Darts wetten in der Schweiz: Was ein Pfeil aufs Brett kostet
Wer in der Schweiz auf Darts wetten will, landet schneller bei der Rechtslage als bei den Pfeilen. Das ist der erste Befund dieser Seite, und er bestimmt, wie die nächsten zu lesen sind: zuerst die Bürokratie, dann das Spiel. Stand: 20. Oktober 2026, geprüft gegen die Gespa-Aufsicht und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.

Überblick: Was Darts-Wetten in der Schweiz tatsächlich sind
Darts ist ein Einzelsport mit einfacher Mechanik und komplexem Verlauf. Auf den ersten Blick werfen zwei Spieler abwechselnd drei Pfeile auf eine Scheibe, bis einer 501 Punkte genau auf Null bringt – vorzugsweise auf einem Doppelfeld, dem sogenannten «Double Out». Auf den zweiten Blick entscheiden einzelne Punkte über das Leg, ein Leg über den Satz, ein Satz über das Match. Wer auf Darts wettet, wettet auf die Fähigkeit eines Spielers, unter Druck die letzten Punkte sauber zu Ende zu bringen.
In der Schweiz gilt eine Besonderheit, die viele Wettende aus dem Ausland nicht kennen: Nicht jeder Anbieter, der im Internet Darts-Quoten anbietet, darf das hier auch. Seit dem Geldspielgesetz vom 1. Januar 2019 dürfen Sportwetten als Grossspiel nur zwei Veranstalter anbieten, die Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit dem Produkt Sporttip, und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide sind Genossenschaften beziehungsweise Gesellschaften der Kantone, beide unterstehen der interkantonalen Aufsichtsbehörde Gespa. Wer bei einem anderen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Bewilligung – die Wette ist nicht verboten, der Schutz aber fehlt.

Das verändert die Frage. Wer nach «Darts-Wetten Schweiz» sucht, sucht nicht primär nach Quoten, sondern zuerst nach der Erlaubnis. Ist diese geklärt, geht es um die Quoten, die Wettarten und darum, ob eine Prognose mehr ist als ein Bauchgefühl. Genau diesen Weg geht die Seite: erst die zwei erlaubten Veranstalter, dann die Märkte und Quoten, dann der Blick auf Form, Durchschnitt und Checkout-Quote, mit dem eine eigene Einschätzung überhaupt erst entsteht.
Spielmodus, Legs und Sets – das Vokabular verstehen
Ein Spiel im Steeldarts beginnt bei 501 Punkten. Pro Aufnahme wirft ein Spieler drei Pfeile; der Wurf mit der höchsten erreichbaren Punktzahl ist die «höchste Punktzahl bei Double Out»: 170 Punkte, also dreimal die 20, dreimal die 20, dann das Bull’s Eye. Ein Spiel, das mit der Minimalzahl von neun Pfeilen gewonnen wird, heisst Neundarter – ein Kunststück, das im Profidarts selten, aber regelmässig vorkommt. Wer das aktuelle Spiel gewinnt, hat das «Leg» gewonnen.
Die nächste Stufe ist der Satz, englisch «Set». Bei der PDC-Weltmeisterschaft gewinnt einen Satz, wer zuerst drei Legs für sich entscheidet. Wer das Match gewinnt, hängt vom Turnierabschnitt ab: Im Finale der WM werden mehr Sätze gespielt als in der ersten Runde. Wer auf den Sieger eines Darts-Matches wettet, wettet also nicht auf ein einzelnes Spiel, sondern auf eine Kette von Legs, die selbst aus Würfen besteht – und erst die Kombination aus Form, Tagesverfassung und der Fähigkeit, unter Druck zu vollenden, entscheidet.
Der Abstand zur Scheibe ist übrigens fix: Die Wurflinie, im Fachjargon «Oche», steht 2,37 Meter von der Scheibe entfernt; der Mittelpunkt der Scheibe liegt 1,73 Meter über dem Boden. Was sich zwischen diesen Zahlen abspielt, ist nicht Sache der Geometrie, sondern des Spielers.
