Copa América Wetten in der Schweiz: Wettende zahlen mit dem Irrtum, eine 2026er Ausgabe gäbe es
20. Oktober 2026: Stand der Daten ist die Gespa-Sperrliste sowie die Swisslos-Spielregeln (Version 4.2) und die Angaben der Loterie Romande auf ihrer eigenen Website.

Wer in der Schweiz nach «online Copa América wetten 2026» sucht, sucht nach einem Turnier, das 2026 gar nicht stattfindet. Die letzte Austragung war 2024 in den Vereinigten Staaten, die nächste ist für Juni und Juli 2028 geplant, der Austragungsort noch offen. Aus dem Datum im Suchbegriff wird im Marketing rasch ein Versprechen, eine Ausgabe «steht vor der Tür». Wer daraufhin einzahlt, weil er jetzt eine Quote auf den Turniersieger will, liegt schon im ersten Satz falsch.
Was bleibt sinnvoll zu fragen, ist das, was research §2 als «honest lead» nennt: Was darf in der Schweiz überhaupt angeboten werden, wer darf es anbieten, und was kostet es die Spielenden, wenn sie diese Frage nicht zuerst stellen. Die Schweiz hat mit der Interkantonalen Vereinbarung und dem Geldspielgesetz von 2019 einen sehr engen Markt: zwei Veranstalter, beide genossenschaftlich organisiert, beide mit Sitz im eigenen Land, beide beschränkt auf ihren Sprachraum. Eine dritte Marke, die auf einer Schweizer Bewilligung steht, existiert nicht. Was im Internet «Schweizer Buchmacher» heisst, meint meist Lizenzen aus Malta, Curaçao oder anderswo, die nach Art. 4 BGS in der Schweiz schlicht keine Wirkung entfalten.
Die Schweiz kennt einen engen Wettmarkt: zwei genossenschaftlich organisierte Veranstalter, beide mit Sitz im Inland und beschränkt auf ihre Sprachregion. Diese Seite erläutert, was das für das Platzieren von Sportwetten bedeutet, welche Schutzmassnahmen Spielende selbst festlegen und warum in der Schweiz nur diese zwei Anbieter mit einer Bewilligung auftreten. Im Mittelpunkt steht die Konsequenz für Spielende, nicht die Anbieter.
Rechtslage: Warum zwei Namen reichen müssen
Die zwei Bewilligungen, die es in der Schweiz gibt
Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) zählt Sportwetten zu den Grossspielen und verlangt dafür eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS). Aufsichtsbehörde ist die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) in Bern, nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Die Kantone haben in der interkantonalen Vereinbarung von 2019 (in Kraft 2020) die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei beschränkt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport.

Diese Beschränkung ist nicht symbolisch. Sie schliesst die klassische Wettbranche, wie sie in Deutschland, Österreich oder Malta existiert, in der Schweiz aus. Eine Marke, die in London oder auf Curaçao eine Konzession hat, mag im Schweizer Internet auftauchen, hat aber hier keine Bewilligung und keine Rechtsgrundlage. Wer dort einzahlt, spielt auf eigenes Risiko gegen einen Anbieter, an den die Schweizer Aufsicht nicht herankommt. Das Werbeverbot für nicht bewilligte Glücksspiele (Art. 74 Abs. 3 BGS), verbunden mit Bussen bis CHF 500’000 (Art. 131 BGS), bezieht sich auf Anbieter und Werbeträger, nicht auf die Spielenden.
Vertragsgebiet von Swisslos und Versorgungsgebiet der Loterie Romande
Eine Online-Registrierung bei Swisslos verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet und ein Mindestalter von 18 Jahren. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in Genf wohnt, kann sich dort nicht anmelden, und umgekehrt. Die Identität wird aus dem hochgeladenen Ausweis gelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft; ohne diese Prüfung kein Spielerkonto, keine Wette.
Die Loterie Romande führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis, mit Sitz in Lausanne und einem Netz von 2’350 Verkaufsstellen. Sie setzt im Online-Bereich die gleiche Spielregel um wie Swisslos, jedoch mit anderen Wettquoten und gelegentlich anderen Märkten, weil die Bedienung zweier Sprachregionen nie identisch ist. Was beide gemeinsam haben, ist die Gespa-Aufsicht und die Pflicht zur Spielsperre über dasselbe Register.
