ATP Wetten in der Schweiz: Was Anbieter, Quote und Bewilligung wirklich kosten
Stand: 20. Oktober 2026 · geprüft gegen die Spielregeln Sporttip Version 4.2, die Bedingungen für die Online-Teilnahme gültig ab 13. Januar 2025 und den Geschäftsbericht 2025 von Swisslos.

Zwei Namen tauchen in jeder seriösen Schweizer Empfehlung auf, und nur zwei: Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Der Grund liegt nicht im Marketing, sondern im Bundesgesetz über Geldspiele (BGS): Sportwetten sind ein Grossspiel, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf diese beiden begrenzt. Wer in der Deutschschweiz wettet, landet praktisch immer bei Sporttip; wer in der Romandie wohnt, bei Jouez Sport. Wer ein Konto bei beiden eröffnen will, braucht Wohnsitz in deren Vertragsgebiet — und wer ohne Schweizer Bewilligung spielt, spielt rechtlich im Graubereich. Die übrigen Namen, die im Internet kursieren, haben in der Schweiz keine Bewilligung.
Wie eine Quote entsteht und was sie kostet
Die Quote eines Tennismatches ist keine objektive Wahrscheinlichkeit. Sie ist das, was der Veranstalter für einen Einsatz von einem Franken zurückzahlt, wenn die Wette gewinnt — und sie enthält immer eine Marge des Anbieters. Diese Marge ist der Preis, den jede Wette bezahlt, unabhängig davon, ob sie gewinnt oder verliert. Sie steht nirgends gross auf dem Wettschein, aber sie entscheidet, wie viel von jedem eingesetzten Franken überhaupt an die Wettenden zurückfliesst.

Die Marge als versteckter Preis
Nehmen wir einen einfachen Zwei-Wege-Markt mit zwei Quoten 1.90 und 1.90 — ein Beispiel, kein realer Preis. Die Auszahlungsquote dieses Marktes berechnet sich als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500 oder 95,0 %. Das heisst: Von 100 Franken, die insgesamt auf beide Seiten gesetzt werden, zahlt der Anbieter im langfristigen Mittel 95 Franken an die Wettenden zurück. Die restlichen 5 Franken sind die Marge, der Gewinn des Veranstalters vor Steuern und Ausschüttungen. Die Quote 1.90/1.90 wirkt auf den ersten Blick fair — beide Seiten gleich, scheinbar ohne Vorteil —, aber sie enthält bereits 5 % Marge, und die bezahlt jede Wette. Bei einem Drei-Wege-Markt wie Sieger eines ATP-Matches ohne Unentschieden gibt es nur zwei echte Resultate, also bleibt es bei einer Zwei-Wege-Rechnung.
In der Praxis quotieren Veranstalter beliebtere ATP-Matches mit Margen zwischen 4 % und 6 %, kleinere Events oder exotische Märkte deutlich höher. Eine Marge von 8 % bei einem Spiel der ATP 250 ist kein Grund zur Empörung, aber sie erklärt, warum einzelne Quoten über eine ganze Saison hinweg substanziell weniger zurückzahlen, als die «wahre» Wahrscheinlichkeit vermuten liesse. Bei den ATP Finals, den grossen Masters-1000-Turnieren und den Grand Slams ist der Markt liquider und die Margen tendenziell enger — bei kleineren 250er-Turnieren oder Qualifikationspartien sind sie weiter.
Warum Belag, Form und Head-to-Head den Preis mehr prägen als der Name
Drei Variablen verschieben die Quote eines Tennismatches stärker als der Bekanntheitsgrad der Spieler: der Belag, die aktuelle Form und die Bilanz im direkten Vergleich. Auf Sand verliert ein Spieler mit grosser Aufschlagstärke typischerweise Quote, weil Returns und längere Ballwechsel belohnt werden; auf Hartplatz in Halle dreht sich dieses Bild oft um. Ein Spieler, der zuletzt zwei Finals in Folge gewonnen hat, geht mit kürzerer Quote ins Match als einer, der drei Erstraschen-Niederlagen in Folge hatte — unabhängig vom Weltranglisten-Ranking. Die Bilanz im direkten Vergleich spielt vor allem dann eine Rolle, wenn ein Spieler den anderen seit Jahren auf demselben Belag nicht besiegen konnte.
