Badminton-Wetten in der Schweiz: Was Spielende über Anbieter und Regeln wissen müssen
Wer in der Schweiz auf Badminton wetten will, landet sehr schnell bei einer kurzen Liste. Zwei Veranstalter dürfen hier überhaupt Sportwetten anbieten, ein paar ausländische Seiten sind über Suchmaschinen erreichbar, aber keiner von ihnen besitzt eine Schweizer Bewilligung. Wer Badminton tatsächlich auf dem Wettschein haben will, muss zuerst wissen, welche Sportarten überhaupt auf der Liste der zuständigen Aufsicht stehen, und dann, ob das eigene Kantonsgebiet zum Veranstalter passt. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die Badminton-Zählweise, die Zusammensetzung von Wettquoten sowie die wichtigen Aspekte des Spielerschutzes und der gesetzlichen Vorgaben in der Schweiz.

Stand der Daten: 20. Oktober 2026 · geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) sowie gegen die öffentlichen Angaben der Gespa (Eidgenössische Geldspielaufsicht) und der ESTV (Eidgenössische Steuerverwaltung).
Rechtslage: Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf
Das Schweizer Geldspielgesetz, kurz BGS (Bundesgesetz über Geldspiele, SR 935.51), teilt Geldspiele in zwei Kategorien ein: Geldspiele in Casinos einerseits, Grossspiele andererseits. Sportwetten gehören zu den Grossspielen, was bedeutet, dass sie nicht von der ESBK (Eidgenössische Spielbankenkommission) beaufsichtigt werden, sondern von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) mit Sitz in Bern. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Spiel, und sie gilt nach Art. 4 BGS ausdrücklich nur in der Schweiz. Eine ausländische Lizenz – gleich ob aus Malta, Curaçao oder Deutschland – hat hier keine Wirkung.

Die Kantone haben in der interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) festgelegt, dass es für die Sportwetten landesweit genau zwei Veranstalter gibt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip, und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Es gibt keine dritte nationale Bewilligung, und es wird auch keine weitere geben. Wer bei einem anderen Anbieter spielt, tut dies ohne Schweizer Bewilligung. Diese Anbieter fallen unter Art. 4, weil sie in der Schweiz weder eine Veranstalter- noch eine Spielbewilligung besitzen; ihre ausländischen Lizenzen entfalten hier keine Wirkung.
Die beiden Veranstalter decken die Schweiz gemeinsam flächendeckend ab, aber jeder nur in seinem Vertragsgebiet. Swisslos betreut die Deutschschweizer Kantone sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein; das sind insgesamt zwanzig Kantone: AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie TI, dazu das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande deckt die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura ab. Wer ein Online-Konto eröffnen will, muss seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet haben; die Anmeldung wird gegen die Adressdatenbanken geprüft. Eine Person kann sich nur einmal registrieren, mehrere Konten bei beiden Veranstaltern gleichzeitig sind nicht vorgesehen.
Das heisst für eine Badminton-Wette: Wer im Aargau wohnt, geht zu Sporttip; wer in Genf wohnt, zu Jouez Sport. Wer in einem Kanton wohnt, der nicht zum eigenen Vertragsgebiet gehört, kann sich beim anderen Veranstalter kein Konto eröffnen, und bei beiden Anbietern jeweils nur eines.
Welche Wetten erlaubt sind
Das Angebot, das in der Schweiz überhaupt gewettet werden darf, ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die zuletzt am 10. September 2026 aktualisiert wurde. Was nicht auf dieser Liste steht, darf nicht angeboten werden; das gilt für Qualifikationsrunden genauso wie für Frauenwettbewerbe (nur wenn explizit aufgeführt), für Ranglistenwetten (nur soweit sie für die Aufnahme in einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidend sind) und für Trainingsläufe (grundsätzlich nicht). Eckball- oder Kartenmärkte wie im Fussball tauchen in der Liste nicht auf, eine eigene Esports-Sektion ebenfalls nicht. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind ebenfalls nicht zulässig.