Rechtslage: Wer in der Schweiz Darts-Wetten anbieten darf
Die Schweiz kennt keinen freien Markt für Online-Sportwetten. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) teilt die Geldspiele in zwei Kategorien: die «Grossspiele», zu denen Lotterien und Sportwetten zählen, und die «Kleinspiele», die in Casinos stattfinden. Für Grossspiele braucht es eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel; beides erteilt die Gespa auf Antrag. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos und Loterie Romande. Andere Grossspiele am Echtgeldmarkt – also auch Online-Sportwetten – darf niemand sonst anbieten. Eine ausländische Lizenz, gleich aus Curaçao, Malta oder Deutschland, hat in der Schweiz keine Kraft.

Die zwei erlaubten Veranstalter
Swisslos hat den Sitz in Basel und führt die Sportwetten unter dem Namen Sporttip durch. Das Vertragsgebiet umfasst die deutschsprachigen Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in der Romandie wohnt, ist dort nicht zugelassen – und umgekehrt.
Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ihren Sitz hat sie in Lausanne, Avenue de Provence 14. Sie betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende.
Beide Veranstalter verlangen für die Online-Teilnahme Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im eigenen Vertragsgebiet, Volljährigkeit sowie eine verifizierte Identität. Wer gesperrt ist, darf nicht teilnehmen. Jede Person darf sich nur einmal registrieren.
Was beworben werden darf – und was nicht
Werbung für Geldspiele darf nicht in die Irre führen, nicht aufdringlich sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für Glücksspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft. Gratisspiele oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa – im Jahr 2025 hat sie 24 Einwilligungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Bonusangebote und ihre Bedingungen kommen allein aus den Spielregeln der Veranstalter.
Offshore-Anbieter und die Sperrliste
Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Schutzes. Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre blockieren; Ende 2025 enthielt sie 671 Domains. Sie wird ständig aktualisiert – blockierte Anbieter tauchen über neue Domains wieder auf, das sogenannte Domain-Hopping. Die Gespa hat Interwetten und Bet-at-Home namentlich auf der Liste; bet365 ist ebenfalls geführt.
Wer dort spielt, hat keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, keinen Schweizer Rekrutweg und keine Garantie für faires Spiel. Eine ausländische Lizenz bedeutet in der Schweiz nichts. Die Wette an sich ist für den Spielenden nicht strafbar – der Anbieter macht sich aber strafbar, und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
Verantwortungsvolles Wetten auf Darts
Darts-Turniere dauern lang. Die PDC-Weltmeisterschaft erstreckt sich von Dezember bis Januar und läuft rund drei Wochen; die European Darts Tour zieht durch mehrere europäische Städte; die Premier League spielt wöchentliche Abende. Wer an einem dieser Abende ein paar Spiele schaut, kann sich schnell in einer Stimmung wiederfinden, in der noch ein «kurzer» Einsatz verlockend wirkt. Genau dafür gibt es die Schutzmechanismen der Schweizer Veranstalter.
Verlustlimiten und Einzahlungslimiten
Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für einen Tag, sieben Tage und dreissig Tage setzen. Die Obergrenze beträgt CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann freiwillig eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden.
Diese Limiten werden vom Spieler selbst gesetzt, nicht vom Staat. Das Gesetz verlangt nur, dass ein Veranstalter überhaupt eine Obergrenze für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste anbietet; die Werte sind Sache des Spielers.
Spielsperre und Selbstschutz
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos – einschliesslich Online-Casinos – sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, mit Einbezug einer Fachstelle. Wer sich selbst sperrt, hat keinen Anspruch auf ausstehende Einsätze oder Gewinne.
