Online Cricket Wetten in der Schweiz 2026

Updated Oktober 2026
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Aktualisiert am 20. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Gespa-Bewilligungsliste (Stand 10.09.2026)

Wer in der Schweiz online auf Cricket wetten will, landet schnell bei einer unangenehmen Erkenntnis. Das Geldspielgesetz lässt nur zwei Veranstalter für Sportwetten zu: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine ausländische Seite mit «Cricket-Wetten ab CHF 1» ist in der Schweiz nicht bewilligt und kann von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden. Dieser Artikel erläutert die Besonderheiten von Cricket-Wetten in der Schweiz, die verschiedenen Spielformate wie Test, ODI und T20 sowie die Bedeutung der Quoten.

Ein ovales Cricketfeld mit gemähtem Rasen und hellem Mittelstreifen am frühen Morgen, Nebel zwischen den Bäumen am Rand
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber.

Rechtslage: Wer in der Schweiz überhaupt auf Cricket wetten darf

Die Schweiz hat 2019 mit dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) den Markt für Grossspiele neu geordnet. Sportwetten sind ein Grossspiel und brauchen eine Veranstalterbewilligung plus eine Spielbewilligung pro Spielform (Art. 21–25 BGS). Beide Bewilligungen erteilt die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Eine ausländische Lizenz, gleich ob aus Malta, Curaçao oder einem anderen Staat, hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung organisiert, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten bewusst auf zwei beschränkt. Swisslos mit Sitz in Basel betreibt Sporttip im deutschsprachigen Vertragsgebiet (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Kontaktadresse in Lausanne. Ein Online-Konto bei einem der beiden setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet voraus; wer im Aargau wohnt, kann sich nicht bei Jouez Sport registrieren und umgekehrt.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einer Parkbank, dahinter ein Schweizer Dorf mit Kirchturm im Dunst
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Was gewettet werden darf, steht nicht im Belieben der beiden Veranstalter. Die Gespa führt eine geschlossene Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Cricket erscheint dort nur, wenn die zuständige Stelle es aufgenommen hat; ist die Sportart nicht gelistet, gibt es kein Wettangebot. Das ist der Punkt, an dem die meisten Klicks aus dem Ausland scheitern: Die Seite hat die Quote im Programm, hat aber keine Schweizer Bewilligung und kann morgen auf der Sperrliste stehen.

Was die Schweizer Bewilligung konkret bedeutet

Eine Schweizer Bewilligung bedeutet mehr als das Recht, Wetten anzubieten. Sie bindet den Veranstalter an die Spieler­schutzregeln des BGS und seiner Ausführungsverordnung (VGS). Die Auszahlung von Gewinnen und Restguthaben erfolgt ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Spielenden (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungen sind im bewilligten Markt nicht möglich. Kredit an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Wer von einem Veranstalter ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat im Streitfall keinen Schweizerischen Rechtsweg und kein Anrecht auf ein faires Spiel.

Ein roter Lederball und ein Holzschläger liegen auf einer Rasenkante, dahinter ein unscharfer Zaun
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.

Die Gespa veröffentlicht keine «Liste der bewilligten Buchmacher», weil es jenseits der zwei Veranstalter keine weiteren geben kann. Was sie veröffentlicht, ist die Sperrliste: eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Ende 2025 standen 671 Domains darauf; betroffene Anbieter wie bet-at-home tauchen regelmässig auf, bet365 ebenfalls. Eine blockierte Domain wird ersetzt, sobald sie gesperrt ist, das sogenannte Domain-Hopping. Wer heute auf eine Seite kommt, die morgen blockiert ist, verliert nicht nur den Zugang, sondern unter Umständen auch das Guthaben, das noch dort liegt.

Strafrechtliche Lage für Spieler und Spielerinnen

Die Spielenden macht sich nicht strafbar, wenn sie bei einem ausländischen Anbieter setzt. Strafbar ist die Organisation in der Schweiz (Art. 130 BGS) und die Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel in der Schweiz (Art. 74 Abs. 3 BGS), die mit Busse bis CHF 500’000 geahndet werden kann (Art. 131 BGS). Was bleibt, ist das zivilrechtliche Risiko: Im Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden, und der Schutz der Spielenden, den die Schweiz vorschreibt, gilt dort nicht.

