Serie A Wetten Schweiz 2026 – wer anbieten darf und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Serie A Wetten aus der Schweiz sind kein freier Markt. Zwei Veranstalter haben eine Bewilligung, der Rest arbeitet ohne Schweizer Bewilligung und ohne Schutz hierzulande.

Ein Fussball liegt auf dem Anstosspunkt eines leeren Rasenplatzes in der Abenddämmerung, dahinter leuchten Flutlichtmasten über einer Tribüne.
Die Serie A 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten.

Stand: 20. Oktober 2026 · geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Sportwetten und Wettenarten und die Spielregeln von Sporttip.

Überblick: was Serie A Wetten in der Schweiz 2026 bedeutet

Die Serie A ist Italiens oberste Fussballliga, organisiert von der Lega Nazionale Professionisti Serie A, einer Untereinheit des italienischen Verbands FIGC. Seit der Saison 2004/05 spielen 20 Vereine um den Titel, jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel. Die Saison läuft Ende August an und endet Ende Mai. Aus der Serie A steigen die letzten drei Mannschaften in die Serie B ab; aufsteigen die beiden Besten der Serie B zusammen mit dem Sieger der Play-offs der Plätze 3 bis 6. Bei Punktgleichheit entscheidet der direkte Vergleich; Entscheidungsspiele hat es seit der Saison 2005/06 nicht mehr gegeben.

Eine Espressotasse und ein Bleistift liegen auf einem Caféhaustisch neben einer gefalteten Stoffserviette im Licht der Morgensonne.
Die Serie A hat seit der Saison 2004/05 20 Vereine; jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel.

Wer hier auf den italienischen Fussball wetten will, hat überschaubare Auswahl. Die interkantonale Vereinbarung lässt nur zwei Veranstalter zu: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide arbeiten unter dem Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51), das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist; die Aufsicht führt die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Was angeboten werden darf, regelt eine geschlossene Liste der Gespa: nur die Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die dort stehen. Eckball- oder Kartenmärkte etwa sind nicht aufgeführt, Esports erscheint auf der Liste ebenfalls nicht.

Die Saison 2025/26 endete am 24. Mai 2026. Die Meisterschaft ging an Inter Mailand mit 87 Punkten. Aus der Klasse stiegen US Cremonese mit 34 Punkten, Hellas Verona mit 21 Punkten und Pisa SC mit 18 Punkten ab. Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez von Inter Mailand mit 17 Treffern. Wer im Kalender 2026 auf die neue Saison wetten will, beachte: die Gespa-Liste wird periodisch nachgeführt, und was die Veranstalter ins Programm nehmen, richtet sich nach dieser Liste.

Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf

Das Geldspielgesetz unterscheidet Grossspiele und Kleinspiele; Online-Sportwetten gehören zu den Grossspielen. Für jedes Grossspiel braucht es eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS). Beide Bewilligungen «gelten nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS) – eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder einem anderen Land hat hier keine Wirkung. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos und die Loterie Romande. Die Gespa führt die Aufsicht; eine ESBK-Bewilligung allein genügt nicht, weil die ESBK nur die Casinos überwacht.

Eine kleine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch vor einem Fenster, durch das Licht in einen ruhigen Büroraum fällt.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Gebiete der beiden Veranstalter

Swisslos mit Sporttip deckt die deutschsprachigen Kantone ab: AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann dort ein Online-Konto eröffnen. Die Loterie Romande mit Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto ist grundsätzlich nur mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet möglich; die Identität wird bei der Registrierung gegen das hochgeladene Ausweisdokument und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer aus einem anderen Schweizer Kanton kommt, fällt nicht ins Angebot, auch wenn die Gespa-Liste denselben Wettbewerb abdeckt.

