sind sie unabhängig vom Betrag voll steuerpflichtig.

Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»