Sporttip verlangt deshalb von Spielenden die Einhaltung dieser Liste und prüft bei jeder neuen Wette, ob das gewählte Ereignis angeboten werden darf. Was folgt daraus für Badminton: Die BWF World Tour ist auf der Gespa-Liste aufgeführt, und damit sind auch grosse Turniere wie All England, Indonesia Open oder Malaysia Open bewilligt; die Spielsaison beginnt im Januar und endet im November, Turniere der Super-Serie-Kategorien Super 1000, Super 750, Super 500 und Super 300 folgen einem festen Turnierkalender. Was wer darauf läuft, ergibt sich aus dem aktuellen Wettprogramm.
Warum ausländische Anbieter keine Alternative sind
Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, spielt auf dessen Hausrecht, nicht auf Schweizer Recht. Art. 130 BGS stellt das unerlaubte Veranstalten unter Strafe: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird in der Schweiz nicht bestraft; aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz durch die Schweizer Aufsicht. Eine ausländische Lizenz, gleich wo ausgestellt, hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS).
Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste. Die Gespa ersetzt geblockte Domains regelmässig innert Stunden, was als «Domain-Hopping» bekannt ist; in der Diskussion tauchen immer wieder Namen wie Interwetten und Bet-at-Home auf, und auch bet365 steht auf der Liste. Wer dennoch spielt, hat keine Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister, kein Beschwerderecht über die Gespa und keine Möglichkeit, sich über die Schweizer Spielsperre zu sperren.
Die Konsequenz: Wer in der Schweiz wettet, hat nur zwei seriöse Adressen. Wer unbedingt bei einem ausländischen Anbieter spielen will, akzeptiert damit den Wegfall jedes Schutzes, der in der Schweiz sonst selbstverständlich ist.
Spielerschutz: Was die Schweiz von Spielenden verlangt, bevor der erste Tipp abgegeben wird
Spielerschutz ist im Schweizer Geldspielrecht keine Floskel, sondern eine gesetzliche Pflicht für Veranstalter und eine Selbstverpflichtung der Spielenden. Wer bei Sporttip oder Jouez Sport spielen will, muss zuerst drei Dinge tun: sich identifizieren, eigene Verlustlimiten setzen und eine Spielsperre-Option kennen, bevor sie greift. Alle drei Punkte sind unabhängig von der Sportart; ob jemand auf Fussball, Eishockey oder Badminton wettet, ändert daran nichts.

Identifikation und ein Konto pro Person
Die Online-Registrierung verlangt einen hochgeladenen Ausweis; Swisslos liest die Daten aus dem Ausweis aus und gleicht sie mit den Adressdatenbanken ab. Wer minderjährig ist, also das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, darf kein Konto anlegen und an keiner Wette teilnehmen. Wer als Wettkämpferin oder Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, das auf dem Wettprogramm steht, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Ein Konto pro Person, und pro Person nur ein Konto, das schreibt Art. 47 VGS vor.
Verlustlimiten
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende drei Verlustlimiten setzen: für einen Tag, für sieben Tage und für 30 Tage. Die Obergrenze bei Sporttip beträgt für volljährige Spielende CHF 9’999 pro Periode, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – das ist eine Selbstschutzmassnahme gegen spontane Erhöhungen nach Verlusten. Zusätzlich können Spielende eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen, freiwillig. Die Schweiz kennt keinen festen staatlichen Einsatz-Caps; was es gibt, sind die selbst gesetzten Limiten und die produktspezifischen Maximaleinsätze des Veranstalters (siehe unten).
Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz bei CHF 1 pro Einzel- und Kombinationswette, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird gar nicht erst angenommen. Wer höhere Einsätze platzieren will, müsste mehrere Wetten aufteilen, und wer sehr hohe Beträge bewegt, stösst an betriebliche Grenzen, die nichts mit dem Gesetz, sondern mit dem Wettprogramm zu tun haben.
Spielsperre und Selbstsperre
Die Spielsperre (Art. 80–82 BGS) ist das schweizweite Register ausgeschlossener Personen. Eine Selbstsperre wird in das Register eingetragen und gilt über alle bewilligten Schweizer Veranstalter hinweg, einschliesslich Online-Casinos und der Loterie Romande, und sie gilt auch im Fürstentum Liechtenstein. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen. Wer sich hat sperren lassen, kann die Sperre erst nach mindestens drei Monaten aufheben lassen, und nur mit Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine Selbstsperre bis zu sechs Monaten können die Veranstalter von Gesetzes wegen anbieten (Art. 89 VGS).
Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Was das bedeutet: Wer trotz Sperre spielt, riskiert, dass Gewinne nicht ausgezahlt werden. Die Konsequenz ist hart, aber sie ist die einzige, die das Register funktionieren lässt.
Werbung und die Test-Käufe der Gespa
Werbung darf nach Art. 74 BGS nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen zielen. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft werden (Art. 131 BGS). Die Gespa hat 2025 Test-Käufe an Verkaufsstellen durchgeführt und in 47,5 % von 200 Fällen erfolgreich eine Sportwette an Minderjährige verkauft – ein Befund, der zeigt, dass der Jugendschutz an Verkaufsstellen nicht immer hält. Online ist die Lage enger: Identitätsprüfung, Verlustlimiten und Registrierung sind die Regel, nicht die Ausnahme.
Badminton verstehen: Zählweise, Satzmodus, Disziplinen
Wer auf Badminton wettet, muss die Zählweise verstehen, sonst passt der Wettschein nicht zur Sportart. Badminton wird seit dem 6. Mai 2006 weltweit nach der Rallypoint-Zählweise gespielt; davor konnte nur die aufschlagende Partei punkten. Heute zählt jeder Ballwechsel, egal wer ihn gewinnt.
Ein Match wird über zwei Gewinnsätze ausgetragen. Ein Satz ist gewonnen, wenn eine Partei mindestens 21 Punkte mit mindestens zwei Punkten Vorsprung erreicht hat. Steht es 20:20, wird verlängert, bis ein Vorsprung von zwei Punkten besteht; die Obergrenze liegt bei 30 Punkten, ein 30:29 ist also möglich. Mit dieser Regel ist klar, was eine Satzwette wert ist: ein 21:19 nach zwei Sätzen ist möglich, ein 21:18 nach drei Sätzen ebenso, aber ein 30:29 nicht, und daran scheitern manche Satzwetten.
Im Badminton gibt es fünf Disziplinen: Dameneinzel (WS, Women’s Singles), Herreneinzel (MS, Men’s Singles), Damendoppel (WD, Women’s Doubles), Herrendoppel (MD, Men’s Doubles) und Mixed (XD, Mixed Doubles). Das Feld ist 13,40 m lang und 6,10 m breit; im Einzel ist die Feldbreite 5,18 m. Die Grundlinie unterscheidet sich zwischen Einzel und Doppel – wer auf Satzwetten oder Handicap wettet, muss wissen, dass das Feld im Doppel breiter gespielt wird.
Dazu kommt eine Änderung, die ab 2027 gilt: Die Generalversammlung 2025 hat mit 82 Prozent Zustimmung beschlossen, dass auf der BWF World Tour ab 2027 Sätze bis 15 Punkte gespielt werden, mit Verlängerung bis 21 Punkte. Wer sich jetzt die Zählweise einprägt, muss sich also darauf einstellen, dass sie sich in einer Saison ändert. Welche Wettarten dann angeboten werden, wird das Wettprogramm zeigen; im Moment gilt noch der alte Modus.
Was BWF, Thomas Cup und Uber Cup mit Wetten zu tun haben
Der Weltverband BWF (Badminton World Federation) ist 2006 aus der 1934 gegründeten International Badminton Federation (IBF) hervorgegangen und trägt seither den heutigen Namen. Die BWF organisiert die World Tour, die All England Championships (seit 1899 ausgetragen, das älteste Badminton-Turnier der Welt) und die Mannschaftswettbewerbe: den Thomas Cup (Herren, seit 1949), den Uber Cup (Damen, seit 1957) und den Sudirman Cup (gemischte Teams, seit 1989). Die All England Championships gehören zu den vier Turnieren der höchsten Kategorie BWF World Tour Super 1000; die anderen drei sind die China Open, die Malaysia Open und die Indonesia Open.
Was bedeutet das für Schweizer Spielende? Das Wettprogramm von Sporttip folgt dem internationalen Turnierkalender, und grosse Events der BWF World Tour sind in der Regel bewilligt und damit verfügbar; wer auf ein Einzelmatch oder einen Turniersieger wetten will, findet die Wette im Programm. Für die Schweiz spezifische Badminton-Ligen oder -Wettbewerbe gibt es dagegen selten ein Angebot.