Spielerschutz: Wie Limiten und Spielsperren im Cricket greifen

Cricket-Spiele dauern manchmal fünf Tage. Ein Test-Match beginnt am Donnerstag, geht über das Wochenende und endet am Montag. Wer in einem solchen Spiel mitläuft, kann an einem Tag drei Mal setzen und an drei weiteren Tagen wieder. Das macht Cricket für den Spielerschutz zu einem Sonderfall: Die übliche Tageskontrolle greift hier nicht, weil das «Tageslimit» über fünf Tage hinweg verbraucht wird.

Verlustlimiten, die der Spielende selbst setzt

Bei Sporttip muss jede spielende Person vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Periode; wer unter 21 Jahren ist, darf nur bis CHF 1’000 setzen. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, eine Frist, die Swisslos in den Bedingungen selbst strenger fasst als das Gesetz (das BGS sieht 24 Stunden vor). Zusätzlich gibt es eine Einzahlungslimite für 30 Tage, die freiwillig gesetzt wird. Wer über diese Limite hinaus spielen will, kann es nicht im Moment, sondern erst nach der Sperrfrist.

Bei Loterie Romande gilt Entsprechendes im Rahmen der eigenen Bedingungen. Beide Veranstalter sind verpflichtet, Spielende zum Setzen eigener Limiten aufzufordern (Art. 87 VGS), und kein Schweizer Veranstalter kann einen festen, vom Staat gesetzten Maximaleinsatz bieten.

Spielsperre und das schweizweite Register

Wer sich selbst sperren will, kann bei Swisslos den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage blockieren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der Punkt, an dem die Schweiz über Cricket hinausgeht: Die Sperre ist kantonsübergreifend und produktübergreifend.

Wer aus dem Ausland spielt, hat diese Möglichkeit nicht. Dort gibt es keinen Schweizer Anschluss an ein Sperrregister und keine Schweizer Stelle, die eine Selbstsperre durchsetzt. Die einzige Bremse ist die eigene Disziplin und, falls vorhanden, das Sperrsystem des ausländischen Anbieters, das nach dessen Hausregeln funktioniert.

Hilfe bei problematischem Spiel

Suchtberatung bieten die kantonalen Fachstellen und die nationale Plattform Sucht Schweiz. Für Spielsperren oder Limitensenkungen ist der Veranstalter selbst zuständig; bei Swisslos wie bei Loterie Romande genügt ein Anruf oder der Gang in eine Verkaufsstelle. Eine Spielsperre von unter drei Monaten ist im Gesetz nicht vorgesehen (Art. 84 VGS); wer sich nur kurz ausnehmen will, muss eine Pause wählen, die der Veranstalter freiwillig anbietet (Art. 89 VGS), nicht eine Sperre.

Cricket-Spielplan: Test, ODI und T20 im Überblick

Cricket ist nicht ein Spiel, sondern drei verschiedene Spiellängen mit eigener Wettlogik. Wer nicht weiss, welches Format vor ihm liegt, liest jede Quote falsch.

Das Test-Match: Fünf Tage, vier Innings, ein Draw

Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage, in der Regel mit täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden. Jede Mannschaft hat zwei Innings, kann also zweimal schlagen und zweimal bowlen. Das Spiel endet als Tie, wenn nach allen Innings der Punktestand gleich ist, ein seltener Fall. Es endet als Draw, wenn die Zeit vor Ende aller Innings abläuft, ohne dass eine Mannschaft gewonnen hat. Der Draw ist die häufigste Schlussvariante, die nicht im Namen «Tie» steckt; Wettende müssen zwischen Sieg Mannschaft A, Sieg Mannschaft B und Draw unterscheiden, sonst liegen sie bei einem Unentschieden daneben.

Wetten auf Test-Matches erstrecken sich oft über mehrere Tage, was die im Abschnitt zum Spielerschutz beschriebene Problematik verschärft. Wer am ersten Tag eines Tests eine Verlustlimite von CHF 200 pro Tag gesetzt hat, kann am fünften Tag noch setzen, wenn die Limite noch nicht verbraucht ist, und wenn doch, schlägt die Plattform die Wette aus.