Was im Wettprogramm «Form» heisst, ist meist ein Mix aus jüngsten Resultaten, Verletzungsrückkehr und Turnierphase. Bei ATP-Masters-1000-Turnieren und Grand Slams wird die Quote oft schon vor dem ersten Aufschlag in einem Umfang bewegt, der nur durch den Markt erklärbar ist — die Quotenbildung und Bewerber-Verteilung in den ersten Stunden eines Turniers ist volatil. Bei ATP-500- und ATP-250-Turnieren reagieren die Quoten langsamer, weil weniger Wetten platziert werden und der Anbieter das Risiko breiter streuen muss.
Wettarten und ihre Risikoverteilung
Das Sporttip-Programm unterscheidet zwischen Einzelwette, Kombinationswette, Systemwette und Livewette. Die Einzelwette ist die einfachste Form: ein Ergebnis, eine Quote, Einsatz mal Quote ergibt den Gewinn. Die Kombinationswette multipliziert die Einzelquoten zu einer Gesamtquote — vier Voraussagen mit Quote 1.50 ergeben eine Gesamtquote von etwa 5.06, aber jedes Bein muss gewinnen, sonst ist die ganze Wette verloren. Die Systemwette ist eine Kombination aus mehreren kleineren Kombiwetten, die es erlaubt, einen Teil des Einsatzes auch dann zu retten, wenn nicht alle Beine treffen.
Bei Sporttip ist der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten 1 Franken, der Höchsteinsatz 1’000 Franken pro Einzel- oder Kombinationswette und 10’000 Franken pro Systemwette. Diese Limite ist eine Limite des Veranstalters, nicht des Gesetzes — Swisslos kann sie jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird schlicht nicht angenommen. Für die Spieler die Bedeutung: Wer mit hohen Einsätzen spielt, kann nicht «einfach mehr setzen», sondern muss die Wette in mehrere Scheine aufteilen oder bei Systemwetten bleiben.
Bei den Wettarten zeigt sich die Marge an einer zweiten Stelle: in der Art, wie das Risiko verteilt wird. Satzwetten, Handicaps und Über/Unter-Wetten sind Märkte, bei denen der Veranstalter das Risiko auf mehrere Ausgänge verteilt — und jede Verteilung kostet Marge. Eine Satzwette «Mehr als 3,5 Sätze» auf ein Best-of-3-Match hat drei relevante Ausgänge (2:0, 2:1 mit Über/Unter-Variante) und eine eigene Marge, die typischerweise über der des einfachen Siegers liegt. Der Grund: Je mehr Ausgänge ein Markt hat, desto schwieriger ist es, sie alle fair zu quotieren, und desto mehr nimmt sich der Anbieter als Sicherheitsaufschlag.
Quotenboosts und Kombiboost als Marketing-Instrumente
Swisslos bietet zwei Bonus-Instrumente an, die in der Werbung auftauchen und in den Spielregeln geregelt sind: Quotenboosts und den Kombiboost. Ein Quotenboost gilt nur online, nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und ist pro Wettenden nur einmal nutzbar. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Boost nimmt, hat eine leicht höhere Quote auf eine ausgewählte Partie — was auf den ersten Blick wie ein Geschenk aussieht, ist eines mit Grenzen.
Der Kombiboost funktioniert ähnlich, aber für Kombiwetten. Er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 pro Bein. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Boost erhöht also den Nettogewinn, nicht die Quote selbst — wer 100 Franken auf eine Kombi setzt und mit Boost 1’000 Franken Nettogewinn macht, bekommt mit zehn Voraussagen 1’400 Franken statt 1’000. Der Boost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und ist ebenfalls limitiert. Die «100 %» im Marketing sind 100 % auf den Nettogewinn einer sehr langen Kombi, nicht 100 % zurück auf den Einsatz.
Cash-Out als Mechanismus, nicht als Geschenk
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live — aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.
Was das in der Praxis heisst: Wer eine Wette platziert und Cash-Out nutzt, akzeptiert einen Betrag, der in der Regel unter dem liegt, was die Wette bei einem Gewinn ausgezahlt hätte. Der Mechanismus ist kein Geschenk des Veranstalters — er ist eine Form der vorzeitigen Auszahlung, bei der der Anbieter seinen eigenen Risikoausgleich einpreist. In Livewetten-Situationen, in denen ein Spieler im dritten Satz mit Break vorne liegt und der Veranstalter die Quote für einen möglichen Verlust der Wette nach unten korrigiert, sinkt der Cash-Out-Wert entsprechend. Wer Cash-Out als Strategie nutzt, sollte verstehen, dass er eine Versicherung gegen den Verlust der Wette kauft, deren Preis der Veranstalter festlegt.