Anbieter im Vergleich: Was Swisslos, Loterie Romande und die ausländischen Seiten unterscheidet
Die folgende Übersicht zeigt, welche Veranstalter in der Schweiz eine Bewilligung haben und welche nicht. Bewilligt sind nur die Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport; jeder bedient sein eigenes Vertragsgebiet, und die Wettangebote unterscheiden sich. Ausländische Anbieter besitzen keine Schweizer Bewilligung; sie werden in der Tabelle aufgeführt, weil Schweizer Spielende im Internet auf sie stossen, aber ihre Bewilligung hat hier keine Wirkung.
| Anbieter | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalter / Bewilligungsangabe |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Schweizer Sportwetten-Bewilligung (BGS, Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Schweizer Sportwetten-Bewilligung (BGS, Gespa) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne |
| Rollbit | Ohne Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
| BDMBet | Ohne Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
| BetFury | Ohne Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Unibet | Ohne Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Rabona | Ohne Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
| BetOnRed | Ohne Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Betovo | Ohne Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
| HornetBet | Ohne Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
Was folgt aus dieser Tabelle? Wer in der Schweiz wettet, hat die Wahl zwischen zwei Anbietern, und die Wahl hängt am Wohnkanton. Wer im Kanton Genf wohnt, kann sich nicht bei Swisslos registrieren, und wer in Zürich wohnt, kann sich nicht bei der Loterie Romande registrieren; das schreibt das Vertragsgebiet vor. Wer sich bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung anmeldet, verlässt den Schutz der Schweizer Aufsicht vollständig – kein Ausschlussregister, keine Schweizer Beschwerdestelle, keine Möglichkeit, gesperrte Gewinne einzuziehen.
Swisslos Sporttip
Swisslos ist die Genossenschaft, hinter der 20 Deutschschweizer Kantone sowie das Fürstentum Liechtenstein stehen. Ihr Produkt heisst Sporttip, und es ist der einzige Anbieter, der in seinem Gebiet Sportwetten durchführen darf. Das bedeutet: Wer in Zürich, Bern, Basel-Stadt oder Graubünden wohnt, hat für Sportwetten genau eine Adresse. Sporttip wird seit der interkantonalen Vereinbarung 2019 in dieser Form geführt; Swisslos hat ihren Sitz in Basel und ist als Genossenschaft organisiert. Die Loterie Romande ist die zweite Genossenschaft, die das Schweizer Sportwetten-Monopol teilt; sie ist die Westschweizer Antwort auf Swisslos.
Was Sporttip für Badminton-Spielende bedeutet: Das Wettprogramm folgt dem BWF-Kalender, die grossen Turniere sind in der Regel verfügbar, und die Wettarten beschränken sich auf das, was die Gespa-Liste erlaubt. Die Mindest- und Höchsteinsätze sind CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette; das ist eine betriebliche Limite, kein Gesetz. Sporttip kombiniert Boni auf das Online-Angebot, etwa den Kombiboost (mindestens vier Voraussagen ab Quote 1.50, fünf bis 100 Prozent Bonus auf den Nettogewinn je nach Anzahl Voraussagen) sowie Quoten- und Profitboosts für einzelne Prematch-Wetten. Diese Angebote sind an Einsatzlimiten und Erhöhungslimiten gebunden und pro Person nur einmal nutzbar.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande ist die Genossenschaft der sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ihr Sportwetten-Produkt heisst Jouez Sport, und sie betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz mit 221 Mitarbeitenden; ihre Adresse lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Für Badminton gilt im Grundsatz dasselbe wie bei Swisslos: Das Wettprogramm folgt der Gespa-Liste, und was dort nicht steht, wird nicht angeboten.