One-Day Internationals: 50 Overs pro Innings

Ein One-Day International, kurz ODI, hat in der Regel 50 Overs pro Innings. Ein Over sind sechs reguläre Bälle, also 300 Bälle pro Innings, 600 pro Spiel. Diese Form ist kürzer und entscheidungsnäher als der Test, aber immer noch lang genug, um Wetten über mehrere Phasen anzubieten: nach dem Toss, nach dem Powerplay, nach der Mitte der Innings, nach jedem Wicket. Livewetten lohnen sich, weil sich das Spiel in den 50 Overs strukturiert entwickelt.

Twenty20: 20 Overs, unter 75 Minuten pro Innings

Twenty20, kurz T20, hat 20 Overs pro Innings, also 120 Bälle pro Seite. Die Spieldauer liegt unter 75 Minuten pro Innings, das ganze Spiel ist in etwa drei Stunden vorbei. T20 ist die kommerziell dominante Form: Die Indian Premier League ist das bekannteste Beispiel einer nationalen Liga, in der Spieler aus vielen Ländern zusammenspielen. Big Bash, Caribbean Premier League, The Hundred in England und Pakistan Super League folgen ähnlichen Mustern. Wer auf eine bestimmte Liga wetten will, prüft zuerst, ob die Gespa-Liste sie überhaupt als Wettbewerb führt.

Wichtige Turniere und Weltmeisterschaften

Der Cricket World Cup der Männer wird seit 1975 alle vier Jahre ausgetragen, seit 1987 im 50-Over-Format, davor im 60-Over-Format. Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln. Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien im Finale gegen Indien als Gastgeber. Die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert. Der T20 World Cup hat einen eigenen, kürzeren Rhythmus. Beide Turniere sind die meistgewetteten Cricket-Events überhaupt, weil sie planbar sind und jedes Spiel eine Wettlinie hat.

Eine Anekdote, die in die Wettliteratur eingegangen ist: Das Finale des Cricket World Cup 2019 endete nach 50 Overs 241:241 und im Super Over 15:15. England gewann anhand der Zahl der Boundaries, also der Anzahl der geschlagenen Vierer und Sechser. Wer auf «Sieg England» gesetzt hatte, gewann; wer auf «Draw» gesetzt hatte, verlor. Wer auf «Sieg England im Super Over» oder eine ähnliche Feinwette gesetzt hatte, lag je nach Wettanbieter richtig oder falsch. Es zeigt, wie kleinteilig Cricket-Wetten sein können, wenn das Spiel in ein Unentschieden kippt.

Duckworth-Lewis-Stern: Wenn der Regen das Ziel verschiebt

Limited-Overs-Spiele, also ODI und T20, werden bei Regen häufig unterbrochen. Wenn die zweite schlagende Mannschaft weniger Overs bekommt als die erste, braucht es eine faire Methode, das Ziel zu berechnen. Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode, eingeführt 1997 und 1999 vom ICC übernommen, seit November 2014 nach Steven Stern ergänzt, berechnet dieses Ziel. In einem 50-Over-Spiel muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, in einem T20 mindestens fünf. Sonst wird das Spiel als No Result gewertet, ausser wenn ein Team vorher schon all out ist oder das Ziel erreicht hat.

Was das für Wetten bedeutet: Eine Wette auf Sieg steht bei vielen Anbietern auch dann, wenn das Spiel als No Result gilt. Wer auf eine Over-Under-Wette gesetzt hat, kann eine Erstattung erhalten oder die Wette gilt als verloren, je nach Hausregel. Wer auf die konkrete Punktzahl setzt, hat die schlechtesten Karten, weil das Ziel bei Regen nach einer Formel berechnet wird, die nicht einmal alle Cricket-Fans im Kopf haben. Vor dem Setzen auf Limited-Overs-Spiele lohnt es sich, die Regelung des Anbieters zu No Result und zur Duckworth-Lewis-Stern-Methode zu lesen.

Cricket-Quoten spielen 1: Was die Zahl auf dem Wettschein bedeutet

Eine Quote ist keine Vorhersage, sondern eine Beziehung zwischen Einsatz und Rückzahlung. Wer das nicht versteht, liest jede Quote als «Chance» und unterschätzt die Marge.