Was offshore bedeutet

Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, sollte wissen, was damit wegfällt. Das Geldspielgesetz macht das Organisieren solcher Angebote in der Schweiz zu einer Straftat – bis drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler selbst wird nicht bestraft; problematisch wird es, wenn in einem Verfahren gegen den Anbieter Einsätze und Gewinne eingezogen werden. Es gibt keine Anbindung an das schweizweite Sperrregister, keine Gespa-Aufsicht und keinen Schweizer Rechtsweg. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains; Schweizer Telekom-Anbieter sperren diese über DNS. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste, ersetzt binnen Stunden, wenn die Anbieter neue Domains aufsetzen. Unter den genannten Namen tauchen unter anderem Interwetten, Bet-at-Home und bet365 auf.

Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, sollte zudem wissen, dass das Verlustlimit und die Spielsperre aus dem Schweizer System dort nicht greifen. Die kantonale Steuerpraxis im Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen ohne Freibetrag als steuerbares Einkommen – unabhängig von der Höhe. Das ist einer der Gründe, warum «mehr Auswahl» auf dem Papier selten ein Vorteil ist.

Spielerschutz: Limits, Pausen und Sperre

Verlustlimiten vor der ersten Wette

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme setzen Spielende Verlustlimiten für 1 Tag, 7 Tage und 30 Tage. Die Oberlimite pro Tag liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort; eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden, was den Schutzmechanismus gegen sich selbst stärkt. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Die Loterie Romande folgt derselben Logik. Diese Limits gelten in Franken, sind vom Spielenden selbst gewählt, und das Gesetz verlangt vom Veranstalter mindestens einen Höchstwert pro Zeiteinheit, nicht aber einen fixen Höchstbetrag. Ein Schweizer Buchmacher ausserhalb des Gespa-Systems kennt diese Mechanik nicht.

Selbstsperre und Sperrregister

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren – ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, wobei eine Fachstelle eingebunden ist. Diese Architektur ist im Geldspielgesetz verankert (Art. 80–82 BGS) und gilt ebenso für die Loterie Romande.

Testkäufe der Gespa 2025

Die Gespa kaufte 2025 an Verkaufsstellen Sportwetten; in 47.5 Prozent von 200 Versuchen wurde an Minderjährige verkauft. Wer den Schweizer Schutz hoch bewertet, sieht hier eine Schwachstelle im stationären Vertrieb. Der Online-Vertrieb verlangt die Ausweisprüfung bei Registrierung und schliesst Minderjährige damit zuverlässiger aus – aber Mündlichkeit beim Verkauf an der Kasse ist ein anderes Risiko. Wer mit Minderjährigen im Haushalt lebt, sollte das Konto nicht teilen und das Passwort nicht weitergeben.

Wie Prognosen entstehen – und warum sie kein Einkommen sind

Form, Tabelle und Quote als drei Gewichte

Wer eine seriöse Prognose für ein Serie-A-Spiel baut, gewichtet drei Bausteine: die aktuelle Form einer Mannschaft, der Tabellenstand im Vergleich zum Gegner, und der Preis, den der Markt dafür zahlt. Die Quote spiegelt die Einschätzung des Veranstalters, aber auch die Verteilung des Geldes. Liegt die Quote für einen Heimsieg bei 2.10, der Auswärtssieg bei 3.40 und das Unentschieden bei 3.60, taxiert der Markt das Heimteam als leicht favorisiert – mit einem eingebauten Abschlag.

Warum der Preis wichtiger ist als die Meinung

Eine subjektiv gute Einschätzung ist noch lange kein Wert, wenn der Preis zu niedrig ist. Was im Markt tatsächlich zählt, ist die implizite Wahrscheinlichkeit: 1 geteilt durch die Quote. Aus den Werten oben ergibt sich für den Heimsieg eine implizite Wahrscheinlichkeit von rund 47.6 Prozent, für das Unentschieden 29.4 Prozent und für den Auswärtssieg 27.8 Prozent. Das addiert sich auf mehr als 100 Prozent; die Differenz ist die Marge des Marktes – jener Anteil, der bei jeder Wette im Durchschnitt beim Veranstalter bleibt. Wer auf eine Quote von 2.10 setzt, sollte sich fragen: ist meine Einschätzung wirklich besser als die von 47.6 Prozent der fiktiven fairen Wahrscheinlichkeit?