Wer in der Westschweiz wohnt, hat für Sportwetten ebenfalls genau eine Adresse. Wer in Genf wohnt und trotzdem bei Sporttip spielen will, kann sich dort kein Konto eröffnen, weil der Wohnsitz nicht im Vertragsgebiet liegt; das gilt umgekehrt ebenso. Jouez Sport und Sporttip sind beide bewilligt, beide an die Gespa-Liste gebunden, beide unter Schweizer Schutzregel; aber sie sind unterschiedliche Produkte mit unterschiedlichen Wettprogrammen.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Die Tabelle listet acht ausländische Anbieter auf, die über Suchmaschinen in der Schweiz erreichbar sind und über keine Schweizer Bewilligung verfügen: Rollbit, BDMBet, BetFury, Unibet, Rabona, BetOnRed, Betovo und HornetBet. Für jeden gilt: Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS), das Veranstalten ist in der Schweiz strafbar (Art. 130 BGS), und die Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen, was Schweizer Provider per DNS blockieren. Schweizer Spielende, die dort spielen, sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, haben keine Schweizer Beschwerdestelle und kein Recht, ausgesperrte Gewinne einzuklagen. Das ist der Preis, den ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung kostet: kein Preisvorteil, der das aufwiegt.
Unibet ist als Beispiel interessant, weil es in mehreren europäischen Märkten eine lange Geschichte als Sportwetten-Anbieter hat; in der Schweiz bleibt es ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Folgen. Die anderen Anbieter folgen dem gleichen Muster: Lizenz irgendwo, aber nicht in der Schweiz, und damit im Schweizer Recht nicht anerkannt.
Wettarten und Quoten verstehen, was eine Quote über die Marge verrät
Wer auf Badminton wettet, hat es bei Sporttip mit denselben Wettarten zu tun wie bei anderen Sportarten: Einzelwette (eine Voraussage), Kombinationswette (mehrere Voraussagen, deren Einzelquoten multipliziert werden), Systemwette (mehrere Kombinationen aus denselben Voraussagen) und Livewette (Wette während eines laufenden Spiels). Cash-Out ist möglich, aber nur als vollständige Auszahlung, nicht als Teil-Auszahlung; Sporttip garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt und kann Cash-Out jederzeit ändern. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung – etwa «Spieler A gewinnt Satz 1» und «Spieler A gewinnt das Match» – werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombiwette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Was den Gewinn angeht, gilt eine einfache Regel: Der Gewinn ist Einsatz × Quote. Bei einer Kombiwette ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten; bei einer Systemwette wird der Einsatz auf mehrere Kombinationen aufgeteilt. Sporttip rundet den Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen genau ab. Bei einer Livewette gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreten des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – im Fussball wären das Elfmeter, Rote Karte oder VAR-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Im Badminton gibt es vergleichbare Spielsituationen, etwa eine Verwarnung oder ein Time-Out, und das Wettprogramm zeigt, welche Live-Wetten gerade offen sind.
Die Marge hinter jeder Quote
Eine Quote von 2.00 entspricht 50 Prozent Wahrscheinlichkeit – so weit die einfache Lesart. In Wirklichkeit steckt in jeder Quote eine Marge, die der Veranstalter einbehält; sie ist das, was am Markt hängen bleibt, unabhängig vom Ausgang. Für einen Zwei-Wege-Markt mit zwei Quoten lässt sich die Marge ausrechnen: Die Auszahlungsquote (das, was der Markt insgesamt zurückzahlt) ist 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂). Der Rest auf 100 Prozent ist die Marge.
Ein Beispiel mit zwei ausgeglichenen Quoten von 1.90 / 1.90 – das ist eine konstruierte Quote, kein Preis aus dem Wettprogramm: Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,95, also rund 95 Prozent. Die Marge liegt bei rund 5 Prozent, was heisst: Von jedem Franken, der auf diesem Markt gesetzt wird, zahlt der Veranstalter rund 95 Rappen als Gewinn aus und behält rund 5 Rappen. Das ist eine faire Spanne für einen Zwei-Wege-Markt; bei ausgeglichenen Spielen liegt die Spanne typischerweise zwischen 4 und 7 Prozent.
Was das für den Spielenden heisst: Bei einer Marge von 5 Prozent kostet jede Wette auf einem ausgeglichenen Markt durchschnittlich 5 Rappen pro Franken Einsatz, bevor die eigene Trefferquote ins Spiel kommt. Wer auf vielen Märkten wettet, zahlt diese Marge jedes Mal. Wer nur auf wenigen Märkten wettet, sieht den Effekt weniger, aber er verschwindet nicht. Bei sehr einseitigen Märkten – etwa einer Quote von 1.10 gegen 6.50 – verschiebt sich die Marge zugunsten des Favoriten, weil der Veranstalter auf den Aussenseiter mehr Marge nimmt, um sich gegen einen überraschenden Sieg abzusichern.