Rückzahlung und Nettogewinn

Eine Quote 2.10 sagt: Setzt der Spielende CHF 10, gibt die Plattform bei Gewinn CHF 21 zurück. Davon sind CHF 10 der Einsatz, also bleiben CHF 11 Nettogewinn. Setzt der Spielende CHF 100 auf Quote 1.50, gibt es bei Gewinn CHF 150 zurück, also CHF 50 Nettogewinn. Die Formel ist einfach: Rückzahlung = Einsatz × Quote, Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine, was die Rückzahlung vervielfacht und die Marge ebenso.

Ein Beispiel: Drei Einzelwetten mit Quoten 1.80, 2.20 und 1.95 ergeben als Kombiwette eine Gesamtquote von 1.80 × 2.20 × 1.95 = 7’722. Ein Einsatz von CHF 10 bringt bei Gewinn CHF 77.22 zurück, also CHF 67.22 Nettogewinn. Was die meisten Wettenden nicht sehen: Die Marge multipliziert sich ebenfalls, weshalb eine Kombiwette aus drei Beinen typischerweise drei Mal so viel Marge enthält wie eine Einzelwette.

Marge und Auszahlungsquote eines Marktes

Eine Plattform lebt von der Differenz zwischen dem, was sie einnimmt, und dem, was sie auszahlt. Diese Differenz heisst Marge. Der komplementäre Wert heisst Auszahlungsquote, oft auch Quotenschlüssel. In einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 auf beiden Seiten ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.95. Das sind 95 %, die Marge ist 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt mit Quoten 2.10, 3.40 und 4.50 addieren sich die Kehrwerte zu 0.4762 + 0.2941 + 0.2222 = 0.9925; die Auszahlungsquote ist etwa 99.25 %, die Marge 0.75 %. Solche Margen sind im Cricket ungewöhnlich niedrig, sie kommen nur auf den grossen Märkten vor.

Was die Marge praktisch bedeutet: Bei einer Marge von 5 % auf einem Zwei-Wege-Markt zahlt die Plattform von jedem CHF 100 Einsatz CHF 95 zurück, wenn beide Seiten proportional bespielt würden. Real werden Wetten nicht proportional gesetzt, und die Plattform passt die Quoten an, um Übergewichtung auszugleichen. Die 5 % sind ein Mittelwert über viele Wetten, nicht der Preis jeder einzelnen Wette.

Beispielrechnung: Die Marge eines Cricket-Marktes

Nehmen wir ein T20-Spiel zwischen zwei ausgeglichenen Mannschaften an. Die Plattform bietet einen Zwei-Wege-Markt «Sieg A / Sieg B» mit Quote 1.90 auf jeder Seite. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.95, also 95 %. Die Marge ist 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt mit zusätzlichem Draw (Test) oder zusätzlichem No Result (Limited Overs bei Regen) wird die Marge in der Regel höher, oft 8 bis 12 %, weil die dritte Option weniger genau kalkulierbar ist und die Plattform einen Sicherheitspuffer einpreist.

Die Tabelle zeigt, wie sich die Marge mit zunehmender Ausgeglichenheit verhält:

Quoten A Quoten B Quoten C Marge
1.50 k. A. – k. A.
1.90 k. A. – k. A.
2.10 3.40 4.50 0.75 %
2.50 k. A. k. A. k. A.
3.00 k. A. k. A. k. A.

Bei einem ausgeglichenen Match mit allen drei Optionen wird die Marge am kleinsten, weil die Plattform alle Seiten eng kalkulieren kann. Bei einem klaren Favoriten wird die Marge grösser, weil die Plattform das Ungleichgewicht über die Quote der Aussenseiter ausgleicht.

Livewetten und Cash-Out: Was sich verschiebt

Livewetten bei Sporttip gelten unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen, etwa bei einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einer Videoschiedsrichter-Entscheidung, kann die Plattform Wetten mit Quote 1.00 werten. Das bedeutet: Wer zu spät drückt, hat nichts gewonnen, aber auch nichts riskiert.

