Eredivisie Wetten in der Schweiz – wer anbieten darf und was die Quote wirklich kostet

Updated Oktober 2026
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Wer in der Schweiz auf die niederländische Eredivisie wetten will, landet unweigerlich bei einer sehr kurzen Liste. Das Schweizer Geldspielgesetz lässt nur zwei Veranstalter für Sportwetten zu, beide sind interkantonale Lotterien, und jede bedient ihr eigenes Sprachgebiet. Wer dort wettet, wettet legal, geschützt und mit klaren Limiten. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, tut das ausserhalb der Schweizer Aufsicht – ohne Spielsperre, ohne Schweizer Sperrregister und ohne Schweizer Bewilligung. Diese Seite trägt zusammen, was die Saison 2025/26 an Spielen, Mannschaften und Quoten hergegeben hat, was das Schweizer Recht erlaubt und was nicht, und welche Veranstalter die einzige legale Wahl sind.

Ein Fussballplatz neben einem Kanal in flachem Land mit Windrädern am Horizont, Abendlicht liegt über dem Rasen
Die Eredivisie wurde 1956 gegründet und wird vom niederländischen Fussballverband KNVB organisiert; 18 Vereine spielen im Hin- und Rückspiel gegeneinander, das ergibt 34 Spieltage.

Datenstand: 20. Oktober 2026; geprüft gegen die Bewilligungsregister der Gespa und die Spielregeln von Sporttip und Jouez Sport.

Die Rechtslage in der Schweiz: warum nur zwei Anbieter auf die Eredivisie wetten dürfen

Die Schweiz hat den Markt für Sportwetten bewusst eng zugeschnitten. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), in Kraft seit dem 1. Januar 2019, behandelt Sportwetten als Grossspiel und unterstellt sie der Aufsicht durch die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern – nicht der ESBK, die nur Spielbanken beaufsichtigt. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung für die Trägerin und einer Spielbewilligung für jedes einzelne Spiel. Beide braucht, wer in der Schweiz Sportwetten anbieten will.

Ein Wanderweg führt durch eine Almwiese im Sonnenuntergang, am Wegrand steht ein Holzzaun
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Die Kantone haben die Zahl der möglichen Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das sind Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz; ausländische Lizenzen aus Malta, Curaçao oder Deutschland haben hier keine Wirkung. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre, und eine Busse nach Artikel 131 BGS kann bis zu CHF 500’000 betragen.

Was gewettet werden darf, steht auf einer geschlossenen Liste. Die Gespa führt eine Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten; nur was dort steht, darf angeboten werden. Die Eredivisie taucht dort als ausländischer Profiligenwettbewerb auf, und damit ist sie grundsätzlich bewilligungsfähig – sofern die Gespa sie nicht ausnimmt. Was die Liste nicht enthält, darf auch nicht über Schweizer Veranstalter gespielt werden: Eckballwetten, Kartenwetten, Esports, Wetten auf Trainingsläufe oder Wettereignisse. Livewetten sind erlaubt, vor und während des Spiels, wenn der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält.

Die Werbung für unverändert zugängliche ausländische Anbieter ist ebenfalls verboten. Wer in der Schweiz für einen Anbieter ohne Bewilligung wirbt, riskiert die gleiche Busse. Das gilt auch für Gratiswetten, Boni und Promotionen, die von der Gespa vorgängig bewilligt werden müssen.

Die zwei erlaubten Veranstalter haben klare Vertriebsgebiete. Swisslos führt Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch – also in AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in einem dieser Kantone wohnt und einen Schweizer Ausweis hochlädt, kann sich online registrieren – das Konto gilt aber nur im jeweiligen Vertragsgebiet.