Die Marge ist der Grund, warum das Buchmacher-Geschäft funktioniert: Sie ist nicht der Gewinn eines einzelnen Spiels, sondern der Anteil, der über viele Spiele hinweg hängen bleibt. Sie ist auch der Grund, warum der reine Quotenvergleich zwischen Anbietern nur Sinn ergibt, wenn die Quoten den gleichen Markt betreffen – und genau das ist die Aufgabe einer Vergleichsseite, nicht eines Buchmachers.
Wettprogramm Badminton: Was Swisslos tatsächlich anbietet
Was auf Badminton gewettet werden kann, hängt vom Wettprogramm ab, das Swisslos zur Veranstaltung veröffentlicht. In der Regel umfasst das Wettprogramm für grosse BWF-Turniere Match-Sieger (Sieger des Matches, bei Damen- und Herreneinzel und den Doppeln), Satzwetten (Satz 1, Satz 2, Satz 3, je nach Match), Handicap-Wetten (mit Vorgabe von Punkten oder Sätzen) und gelegentlich Über/Unter-Wetten auf die Gesamtzahl der Punkte. Welche Wettarten im konkreten Turnier verfügbar sind, zeigt das Wettprogramm; die Gespa-Liste gibt den Rahmen vor, das Wettprogramm die aktuelle Auswahl.
Für Schweizer Spielende bedeutet das: Wer auf ein laufendes BWF-Turnier wetten will, schaut am Tag des Spiels ins Wettprogramm. Was nicht im Programm steht, kann nicht gewettet werden – nicht weil es technisch nicht geht, sondern weil die Bewilligung fehlt.
Steuern und Auszahlung: Was vom Gewinn übrig bleibt
Wettgewinne aus Schweizer Grossspielen sind in der Schweiz grundsätzlich einkommensteuerfrei, allerdings nur bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Die ESTV nennt für Sportwetten einen Schwellenwert, der auf Bundesebene ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 liegt (im Jahr 2025 noch CHF 1’070’400); oberhalb dieses Schwellenwerts werden 35 Prozent Verrechnungssteuer direkt vom Veranstalter einbehalten. Der kantonale Schwellenwert kann davon abweichen; in der Steuererklärung muss der Gewinn oberhalb des Freibetrags angegeben und die Verrechnungssteuer zurückgefordert werden. Wer unter dem Freibetrag bleibt, hat weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn zu zahlen. Wer im Kanton Thurgau wohnt und Gewinne von ausländischen Grossspielen bezieht, muss diese unabhängig vom Betrag als Einkommen versteuern – der Kanton Thurgau behandelt ausländische Wettgewinne als voll steuerbares Einkommen.
Für die meisten Spielenden heisst das: Wettgewinne sind steuerfrei. Wer mehrere zehntausend Franken auf einmal gewinnt, kommt nahe an den Freibetrag; wer darüber liegt, muss sich mit der Steuererklärung befassen. Bei sehr hohen Gewinnen empfiehlt sich ein Anruf beim Steuerberater oder bei der kantonalen Steuerverwaltung, weil die kantonale Praxis vom Bund abweichen kann.
Was die Auszahlung angeht: Gewinne und Kontostände werden nach Art. 50 Abs. 2 VGS nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen sind im bewilligten Schweizer Wetten nicht möglich, weil die Identifikation jedes Spielenden im Voraus erfolgt. Wer mit Karte oder Bank einzahlt, bekommt auf dasselbe Konto wieder ausgezahlt. Was im Einzelfall an Zahlungsmethoden akzeptiert wird, entscheidet der Veranstalter in seinen eigenen Spielregeln.
Spielerschutz in der Praxis: Wer sich sperren lässt und was das auslöst
Wer sich selbst sperren lässt, hat in der Schweiz drei Effekte: Der Zugang zum eigenen Konto wird sofort gesperrt; die Sperre wird in das schweizweite Ausschlussregister eingetragen; und die Sperre gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die Sperre ist nicht aufgehoben, bevor die Frist abläuft – bei einer produktbezogenen Sperre zwischen 1 und 180 Tagen – oder, bei einer unbefristeten Sperre, bis eine Fachstelle die Aufhebung empfiehlt; das Mindest-Mindestmass sind drei Monate (Art. 84 VGS).