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Die zehn Anbieter im Vergleich: Wer eine Bewilligung hat und wer nicht

Die folgende Einordnung trennt die zwei Schweizer Veranstalter von den ausländischen Anbietern, die in der Schweiz nicht bewilligt sind und auf der Gespa-Sperrliste stehen können. Beide Gruppen werden nach denselben Kriterien beschrieben, aber mit deutlichem Abstand zueinander.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung (BGS, Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung (BGS, Gespa) Loterie Romande, Lausanne
Betscore keine nicht ausgewiesen
22Bet keine nicht ausgewiesen
bet-at-home keine nicht ausgewiesen
Betify keine nicht ausgewiesen
ZotaBet keine nicht ausgewiesen
BetAlright keine nicht ausgewiesen
N1 Bet keine nicht ausgewiesen
BetFury keine nicht ausgewiesen

Die Spalte «Veranstalter» zeigt für die Schweizer Anbieter die Trägerschaft nach dem BGS; für die ausländischen Anbieter ist keine Lizenz ausgewiesen, die in der Schweiz nach Art. 4 BGS Kraft hätte. Die zwei Schweizer Veranstalter sind die einzigen legalen Wege, in der Schweiz auf Cricket zu wetten; die anderen acht stehen ohne Schweizer Bewilligung da und sind nicht durch Schweizer Recht geschützt.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist die interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die interkantonale Vereinbarung von 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Der Reingewinn 2025 betrug CHF 562 Mio., davon CHF 109 Mio. aus den Sportwetten; CHF 506 Mio. gingen an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Das ist die ökonomische Seite der Bewilligung: Die Schweizer Veranstalter sind keine gewinnmaximierenden Buchmacher, sondern Organisatoren mit gemeinnütziger Zwecksetzung.

Für die spielende Person bedeutet das: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Person nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Wer bei Sporttip Cricket wetten will, prüft das Wettprogramm: Die verfügbaren Wettbewerbe sind die, die die Gespa-Liste führt. Was nicht auf der Liste steht, gibt es nicht als Wette. Cricket-Events sind nicht das Kerngeschäft, aber grosse Turniere und profilierte Ligen erscheinen, wenn sie auf der Liste stehen. Das ist der engste Punkt dieser Seite, alles andere daraus.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie hat 2’350 Verkaufsstellen und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Wer in Genf wohnt, kann sich online bei Jouez Sport registrieren, wer in Zürich wohnt, nicht. Die Online-Registrierung setzt Wohnsitz im Vertragsgebiet voraus, Volljährigkeit und keine bestehende Spielsperre.

Die Auszahlung erfolgt auf ein Konto im Namen der spielenden Person, anonym oder in Kryptowährungen ist nicht möglich. Welche konkreten Cricket-Märkte Jouez Sport im Programm hat, steht in deren aktuellem Wettprogramm; die Gespa-Liste bestimmt, was überhaupt angeboten werden darf, der Veranstalter entscheidet, was er anbietet. Für die spielende Person im Westschweizer Vertragsgebiet ist Jouez Sport die legale Adresse.

Betscore

Betscore hat keine Schweizer Bewilligung. Die in den AGB ausgewiesene Lizenz, falls vorhanden, hat in der Schweiz keine Kraft nach Art. 4 BGS. Wer bei Betscore ein Konto eröffnet, ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen und hat im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg. Die Plattform kann auf der Gespa-Sperrliste stehen; dann blockieren Schweizer Provider den Zugang per DNS, und ein bereits geladenes Guthaben kann nur über den Anbieter selbst zurückgeholt werden, falls überhaupt.

22Bet

22Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Die ausgewiesene Lizenz, falls vorhanden, hat in der Schweiz keine Wirkung. Die Plattform kann von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden. Das bekannte Problem bei Curaçao-lizenzierten Anbietern ist die Durchsetzung von Spielerschutz: Eine Selbstsperre gilt nur bei dem Anbieter selbst, und sie wird aufgehoben, sobald die spielende Person ein neues Konto unter anderer Mailadresse eröffnet. Für die Schweiz bedeutet es zudem: Keine Auszahlung auf ein Schweizer Bankkonto mit den Schweizer Standards, keine Anwendung der Schweizer Verlustlimiten und keine Anwendung der Schweizer Identitätsprüfung.

bet-at-home

bet-at-home hat keine Schweizer Bewilligung und ist nach AGB einen Namen, der in der Gespa-Sperrliste regelmässig auftaucht. Die Plattform betreibt Domain-Hopping, was bedeutet, dass blockierte Domains durch neue Domains ersetzt werden. Wer heute auf eine funktionierende Domain kommt, kann morgen auf einer blockierten landen. Wer auf bet-at-home wettet, hat keinen Schweizer Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Limiten und kein Schweizer Beschwerdeverfahren.