Was die Gespa-Liste erlaubt und was nicht
Die Gespa führt eine Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Ranglistenwetten stehen nur dann auf dem Programm, wenn sie die Liste führt. Ecken- und Kartenmärkte, die für europäische Wettprogramme selbstverständlich sind, fehlen. Eine Sektion E-Sport ist nicht enthalten. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind in der Schweiz nicht zulässig.
Diese Liste ist für eine Copa-América-Wette relevant. Die Südamerikameisterschaft ist als Fussballwettbewerb aufgeführt. Was innerhalb dieses Wettbewerbs an Märkten verfügbar ist, bestimmen Swisslos und Loterie Romande, nicht der Wettende. Wer eine Quote auf einen Eckballmarkt sucht, wird sie hier nicht finden und muss sich entweder mit dem begnügen, was die Liste vorsieht, oder auf ausländische Plattformen ausweichen, mit den entsprechenden Folgen.
Sperrliste, DNS-Block und die Frage der Zugänglichkeit
Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS). Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains. Ist eine Domain einmal gesperrt, taucht sie unter neuem Namen wieder auf, ein Vorgang, den die Gespa «Domain-Hopping» nennt. Die Sperre kann binnen Stunden nachgezogen werden; sie ist eine Mauer, kein Burggraben. Sie entlastet die Spielenden nicht davon, selbst zu prüfen, bei wem sie ein Konto führen.
Spielerschutz: Was Limite, Selbstsperre und Register konkret bedeuten
Verlustlimiten, die jeder selber setzt
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Die Oberlimite bei Swisslos liegt bei CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000, wozu es praktisch nicht kommen wird, weil die Teilnahme erst ab 18 Jahren möglich ist). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen.

Das ist die wichtigste Bremse, die das System vorsieht, und sie ist individuell, nicht staatlich. Wer sich bei der Anmeldung den Tagesverlust auf CHF 50 setzt, kann an diesem Tag nicht mehr riskieren, unabhängig davon, wie die Wette läuft. Das Limit wird vor dem Tipp festgelegt, nicht nach einem Verlust. Wer das Limit nach oben anpasst, muss drei Tage warten, und diese Wartezeit ist die Phase, in der eine impulsive Erhöhung am unwahrscheinlichsten ist. Die Gespa schreibt dieses Minimum nur 24 Stunden (Art. 87 VGS); Swisslos und Loterie Romande gehen mit 72 Stunden darüber hinaus, was im Interesse der Spielenden ist, nicht gegen sie.
Selbstsperre und nationales Register
Wer den Zugang produktbezogen selbst sperren will, kann das bei Swisslos für 1 bis 180 Tage tun, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Das ist die wirksame Sanktion, weil sie nicht auf eine einzelne Marke beschränkt ist: wer sich sperren lässt, ist gesperrt, unabhängig davon, wer ihm ein Konto anbieten würde. Eine aufgehoben werden kann eine freiwillige Sperre erst nach drei Monaten, mit einer spezialisierten Fachstelle, wie es das Gesetz (Art. 81 und 84 VGS) vorsieht.
Was nicht im Register steht, sind Sperren, die ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung in seinem eigenen System führt. Wer bei einer ausländischen Plattform spielt, hat diese Schutzvorrichtung nicht. Die Plattform mag freiwillig anbieten, was sie will, sie ist dazu nicht verpflichtet. Die Sperre greift nur dort, wo der Gesetzgeber sie vorsieht.
Alter, ein Konto pro Person, Gewinnauszahlung
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, jüngere sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpferin oder Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses nicht wetten, eine Selbstverständlichkeit, die aber im Gesetz explizit festgehalten ist. Pro Person ist nur ein Konto zugelassen. Gewinne werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen überwiesen, anonym oder in Kryptowährungen ausgezahlte Gewinne sind in der bewilligten Schweizer Wette nicht vorgesehen. Das schliesst einen bestimmten Typ von Plattformen schon von der Mechanik her aus: wer auf einer Plattform ohne Identitätsprüfung spielen will, hat in der Schweiz keine legale Option.