Wer sich bei einem ausländischen Anbieter anmeldet, spielt ausserhalb dieses Rahmens. Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS blockieren. Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste, darunter bekannte Namen wie bet365, Interwetten und Bet-at-Home – die Liste wird laufend aktualisiert und reagiert auf Domain-Wechsel innerhalb von Stunden. Wer den Block umgeht, hat zwar keinen persönlichen Strafanspruch zu befürchten, riskiert aber die Einziehung von Einsatz und Gewinn in einem Verfahren gegen den Anbieter und hat keinerlei Anlaufstelle in der Schweiz.

Was auf der Schweizer Bewilligungsliste steht – und was nicht

Die Gespa-Liste vom 10.09.2026 nennt jene Wettbewerbe und Wetttypen, die von Swisslos und Loterie Romande angeboten werden dürfen. Für Fussball sind das klassische 1X2-Wetten, Tore über/unter, Handicap-Wetten, Halbzeitwetten und Resultatwetten. Was fehlt, ist erwähnenswert: Eckbälle, Kartenmärkte, Spielerwetten, Asiatisches Handicap, Esports und alles, was nicht Fussball-Wettbewerb im klassischen Sinne ist. Wer in der Schweiz legal wetten will, muss mit dem Sortiment auskommen, das diese Liste zulässt. Für die Eredivisie bedeutet das: 1X2, Über/Unter Tore, Handicap, Halbzeit/Endstand und Kombiwetten – mehr nicht.

Ein Fussball liegt auf einer Wiese neben einem Fahrrad, im Hintergrund ein Kanal im Morgenlicht
Die Eredivisie 2025/26 lief vom 8. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 mit 306 Spielen; Meister wurde PSV Eindhoven mit 84 Punkten (27 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen).

Werbeanzeigen, Boni und Verrechnungssteuer

Die Werbung für ausländische Wetten ohne Schweizer Bewilligung ist verboten. Freebets, Quotenboosts und andere Promotionen brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa – 2025 erteilte sie 24 Einwilligungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Das ist eine kleine Zahl, gemessen die Gesamtmenge an Aktionen, die zwei Veranstalter im Jahr durchführen.

Gewinne aus bewilligten Schweizer Wetten sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 pro Einzelgewinn; die Kantone haben eigene Schwellen, und je nach Kanton kann ein Gewinn darunter sehr wohl steuerbar sein. Über dem Freibetrag zieht die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ab; die Rückforderung läuft über die Steuererklärung. Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, hat keine Verrechnungssteuer, aber das kantonale Steuerrecht kann ausländische Gewinne voll als Einkommen erfassen – Thurgau etwa macht das unabhängig vom Betrag.

Spielerschutz und Verlustlimiten: was jede Wettende in der Schweiz beachten muss

Das Schweizer Geldspielgesetz stellt den Schutz der Spielenden vor die Marktlogik. Wer bei Swisslos oder Loterie Romande wettet, betritt ein System mit klaren Regeln zu Mindestalter, Verlustlimiten und Selbstsperre.

Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren. Wer jünger ist, wird weder offline noch online zugelassen. Wer in einem Wettbewerb als Sportler oder Schiedsrichter teilnimmt, darf auf das entsprechende Ereignis nicht wetten – eine Regel, die im Eredivisie-Kontext vor allem bei Nationalspielern relevant wird, die an Länderspielpausen ebenfalls auf ihrem Klub spielen.

Verlustlimiten sind Pflicht. Vor der ersten Sporttip-Teilnahme muss jede Spielende für 1, 7 und 30 Tage eine Limite setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Tag, Woche oder Monat; unter 21 Jahren nur CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – das gibt der Gesetzgeber den Spielenden, damit eine emotionale Erhöhung nicht spontan durchgeht. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden, die Ein- und Auszahlungen gemeinsam drosselt.

Die Spielsperre ist die stärkste Schutzstufe. Bei Swisslos kann der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesperrt werden, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird ins schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Spielbanken, Online-Casinos und Liechtenstein. Für die Aufhebung einer unbefristeten Sperre ist eine Fachstelle einzubinden, und eine selbstgewählte Pause kann frühestens nach drei Monaten beendet werden. Wer gesperrt ist oder das Mindestalter nicht erreicht hat, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn.

