Heinz-Wetten 2026 in der Schweiz – System, Einsatz, Auszahlung

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Eine Heinz-Wette sieht im Wettschein aus wie eine einzige Wette, ist aber ein Bündel aus 57 Einzelwetten auf sechs Auswahlen. Der Einsatz, den der Wettschein anzeigt, ist deshalb nie der Einsatz einer Wette – er ist der Einsatz jeder der 57 Linien multipliziert mit 57. Wer den Mechanismus nicht kennt, wettet in Wirklichkeit ein Vielfaches dessen, was er zu setzen glaubt, und sitzt in einem Markt, dessen Quote bereits die Marge des Veranstalters enthält. In der Schweiz kommt hinzu, dass Sportwetten nur von zwei Veranstalterinnen angeboten werden dürfen, der Wettmarkt also geschlossen ist und sich die Frage nach «dem besten Anbieter» auf zwei Namen verengt.

Ein leerer Wettschein aus Papier liegt neben einem Bleistift und einem Radiergummi auf einem hellen Holztisch im Tageslicht.
Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf 6 Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht.

Die Heinz-Wette ist eine Systemwette, die bei sechs Auswahlen 57 Einzelwetten kombiniert. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wesentliche: Wie die Mechanik funktioniert, was sie kostet, wie es um die rechtliche Lage in der Schweiz bestellt ist und was Sie bei den beiden zugelassenen Veranstaltern sowie bei ausländischen Anbietern ohne Bewilligung beachten sollten. Antworten auf häufige Fragen finden Sie im FAQ am Ende.

*Aktualisiert am 20. Oktober 2026 – geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Swisslos, Version 4.2) und das Règlement Jouez Sport (Loterie Romande, 17e édition, September 2024) sowie die Bewilligungs­übersicht der Gespa.*

Die Heinz-Wette im Überblick – sechs Auswahlen, 57 Wetten, ein Schein

Die Heinz-Wette gehört zu den Full-Cover-Wetten, also zu jenen Systemwetten, die sämtliche möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Anzahl von Auswahlen abdecken. Beim Heinz sind es sechs Auswahlen. Aus diesen sechs baut der Wettschein jedes möiche Mehrfach zusammen – vom Doppel aufwärts, aber ohne die Einzelwetten auf die Auswahlen selbst. Insgesamt sind das 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser, also 57 Wetten auf einem Schein. Der Name ist eine Anspielung auf die 57 Wetten («Heinz 57»).

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handschriftlichen Pfeilen und Kästchen liegt neben einer Kaffeetasse auf einem Schreibtisch am Fenster.
Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf 7 Auswahlen und umfasst 120 einzelne Wetten.

Der Mechanismus hat zwei praktische Konsequenzen. Erstens genügt es nicht, dass eine einzige Auswahl richtig ist – mindestens zwei Auswahlen müssen gewinnen, damit überhaupt ein Ertrag herauskommt. Zweitens bedeutet jeder richtige Tipp, dass eine ganze Reihe von Mehrfachwetten ausbezahlt wird: gewinnen drei der sechs Auswahlen, schlagen 15 Zweier-, 20 Dreier- und – je nach Auswahlen – ein Teil der Viererwetten zu Buche, alle auf einmal. Wer das Prinzip der «sich überlappenden Wetten» verstanden hat, sieht den Wettschein anders an.

Die Heinz-Wette wird oft mit der einfachen Kombiwette verwechselt. Bei einer Kombiwette werden alle Auswahlen zu einer einzigen Wette multipliziert, die nur dann auszahlt, wenn jede Auswahl gewinnt – ein einziger Fehler und der Schein ist leer. Beim Heinz gibt es dieses «Alles-oder-nichts» nicht: einzelne Auswahlen dürfen verlieren, solange noch mindestens zwei richtige übrig bleiben. Dafür kostet der Heinz ein Vielfaches des Einsatzes einer vergleichbaren Kombiwette, weil 57 Linien bespielt werden.