Warum lange Turniere Disziplin kosten
Wer über mehrere Tage ein Darts-Turnier verfolgt, wird mit ständig neuen Quoten konfrontiert. Spät am Abend, nach mehreren Stunden, sinkt die Aufmerksamkeit für eigene Grenzen. Cash-Out macht es leichter, eine Verlustposition vorzeitig zu schliessen – aber der Betrag ist tiefer als der mögliche Vollgewinn, und der Anbieter kann Cash-Out jederzeit ändern oder nicht anbieten. Disziplin heisst hier weniger, kein Geld zu verlieren, als die Limite so zu setzen, dass ein schlechter Abend nicht die ganze Woche auffrisst.
Vorhersagen und Strategie: Warum kein Darts-Tipp sicher ist
Wer «Darts-Tipps heute» googelt, sucht meist nach einer Prognose, die das Modell vorhersagt. Das Problem: Modelle sagen Wahrscheinlichkeiten, keine Ergebnisse. Wer auf Darts wettet, setzt auf ein Ereignis mit ungewissem Ausgang – die Quoten spiegeln die Einschätzung des Marktes, nicht eine Vorhersage.
Was eine Prognose tragen kann – und was anders
Eine belastbare Einschätzung baut auf drei Säulen auf: Form, Durchschnittswerte und Checkout-Quote. Die Form sagt, wie ein Spieler in den vergangenen Wochen gespielt hat. Der Durchschnitt – die Average pro Aufnahme – sagt, wie konstant ein Spieler seine Würfe ins Brett bringt. Die Checkout-Quote sagt, wie oft ein Spieler eine bestimmte Restpunktzahl mit der geforderten Doppel-Beendigung abschliesst.
Wer diese drei Zahlen über mehrere Spiele vergleicht, gewinnt eine Vorstellung davon, wer Favorit ist. Diese Vorstellung ist ein Ausgangspunkt, kein Tipp. Sie wird gegen die Quote gehalten, die der Anbieter anbietet – und genau hier entsteht die Frage nach der Value-Wette.
Value-Wetten: Wenn die Quote grösser ist als die Chance
Eine Value-Wette liegt vor, wenn die Quote des Anbieters die geschätzte Wahrscheinlichkeit übersteigt. Wer die Chance auf einen Sieg auf 50 % schätzt, braucht eine Quote über 2.00, damit die Wette «Value» hat – Einsatz mal (Quote minus 1) ist dann grösser als der Einsatz. Liegt die Quote bei 1.80, zahlt sich die Wette langfristig nicht aus, auch wenn der Spieler die Hälfte seiner Matches gewinnt.
Diese Rechnung hat eine Schwäche: Die geschätzte Wahrscheinlichkeit ist selbst eine Schätzung. Wer seine Schätzung auf eine kleine Stichprobe stützt, irrt leicht. Wer seine Schätzung auf einen Markt stützt, der ohnehin gut funktioniert – etwa die Sieger-Wette bei einem ausgeglichenen Match –, erhält belastbarere Zahlen.
Warum kein Tipp sicher ist
Selbst die beste Einschätzung irrt. Ein Spieler kann an einem Tag seine Average nicht halten, ein anderer einen Lauf haben, ein Dritter unter Nervosität seine Doppel nicht treffen. Wer auf Darts wettet, setzt auf Wahrscheinlichkeiten, nicht auf Sicherheiten. Kein Modell sagt einen Sieger vorher; jede Quote enthält eine Marge des Anbieters, die den erwarteten Wert nach unten zieht.
Wer sein Glück versucht, soll auf Quoten basieren und die eigene Schätzung laufend überprüfen. Wer glaubt, mit einem sicheren System langfristig zu gewinnen, verwechselt Wette mit einem Tipp – und verliert am Ende mehr, als er gewinnt.
Wettarten und Quoten: Wie aus Quoten Margen werden
Wer Darts-Quoten vergleicht, vergleicht Zahlen, die nicht direkt vergleichbar sind. Jede Quote enthält einen Aufschlag des Anbieters – die Marge. Wer die Margen kennt, versteht, was ein Anbieter vom Markt abzieht, bevor ein Spieler überhaupt gewinnt.