Die Gespa testet den Jugendschutz. Im Jahr 2025 haben Testkäufer an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an Minderjährige an Vergeben – das ist kein theoretisches Risiko, sondern eine dokumentierte Realität. Wer online spielt, hat die höhere Sicherheit der Identitätsprüfung; wer an der Verkaufsstelle spielt, geht dieses Restrisiko ein.

Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat diese Schutzmechanismen nicht. Es gibt keinen Schweizer Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Verlustlimiten und keine Schweizer Fachstelle, die eine Selbstsperre begleitet. Wer die Sperre bei einem ausländischen Anbieter setzt, sperrt nur diesen einen Anbieter; ein Wechsel zu einem zweiten ausländischen Anbieter ist ohne weitere Massnahmen möglich.

Eredivisie: Ligastruktur, Saisonverlauf und was eine Wette auf die niederländische Liga bedeutet

Die Eredivisie ist seit 1956 die höchste Spielklasse im niederländischen Fussball, organisiert vom KNVB. Achtzehn Mannschaften treten in einer Hin- und Rückrunde gegeneinander an, das ergibt 306 Spiele auf 34 Spieltagen. Die Saison beginnt traditionell im August und endet im Mai – ein Rhythmus, der für den Wettkalender wichtig ist, weil Spielpausen für Nationalmannschaften und Champions-League-Phasen den Rhythmus vorgeben.

Meisterschaft, Abstieg und Europapokalplätze

Der Meister steht früh fest, wenn die Mannschaft früh genug davonzieht. In der Saison 2025/26 war das am 29. Spieltag der Fall – Rekord, denn nie zuvor in der Ligageschichte stand ein Meister so früh fest. PSV Eindhoven holte den Pokal mit 84 Punkten aus 27 Siegen, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen. Wer in den vorherigen Saisons früh auf einen klaren Tabellenführer gesetzt hatte, hatte in dieser Saison ein denkbar knappes Zeitfenster.

Der Abstieg läuft seit 2019/20 nach einer zweistufigen Regel. Der 17. der Endtabelle steigt direkt ab, der 16. spielt in Play-offs gegen acht Vereine der Eerste Divisie um einen letzten Platz. In der Saison 2025/26 traf es Heracles Almelo mit 19 Punkten und NAC Breda mit 29 Punkten. Die Play-offs sind ein eigenes Wettsegment: die Formkurve der beteiligten Mannschaften schwankt stärker als im Ligagespiel, und wer auf den Klassenerhalt über die Play-offs wettet, muss die Hin- und Rückspiele als zwei separate Ereignisse denken.

Die Europapokalplätze sind seit 2020/21 an Play-offs gebunden. Der Sieger der Plätze 5 bis 8 spielt in Hin- und Rückspiel-Play-offs um einen Startplatz, und dieser führt in die UEFA Europa Conference League. Wer auf Conference-League-Einzug wettet, wettet auf einen Play-off-Sieg, nicht auf einen Tabellenrang. Die Play-offs sind für Wettende ein anderer Markt als das Ligaspiel: das Risiko ist konzentriert, weil das Endspiel über den Platz entscheidet, und die Motivation der Mannschaften ist nicht immer symmetrisch.

Torschützenkönig und Rekorde

Ayase Ueda von Feyenoord Rotterdam wurde mit 25 Toren Torschützenkönig der Saison 2025/26 – eine Zahl, die zeigt, wie wenig Tore in einer spielstarken Saison zusammenkommen. Wer auf Torschützenkönige wettet, braucht einen klaren Blick auf die Verteilung der Tore eines Stürmers und auf den Spielplan: eine Saison mit vielen Spielen gegen defensiv eingestellte Gegner begünstigt andere Stürmer als eine mit vielen Spitzenspielen.