Wettmärkte, Quoten und das Verhältnis zwischen Auswahl und Schein

Welche Auswahlen in eine Heinz-Wette passen

Eine Heinz-Wette ist keine eigene Wettart im strengen Sinne, sondern eine Art, mehrere Auswahlen zu kombinieren. Sie lässt sich auf jedem Voraussagemarkt bilden, den der Veranstalter als Einzelwette anbietet – also auf dem 1X2-Markt eines Fussballspiels ebenso wie auf einem Over/Under, einer Handicap-Linie oder einer Siegerwette. In der Praxis bedeutet das: die sechs Auswahlen müssen aus dem Wettprogramm stammen, das der Veranstalter überhaupt anbietet. In der Schweiz schreibt das Geldspielgesetz vor, dass nur Sportereignisse aus der Liste der Gespa gewettet werden dürfen, und diese Liste kennt Eckball- oder Kartenmärkte ebenso wenig wie einen Esports-Bereich. Wer eine Heinz-Wette bilden will, ist also auf das angewiesen, was Sporttip und Jouez Sport tatsächlich im Programm führen.

Ein Fussball liegt auf dem Rasen eines leeren Stadions am frühen Abend, dahinter erheben sich schneebedeckte Berge unter klarem Himmel.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10'000, für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Quoten, Auszahlung und die Marge

Der Gewinn einer Wette berechnet sich aus Einsatz mal Quote. Bei Kombinationen gilt die Gesamtquote, also das Produkt der Einzelquoten. Eine Heinz-Wette zahlt indessen nicht eine Quote aus, sondern 57 verschiedene Quoten aus den 57 enthaltenen Wetten, und jede für sich genommen enthält die Marge des Veranstalters. Diese Marge ist der Anteil jedes Einsatzes, den der Wettanbieter im Schnitt einbehält; was übrig bleibt, ist die Auszahlungsquote des Marktes. Die Auszahlungsquote eines Marktes errechnet sich aus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten seiner Ausgänge. Zieht man 100 Prozent ab, hat man die Marge. Die Faustregel: je näher die Auszahlungsquote an 100 Prozent liegt, desto weniger nimmt der Anbieter mit, desto besser steht der Wettende langfristig da.

Für die Heinz-Wette heisst das: die Marge schlägt nicht einmal zu, sondern 57-mal – auf jeder Mehrfachwette im Bündel. Drei richtige Auswahlen mit Einzelquoten von 2.00, 2.50 und 1.80 ergeben für die Zweierkombis dieser drei Auswahlen Auszahlungen, die jeweils schon die Marge des Zweier-Marktes enthalten, und entsprechend für die Dreierkombis die Marge des Dreier-Marktes. Wer das nicht im Kopf durchrechnet, sollte sich vor Augen führen, dass die Marge mit jeder zusätzlichen Auswahl tendenziell wächst – eine Heinz-Wette ist deshalb kein Mittel, um die Marge zu senken, sondern eines, um die Trefferquote zu glätten.

Die Heinz-Wette im Schweizer Recht – warum die Auswahl so klein ist

Zwei Veranstalterinnen, ein geschlossener Markt

In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von Swisslos und der Loterie Romande angeboten werden. Das ist keine Marktbeobachtung, sondern eine Folge des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51) und der interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, die am 1. Januar 2021 in Kraft getreten ist. Beide Gesellschaften haben je eine Veranstalterbewilligung und je eine Spielbewilligung pro Produkt; Sporttip läuft unter Swisslos, Jouez Sport unter der Loterie Romande. Die Aufsicht führt die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) in Bern, nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt.

Ein zentraler Punkt: Eine ausländische Bewilligung – Curaçao, Malta, Deutschland – hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer in der Schweiz Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung anbietet, macht sich strafbar, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahren, und sein Angebot kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden. Schweizer Provider blockieren die ausländischen Domains DNS-seitig, die Liste enthält nach Angaben der Gespa Ende 2025 671 Einträge und wird laufend aktualisiert, weil blockierte Anbieter ihre Domains rasch wechseln. Wer dennoch bei einer ausländischen Marke spielt, tut das ohne Schweizer Schutz: keine Spielsperre im Register, keine Auszahlung an Schweizer Standards, im Streitfall kein Schweizer Rechtsweg, und im Konflikt mit dem Anbieter droht die Einziehung von Einsatz und Gewinn in einem Strafverfahren gegen den Anbieter.