Werbepraktiken und das, was nicht passieren darf
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht Minderjährige oder gesperrte Personen ansprechen (Art. 74 BGS). Für nicht bewilligtes Glücksspiel ist Werbung verboten. Das hat zwei Folgen für die Spielenden: zum einen begegnet ihnen Werbung aus dem Ausland in Netzwerken, ohne dass die Schweiz sie verhindert, zum anderen fehlt im legalen Markt der klassische Werbedruck, den internationale Anbieter aufbauen. Das ändert nichts an der Frage, ob ein Bonus oder eine «Gratiswette» wirtschaftlich sinnvoll ist; diese Frage wird in der Rubrik zu Sporttip separat behandelt.
Vergleich der Anbieter: Was zwei Schweizer Bewilligungen und acht ausländische Marken unterscheidet
Was die Tabelle zeigt und was nicht
Die Tabelle ordnet die zehn im research §6 aufgeführten Marken. Nur die ersten beiden Reihen tragen einen klaren Befund: zwei Schweizer Organisatoren mit Gespa-Aufsicht, deren Produkte und deren Versorgungsgebiet klar definiert sind. Die übrigen acht sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung, deren Lizenz für die Schweiz keine Wirkung entfaltet. Sie stehen hier, weil Schweizer Spielende ihnen im Internet begegnen, nicht weil sie hier etwas zu suchen hätten. Die Spalte zur Bewilligung trägt diese Unterscheidung in einer Zeile, und genau diese eine Information entscheidet, ob ein Konto sinnvoll eröffnet werden kann.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung, Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung, Gespa) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne |
| Wettigo | Nein | keine in der Schweiz anerkannte Lizenz |
| Betwinner | Nein | keine in der Schweiz anerkannte Lizenz |
| BetOnRed | Nein | keine in der Schweiz anerkannte Lizenz |
| BC.Game | Nein | keine in der Schweiz anerkannte Lizenz |
| Betscore | Nein | keine in der Schweiz anerkannte Lizenz |
| FortuneJack | Nein | keine in der Schweiz anerkannte Lizenz |
| Rabona | Nein | keine in der Schweiz anerkannte Lizenz |
| Jackbit | Nein | keine in der Schweiz anerkannte Lizenz |
Was die Tabelle bewusst nicht zeigt: Auszahlungsdauer, Quotenmargen auf konkrete Copa-América-Märkte, Bonusstrukturen. Diese Angaben sind für die lizenzierten Schweizer Produkte aus deren Spielregeln ableitbar. Wer die Frage «welcher Anbieter ist der beste» seriös beantworten will, schaut in der Schweiz nur auf die ersten beiden Reihen der Tabelle.
Was die Lizenz tatsächlich entscheidet
Die Bewilligung entscheidet drei Dinge zugleich. Sie erlaubt den Betrieb, sie bindet den Anbieter an die Schweizer Spielregeln, und sie gewährt den Spielenden den Zugang zum Spielsperre-Register und zur Gespa-Beschwerdestelle. Was eine ausländische Lizenz nicht leistet, ist eines davon: in der Schweiz gilt sie nicht. So bleibt eine Marke mit MGA-Lizenz (Malta) eine ausländische Marke mit Schweizer Werbeverbot und Schweizer Sperrliste; eine Marke mit Curaçao-Lizenz bleibt ein Anbieter, gegen den die Schweizer Aufsicht keine Handhabe hat. Die Werbung im Schweizer Internet ändert daran nichts.
Das ist auch der Grund, weshalb der Vergleich nicht ein «Bester Anbieter 2026» sein kann. Wer in der Schweiz wettet, hat zwei legal betreibbare Optionen; die übrigen acht sind Verweise darauf, was sich nicht aussuchen lässt. Die Reihenfolge der Liste oben folgt der Logik von research §6: zwei Bewilligungen zuerst, die ausländischen Marken nachgelagert, ohne sie gleichwertig nebeneinanderzustellen.
Wo die zwei Lizenzen sich unterscheiden
Sporttip und Jouez Sport bedienen unterschiedliche Kantone, verwenden aber beide dasselbe BGS-Regelwerk und dieselbe Gespa-Aufsicht. Die Quoten sind nicht identisch, weil jedes Haus sein eigenes Wettprogramm pflegt, aber die Spielregeln sind es: 18 Jahre, ein Konto pro Person, gesetzliche Spielsperre, Verlustlimiten, Verrechnungssteuer ab dem Freibetrag. Wer in beiden Vertragsgebieten wohnt, hat zwei Optionen; wer umzieht, kann das Konto behalten, solange die Adresse im selben Vertragsgebiet bleibt. Ein Wechsel von Deutschschweiz in die Romandie ändert daran nichts ohne erneute Identifikation.