Die Rekorde der Liga stehen seit Jahrzehnten. Jan Jongbloed hält mit 717 Einsätzen den Rekord als Spieler mit den meisten Einsätzen, Willy van der Kuijlen mit 311 Toren den Rekord als bester Torschütze. Beide Zahlen sind Daten für Statistiker, nicht für Wettende.

Wettkalender: was wann auf dem Wettschein steht

Eine Eredivisie-Saison hat sechs Wettfenster, die sich nach dem Spielplan richten. Das sind Ligaspiele, die Champions-League- und Europa-League-Spieltage der niederländischen Klubs, die Play-offs um die Europapokalplätze, die Play-offs um den Klassenerhalt, die Pokalrunde und die Winterpause, in der nur Testspiele stattfinden. Wer auf die Eredivisie wettet, wettet mehrheitlich auf Ligaspiele; das sind die Teile.

Wichtig für die Wettstrategie ist die Spielhäufung. Wenn drei niederländische Klubs gleichzeitig in der Champions League spielen, fallen deren Ligaspiele in eine andere Woche – und der Spielplan wird dichter. Wer in einer englischen Woche auf Eredivisie-Mannschaften wettet, muss die Belastung im Blick haben.

Quoten, Margen und Auszahlung: was eine Eredivisie-Wette wirklich kostet

Quote und Marge sind zwei Seiten derselben Medaille. Wer eine Quote sieht, sieht den Bruttowert, den der Veranstalter für einen Einsatz zahlt – und gleichzeitig den Anteil, den der Veranstalter im Durchschnitt behält. Wer das versteht, versteht, warum ein und dasselbe Spiel bei zwei Veranstaltern unterschiedliche Quoten haben kann.

Wie die Quote den Gewinn bestimmt

Bei einer Einzelwette ist die Rechnung einfach. Der Gewinn ergibt sich aus dem Einsatz multipliziert mit der Quote. Wer CHF 10 auf eine Quote von 2.50 setzt, erhält bei einem Sieg CHF 25 zurück – davon CHF 15 Reingewinn, weil der Einsatz im Gewinn enthalten ist. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zu einer Gesamtquote; wer vier Voraussagen mit Quoten von 1.80, 2.00, 1.90 und 2.20 kombiniert, spielt um eine Gesamtquote von rund 15.05 – und gewinnt das 15-fache Einheitenaufkommen, wenn alle vier Voraussagen eintreffen.

Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer den Gewinn mit seinem Einsatz vergleicht, achtet auf diese Rundung; sie schmälert den Gewinn um maximal einige Rappen pro Wette, kann aber bei einer Wette mit kleinem Einsatz spürbar werden.

Was die Marge in der Quote versteckt

Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter im Durchschnitt von jedem gesetzten Franken einbehält. Sie wird aus den Quoten aller Ausgänge eines Marktes berechnet: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ), und die Marge ist 100 % minus Auszahlungsquote.

Ein 1X2-Markt mit Heimsieg 2.10, Unentschieden 3.40 und Auswärtssieg 3.60 hat eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60) = 1 ÷ (0’476 + 0’294 + 0’278) = 1 ÷ 1’048 ≈ 0’954. Das entspricht einer Marge von rund 4.6 %. Wer auf einen solchen Markt setzt, gibt im Durchschnitt 4.6 % seines Einsatzes an den Veranstalter ab.

Das ist eine Marge, die für Fussball-Topligen als niedrig gilt. Für untere Ligen und Nebenmärkte liegen die Margen oft deutlich höher, in der Grössenordnung von 6 bis 8 %. Wer die Eredivisie-Quoten vergleicht, sollte darauf achten, dass die Marge von Spiel zu Spiel schwanken kann – die Gespa gibt keine Margengrenzen vor, die Marge ist Veranstalterentscheidung.