Was das für Badminton-Spielende heisst: Wer merkt, dass er mehr setzt, als er will, kann die eigene Limite senken – das gilt sofort. Wer merkt, dass er die eigene Limite erhöhen will, muss 72 Stunden warten; das ist die Schutzfrist, die Swisslos in den Bedingungen setzt, und sie ist kürzer als die gesetzliche Mindestfrist von 24 Stunden, aber länger als «sofort». Wer sich sperren lässt, kann später nicht einfach weiterspielen; die Sperre ist die Schwelle, die nicht durch Geld oder Druck aufgehoben wird.
Was die Konsequenz für die Wette selbst ist: Wer gesperrt ist und trotzdem wettet, hat nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf den Gewinn. Wer also glaubt, eine Sperre «umgehen» zu können, verliert am Ende nicht nur das Geld, sondern auch den Gewinn.
Vergleich der Anbieter: Welcher passt für welchen Spielenden
Die folgende Übersicht ordnet die Anbieter danach, für wen sie sich eignen und für wen nicht. Sie beruht auf der Tabelle der Bewilligungen und auf den Eigenschaften der beiden bewilligten Veranstalter.
Swisslos Sporttip ist die richtige Adresse für Spielende in den 20 Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt und auf Badminton wetten will, hat nur einen Anbieter – was die Vergleichsmöglichkeiten einschränkt, aber die Sicherheit erhöht. Sporttip bietet das vollständige Spektrum an Online-Wetten, Live-Wetten und Cash-Out, dazu den Kombiboost ab vier Voraussagen. Wer hohe Einsätze machen will, stösst an die Limite von CHF 1’000 pro Einzel- und Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette; das ist für die meisten Spielenden ausreichend, schränkt aber Hochroller ein.
Loterie Romande Jouez Sport ist die richtige Adresse für Spielende in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer dort wohnt, hat ebenfalls nur einen Anbieter. Jouez Sport folgt derselben Gespa-Liste, ist aber ein anderes Produkt mit einem anderen Wettprogramm; ob ein bestimmtes Badminton-Turnier im Programm steht, muss im Einzelfall geprüft werden. Für Westschweizer Spielende, die auf Französisch bedient werden wollen, ist Jouez Sport ohnehin die einzige Option.
Die ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung – Rollbit, BDMBet, BetFury, Unibet, Rabona, BetOnRed, Betovo, HornetBet – sind für Schweizer Spielende keine seriöse Option. Sie bieten kein Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Beschwerdestelle und keine Schweizer Auszahlungsgarantie; im Streitfall bleibt nur der ausländische Lizenzgeber, und dessen Urteil hat in der Schweiz keinen unmittelbaren Wert. Hinzu kommt, dass die Domains auf der Gespa-Sperrliste landen können, was den Zugang von Zeit zu Zeit unterbricht.
Wie eine Wette in der Praxis abläuft, vom Login bis zur Auszahlung
Wer bei Sporttip wettet, geht einen festen Ablauf: Login mit der hochgeladenen Identifikation, Auswahl des Wettprogramms, Auswahl der Sportart (Badminton), Auswahl des Turniers (etwa All England oder Indonesia Open), Auswahl des Matches und der Wettart (Match-Sieger, Satzwette, Handicap), Eingabe des Einsatzes (CHF 1 bis CHF 1’000 für Einzel- oder Kombiwetten), Bestätigung der Wette. Bei einer Livewette gilt dasselbe, nur dass das Match bereits läuft.
Vor dem ersten Tipp stehen die drei Limiten: Tageslimit, Wochenlimit, Monatslimit. Sie werden im Profil gesetzt und gelten sofort bei der Senkung; eine Erhöhung wird erst nach 72 Stunden wirksam. Wer eine Selbstsperre setzen will, geht in dieselbe Profilseite; die produktbezogene Sperre gilt für 1 bis 180 Tage, eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Register eingetragen.