Die wichtigsten Wettarten
Sieger-Wette (englisch «Match Winner»): Wer gewinnt das Match. Leg-Wette: Wer gewinnt das nächste Leg. Handicap-Wette: Ein Spieler startet mit einem virtuellen Rückstand, der mit dem tatsächlichen Ergebnis verrechnet wird. Überdiese (466.5): Wetten auf die Gesamtzahl der Punkte, die ein Spieler in einem Leg wirft – mehr als 466.5 oder weniger. Korrektes Ergebnis: Wie viele Legs jeder Spieler gewinnt. Diese Märkte gibt es bei den Schweizer Veranstaltern in unterschiedlicher Tiefe, und nicht jeder Anbieter hat jeden Markt.
Bei Sporttip ist die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind – bei Darts irrelevant, bei Fussball zentral.
Was eine Marge ist – und wie sie entsteht
Eine Quote ist der Kehrwert der implizierten Wahrscheinlichkeit. Eine Quote von 2.00 entspricht 50 % Wahrscheinlichkeit; eine Quote von 1.50 entspricht 66,7 %. Der Anbieter schätzt die Wahrscheinlichkeit, addiert einen Aufschlag und gibt das Ergebnis als Quote aus. Die Auszahlungsquote – der «Quotenschlüssel» – ist der Anteil der Einsätze, den der Markt über alle Ausgänge hinweg zurückzahlt. Die Marge ist 100 % minus den Quotenschlüssel.
Eine Beispielrechnung: Ein Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90 auf jede Seite. Die implizierten Wahrscheinlichkeiten sind 1 ÷ 1.90 = 52,63 % auf jeder Seite; zusammen 105,26 %. Der Quotenschlüssel ist 1 ÷ 105,26 % = 95,00 %; die Marge 5,00 %. Das heisst: Von jedem Franken Einsatz zahlt der Anbieter 95 Rappen zurück, 5 Rappen behält er – im Schnitt, über viele Wetten.
Die Marge ist also keine versteckte Gebühr, sondern der Preis des Anbieters für das Angebot. Sie schwankt: Bei grossen Events mit hohem Volumen – etwa der PDC-Weltstattmeisterschaft – ist sie oft tiefer als 5 %, bei Nischenmärkten über 8 %. Wer seine Margen kennt, vergleicht Anbieter, nicht Quoten.
Wie der Gewinn aus Einsatz und Quote entsteht
Ein Beispiel: Einsatz CHF 50, Quote 2.50. Der Bruttogewinn ist Einsatz mal Quote = CHF 125. Davon gehört der Einsatz zurück, der Nettogewinn ist CHF 75. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten: 1.80 × 2.20 × 1.95 ergibt eine Gesamtquote von rund 7.72. Ein Einsatz von CHF 10 bringt dann einen Bruttogewinn von CHF 77.20, einen Nettogewinn von CHF 67.20.
Diese Rechnung setzt voraus, dass die Wette gewinnt. Bei einer Kombiwette gewinnen alle drei Beine oder die ganze Wette verliert – sie ist daher riskanter, aber die Quote ist höher. Bei einer Systemwette werden mehrere Kombinationen gespielt, sie kostet mehr Einsatz, gibt aber auch bei einem Verlust eines Beins noch eine Chance.
Was bei Quotenboosts und Profitboosts zu beachten ist
Bei Sporttip gibt es Quotenboosts nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und Profitboosts, die den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz erhöhen. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer einen Boost nutzt, sollte sich vorher überlegen, was der Boost ohne Cash-Out wert wäre – und ob die Quote den Einsatz rechtfertigt.
Der Kombiboost bei Sporttip gilt online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 je Voraussage. Der Bonus auf den Nettogewinn steigt von 5 % bei vier Voraussagen auf 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Auch hier sind Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert.
Livewetten und Cash-Out bei Sporttip
Livewetten bei Sporttip gelten unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten – vor Spielbeginn und live – aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie für jeden Markt.