Weshalb Tipps kein Einkommen sind

Tipps, Prognosen, Tendenzen, Formkurven – das alles hilft beim Eingrenzen von Spielen, ersetzt aber nicht das Rechnen mit dem Preis. Wer über längere Zeit gewinnen will, muss Quoten finden, deren implizite Wahrscheinlichkeit unter der eigenen Schätzung liegt. Das gelingt in einer Minderheit der Fälle, und einzelne Treffer mit hohen Quoten gleichen die vielen kleinen Verluste nicht zwingend aus. Wer mit Tipps ein Nebeneinkommen plant, geht davon aus, dass ein Tippspielermarkt ein Einkommen generiert – das ist er nicht, auch wenn einzelne Kanäle anderes versprechen.

Quoten, Wettarten und die Marge

Wie eine Quote entsteht

Jede Quote eines Veranstalters enthält eine Marge, oft «Buchmachermarge» oder «Overround» genannt. Rechnerisch ist die Quote der Kehrwert einer geschätzten Wahrscheinlichkeit, und die Summe über alle Ausgänge eines Marktes liegt systematisch über 100 Prozent. Aus den Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 für Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg ergibt sich eine Auszahlungsquote von 94.9 Prozent und damit eine Marge zwischen 5 und 6 Prozent – ein typischer Wert für gut sortierte 1X2-Märkte grosser Fussballligen. Pro eingesetztem Franken verbleiben in einem solchen Markt im Schnitt 5 bis 6 Rappen beim Veranstalter. Wer ohne Marge einsteigt, gewinnt das Spiel; wer sie ignoriert, verliert auf Dauer.

Wichtig ist die Bedingung hinter dieser Zahl. Das Beispiel beruht auf den drei notierten Quoten für einen fiktiven 1X2-Markt. Andere Märkte – Tore über/unter, Handicaps, Halbzeitresultate – haben eigene Margen, oft höher als der 1X2-Markt. Auch Kombi- und Systemwetten schlagen mehrere Margen übereinander, da jede Auswahl ihren eigenen Abschlag trägt. Die Marge eines Marktes ist also keine Pauschale des Veranstalters, sondern ein je Markt berechneter Wert. Es lohnt sich, vor einer Wette zu prüfen, wie viel der Markt tatsächlich auszahlt.

Einzelwette, Kombiwette und Systemwette

Eine Einzelwette setzt auf einen Ausgang eines Spiels. Eine Kombiwette kombiniert mehrere Auswahlen; die Quoten multiplizieren sich, der Nettogewinn steigt, aber jede Auswahl muss eintreffen. Wer drei Auswahlen mit Quote 2.10 kombiniert, landet bei einer Gesamtquote von rund 9.26; gewinnen alle drei, ist das der Multiplikator. Eine Systemwette bricht die Kombiwette in mehrere Teilkombinationen auf; aus drei Auswahlen werden mehrere kleine Wetten – bei Sporttip mit bis zu 27 Teilnahmen. Das verschiebt das Risiko: man kann mit einer falschen Auswahl noch einen Teil zurückholen, bezahlt dafür aber mit einem höheren Gesamteinsatz.

Langzeitwetten auf den Meister, den Torschützenkönig oder den Abstieg

Langzeitwetten werden weit vor dem Saisonende platziert und beziehen sich auf Saisonziele. Bei Sporttip zählen dazu Meisterschaft, Torschützenkönig, Auf- und Abstieg, alles im Rahmen der Gespa-Liste. Diese Wetten sind oft mit höheren Quoten ausgestattet, weil das Ergebnis unsicher ist und sich die Lage über Monate ändern kann. Cash-Out ist auch für Langzeitwetten verfügbar, aber nur als vollständige Auszahlung, nicht in Teilen. Wer vor der Saison auf Juventus, Inter oder den AC Mailand setzt, akzeptiert eine mehrfach höhere implizite Marge als auf einen einzelnen Spieltag – weil der Veranstalter das Risiko der langen Laufzeit einpreist.