Der Spielplan der ATP Tour und was er für die Wette bedeutet
Die ATP Tour ist die höchste Turnierserie im professionellen Herrentennis, oberhalb der ATP Challenger Tour und der ITF Future Tour. Sie wird vom Spielerverband ATP organisiert. Die vier Grand-Slam-Turniere werden vom Weltverband ITF veranstaltet und gehören nicht zur ATP Tour. Die ATP Finals bilden jeweils im November den Saisonabschluss für die acht besten Spieler der Saison.
Die Saisonstruktur vom Jahreswechsel bis Mitte November
Die ATP Tour beginnt um den Jahreswechsel und endet Mitte November; seit 2012 dauert die Winterpause sieben statt fünf Wochen. Innerhalb dieses Korridors liegen die grossen Masters-1000-Turniere, die mittleren ATP-500-Turniere und die vielen kleineren ATP-250-Turniere, ergänzt um den Davis Cup und die ATP Finals. Die ATP Tour 2025 umfasste 9 Masters-1000-Turniere, 16 ATP-500-Turniere und 30 ATP-250-Turniere; im Vorjahr 2024 waren es 13 ATP-500- und 38 ATP-250-Turniere. Der Unterschied zwischen den beiden Saisons: Dallas, Doha und München stiegen zur ATP-500-Kategorie auf, entsprechend weniger 250er gab es.
Was das für die Wette heisst: Je höher die Kategorie, desto liquider der Markt und desto enger die Margen. ATP-Masters-1000-Turniere wie Indian Wells, Miami, Madrid, Rom, Montreal, Cincinnati, Shanghai und Paris ziehen die grössten Umsätze an, die Quote reagiert auf News schnell, und der Bookmaker kann sein Risiko auch bei grossen Wetten ausgleichen. ATP-500-Turniere sind liquider als 250er, aber weniger liquide als Masters. ATP-250-Turniere sind das Ende der Skala: viele Matches, weniger Liquidität, höhere Margen. Die ATP Tour 2026 begann am 2. Januar 2026; Carlos Alcaraz gewann das Herreneinzel-Finale der Australian Open 2026 gegen Novak Đoković mit 2:6, 6:2, 6:3, 7:5.
Welche Turniere auf der Schweizer Liste stehen
Was in der Schweiz gewettet werden darf, entscheidet nicht der Anbieter, sondern die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Fassung 10. September 2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Die Liste ist ein geschlossener Katalog: Was nicht drauf steht, ist auch nicht erlaubt. ATP-Turniere sind als Herren-Tennis-Wettbewerbe gelistet, Qualifikationsrunden nur, wenn die Liste es so vorsieht. Welche genauen Turniere und Runden das aktuell sind, ändert sich mit jeder Fassung — wer auf ein bestimmtes ATP-Turnier wetten will, prüft die aktuelle Gespa-Liste und das Sporttip-Wettprogramm, nicht eine alte Seite.
Was die Liste nicht enthält, ist mindestens so wichtig wie das, was sie enthält: keine Corner- oder Kartenmärkte (das sind Fussball-Begriffe, die zeigen, wie eng die Liste gefasst ist), keine eigene Esports-Sektion, keine Wetten auf Trainingsläufe, keine Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows. Frauen-Wettbewerbe sind nur wetttbar, wenn sie explizit gelistet sind. Ranglisten-Wetten sind nur erlaubt, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Die Rechnung, die sich jede Quote leisten muss
Die Gespa-Liste begrenzt, was überhaupt gewettet werden darf. Sie begrenzt aber nicht, wie der Anbieter die Quoten setzt. Eine ATP-Partie, die auf der Liste steht, kann immer noch mit einer sehr weiten Marge quotiert werden, wenn der Anbieter das Risiko scheut. Bei kleinen ATP-250-Turnieren, späten Qualifikationsrunden oder Matches ohne klare Favoritenlage sind Quoten mit Margen von 8 % bis 10 % keine Seltenheit — der Anbieter gleicht aus, was die fehlende Liquidität ihm an Risiko bringt. Bei ATP-Masters-1000-Halbfinals oder Grand-Slam-Finals sind Margen unter 4 % realistisch.