Was gewettet werden darf – und was nicht

Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, datiert auf den 10. September 2026. Wetten ausserhalb dieser Liste sind in der Schweiz nicht erlaubt – weder Eckbälle noch Karten, kein Esports, keine Trainingsläufe, keine Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows. Qualifikationsrunden sind nur dann zugelassen, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe ebenso nur dann. Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangliste über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen. Eine Heinz-Wette lässt sich auf dieser Grundlage bilden, aber die sechs Auswahlen müssen jeweils aus dem stammen, was die Gespa-Liste zulässt.

Wer mitmachen darf

Sportwetten sind in der Schweiz Personen ab 18 Jahren vorbehalten. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Die Online-Registrierung verlangt einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet der Veranstalterin sowie eine Identitätsprüfung; pro Person ist nur ein Konto zugelassen. Ausweise werden automatisiert ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer gesperrt ist, wird nicht zugelassen; wer aus dem Ausland spielen will, kann das bei Sporttip und Jouez Sport nicht.

Steuern auf Wettgewinne

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bundessteuerfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, weshalb die Faustregel «je nach Kanton» lautet. Über dem Freibetrag zieht die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer Wettender bleibt deutlich darunter und hat schlicht keine Steuerfolgen. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, fallen aber je nach Kanton – im Kanton Thurgau vollständig und unabhängig von der Höhe – in das steuerbare Einkommen. Das ist kein Grund, ausländische Anbieter zu wählen, aber ein Grund, sich zu erkundigen, was das kantonale Steueramt sagt.

Spielerschutz und Verlustlimiten – was vor der ersten Wette gesetzt werden muss

Vor der ersten Wette auf Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten setzen, und zwar für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – das ist eine Schutzregel, die verhindert, dass eine emotionale Entscheidung in einem ungünstigen Moment das Limit aushebelt. Zusätzlich kann freiwillig eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Loterie Romande folgt dem gleichen Grundsatz: die Limite wird vom Spielenden festgelegt, nicht vom Staat vorgegeben, das Geldspielgesetz verlangt nur, dass überhaupt eine maximale Verlust- oder Einsatzlimite existieren muss.

Wer sich selbst aussperren will, kann das produktbezogen für 1 bis 180 Tage tun; eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos – einschliesslich Online-Casinos – sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine Aufhebung ist vor Fristablauf ausgeschlossen. Das Register wird von der Gespa geführt; die Aufhebung einer freiwilligen Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich und muss über eine Fachstelle laufen. Der Punkt ist nicht die Sperre selbst, sondern die Verbindung zur Bankroll: bei einer Systemwette mit 57 Linien wird der Einsatz nicht einmal gesetzt, sondern 57-mal – eine Heinz-Wette für CHF 1 pro Linie kostet CHF 57, nicht CHF 1. Wer mit dem festgelegten Tageslimit haushalten will, muss das im Kopf mitrechnen.

Wirklich zu beachten: die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt, und in 47,5 Prozent von 200 Versuchen wurde an Minderjährige verkauft. Die Spielsucht-Prävention an der Ladenkasse ist also nicht so dicht, wie der Online-Bereich suggeriert. Wer am Schalter spielt, sollte sich nicht auf den Jugendschutz vor Ort verlassen.

Sporttip und Jouez Sport im Vergleich – Limits, Wetten, Funktionen

Die Tabelle zeigt, was sich aus den Spielregeln und dem Reglement der beiden Veranstalterinnen direkt ablesen lässt – also nicht die Werbung, sondern das, was in den Bedingungen steht.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin / Bewilligungs­grundlage
Sporttip Bewilligung als Grossspiel (BGS, SR 935.51; Aufsicht: Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel – Deutschschweizer Kantone, Tessin, Liechtenstein
Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel (BGS, SR 935.51; Aufsicht: Gespa) Loterie Romande, Lausanne – Westschweiz (FR, GE, JU, NE, VD, VS)

Beide Anbieter sind für die Schweiz bewilligt. Die Unterschiede liegen im Detail, vor allem bei den Limits und bei einigen Funktionen.

Sporttip (Swisslos) – Limits, Cash-Out, Kombiboost

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1. Der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette beträgt CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette, also gilt die höhere Limite, sofern die Veranstalterin die Wette in dieser Form annimmt. Swisslos behält sich vor, die Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen zu ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Cash-Out ist verfügbar – für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, prematch und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Eine ausgeführte Auszahlung lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei Nicht-Auszahlung, hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer darauf setzt, sollte sich bewusst sein, dass Cash-Out eine Funktion des Anbieters und kein verbrieftes Recht ist.