Grundlagen: Was bei einer Copa-América-Wette zu beachten ist
Die Austragungen 2024 und 2028, das fehlende 2026
Die Copa América 2024 fand vom 20. Juni bis 14. Juli 2024 in den USA mit 16 Nationen statt: zehn aus der CONMEBOL, sechs aus der CONCACAF, die sich über die Nations League 2023/24 qualifiziert hatten. In vier Gruppen spielten die Mannschaften die Vorrunde, gefolgt von einer Finalrunde, in der es bei Unentschieden nach 90 Minuten direkt Elfmeterschiessen gab; nur im Finale wurde vorgängig verlängert. Argentinien besiegte Kolumbien am 14. Juli 2024 im Hard Rock Stadium in Miami Gardens 1:0 nach Verlängerung und holte den 16. Titel. Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez mit fünf Treffern.
Die Copa América 2028 ist für Juni und Juli 2028 mit 16 Nationen geplant, Austragungsort noch offen; alle zehn CONMEBOL-Verbände sind automatisch qualifiziert. Beide Turniere sind Spitzenspiele im südamerikanischen Kalender, ein Klassiker seit 1916 und die älteste Fussballturnierserie überhaupt. Wer auf den Turniersieger wetten will, hat zur Ausgabe 2028 frühestens dann ein Konto, wenn der Wettbewerb konkret wird; das ist üblicherweise Monate vor dem Anpfiff.
Wie Sporttip eine Fussballwette abrechnet
Die reguläre Spielzeit bei Sporttip umfasst die reguläre Spieldauer (Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf «Sieg Argentinien» setzt und das Spiel geht in die Verlängerung, hat verloren, wenn sein Wettprogramm nur die reguläre Spielzeit umfasst; wer auf «Sieger nach Verlängerung» oder «Sieger inkl. Penaltyschiessen» gesetzt hat, gewinnt.
Bei abgesagten Wettereignissen, die nicht innert 48 Stunden nachgeholt werden, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Im Turnierfall wird in der Regel das Nachholfenster erweitert, das ist im Spielregelwerk vorgesehen. Gewinne werden aus Einsatz mal Quote berechnet, bei Kombinationen aus dem Produkt der Einzelquoten, und auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung seinen Gewinn nicht geltend macht, verliert ihn zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung muss innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief erfolgen.
Livewetten und Cash-Out, ohne Versprechen auf Verfügbarkeit
Sporttip-Livewetten gelten unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einer VAR-Entscheidung kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist eine Schutzmassnahme gegen verzögerte Wetten nach sichtbarem Ausgang.
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Es gibt keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist. Wer Cash-Out nutzt, kann ihn nicht rückgängig machen: einmal gedrückt, ist die Wette abgeschlossen.
Vom Wert einer Quote und was die Marge darüber verrät
Die Quote selbst sagt nichts darüber, wie teuer sie ist; das sagt erst die Marge des Markts, also die Summe, die der Anbieter von jedem gesetzten Franken einbehält. Bei einem Zweiweg-Markt zu Quoten 1.90 / 1.90 lässt sich das so berechnen: 1 ÷ (1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 ≈ 0.9500. Die Auszahlungsquote beträgt 95 %, die Marge 5 %, mit 5 Rappen Marge pro eingesetztem Franken. Bei Quoten 1.85 / 1.85 sinkt die Auszahlungsquote auf etwa 92.5 %, die Marge steigt auf 7.5 %.
Für ein hypothetisches Buchmacher-Niveau bedeutet das: Eine Marge zwischen 4 und 6 % auf einem Zweiweg-Markt ist üblich und nicht auffällig. Eine Marge über 8 % ist überdurchschnittlich. Auf einem Dreiweg-Markt (Sieg/Remis/Niederlage) liegt die übliche Spanne höher, weil der Buchmacher mehr Risiko trägt. Die Faustregel für Spielende: je näher die Summe der Kehrwerte aller Quoten an 1.00 liegt, desto weniger nimmt der Anbieter; je weiter weg, desto teurer wird der Markt. Eine Turnierwette mit vielen Teilnehmern hat typischerweise eine höhere Marge als ein Ligaspiel im europäischen Mainstream, weil die Buchmacher in kleineren Märkten weniger Wettbewerb haben.