Betify

Betify besitzt keine Schweizer Bewilligung. Die in den AGB angegebene Lizenz ist in der Schweiz nicht anerkannt. Die Website kann von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden. Wer Betify nutzt, hat keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Limiten, keine Identitätsprüfung nach Schweizer Standard und keine Auszahlungsgarantie nach Schweizer Recht.

ZotaBet

ZotaBet hat keine Schweizer Bewilligung. Welche Lizenz die Plattform ausweist, hat in der Schweiz keine Wirkung. Die Plattform kann auf der Gespa-Sperrliste stehen. Wer auf ZotaBet wettet, setzt ohne Schweizer Schutz. Das ist die Kurzform.

BetAlright

BetAlright hat ebenfalls keine Schweizer Bewilligung und kann auf der Gespa-Sperrliste erscheinen. Die Lizenzangabe ist hier nicht massgeblich für den Schweizer Markt. Ein Schutz nach BGS ist nicht gegeben.

N1 Bet

N1 Bet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Die angegebene Lizenz hat in der Schweiz keine Rechtswirkung. Die Plattform ist zudem von Sperren durch die Gespa betroffen. Ein Schutz nach schweizerischem Geldspielgesetz existiert hier nicht.

BetFury

BetFury hat keine Schweizer Bewilligung. Welche Lizenz die Plattform ausweist, hat in der Schweiz keine Kraft. Die Plattform kann auf der Gespa-Sperrliste stehen. BetFury ist bekannt als Plattform mit Krypto-Fokus; eine Schweizer Auszahlung auf ein Bankkonto erfolgt dort nicht im Schweizer Standard, und eine Krypto-Auszahlung hat im bewilligten Markt keine Entsprechung. Wer auf BetFury wettet, hat keinen Schutz nach BGS.

Besteuerung von Cricket-Gewinnen in der Schweiz

Die Besteuerung von Wettgewinnen hängt davon ab, ob die Plattform eine Schweizer Bewilligung hat oder nicht. Wer das nicht trennt, läuft in eine Steuerfalle oder verpasst eine Erstattung.

Gewinne aus Schweizer Sportwetten

Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Die ESTV legt den Freibetrag fest; ab dem 1. Januar 2026 liegt die bundesrechtliche Schwelle bei CHF 1’071’000. Unter dieser Schwelle fällt keine Einkommenssteuer an und keine Verrechnungssteuer wird abgezogen. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die bei der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Der kantonale Freibetrag weicht vom bundesrechtlichen ab, weshalb die Faustregel «je nach Kanton» lautet.

Ein Beispiel. Eine Person gewinnt CHF 5’000 auf eine einzelne Sporttip-Wette. Sie liegt unter dem Freibetrag und zahlt keine Einkommenssteuer auf den Gewinn und keine Verrechnungssteuer wird abgezogen. Gewinnt dieselbe Person CHF 1’200’000 auf eine Kombiwette, liegt sie über dem bundesrechtlichen Freibetrag; Swisslos zieht 35 % Verrechnungssteuer ab (CHF 420’000), die bei der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die kantonale Schwelle kann tiefer liegen, dann wird ein Teil des Gewinns als Einkommen versteuert; sie kann höher liegen, dann wird nichts versteuert. Deshalb: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.

Gewinne aus ausländischen Sportwetten

Gewinne aus ausländischen Sportwetten unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, weil kein Schweizer Veranstalter sie abzieht. Was bleibt, ist die kantonale Einkommenssteuer. Einige Kantone, darunter Thurgau, behandeln Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerpflichtiges Einkommen, unabhängig von der Höhe. Andere Kantone kennen einen Freibetrag. Wer aus dem Ausland gewinnt, muss den Gewinn in der Steuererklärung deklarieren und prüft die kantonale Praxis. Es gibt keine Schweizer Stelle, die den Gewinn automatisch meldet; das Risiko der Nicht-Deklaration trägt die spielende Person.

Wie sich die Wettentscheidung zusammensetzt

Wer in der Schweiz auf Cricket wetten will, steht vor drei Entscheidungen, die nicht alle offensichtlich sind.