Der Kombiboost ist ein Bonus auf den Nettogewinn, der nur online und nur bei Prematch-, Live- und Systemwetten gilt. Voraussetzung sind mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50; der Bonus steigt von 5 Prozent bei vier Voraussagen auf 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Eine Heinz-Wette mit sechs Auswahlen erfüllt die Vierer-Schwelle, kommt also in den Genuss des Boosts – aber nur, wenn jede der sechs Auswahlen die Mindestquote von 1.50 hält.

Quoten- und Profitboosts funktionieren anders: Quotenboosts wirken nur auf Prematch-Einzelwetten mit einer Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines bestimmten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Person nur einmal nutzbar, sind in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Für eine Heinz-Wette ist das insofern relevant, als sich die Boosts nicht auf die Mehrfachwetten im Heinz-Bündel anwenden lassen – sie zielen auf Einzelwetten und Profitboosts.

Was bei Sporttip weiter zählt: Wetten auf voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos eine solche Kombination versehentlich ohne den Bet Builder an, kann sie die Kombiwette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Bei Live-Wetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter) kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückerstattet, in Kombinationen erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00.

Jouez Sport (Loterie Romande) – Limits, Gewinne, Multiples

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (an Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2). Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Heinz-Wette gehört in diese Kategorie – 57 Linien à CHF 2 kosten bereits CHF 114, das bleibt unter dem Maximaleinsatz pro Schein, kostet aber pro Linie bereits das Doppelte von Sporttip.

Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000; für alle Gewinne eines Multiples zusammen maximal CHF 1’000’000. Die Quote einer Einzelwette und die Gesamtquote einer Kombiwette müssen zwischen 1.10 und 100’000 liegen – die Mindestquote 1.10 ist für Heinz-Wetten, deren Mehrfach-Quoten Produkte der Einzelquoten sind, in der Regel kein Problem, solange die Einzelquoten nicht zu tief sind. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen – sechs passt also.

Was die beiden unterscheidet

Die Einsatzlimits sind unterschiedlich kalibriert. Sporttip lässt pro Person und pro Wette mehr riskieren (CHF 10’000 für eine Systemwette gegenüber CHF 7’500 pro Multiples-Schein bei Jouez Sport), aber das Mindestsetzlevel ist mit CHF 1 auch für Gelegenheitsspieler tiefer. Jouez Sport ist beim Mindesteinsatz online doppelt so hoch und beim Einzel- und Kombihöchsteinsatz nur halb so gross – wer gerne klein wettet, ist bei Sporttip besser aufgehoben, wer einen grösseren Schein spielen will, hat bei Sporttip ebenfalls mehr Spielraum. Die Bedienung ist in beiden Fällen eine Mischung aus Online-Konto und Verkaufsstelle; Loterie Romande unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, Swisslos ist in der Deutschschweiz ähnlich präsent, ohne dass die Zahlen hier vergleichbar wären.

Wichtig für eine Heinz-Wette: Bei Sporttip gilt der Höchsteinsatz für eine Systemwette (CHF 10’000), bei Jouez Sport gilt die Höchsteinsatzlimite pro Multiple-Schein (CHF 7’500). Wer mit dem Maximaleinsatz spielen will, muss wissen, dass die Heinz-Wette bei Sporttip «Systemwette» heisst und bei Jouez Sport als «Multiple» läuft.

Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung – was sie sind und was nicht

Die folgenden Marken tauchen in der internationalen Wettlandschaft auf, sind in der Schweiz aber nicht bewilligt. Sie haben keine Veranstalterbewilligung und keine Spielbewilligung nach BGS, sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen und bieten im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg. Ihre Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen; Schweizer Provider sperren sie DNS-seitig. Wer dort spielt, spielt ohne den Schutz des Schweizer Rechts.

MyStake

Eine internationale Marke, die mit dem Slogan eines breiten Wettprogramms und hoher Boni wirbt. In der Schweiz ohne Bewilligung, also kein zugelassener Anbieter. Die Spielregeln und der Datenschutz richten sich nach dem Recht der ausländischen Lizenz, die in der Schweiz keine Wirkung entfaltet.