Was die Marge für die Wettenden bedeutet

Die Marge ist eine Durchschnittsgrösse. Ein einzelner Wettender kann über die Marge hinaus gewinnen, wenn er bessere Vorhersagen trifft als der Markt es einpreist; er kann aber auch unter die Marge fallen, wenn er schlechter vorhersagt als der Markt. Über viele Wetten mittelt sich der Verlust zur Marge. Wer regelmässig wettet, sollte die Marge als seinen durchschnittlichen Verlust verstehen.

Bei einem Markt mit 4.6 % Marge verliert ein durchschnittlicher Wettender im Mittel CHF 4.60 pro CHF 100 Einsatz. Wer in einer Saison 100 Wetten à CHF 50 platziert, gibt im Mittel CHF 230 an den Veranstalter ab, unabhängig davon, wie gut seine Tipps im Einzelfall sind. Wer langfristig gewinnen will, muss Vorhersagen treffen, die den Markt schlagen – und das ist für die meisten Wettenden unrealistisch.

Warum sich Margen zwischen Anbietern verstehen

Die Gespa gibt keine Marge vor, und zwei Schweizer Veranstalter können unterschiedliche Margen auf demselben Markt anbieten. Wer auf Margenvergleiche achtet, kann auf Dauer etwas weniger verlieren – aber der Effekt ist im einstelligen Prozentbereich pro Wette, nicht in dramatischen Grössenordnungen. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, sieht meist tiefere Quoten auf Hauptmärkten und höhere Margen insgesamt; das ist der Preis dafür, dass diese Anbieter ohne Schweizer Aufsicht operieren und keinen Schutzmechanismus haben.

Quotenboosts, Profitboosts und Kombiboost: was Swisslos zusätzlich anbietet

Sporttip hat drei Bonusmechaniken, die den möglichen Gewinn erhöhen. Quotenboosts erhöhen die Quote einer ausgewählten Voraussage, gelten nur online und nur für Prematch-Einzelwetten, sind pro Wettenden einmal nutzbar und im Einsatz und in der Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz, gelten ebenfalls nur einmal und sind im Einsatz und in der Erhöhung limitiert. Der Kombiboost erhöht den Nettogewinn von Kombiwetten mit mindestens vier Voraussagen, jede mit einer Mindestquote von 1.50; der Bonus beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn, jeweils auf den Nettogewinn der Wette.

Diese Mechanismen sind keine Geldgeschenke. Sie sind Marketinginstrumente, die den möglichen Gewinn erhöhen, aber nur, wenn die Wette ohne den Boost gewonnen hätte. Wer auf eine Quote von 2.00 setzt und einen Quotenboost auf 2.50 erhält, gewinnt im Erfolgsfall mehr – verliert aber bei einem falschen Tipp den gleichen Einsatz. Wer mit einem Profitboost spielt, sieht auf dem Wettschein einen höheren potenziellen Gewinn, aber die Bedingung, dass dieser Gewinn nur ausbezahlt wird, wenn die Wette eintrifft, bleibt gleich.

Cash-Out: was es kostet und was es bringt

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei Spielende und hängt vom Stand der Sportereignisse ab; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Cash-Out ist keine Wettversicherung, sondern eine vorzeitige Auszahlung zu einem Preis, den der Veranstalter festlegt. Wer mitten im Spiel eine 2:0-Führung sieht und das Geld jetzt will, akzeptiert einen Abschlag gegenüber dem Gewinn bei Spielende; wer bei einem 0:1-Rückstand Cash-Out zieht, rettet einen Teil des Einsatzes. Die Mechanik ist ein Veranstalterprodukt, kein Schutzmechanismus für die Spielenden.