Wer Quoten vergleicht, sollte auf zwei Dinge achten: die absolute Höhe und die Marge. Eine Quote von 1.85 auf einen klaren Favoriten bei einem 250er-Turnier in Südamerika ist nicht unbedingt schlecht, wenn die Marge des Marktes bei 7 % liegt — sie ist nur schlecht, wenn ein anderer Anbieter dieselbe Quote mit 5 % Marge quotiert. Der direkte Preisvergleich beim selben Markt ist das, was zählt; der isolierte Vergleich von Quotenwerten über verschiedene Märkte hinweg ist Augenwischerei.
Vergleich der zehn Anbieter nach Bewilligung, Wettangebot und Reichweite
Was hier verglichen wird, ist nicht ein Ranking der «besten» Wettmöglichkeit. Was hier verglichen wird, ist eine Gegenüberstellung der beiden in der Schweiz bewilligten Veranstalter und der acht ausländischen Marken, die in der Werbung auftauchen — geordnet nach dem, was im Geldspielgesetz den Unterschied macht: die Schweizer Bewilligung, das Vertragsgebiet und die Aufsicht.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / Bewilligungsstatus |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja — Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, Aufsicht Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Vertragsgebiet Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja — Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, Aufsicht Gespa) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne; Vertragsgebiet FR, GE, JU, NE, VD, VS |
| Rabona | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Sperrliste möglich |
| Jackbit | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Sperrliste möglich |
| Sportuna | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Sperrliste möglich |
| Fezbet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Sperrliste möglich |
| Boomerang Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Sperrliste möglich |
| PowBet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Sperrliste möglich |
| HornetBet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Sperrliste möglich |
| BetFury | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Sperrliste möglich |
Die Spalten «Veranstalter / Bewilligungsstatus» zeigen, woher ein Anbieter kommt und wie seine Lizenz im Verhältnis zum BGS dasteht. Die zwei oberen Zeilen sind die einzigen, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen. Die acht unteren Zeilen sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung — ihr Status in Curaçao, Malta oder anderswozürst hat in der Schweiz keine rechtliche Kraft (Art. 4 BGS). Wer dort spielt, hat keinen Zugang zum Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Rekursmöglichkeit und keine Aufsicht durch die Gespa. Die acht Domains können zudem auf der Gespa-Sperrliste landen und per DNS-Sperre blockiert werden; bet365 nach Interwetten und Bet-at-Home zählt die Gespa namentlich als blockierte Domains.
Swisslos Sporttip: Reichweite und Hausregeln
Die Swisslos Sporttip-Spielregeln (Version 4.2) regeln den Alltag der Wette: Mindesteinsatz 1 Franken, Höchsteinsatz 1’000 Franken pro Einzel- oder Kombinationswette und 10’000 Franken pro Systemwette. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei Livewetten zählt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00.
Cash-Out gibt es nur online, nur als vollständiges Cash-Out, für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Gewinnbetrag berechnet sich aus Einsatz mal Quote (bei Kombinationen mal Gesamtquote) und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist die formale Schweizer Rundung, die jeder Gewinn durchläuft.
Was die Tabelle nicht zeigt: Sporttip ist nicht in allen Kantonen verfügbar. Das Swisslos-Vertragsgebiet umfasst AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in Genf, Waadt, Neuenburg, Freiburg, Jura oder Wallis wohnt, kann kein Sporttip-Konto eröffnen — das geht nur bei Loterie Romande. Wer in einem der übrigen Kantone wohnt, hat nur Swisslos als bewilligten Veranstalter. Die Verteilung ist nicht symmetrisch: Die Deutschschweiz und der Tessin haben einen Anbieter, die Romandie hat einen anderen.
Loterie Romande Jouez Sport: Reichweite und Format
Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer in einem dieser sechs Kantone wohnt, kann nur dort ein Konto eröffnen — Swisslos akzeptiert keine Westschweizer Adressen.