HighFlyBet

Ebenfalls keine Schweizer Bewilligung. Die Verlockung hoher Quoten und schneller Auszahlungen ändert nichts daran, dass im Konfliktfall kein Schweizer Recht greift und im Konflikt mit dem Anbieter die Einziehung von Einsatz und Gewinn in einem Strafverfahren gegen den Anbieter droht.

Duelbits

Eine Marke, die ursprünglich aus dem Krypto-Bereich kommt und auch Sportwetten anbietet. Keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das hiesige Ausschlussregister. Krypto-Auszahlungen sind in der Schweiz nach Art. 50 Abs. 2 VGS keine zulässige Auszahlungs­form für bewilligte Sportwetten – wer dort spielt, verlässt den Schweizer Rahmen bewusst.

Rollbit

Eine weitere Krypto-Marke mit Sportwetten. Auch hier gilt: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Schutz. Die Sperrliste der Gespa wird laufend aktualisiert, und Anbieter wie diese wechseln Domains, um der Sperre zu entgehen.

Boomerang Bet

Eine Marke mit Casino- und Wettfokus, in der Schweiz nicht bewilligt. Das übliche Bild: internationaler Anbieter, der Schweizer Spielerinnen und Spieler über das offene Internet erreicht, aber keine Veranstalterbewilligung nach BGS besitzt.

Unibet

Unibet ist eine etablierte europäische Marke, die in mehreren EU-Ländern lizenziert ist. In der Schweiz hat das keine Bedeutung: Art. 4 BGS stellt klar, dass eine ausländische Bewilligung in der Schweiz nicht gilt. Wer bei Unibet spielt, tut das ohne Schweizer Schutz; eine Beschwerde bei der Gespa hilft nicht, weil die Gespa nicht zuständig ist.

Sportuna

Eine weitere Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die internationalen Lizenzen ändern daran nichts.

Fezbet

Ebenfalls keine Schweizer Bewilligung. Das Bild wiederholt sich: internationaler Anbieter, Schweizer Spielerinnen und Spieler, kein Schweizer Rechtsrahmen.

Diese acht Marken werden hier nicht beworben, sondern genannt, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler im Internet auf sie stossen. Der entscheidende Unterschied zu Sporttip und Jouez Sport ist nicht die Quote, sondern der Schutz: Bei Sporttip und Jouez Sport greift das BGS, die Gespa führt die Aufsicht, das Ausschlussregister gilt, die Verlustlimite ist verpflichtend, die Auszahlung erfolgt auf ein Konto im Namen des Spielenden. Bei einer ausländischen Marke greift nichts davon.

Wer keine Heinz-Wette spielen sollte – und wer sie brauchen kann

Die Heinz-Wette ist kein Wetten für Einsteiger, und sie ist kein Wetten für ein knappes Budget. Wer mit dem Tageslimit von CHF 9’999 haushalten muss, gibt bei einer einzigen Heinz-Wette mit CHF 1 pro Linie bereits 0,6 Prozent dieses Limits aus – bei höherem Linieneinsatz schnell ein Vielfaches. Wer mit kleineren Beträgen spielt, ist mit einer Kombiwette oder einer Einzelwette preiswerter bedient. Die Heinz-Wette lohnt sich vor allem für Spielende, die gezielt mehrere Auswahlen aus unterschiedlichen Spielen kombinieren wollen und bereit sind, den höheren Einsatz für die Absicherung gegen einen einzelnen Fehler zu zahlen.

Wer sehr hohe Quoten auf Einzelereignissen spielt und sich gegen einen Auszahlungsausfall absichern will, ist mit anderen Systemen unter Umständen besser bedient. Die Heinz-Wette glättet das Risiko über 57 Wetten, kostet aber entsprechend.

Häufige Fragen

Wie funktioniert eine Heinz-Wette und aus welchen Einzelwetten besteht sie?

Eine Heinz-Wette kombiniert sechs Auswahlen zu sämtlichen Mehrfachwetten vom Doppel aufwärts – 15 Zweier, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser, also 57 Wetten auf einem Schein. Einzelwetten auf die Auswahlen sind nicht enthalten. Gewinnt mindestens eine Auswahl, gibt es noch keinen Ertrag; ab zwei richtigen Auswahlen beginnen die Mehrfachwetten auszuzahlen.