Erstens: Welcher Veranstalter? Wer im deutschsprachigen Vertragsgebiet wohnt, kommt zu Swisslos Sporttip. Wer im Westschweizer Vertragsgebiet wohnt, zu Loterie Romande Jouez Sport. Wer im Ausland wohnt, hat keinen legalen Weg in der Schweiz und kann nur auf ausländischen Plattformen spielen, die in der Schweiz keine Bewilligung haben. Zweitens: Welches Format? Test, ODI oder T20. Das Format bestimmt, welche Märkte sinnvoll sind, wie die Marge aussieht und ob ein Draw als Ergebnis möglich ist. Drittens: Welche Schutzmechanismen? Verlustlimiten, Spielsperre, Einzahlungslimite. Bei Schweizer Veranstaltern sind sie gesetzlich verankert; bei ausländischen Anbietern gelten sie nur, wenn der Anbieter sie selbst anbietet, und ihre Durchsetzung hängt von der Hausregel ab.

Was sich aus dieser Seite nicht entscheiden lässt: Ob eine bestimmte Wette gewinnt. Cricket ist eine Sportart mit langen Spielen, vielen Variablen und einem Unentschieden als regulärem Ausgang. Wer auf Cricket wettet, akzeptiert eine höhere Ungewissheit pro Spiel als in Fussball oder Tennis. Die Quoten spiegeln das, indem sie auf den grossen Märkten enger sind (5 % Marge auf Sieg A / Sieg B) und auf Nischenmärkten weiter (10 % und mehr auf Spielerstatistiken oder Over-Under in einem Innings).

Häufig gestellte Fragen

Kann man in der Schweiz bei Swisslos oder Loterie Romande auf Cricket wetten?

Ob Cricket bei Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport wettbar ist, hängt von der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten ab. Steht Cricket drauf, führen die Veranstalter die grossen Turniere und profilierte Ligen; steht es nicht drauf, gibt es keine Wetten. Eine pauschale Antwort ist nicht möglich, das Wettprogramm ist die einzige verlässliche Quelle.

Was bedeuten Test-Match, One-Day-Spiel und T20 für die Wettauswahl?

Test-Matches sind mehrtägig und kennen den Draw als Ergebnis; One-Day Internationals haben 50 Overs pro Innings und keinen Draw, dafür Tie und No Result; Twenty20 hat 20 Overs pro Innings, das Spiel ist in etwa drei Stunden vorbei. Wer auf den Draw streitet, kann nur im Test gewinnen; wer auf Spielerstatistiken über das ganze Spiel setzt, sollte T20 oder ODI wählen.

Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei Regenunterbrechungen aus?

Bei einem Limited-Overs-Spiel mit Regenunterbrechung wird das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft nach einer Formel neu berechnet. In ODIs muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, in T20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als No Result gewertet. Wetten auf Sieg werden bei No Result typischerweise erstattet, Wetten auf Over-Under oder konkrete Punktzahlen können ihre Gültigkeit verlieren. Die Hausregel des Anbieters entscheidet.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?

Rückzahlung = Einsatz × Quote. Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine. Beispiel: Einsatz CHF 10 auf Einzelwette mit Quote 2.50 ergibt Rückzahlung CHF 25 und Nettogewinn CHF 15. Drei Beine mit Quoten 1.80, 2.20 und 1.95 ergeben eine Gesamtquote von 7’722 und bei CHF 10 Einsatz CHF 77.22 Rückzahlung.

Wie lässt sich die Marge in Cricket-Quoten abschätzen?

Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quote_n) über alle Optionen eines Marktes. Marge = 1 − Auszahlungsquote. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 / 1.90 ist die Auszahlungsquote 95 % und die Marge 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt mit Quoten 2.10 / 3.40 / 4.50 ist die Auszahlungsquote etwa 99.25 % und die Marge etwa 0.75 %.

Wie werden Gewinne aus ausländischen Wettseiten im Vergleich zu Sporttip besteuert?

Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind einkommensteuerfrei bis zum Freibetrag (CHF 1’071’000 ab 1.1.2026 bundesrechtlich); darüber werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen, die erstattet werden kann. Gewinne aus ausländischen Wetten werden nicht in der Schweiz besteuert, unterliegen aber der kantonalen Einkommensteuer; einige Kantone wie Thurgau behandeln sie als voll steuerpflichtig. Die kantonale Praxis prüft die Steuerverwaltung.

Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»