Diese Spanne ist der Punkt, an dem «best odds» in der Werbung ihre Substanz verliert. Eine einzelne Quote, die «besser» als die Konkurrenz ist, kann aus einem extrem margenstarken Markt stammen, in dem alle Anbieter die Spielenden überdurchschnittlich belasten. Wer Quoten vergleicht, vergleicht die Auszahlungsquote, nicht den Spitzenwert.
Boni, Boosts und was sie unter dem Strich kosten
Sporttip bietet einen Kombiboost, der nur online gilt und mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von mindestens 1.50 verlangt; der Bonus auf den Nettogewinn ist 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Erhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen genannten Prozentsatz; beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und verfallen beim Cash-Out.
Was dabei leicht übersehen wird: Ein Boost ist kein Geschenk, sondern eine Vorauswahl an Märkten, auf denen der Anbieter die Marge schon eingepreist hat. Bei einem Markt mit 8 % Marge nützt ein 5 %-Boost auf den Nettogewinn nichts. Wer den Markt wechselt oder mehrere kleine Wetten statt einer grossen platziert, fährt in aller Regel günstiger. Das Gesetz verlangt für Gratisspielguthaben die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 hat sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Die Zustimmung hebt die Werbeidee des Gratisangebots nicht auf, sie bestätigt, dass es regulatorisch akzeptiert ist.
Anbieter im Profil
Swisslos Sporttip
Swisslos ist eine der zwei Veranstalterinnen, die das Schweizer Recht für Sportwetten zulässt. Sitz in Basel, Produkt Sporttip, Versorgungsgebiet die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Online-Registrierung verlangt Wohnsitz im Versorgungsgebiet, Volljährigkeit, Identitätsprüfung gegen eine Adressdatenbank, ein Konto pro Person. Die Spielregeln (Version 4.2) regeln Mindest- und Höchsteinsätze: CHF 1 als Minimum für Einzel- und Kombiwetten, CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern.
Das Sporttip-Programm enthält den Kombiboost mit steigender Gewinnstaffel, Profitboosts für definierte Ereignisse, Cash-Out online ohne Teilauszahlung, Livewetten und die übliche Regulierung mit Nachspielzeit. Die Verlustlimiten setzen die Spielenden vor dem ersten Tipp; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Wer auf eine Copa-América-Wette 2028 wetten will, wird ab dem Moment ein Wettprogramm finden, in dem die Mannschaften feststehen; das ist die einzige Phase, in der die Frage sinnvoll wird.
Für wen das passt: für deutschschweizer Wohnhafte, die auf Sporttip verfügen wollen, weil das die einzige bewilligte Option in ihrem Kanton ist. Wer ein Konto sucht, in dem Auszahlungsdauer, Spielerschutz und Rekursweg gesetzlich gerichtet sind, hat hier die einzige Wahl im Versorgungsgebiet.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Sitz in Lausanne, 221 Mitarbeitende, 2’350 Verkaufsstellen. Das Online-Angebot folgt den gleichen gesetzlichen Vorgaben wie Sporttip: 18 Jahre, Wohnsitz im Versorgungsgebiet, Verlustlimiten, Spielsperre über dasselbe Register, keine Gewinnauszahlung ausser auf das eigene Konto.
Die Quoten- und Marktstruktur ist mit Sporttip vergleichbar, aber nicht identisch. Beide bedienen das gleiche Turnier, beide führen die Gespa-Liste, beide lehnen sich an dieselbe Spielregel. Wer im Versorgungsgebiet der Loterie Romande wohnt, hat hier sein Spielangebot; ein Wechsel zu Sporttip ist nicht möglich ohne Adresswechsel in ein deutschschweizer Versorgungsgebiet, und auch dann beginnt die Registrierung neu.
Für wen das passt: für Spielende in der Romandie und für alle, die ein zweites bewilligtes Konto parallel führen möchten, was bei unterschiedlichen Quoten gelegentlich attraktiv sein kann.