Was ist eine Heinz-Wette im Unterschied zu einer gewöhnlichen Kombiwette?

Eine Kombiwette ist eine einzige Wette, die nur auszahlt, wenn alle Auswahlen gewinnen – ein Fehler und der Schein ist leer. Eine Heinz-Wette deckt alle Mehrfachkombinationen der sechs Auswahlen ab, einzelne Auswahlen dürfen verlieren. Dafür ist der Einsatz 57-mal so hoch wie der Linieneinsatz.

Wie hoch ist der Gesamteinsatz, wenn jede Einzelwette einer Heinz-Wette denselben Betrag kostet?

Der Gesamteinsatz ist 57-mal so hoch wie der Einsatz pro Linie. Bei CHF 1 pro Linie sind es CHF 57, bei CHF 2 pro Linie CHF 114. Das ist der Betrag, der bei der Annahme vom Spielkonto abgebucht wird – nicht der Betrag, der im Wettschein als «Einsatz» steht.

Was unterscheidet eine Super-Heinz-Wette von der einfachen Heinz-Wette?

Die Super-Heinz-Wette arbeitet mit sieben Auswahlen statt sechs und enthält 120 Einzelwetten: 21 Zweier, 35 Dreier, 35 Vierer, 21 Fünfer, 7 Sechser und 1 Siebener. Auch hier beginnt ein Ertrag ab zwei richtigen Auswahlen. Die Goliath-Wette erweitert das Prinzip auf acht Auswahlen mit 247 Einzelwetten.

Darf in der Schweiz nur bei Swisslos und der Loterie Romande auf Sport gewettet werden?

Ja. Nach dem Geldspielgesetz und der interkantonalen Vereinbarung von 2019 sind nur Swisslos (Produkt Sporttip) und Loterie Romande (Produkt Jouez Sport) bewilligt. Andere Marken – ob mit EU- oder anderer Lizenz – haben in der Schweiz keine Wirkung; ihre Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen. Wer dort spielt, tut das ohne Schweizer Schutz.

Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und wo steckt die Marge des Anbieters?

Die Auszahlung einer Wette ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen das Produkt der Einzelquoten. Bei einer Heinz-Wette zahlt der Schein nicht eine Quote aus, sondern 57 verschiedene Quoten, deren jede bereits die Marge des Veranstalters enthält. Die Marge ist 100 Prozent minus die Auszahlungs­quote des Marktes, also minus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten der Ausgänge. Sie schlägt 57-mal zu, nicht einmal.

Das Beispiel: drei richtige Auswahlen, was kommt zurück?

Ein kurzes Beispiel zeigt die Mechanik, nicht die Höhe eines konkreten Gewinns. Angenommen, eine Heinz-Wette wird mit einem Einsatz von CHF 1 pro Linie gespielt, also einem Gesamteinsatz von CHF 57. Die sechs Auswahlen notieren zu 1.50, 2.00, 2.50, 1.80, 2.20 und 1.90. Drei Auswahlen – sagen wir die mit 1.50, 2.00 und 2.50 – gewinnen. Damit schlagen alle Zweier- und Dreierkombinationen zu, die aus diesen drei Auswahlen gebildet werden können: drei Zweier (1.50×2.00, 1.50×2.50, 2.00×2.50) zu Quoten von 3.00, 3.75 und 5.00 sowie eine Dreier (1.50×2.00×2.50) zu 7.50. Bei einem Linieneinsatz von CHF 1 zahlen diese vier Wetten zusammen CHF 3.00 + CHF 3.75 + CHF 5.00 + CHF 7.50 = CHF 19.25 aus. Der Rest der 57 Wetten ist leer. Bei höherer Trefferquote steigt die Auszahlung deutlich, weil dann auch Vierer-, Fünfer- und am Ende die Sechserkombi ins Geld laufen.

Die Bandbreite, in der sich der Ertrag bewegt, ist also breit: von praktisch null (nur eine oder keine Auswahl richtig) bis zu einem Vielfachen des Gesamteinsatzes (fünf oder sechs richtige Auswahlen). Der Wettschein allein verrät nicht, wo auf dieser Skala man am Ende landet; das verrät erst der Ausgang der sechs Ereignisse.

Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»