Was die Tabelle zu Loterie Romande nicht zeigt: das konkrete Wettangebot zum ATP-Tennis. Auch hier gilt die Gespa-Liste; was dort nicht steht, kann nicht angeboten werden. Welche ATP-Turniere aktuell im Programm stehen, welche Märkte pro Match verfügbar sind und wie hoch die Margen sind, hängt vom aktuellen Wettprogramm ab. Wer auf ein bestimmtes Turnier wetten will, prüft vor der Wette das aktuelle Programm von Jouez Sport.
Die acht ausländischen Marken: Reichweite und was fehlt
Die acht ausländischen Marken — Rabona, Jackbit, Sportuna, Fezbet, Boomerang Bet, PowBet, HornetBet und BetFury — haben keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu 5 Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Spielerschutz, kein Schweizer Ausschlussregister und keine Schweizer Rekursmöglichkeit.
Was heisst das konkret? Wer bei einem dieser Anbieter spielt, spielt rechtlich im Graubereich. Die Werbung, die in Suchmaschinen auftaucht, ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und kann mit einer Busse bis zu 500’000 Franken bestraft werden (Art. 131 BGS). Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste blockierter Domains; die Schweizer Telekomprovider sperren sie per DNS. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — das sogenannte Domain-Hopping. Die Gespa nennt Interwetten, Bet-at-Home und bet365 namentlich als Beispiele.
Was die Tabelle nicht zeigt: die Frage, ob diese Anbieter überhaupt Tennis-Quoten mit vernünftigen Margen anbieten. Was die Tabelle aber klar macht: Wer dort spielt, verlässt den Schutz des Schweizer Geldspielgesetzes vollständig. Der «besseren Quote» steht der vollständige Verlust des schweizerischen Schutzes gegenüber — und die Frage, ob ein Ausländer-Anbieter die Gewinne nach Schweizer Steuerrecht überhaupt steuerfrei auszahlt.
Rechtslage in der Schweiz: Wer wettet, und wer nicht
Die Rechtslage der Sportwetten in der Schweiz ruht auf drei Säulen: dem Geldspielgesetz (BGS), der interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen (IKV 2020) und der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Was nicht in dieser Konstruktion steht, ist nicht erlaubt.

Das Geldspielgesetz und seine Konstruktion
Das BGS (SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) definiert Sportwetten als Grossspiel (Art. 3 lit. c und e) und unterstellt sie der Aufsicht der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern). Die Gespa ist nicht die ESBK — die ESBK beaufsichtigt nur Casinos. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos und Loterie Romande.
Das ist der Kern der Sache: Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht keine Liste bewilligter Sportwetten-Anbieter — sie veröffentlicht nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains. Wer eine Liste «lizenzierter Schweizer Buchmacher» erwartet, sucht etwas, das es im Gesetz nicht gibt. Die zwei Veranstalter sind die einzigen.
Die interkantonale Vereinbarung und ihre territoriale Logik
Die IKV 2020 regelt die Zusammenarbeit der Kantone bei Grossspielen. Sie verteilt die beiden Veranstalter auf klar abgegrenzte Vertragsgebiete: Swisslos für die Deutschschweizer Kantone und das Tessin, Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone. Das Vertragsgebiet von Swisslos umfasst 19 Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH) plus den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Das Vertragsgebiet von Loterie Romande umfasst FR, GE, JU, NE, VD und VS. Wer in einem Kanton wohnt, kann nur bei dem für diesen Kanton zuständigen Veranstalter ein Konto eröffnen.
Für ein Online-Konto braucht es nach Art. 47 Abs. 3 VGS Wohnsitz in der Schweiz und praktisch im Vertragsgebiet des Veranstalters. Swisslos prüft die Identität über einen hochgeladenen Ausweis, der gegen Adress-Datenbanken abgeglichen wird. Mehrfachregistrierung ist ausgeschlossen. Wer unter 18 ist, wird nicht zugelassen — die Online-Registrierung verlangt ausdrücklich mindestens 18 Jahre.
Die Gespa-Liste und ihre Geschlossenheit
Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Fassung 10. September 2026) ist ein geschlossener Katalog. Was nicht drauf steht, ist auch nicht erlaubt. ATP-Turniere sind als Herren-Tennis-Wettbewerbe zugelassen, Qualifikationsrunden nur, wenn die Liste es so vorsieht. Welche ATP-Turniere aktuell auf der Liste stehen, wechselt mit jeder Aktualisierung der Liste — die aktuelle Fassung ist die einzige, die zählt. Frauen-Wettbewerbe sind nur erlaubt, wenn sie explizit gelistet sind; Wetten auf Trainingsläufe, Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt.