Livewetten und Cash-Out

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; auch ohne Video läuft der Markt. Wetten, die nach dem Eintritt des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheidung – kann der Veranstalter Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out. Der ausgezahlte Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Endauswertung, hängt vom laufenden Spielstand ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden. Wer Cash-Out nutzt, sollte wissen: es ist eine Form der vorzeitigen Auszahlung, kein zusätzlicher Gewinn.

Quotenboosts und Kombiboost

Sporttip bietet online Quotenboosts für Prematch-Einzelwetten und Profitboosts, die den Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen Prozentsatz erhöhen. Beide sind pro Spielendem nur einmal nutzbar, im Einsatz und in der Erhöhung limitiert, und ein Cash-Out lässt den Boost verfallen. Der Kombiboost gilt nur online, prematch und live, und verlangt mindestens vier Auswahlen mit Einzelquoten von je mindestens 1.50. Auf den Nettogewinn gibt es 5 Prozent bei vier Auswahlen, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn, 100 Prozent bei fünfzehn. Wer mit Boosts spielt, sollte die Bedingung der Mindestquote im Auge behalten: mit niedrigen Quoten fällt der Boost kleiner aus oder entfällt ganz.

Die Saisonstruktur im Überblick

Spielplan, Hin- und Rückspiel

Die Serie A spielt in 38 Spieltagen: jeder Verein spielt zweimal gegen jeden der 19 anderen Vereine, einmal zu Hause, einmal auswärts. Hinrunde und Rückrunde teilen die Saison in zwei Hälften; dazwischen liegen kurze Pausen, Pokaltermine und Nationalmannschaftsunterbrechungen. Aus der Gesamtbilanz ergibt sich die Tabelle, aus der Tabelle die Meisterschaft und die drei Absteiger.

Modus der Auf- und Abstiegsphase

Die letzten drei Vereine steigen direkt in die Serie B ab. Aus der Serie B kommen die beiden Besten direkt hoch; der Sieger der Play-offs der Plätze 3 bis 6 spielt den dritten Aufsteiger aus. Der Modus wurde über die Jahre mehrfach angepasst; die aktuelle Form gilt seit einigen Saisons stabil. Wer auf den Aufsteiger setzt, muss die Play-offs mitbedenken – ein Nicht-Play-off-Verein kann sich also noch im Juni den Aufstieg sichern.

Nachspielzeit und Verlängerung

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (für Fussball rund 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf «nächste Mannschaft, die ein Tor schiesst» setzt, geht über die reguläre Spielzeit – das heisst nicht automatisch über die Verlängerung. Beim Spielstand 1:1 nach 90 plus Nachspielzeit ist die Wette zu Ende; das Penaltyschiessen ist hier kein Bestandteil der Wette.

Einordnung: die zehn Anbieter im Vergleich

Die Schweizer Gesetzgebung lässt nur zwei bewilligte Veranstalter zu; die übrigen acht Anbieter in dieser Liste arbeiten ohne Schweizer Bewilligung. In der Tabelle steht deshalb zuerst die Bewilligungssituation und dann der gemeldete Lizenzhintergrund.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter oder gemeldete Lizenz
Swisslos Sporttip Schweizer Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, Aufsicht Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
22Bet keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz
IviBet keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz
BassBet keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz
Sportuna keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz
Rollbit keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz
BillyBets keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz
BetAlright keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz
myBet keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz

Für Schweizer Spielende bedeutet die Spalte «Schweizer Bewilligung» den entscheidenden Unterschied: die beiden ersten Zeilen fallen unter das BGS, das schweizweite Sperrregister und die Gespa-Aufsicht. Die übrigen acht Marken fallen durch dieses Raster – sie sind weder an die Verlustlimitenstruktur noch an die Spielsperre angeschlossen, und die kantonale Steuerauslegung kann die Gewinne vollständig der Einkommenssteuer unterwerfen. Wer dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass die fehlende Schweizer Bewilligung den einzigen objektiven Unterschied macht, der in der Tabelle steht.