Einsatz- und Limitsetenhöhen bei Sporttip
Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei Sporttip beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann sie jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Diese Werte sind keine gesetzlichen Vorgaben, sondern Geschäftsbedingungen des Veranstalters.
Sportarten und Turniere: Wo Darts-Quoten entstehen
Die PDC (Professional Darts Corporation) wurde am 16. Januar 1992 in Brentwood, Essex, gegründet – kein Verband, sondern ein gewinnorientiertes Unternehmen. Sie trägt die Weltmeisterschaft seit 1994 aus. Der Rekordsieger ist Phil Taylor mit 14 Titeln; in jüngerer Zeit dominierte Luke Littler, der die WM 2025 mit 7:3 gegen Michael van Gerwen und 2026 mit 7:1 gegen Gian van Veen gewann.
PDC-Weltmeisterschaft
Die PDC World Darts Championship wird im Alexandra Palace in London ausgetragen. Seit 2026 nehmen 128 Spieler teil; das Turnier läuft von Dezember bis Januar und dauert rund drei Wochen. Ein Satz wird gewonnen, wer zuerst drei Legs entscheidet; die Zahl der benötigten Sätze steigt im Turnierverlauf. Wer auf den Sieger der WM wettet, wettet auf einen Sieger nach einer Reihe von Sätzen – und damit auf einen Spieler, der über mehrere Tage seine Form halten kann.
European Darts Tour und Pro Tour
Die Pro Tour der PDC besteht seit 2002. Für 2025 waren 48 Pro-Tour-Events geplant, aufgeteilt in 34 Players Championships und 14 Turniere der European Darts Tour. Diese Turnierreihe zieht durch mehrere europäische Städte und bietet eine dichte Folge von Matches – ein Anbieter, der alle Turniere im Wettprogramm hat, gibt Spielenden mehr Daten und mehr Wettmärkte.
Premier League Darts und Ligaabende
Die Premier League Darts ist eine eigene Turnierserie mit wöchentlichen Ligaabenden. Sie läuft über mehrere Monate und ist ein eigenständiger Markt – nicht Teil der Pro Tour, aber mit ähnlichen Spielern. Für die Quote zählt die Tagesform stärker als die langfristige Form.
Welche Turniere im Schweizer Wettprogramm stehen
Was im Schweizer Wettprogramm steht, hängt von der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten ab. Die Liste wird von der Gespa geführt; Dartsturniere erscheinen dort, wenn sie bewilligt sind. Was dort nicht steht, kann nicht angeboten werden. Wer auf ein bestimmtes Turnier wetten will, prüft im Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport, ob das Turnier aufgeführt ist.
Die zwei Schweizer Veranstalter im Profil
Die folgenden Profile beschreiben die beiden Schweizer Veranstalter und ordnen sie nach Bewilligung und Angebot ein. Beide sind die einzigen in der Schweiz bewilligten Veranstalter für Sportwetten; ihre Angebote sind nach den Vorgaben der Gespa gestaltet, ihre Spielregeln veröffentlicht und ihre Schutzmechanismen gesetzlich verankert.
Swisslos Sporttip
Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und führt das Sportwettenangebot unter dem Produktnamen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die deutschsprachigen Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Im Geschäftsbericht 2025 weist Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio. aus – CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die daraus Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe finanziert. CHF 109 Mio. stammten aus den Sportwetten, im Vorjahr waren es CHF 122 Mio. gewesen.
Die Online-Registrierung setzt Volljährigkeit und Wohnsitz im Vertragsgebiet voraus; der Ausweis wird hochgeladen, die Daten werden gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer einmal gesperrt ist, wird im schweizweiten Register eingetragen und kann sich auch in Casinos nicht anmelden.
| Marke | Bewilligung | Veranstalter |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung BGS | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande führt Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14 in Lausanne. Sie betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende.
| Marke | Bewilligung | Veranstalter |
|---|---|---|
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung BGS | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: Was fehlt
Die folgenden Anbieter sind im Internet sichtbar und bieten Darts-Wetten an. Sie haben keine Schweizer Bewilligung. Die Lizenz, die einige davon in anderen Ländern halten – etwa Tobique in Kanada – hat in der Schweiz keine Kraft. Ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen, derzeit sind sie es nicht alle. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Schutz, ohne Anbindung an das Ausschlussregister und ohne Schweizer Rekrutweg.