Die Liste enthält keine Corner- oder Kartenmärkte (typische Fussball-Märkte) und keine eigene Esports-Sektion. Ranglisten-Wetten sind nur erlaubt, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Was das in der Praxis heisst: Die Auswahl an Wettarten ist begrenzter als bei internationalen Anbietern — die Schweizer Veranstalter können nicht einfach jeden Markt anbieten, den ein ausländischer Buchmacher im Programm hat.
Werbung, Boni und das Verbot der unlauteren Werbung
Werbung für Glücksspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht zugelassene Glücksspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse bis zu 500’000 Franken bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS) — 2025 erteilte die Gespa 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos. Es gibt keine zeitliche Werbebeschränkung.
Diese Konstruktion hat eine Folge: Wer im Internet nach «ATP Wetten Schweiz» sucht, stösst zuerst auf Werbung ausländischer Anbieter — und diese Werbung ist nach Schweizer Recht illegal. Wer auf eine solche Seite klickt, sieht Bonus-Angebote, «Risikoefficks»-Wetten und Quoten, die oft weiter sind als bei Swisslos. Was die Seite nicht zeigt: Die Lizenz dieser Anbieter hat in der Schweiz keine Kraft, die Gewinne unterliegen der ausländischen Auszahlungspraxis, und es gibt keine Schweizer Aufsicht. Was als «mehr Auswahl» verbindlich erscheint, ist im Schweizer Recht ein nicht erlaubtes Angebot.
Steuern auf Gewinne: Freibetrag und Verrechnungssteuer
Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Die Schwelle des Bundes beträgt ab 1. Januar 2026 1’071’000 Franken (2025: 1’070’400 Franken). Die kantonale Schwelle weicht ab — daher die Formulierung «je nach Kanton», nie eine einzelne kantonale Zahl. Über der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die der Spieler über die Steuererklärung zurückfordern kann. Für die meisten Spieler ist die Frage akademisch: Wer gewinnt regelmässig über einer Million Franken pro Wette, hat andere Probleme als die Steuerfragenregel.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis — etwa in Thurgau — behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen unabhängig von der Höhe. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz — wer behauptet, die Schweiz besteuere Sportwetten-Einsätze, liegt falsch. Die Information ist allgemein; für die persönliche Situation: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.
Spielerschutz und Verlustlimiten vor der ersten Wette
Der Spielerschutz im BGS folgt einer Grundregel: Die Spieler setzen ihre eigenen Limiten, nicht der Staat. Die Veranstalter müssen technisch dafür sorgen, dass die Limiten gesetzt werden, bevor die erste Wette platziert wird. Wer ohne gesetzte Limite wettet, ist kein Kunde, sondern ein technischer Fehler — die Systeme sind so gebaut, dass eine Wette ohne Limit nicht möglich ist.
Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage
Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze pro Tag liegt bei 9’999 Franken, für unter 21-Jährige bei 1’000 Franken. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — diese Karenzzeit verhindert, dass eine Wette unter emotionalem Druck mit sofort erhöhtem Limit platziert wird. Gesetzlich wäre eine Erhöhung schon nach 24 Stunden möglich (Art. 87 VGS); Swisslos wendet die strengere eigene Frist an.
Die Logik dieser Konstruktion: Der Spieler bestimmt das Maximum, das er verlieren will, bevor er die erste Wette platziert. Was später passiert — ob er die Limite einhält oder überschreitet — ist Sache des Spielers, aber die Überschreitung wird technisch unterbunden. Die Aufsicht über die Einhaltung liegt nicht beim Staat, sondern beim Veranstalter, der die Limite technisch durchsetzt.
Spielsperre und Selbstsperre
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperrung kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Mitwirkung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Das Register ist die Sperrregister, in dem jeder Veranstalter prüft, ob ein neuer Kunde bereits gesperrt ist.
Diese Sperre ist nicht der Verbotsmechanismus für Spieler, die zu viel verloren haben — sie ist die letzte Linie für Spieler, die nicht mehr spielen wollen. Wer sich selbst sperrt, schliesst sich für die angegebene Frist aus; wer eine unbefristete Sperre beantragt, wird in das Register eingetragen und kann sich nicht selbst wieder freischalten. Gesperrte oder minderjährige Spieler haben nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne — wer trotz Sperre spielt, verliert den Anspruch auf eine Auszahlung.