Anbieterprofile: was die einzelnen Marken tatsächlich bieten

Swisslos Sporttip

Swisslos veranstaltet Sporttip im Auftrag der deutschsprachigen Kantone, des Kantons Tessin und Liechtensteins. Die Marke ist staatlich verankert; das Geld fliesst in die kantonalen Fonds und in die Stiftung Sportförderung Schweiz. Für 2025 wies Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio. aus – CHF 506 Mio. an die Kantone, CHF 56 Mio. an die Sportförderung; aus Sportwetten stammten CHF 109 Mio. Im Wettprogramm deckt Sporttip die Gespa-Liste ab – inklusive Serie A, mit Märkten auf Spielausgang, Tore über/unter und ausgewählten Handicap-Linien. Livewetten, Cash-Out online, Quotenboosts und ein Kombiboost für Wetten ab vier Auswahlen mit Mindestquote 1.50 gehören zum Standard; Systemwetten gehen bis 27 Teilnahmen. Beim Cash-Out verlangt Swisslos die volle vorzeitige Auszahlung ohne Teilauszahlung – wer sich bewegt, bewegt die ganze Position. Verlustlimiten setzen Spielende selbst vor der ersten Teilnahme. Sporttip ist die seriöse Mittellinie dieses Marktes – nicht aufregend, aber vollständig reguliert und in Franken verfügbar.

Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, bei Systemwetten CHF 10’000. Was bei Sporttip fehlt: Eckball- und Kartenmärkte, weil die Gespa-Liste sie nicht vorsieht; Esports fehlt ebenso. Wer genau diese Märkte sucht, ist hier falsch. Wer das vollständige Spielangebot, ein klares Limitsystem und Schweizer Schutzmechanismen sucht, bekommt das ohne Werbeglanz und ohne risikofreie Versprechen.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone – Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura – und arbeitet unter demselben BGS-Regime wie Swisslos. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende; Sitz ist Lausanne, Avenue de Provence 14. Das Wettprogramm folgt ebenfalls der Gespa-Liste und bildet die Serie A ab. Für Westschweizer Spielende ist Jouez Sport die einzige regulierte Adresse für Online-Sportwetten.

Im Vergleich zu Swisslos bietet Jouez Sport das gleiche regulatorische Dach; Unterschiede liegen in Branding, Marktanteil der Verkaufsstellenpräsenz und im Detail einzelner Promotionsmechaniken. Wer im Welschland wohnt, hat mit Jouez Sport einen direkten Draht zum Veranstalter, ansonsten funktioniert die Regulierung identisch. Wer keinen Wohnsitz im Vertragsgebiet hat, kann kein Online-Konto eröffnen – das ist die Spielregel, nicht eine Beliebigkeit des Anbieters.

22Bet

22Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz in einem anderen Land – sofern vorhanden – hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Anbindung an das schweizweite Sperrregister, Gespa-Aufsicht und Schweizer Rechtsweg bestehen nicht. In der Schweiz ist die Marke ohne bewilligtes Angebot und operiert im Graubereich.

Die Spieler-Logik bleibt: Schweizer Spielende treffen 22Bet über Werbung im Ausland, über Tipps ausländischer Kanäle oder über Domains, die gerade noch nicht auf der Sperrliste stehen. Die Gespa aktualisiert die Liste und ersetzt blockierte Domains – wer morgen spielt, weiss nicht, ob die Domain morgen noch erreicht wird. Gewinne fallen je nach Kanton in eine steuerliche Sonderstellung; Thurgau etwa besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen ohne Freibetrag als Einkommen.

IviBet

IviBet arbeitet ohne Schweizer Bewilligung. Für die Schweiz ändert eine ausländische Lizenz nichts – die Marke fällt unter das Regime ohne Gespa-Aufsicht. Das Schweizer System für Spielerschutz und Rechtsweg greift hier nicht.

BassBet

BassBet ohne Schweizer Bewilligung – der Schweizer Rechtsrahmen unterscheidet nicht nach Markengrösse oder Reputation. Das Schweizer System für Spielerschutz und Rechtsweg greift bei diesem Anbieter nicht. Wer BassBet aus anderer Quelle kennt, sollte wissen, dass das Unternehmen in der Schweiz kein bewilligtes Angebot führt.