Berechnung: was eine 1X2-Wette auf ein Eredivisie-Spiel im Durchschnitt kostet

Eine beispielhafte 1X2-Wette mit Quoten 2.10 für Heimsieg, 3.40 für Unentschieden und 3.60 für Auswärtssieg ergibt eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60). Die rechnerische Aufteilung: 1/2.10 ≈ 0.4762, 1/3.40 ≈ 0.2941, 1/3.60 ≈ 0.2778; die Summe ist 1.0481. Die Auszahlungsquote ist damit 1 ÷ 1.0481 ≈ 0.9541, also rund 95.4 %. Die Marge liegt für diese Art von Fussballwetten typischerweise im Bereich von 4 % bis 6 %.

In Worten: Wer auf einem solchen Markt setzt, gibt im Durchschnitt etwa 4.6 % seines Einsatzes an den Veranstalter ab. Auf eine Wette von CHF 100 entspricht das einem erwarteten Verlust von rund CHF 4.60. Über viele Wetten mittelt sich dieser Wert, und genau in dieser Bandbreite bewegt sich, was ein durchschnittlicher Wettender verliert. Das ist die ehrliche Lesart jeder Fussballquote.

Anbieter für Eredivisie-Wetten in der Schweiz: was die zwei erlaubten Veranstalter können

In der Schweiz sind Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport die einzigen Veranstalter, die Eredivisie-Wetten legal anbieten dürfen. Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, kann bei Swisslos spielen; wer in der Romandie wohnt, bei Loterie Romande. Eine Anmeldung beim jeweils anderen Veranstalter ist mit Wohnsitz im anderen Vertragsgebiet nicht möglich.

Die Tabelle zeigt, wie die zwei Veranstalter und die bekannten ausländischen Marken im Schweizer Kontext einzuordnen sind.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / angegebene Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51) Société de la Loterie de la Suisse Romande; Aufsicht Gespa
Betovo ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Unibet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Rabona ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
AmunRa ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
20Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)

Die Tabelle trennt die zwei zugelassenen Veranstalter klar von den ausländischen Marken, die in der Schweiz nicht bewilligt sind. Die letzten acht Einträge sind hier als Referenz aufgeführt, weil Schweizer Spielende diese Marken im Internet sehen, nicht weil sie in der Schweiz legal spielen dürfen. Die Bewertung folgt dem Schweizer Recht: ausländische Lizenzen haben in der Schweiz keine Wirkung, kein Schutz, kein Sperrregisteranschluss.

Swisslos Sporttip: was der Deutschschweizer Standardanbieter kann

Swisslos führt Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein. Das Sortiment umfasst die Wetttypen, die die Gespa-Liste erlaubt – 1X2, Über/Unter, Handicap, Halbzeitwetten, Resultatwetten – und das auf dem Eredivisie-Spielplan, sofern die Gespa die Liga freigegeben hat. Sporttip setzt die Schweizer Spielregeln vollständig um: Mindestalter 18, Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage mit Obergrenze CHF 9’999, Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden, Spielsperre mit Registereintrag, Cash-Out nur online und nur als vollständige Auszahlung, keine Teilauszahlung. Der Mindesteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für Einzel- und Kombiwetten, bei CHF 10’000 für Systemwetten; Swisslos kann diese Limiten jederzeit ändern.

Im Schweizer Vergleich ist Sporttip die Anlaufstelle für alle Wettenden mit Wohnsitz im Vertragsgebiet. Wer die deutschen Quoten, das Schweizer Sperrregister und die Schweizer Verlustlimiten will, kommt an Sporttip nicht vorbei – und an Loterie Romande nur, wenn er in der Romandie wohnt.

Loterie Romande Jouez Sport: was der Westschweizer Anbieter kann

Loterie Romande führt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen, 221 Mitarbeitende. Das Online-Angebot folgt dem gleichen Schweizer Rahmen wie Sporttip: Gespa-Bewilligung, Verlustlimiten, Spielsperre, kein Cash-Out auf Teilauszahlung. Die Westschweizer Wettenden können sich nur bei Loterie Romande registrieren, nicht bei Swisslos, und umgekehrt – die Vertragsgebiete sind getrennt.