Testkäufe der Gespa 2025: Die Realität zum Verkaufsstellen-Schutz
Die Gespa führt Testkäufe durch, um den Jugendschutz an Verkaufsstellen zu prüfen. 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an einen Minderjährigen verkauft — das ist fast die Hälfte. Wer daraus schliesst, der Verkaufsschutz sei «streng», liegt falsch. Die Quote bedeutet, dass an fast jeder zweiten Verkaufsstelle ein Test mit Minderjährigen erfolgreich war. Der Schutz an Verkaufsstellen ist nicht das, was die Online-Limite ist.
Was das für den Spieler heisst: Wer an einer Verkaufsstelle spielt, hat einen schwächeren Schutz als online. Online wird die Identität verifiziert, das Alter geprüft, die Limite technisch durchgesetzt. An der Verkaufsstelle wird die Wette gegen Bargeld verkauft, die Prüfung der Person ist Sache des Verkaufspersonals, und die Testkäufe zeigen, dass diese Prüfung in der Realität oft nicht funktioniert. Wer den Schutz sucht, den das BGS verspricht, spielt online mit gesetzter Limite, nicht an der Verkaufsstelle.
Häufige Fragen zu ATP Wetten in der Schweiz
Auf welche ATP-Turniere kann in der Schweiz gewettet werden?
In der Schweiz darf nur gewettet werden, was die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten aufführt (Fassung 10. September 2026). ATP-Turniere sind als Herren-Tennis-Wettbewerbe gelistet, Qualifikationsrunden nur, wenn die Liste es so vorsieht. Welche konkreten Turniere aktuell im Wettprogramm stehen, ändert sich mit jeder Aktualisierung der Liste und ist im aktuellen Sporttip- oder Jouez-Sport-Programm zu prüfen.
Wie entsteht die Quote bei einem Tennismatch, und welchen Einfluss hat der Belag?
Die Quote ist das, was der Veranstalter bei einem Einsatz von einem Franken auszahlt, wenn die Wette gewinnt. Sie enthält immer eine Marge, die der Anbieter als Gewinn einbehält — bei ATP-Matches typischerweise 4 % bis 6 %, bei kleineren Events höher. Belag, Form und Head-to-Headline prägen die Quote stärker als der Name des Spielers: Sand belohnt Returns und längere Ballwechsel, Hartplatz und Halle Aufschlagstärke; ein Spieler mit zwei Finals in Folge verliert Quote gegenüber einem mit drei Erstrunden-Niederlagen.
Wie wird eine Wette behandelt, wenn ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt wird?
Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nachgeholt, gilt die Wette als storniert; der Einsatz wird zurückerstattet. Bei Spielabbrüchen oder wetterbedingten Unterbrechungen, die innerhalb des Zeitfensters nachgeholt werden, läuft die Wette normal weiter. Die genauen Regeln sind in den Sporttip-Spielregeln Version 4.2 festgehalten; was dort steht, gilt.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?
Der Gewinn berechnet sich als Einsatz mal Quote. Bei einer Einzelwette mit Einsatz 100 Franken und Quote 1.85 ergibt sich 185 Franken Bruttoauszahlung, davon 85 Franken Nettogewinn. Bei Kombinationswetten multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote — vier Beine à 1.50 ergeben rund 5.06 Gesamtquote. Swisslos rundet den Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen genau ab.
Welche Verlustlimiten und welche Spielsperre gelten bei den beiden Schweizer Veranstaltern?
Bei Sporttip sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme zu setzen; die Obergrenze pro Tag liegt bei 9’999 Franken, für unter 21-Jährige bei 1’000 Franken; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Eine Selbstsperre ist für 1 bis 180 Tage möglich; eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Liechtenstein. Für Loterie Romande gelten vergleichbare Regeln nach dem BGS.
Sind Gewinne steuerfrei, und was bedeutet «je nach Kanton» beim Steuerfreibetrag?
Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Die Bundesschwelle beträgt ab 1. Januar 2026 1’071’000 Franken. Die kantonale Schwelle weicht ab — daher die Formulierung «je nach Kanton». Über der Bundesschwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, werden aber nach kantonaler Praxis teils als voll steuerbares Einkommen behandelt.
Tennis – Quoten Rechner Info
Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»