Sportuna

Sportuna ohne Schweizer Bewilligung. Wer auf Sportuna spielt, sollte wissen, dass die Gespa-Sperrliste Domains laufend ersetzt – und dass die Verbindung zum schweizweiten Sperrregister und der Schweizer Rechtsweg fehlen. Schweizer Spielende sind hier ohne den Schutz des BGS unterwegs.

Rollbit

Rollbit ohne Schweizer Bewilligung. Schweizer Schutzmechanismen greifen nicht, und die kantonale Steuerauslegung kann Gewinne ohne Freibetrag der Einkommenssteuer unterwerfen. Wer auf Rollbit spielt, bewegt sich ausserhalb des bewilligten Schweizer Marktes.

BillyBets

BillyBets ohne Schweizer Bewilligung. Ohne Schweizer Rechtsweg und ohne Gespa-Schutz heisst das für die Schweiz: Die Marke dockt an kein Schweizer Schutzsystem an. Wer BillyBets nutzt, sollte sich klarmachen, dass die Werbeversprechen, die die Marke macht, in der Schweiz keine rechtliche Deckung haben.

BetAlright

BetAlright ohne Schweizer Bewilligung. Schweizer Spielende spielen hier ohne Veranstalterbewilligung, ohne Spielbewilligung, ohne Gespa-Aufsicht und ohne Sperrregister-Anbindung. Wer auf Anbieter ohne Schweizer Bewilligung setzt, akzeptiert die Volatilität der Sperrlisten-Updates und die kantonal unterschiedliche Steuerpraxis.

myBet

myBet ohne Schweizer Bewilligung. Der Schweizer Rechtsrahmen unterscheidet nicht nach Namen; die Marke hat keinen Platz im Schutzregime des BGS. Schweizer Spielende, die sie nutzen, handeln ausserhalb des bewachten Bereichs.

Steuern und Auszahlung: was vom Gewinn bleibt

Freibetrag und Verrechnungssteuer

Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind in der Schweiz grundsätzlich einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der bundesrechtliche Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025 waren es CHF 1’070’400). Über diesem Betrag zieht der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ab; die Rückforderung erfolgt über die Steuererklärung. Ein typischer Sporttip-Gewinn bewegt sich weit unterhalb dieser Schwelle. Es fällt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz an – was den Preis direkt vom Einsatz entkoppelt.

Kantonsunterschiede

Kantonale Freibeträge können vom Bund abweichen; die Angaben «je nach Kanton» sind die einzige ehrliche Formulierung. Wer Gewinne aus einem ausländischen Grossspiel hat, sollte die kantonale Praxis seines Wohnsitzkantons kennen: Thurgau etwa behandelt solche Gewinne ohne Freibetrag als steuerbares Einkommen. Wer unsicher ist, fragt die kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerberater – das ist die einzige verlässliche Adresse.

Auszahlung in der Schweiz

Gewinne und Guthaben werden bei Swisslos und Loterie Romande nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungsauszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Markt nicht. Welche Marken im Portfolio eines Schweizer Veranstalters akzeptiert werden, ist Sache des Veranstalters; das vorliegende Material dokumentiert keine Liste. Bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung fehlt diese Regulierungsbindung – anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungen können dort vorkommen.

Einsatzlimits, Werbegrenzen und Werberecht

Werbung und Promotion

Werbung für Geldspiele darf nicht in die Irre führen, nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen zielen (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten und mit Busse bis CHF 500’000 strafbar (Art. 131 BGS). Gratisspiele und Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Was ein Anbieter an Promotion konkret ausgibt, hängt von der jeweiligen Bewilligung ab – die Summen schwanken, und kein Promo-Code steht auf dieser Seite. Werbung in der Schweiz kennt keine generelle Tageszeit-Sperre.

Eigenlimits und Veranstalterlimits

Die Verlustlimiten setzt der Spielende; die Schweizer Gesetzgebung verlangt dem Veranstalter mindestens einen Höchstwert pro Tag, Woche oder Monat ab. Der Bund schreibt keinen festen Höchstbetrag vor – das hat Vor- und Nachteile. Es erlaubt individuelle Limits, aber es macht die Schutzarchitektur abhängig davon, dass der Spielende sich tatsächlich_limits setzt. Wer ohne eigenes Limit spielt, spielt ohne Schutznetz.