Wettigo, Betwinner, BetOnRed, BC.Game, Betscore, FortuneJack, Rabona, Jackbit
Acht Marken ohne Schweizer Bewilligung. Sie tauchen in der Schweizer Internetsuche auf, weil internationale SEO- und Werbekampagnen sie hierher tragen; sie haben mit dem Schweizer Recht nichts zu tun. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder anderswo hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer dort einzahlt, spielt auf einer Plattform, die der Schweizer Aufsicht entzogen ist; eine Sperre in der Schweiz ist nicht vermittelbar, ein Gewinnanspruch vor Schweizer Gericht nicht durchsetzbar. Die Gespa führt eine Sperrliste solcher Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; blockierte Domains tauchen unter neuem Namen wieder auf, ein Katz-und-Maus-Spiel, das die Aufsicht offen kommuniziert.
Was diese Marken unter dem Strich bieten, lässt sich im direkten Vergleich nur schwer fassen. Eine seriöse Vergleichstabelle zu Quoten, Auszahlungsdauer, Limits oder Spielerschutz ist für diese Anbieter nicht aufstellbar, da sie keinen Schweizer Spielregeln unterliegen. Wer die Frage «welcher Anbieter ist der beste» seriös beantworten will, schaut in der Schweiz nur auf die ersten beiden Reihen der Tabelle.
Für wen das nicht passt: für jeden, der im Inland wettet, weil die zwei Bewilligungen alles abdecken, was an Sicherheit geboten wird. Wer sich dennoch anmeldet, sollte das nicht mit dem Gedanken an Schweizer Schutz tun, weil dieser dort nicht existiert.
Häufige Fragen zur Copa América und zu Wetten in der Schweiz
Findet 2026 eine Copa América statt, oder ist die Jahreszahl im Suchbegriff nur das Veröffentlichungsjahr?
2026 findet keine Copa América statt. Die letzte Austragung war 2024 in den USA, Argentinien besiegte Kolumbien im Finale, die nächste Ausgabe ist für Juni und Juli 2028 geplant. Die Jahreszahl im Suchbegriff ist das Veröffentlichungsjahr der Seite, kein Hinweis auf ein Turnier.
Wann war die letzte Copa América, und wann ist die nächste geplant?
Die letzte Copa América fand vom 20. Juni bis 14. Juli 2024 in den USA statt, mit 16 Nationen und vier Gruppen. Argentinien gewann das Finale in Miami Gardens 1:0 nach Verlängerung. Die Copa América 2028 ist für Juni und Juli 2028 mit 16 Nationen geplant, Austragungsort offen.
Wer darf in der Schweiz Wetten auf Länderturniere wie die Copa América anbieten?
Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport haben eine Bewilligung für Sportwetten in der Schweiz. Beide werden von der Gespa beaufsichtigt. Andere Marken, gleich welcher Lizenz, haben in der Schweiz keine Bewilligung, selbst wenn sie im Internet präsent sind.
Wie werden Verlängerung und Elfmeterschiessen bei Turnierwetten abgerechnet?
Bei Sporttip zählen Verlängerung und Penaltyschiessen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf «Sieger nach 90 Minuten» gesetzt hat und das Spiel geht in die Verlängerung, hat in der Regel verloren, sofern die Wette nicht ausdrücklich die Verlängerung einschliesst.
Wie lässt sich einschätzen, ob die Marge in einer Quote auf den Turniersieger hoch oder niedrig ist?
Die Marge ergibt sich aus 100 % minus der Auszahlungsquote, diese wiederum aus 1 ÷ (1 ÷ Quote jedes Ergebnisses). Bei einem Zweiweg-Markt zu 1.90 / 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 %, die Marge bei 5 %. Bei einem Turniermarkt mit vielen Teilnehmern ist die Marge meist höher als in einem europäischen Ligaspiel. Wer Auszahlungsquoten vergleicht, vergleicht die Marge, nicht den Spitzenwert der Quoten.
Welche Verlustlimiten und Sperren gelten bei Sporttip und Jouez Sport?
Beide verlangen vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit Obergrenzen je nach Alter und Anbieter. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung frühestens nach 72 Stunden. Zusätzlich lassen sich freiwillige Einzahlungslimiten und produktbezogene Selbstsperren setzen, eine unbefristete Sperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos.
Turniere – Quoten Rechner Info
Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»