Bei Gewinn wird der Betrag auf das registrierte Zahlungskonto ausgezahlt; Sporttip rundet auf 5 Rappen genau ab. Bei Verlust wird der Verlust in die Verlustlimite eingerechnet; wer das Limit erreicht hat, kann nicht weiter wetten, bis die Periode abläuft oder die Limite gesenkt wird.
Bei Cash-Out wird der aktuelle Auszahlungsbetrag angeboten, der tiefer ist als der mögliche spätere Gewinn; Sporttip muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten, und der Betrag kann sich mit dem Spielstand ändern. Eine ausgeführte Cash-Out-Wette lässt sich nicht rückgängig machen.
Häufig gestellte Fragen
Darf in der Schweiz auf Badminton gewettet werden?
Ja, aber nur bei einem von zwei Veranstaltern: Swisslos Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein, oder Loterie Romande Jouez Sport in den Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Welche Badminton-Wetten angeboten werden, hängt von der Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten ab, die die Gespa zuletzt am 10. September 2026 aktualisiert hat. Ausländische Anbieter besitzen keine Schweizer Bewilligung und dürfen hier nicht aktiv sein.
Wie wirken sich zwei Gewinnsätze und die Verlängerung bei 20:20 auf Satzwetten aus?
Ein Badminton-Match wird über zwei Gewinnsätze gespielt; ein Satz ist gewonnen, wenn eine Partei mindestens 21 Punkte mit mindestens zwei Punkten Vorsprung hat. Steht es 20:20, wird verlängert, bis ein Vorsprung von zwei Punkten besteht; die Obergrenze liegt bei 30 Punkten. Ein 30:29 ist möglich, ein 31:30 nicht. Bei Satzwetten bedeutet das: Ein Spieler, der den ersten Satz verliert, kann das Match trotzdem gewinnen; die Satzwette «2. So» ist deshalb eine Wette auf den Ausgang des zweiten Satzes allein, nicht auf den Match-Sieg.
Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?
Der Gewinn ist Einsatz × Quote. Bei einer Einzelwette mit Einsatz CHF 10 und Quote 1.85 beträgt der Gewinn CHF 18.50. Bei einer Kombinationswette ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten: Eine Kombiwette mit zwei Voraussagen zu 1.60 und 2.20 hat die Gesamtquote 3.52, der Gewinn bei CHF 10 Einsatz ist CHF 35.20. Sporttip rundet den Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen genau ab. Bei Cash-Out wird der angebotene Betrag ausbezahlt, nicht der spätere Gewinn.
Was ist die Marge im Wettmarkt, und wie lässt sie sich an einer Quote erkennen?
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter auf einem Markt einbehält. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit zwei Quoten ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂); der Rest auf 100 Prozent ist die Marge. Bei einem ausgeglichenen Markt mit zwei Quoten von 1.90 / 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 Prozent und die Marge bei rund 5 Prozent. Eine niedrigere Marge bedeutet einen besseren Markt für den Spielenden, eine höhere Marge einen schlechteren. Die Marge ist der Preis, den jede Wette durchschnittlich kostet, unabhängig vom Ausgang.
Welche Verlustlimiten gelten, und wie lange dauert eine freiwillige Spielsperre mindestens?
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Periode, bei unter 21-Jährigen CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Spielsperre kann produktbezogen zwischen 1 und 180 Tagen gesetzt werden, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, mit Einbezug einer Fachstelle. Die Sperre gilt auch für Casinos und im Fürstentum Liechtenstein.
Sind Wettgewinne steuerfrei, und was bedeutet «je nach Kanton»?
Wettgewinne aus bewilligten Schweizer Sportwetten sind einkommensteuerfrei bis zum bundesweiten Steuerfreibetrag von CHF 1’071’000 ab 2026; oberhalb dieses Betrags werden 35 Prozent Verrechnungssteuer einbehalten. Der kantonale Freibetrag kann davon abweichen, weshalb die Auszahlungspraxis «je nach Kanton» variiert. Wer Gewinne aus ausländischen Grossspielen bezieht, muss im Kanton Thurgau den vollen Betrag als Einkommen versteuern, in anderen Kantonen kann die Praxis abweichen. Wer unsicher ist, fragt den Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Sportarten – Quoten Rechner Info
Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»