Werberechtliche Konsequenzen

Wer eine Marke ohne Schweizer Bewilligung in der Schweiz bewirbt, kann sich strafbar machen – das gilt für Affiliate-Links genauso wie für marktschreierische Posts. Für Spielende ist es weniger ein Werbe- als ein Schutzproblem: wer auf einer Sperrlistendomäne spielt, läuft Gefahr, dass die Domain am nächsten Tag nicht mehr erreichbar ist. Eine Werbepause wäre die gesetzlich vorgeschriebene Variante – die Gespa erzwingt sie über die Sperrliste.

Häufige Fragen

Wer darf in der Schweiz Wetten auf die Serie A anbieten?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten legal anbieten; das legt die interkantonale Vereinbarung fest, gestützt auf das Geldspielgesetz. Wer in einem deutschsprachigen Kanton wohnt, kann bei Swisslos spielen; wer in einem Westschweizer Kanton wohnt, bei der Loterie Romande. Ausländische Lizenzen, gleich aus welchem Land, haben hier keine Geltung.

Sind Wetten auf italienischen Fussball von der Gespa-Liste der zugelassenen Wettarten gedeckt?

Ja, die Serie A steht auf der Liste der bewilligten Wettbewerbe, die die Gespa-Liste führt. Was die Liste nicht enthält – Eckballmärkte, Kartenmärkte, Esports – darf in der Schweiz nicht angeboten werden, auch nicht von Swisslos oder der Loterie Romande. Welche Wettart genau im Programm erscheint, ist Sache des Veranstalters; die Liste setzt nur den Rahmen, nicht das Sortiment.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote bei einem Spieltag?

Der Brutto-Return ist Einsatz multipliziert mit der Quote; der Nettogewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Bei einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 20 ergibt sich ein Brutto-Return von CHF 42 und ein Nettogewinn von CHF 22. Bei einer Kombiwette mit drei Auswahlen multiplizieren sich die Quoten; aus drei Auswahlen je 2.10 wird eine Gesamtquote von rund 9.26 – alle drei müssen eintreffen, sonst ist die Wette verloren.

Was bedeutet die Marge für eine Quote auf Meisterschaft und Langzeitwetten?

Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter im Durchschnitt pro eingesetztem Franken behält. Aus den Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 errechnet sich eine Auszahlungsquote von rund 94.9 Prozent und damit eine Marge von ungefähr 5 Prozent. Bei Langzeitwetten auf den Meister, den Torschützenkönig oder den Aufsteiger sind die Margen oft höher, weil das Ergebnis unsicher ist und der Veranstalter das Risiko über Monate einpreist. Wer auf eine hohe Quote geht, akzeptiert eine grössere Marge – der Preis ist ehrlicher, wenn man es so sieht.

Was gehört bei einer Fussballwette zur regulären Spielzeit, und zählt die Nachspielzeit mit?

Die reguläre Spielzeit bei Fussball umfasst rund 90 Minuten plus die Nachspielzeit, die die Schiedsrichterin ansetzt. Verlängerung und Penaltyschiessen sind nicht Teil der regulären Spielzeit und zählen nur, wenn das Wettprogramm explizit darauf hinweist oder die Wette darauf gerichtet ist. Wer auf «nächste Mannschaft, die ein Tor schiesst» setzt, deckt damit die reguläre Spielzeit plus Nachspielzeit ab, ohne die Verlängerung.

Ab welchem Betrag wird ein Gewinn aus Sporttip oder Jouez Sport besteuert, und was gilt je nach Kanton?

Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind in der Schweiz einkommenssteuerfrei bis zum bundesrechtlichen Freibetrag von CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026 pro Einzelgewinn. Über diesem Betrag zieht der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung rückforderbar ist. Die kantonalen Freibeträge können abweichen; die Praxis, gerade bei Gewinnen aus ausländischen Grossspielen, variiert je nach Kanton.

Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»