Wer in der Romandie wohnt und auf die Eredivisie wetten will, hat mit Jouez Sport die einzige legale Adresse.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: was sie sind und was sie nicht sind

Betovo, Unibet, BetAlright, Rabona, WirWetten, Wettigo, AmunRa und 20Bet haben keine Schweizer Bewilligung. Sie können in der Schweiz legal nicht für Sportwetten werben, ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen, und ihre Lizenzen – wo immer sie ausgestellt sind – haben in der Schweiz keine Wirkung. Die Gespa hat ihre Domains blockiert oder kann sie blockieren, und wer dort spielt, ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen.

Das heisst nicht, dass diese Anbieter in anderen Ländern nicht regulären Andere Studios sind. Sie sind es in den meisten Fällen – mit Lizenzen aus Malta, Curaçao, Deutschland oder anderswo. Was sie nicht sind: in der Schweiz zugelassen, mit Schweizer Spielerzentralen geschützt oder in irgendeiner Form an Schweizer Behörden angeschlossen. Wer dort spielt, verlässt den Schweizer Rahmen bewusst.

Die Bewertung dieser Anbieter fällt eindeutig aus: Sie sind in der Schweiz keine Alternative zu den zwei zugelassenen Veranstaltern. Wer in der Schweiz auf die Eredivisie wetten will, hat nur zwei legale Adressen.

Häufige Fragen zur Eredivisie-Wette in der Schweiz

Kann man in der Schweiz auf die Eredivisie wetten, und bei welchen Veranstaltern?

Ja, sofern die Eredivisie auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe steht. Erlaubt sind nur Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport – jeweils im eigenen Vertragsgebiet. Eine Online-Registrierung ist nur mit Wohnsitz in diesem Gebiet möglich; ein Konto bei Sporttip etwa braucht Wohnsitz in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein.

Steht die niederländische Liga auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe?

Die Eredivisie ist ein ausländischer Profiligenwettbewerb, der grundsätzlich auf der Gespa-Liste stehen kann. Welche konkreten Wetttypen für sie zugelassen sind, hängt von der Liste ab; 1X2, Über/Unter und Handicap sind in der Regel erlaubt, Eckball- und Kartenmärkte dagegen nicht. Wer die aktuell zugelassenen Wetttypen sehen will, prüft die Gespa-Liste direkt.

Wie wird ein Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

Bei einer Einzelwette ergibt sich der Gewinn aus Einsatz × Quote. Wer CHF 50 auf eine Quote von 2.20 setzt, erhält bei einem Sieg CHF 110 zurück, davon CHF 60 Reingewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zu einer Gesamtquote; vier Quoten von 1.80, 2.00, 1.90 und 2.20 ergeben rund 15.05, und der Gewinn wäre das 15-fache des Einsatzes.

Welche Marge steckt in Eredivisie-Quoten, und warum verstehen sich die Anbieter?

Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter im Durchschnitt behält. Eine Auszahlungsquote von 95.4 % entspricht einer Marge von 4.6 %. Die Margen variieren, weil die Veranstalter ihre Quoten unabhängig festlegen und die Gespa keine Margenobergrenze setzt. Für Topligen wie die Eredivisie liegen die Margen meist zwischen 4 und 6 %, bei Nebenmärkten höher.

Was zählt bei Sporttip als reguläre Spielzeit einer Fussballwette?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die normale Spieldauer plus Nachspielzeit, beim Fussball also 90 Minuten plus Nachschlag. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf den Sieger eines Pokalspiels mit Verlängerung wird vor der Folge in der regulären Spielzeit entschieden, sofern die Wette nicht ausdrücklich die Verlängerung einschliesst.

Welche Verlustlimiten und Sperren gelten für Wettende in der Schweiz?

Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, maximal CHF 9’999 pro Zeitraum, unter 21 Jahren maximal CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite gesetzt werden. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren; eine unbefristete Sperre wird ins schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos.

Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»