Rabona
Rabona ist eine Online-Sportwetten- und Casino-Marke, die international operiert und keine Schweizer Bewilligung hält. Wer dort spielt, tut das ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens.
Rollbit
Rollbit ist eine Krypto- und Wettplattform. Auch sie hat keine Schweizer Bewilligung, und die Bezahlung mit Kryptowährungen ist im Schweizer lizenzierten Markt nicht zulässig – Gewinne und Salden werden nur auf ein Konto im Namen des Spielenden ausgezahlt.
X3Bet
X3Bet wirbt mit einer Lizenz aus Kanada (Tobique). In der Schweiz hat eine solche Lizenz keine Kraft; auch X3Bet ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen.
bet-at-home
bet-at-home ist ein europäischer Anbieter mit langer Geschichte. Er ist auf der Gespa-Sperrliste namentlich genannt; die Domain wird in der Schweiz per DNS gesperrt, ein Zugang über die Hauptdomain ist daher nicht möglich.
Cloudbet
Cloudbet ist eine Krypto-Sportwettenplattform. Auch sie hat keine Schweizer Bewilligung.
Boomerang Bet
Boomerang Bet ist ein weiterer internationaler Anbieter ohne Schweizer Bewilligung.
1Bet
1Bet gehört zur gleichen Kategorie – keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister.
HighFlyBet
HighFlyBet schliesst die Liste der hier aufgeführten Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ab.
Vergleich: Bewilligung und Veranstalter
Die folgende Übersicht ordnet die in diesem Artikel besprochenen Marken nach ihrer Bewilligungssituation in der Schweiz ein. Sie ist keine Rangliste der Quoten, sondern eine Übersicht der rechtlichen Stellung – was die Seite haben darf und was nicht.
| Marke | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalter oder Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| Rabona | keine | Lizenz nicht etabliert |
| Rollbit | keine | Lizenz nicht etabliert |
| X3Bet | keine | Lizenz laut Drittquellen Tobique, Kanada |
| bet-at-home | keine | Lizenz nicht etabliert, auf Gespa-Sperrliste |
| Cloudbet | keine | Lizenz nicht etabliert |
| Boomerang Bet | keine | Lizenz nicht etabliert |
| 1Bet | keine | Lizenz nicht etabliert |
| HighFlyBet | keine | Lizenz nicht etabliert |
Was eine Darts-Wette wirklich kostet: Die Quote-Marge
Wer eine Quote liest, sieht nicht die Chance. Wer die Chance kennt, sieht, was die Marge nimmt. Das ist die Grundregel jedes Marktes: Eine 1.90/1.90-Quote auf einen Zwei-Wege-Markt sieht fair aus, ist aber kein 50/50-Markt. Sie enthält 5 % Marge – einen Aufschlag, den der Anbieter vor dem Spiel aus dem Topf nimmt.
Eine Beispielrechnung mit zwei Ausgängen und Quoten 1.90/1.90: 1 ÷ (1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500. Der Quotenschlüssel ist 95,00 %; die Marge 5,00 %. Über alle Wetten gemittelt zahlt der Anbieter 95 Rappen pro Franken Einsatz zurück, 5 Rappen behält er.
In der Realität schwankt die Marge: Bei grossen Events liegt sie oft bei 4 % oder weniger, bei kleinen Märkten über 8 %. Wer Darts-Wetten vergleicht, vergleicht Margen – und erkennt, dass eine leicht höhere Quote nicht unbedingt bessere Chancen bedeutet.
Verrechnungssteuer und Freibetrag
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag. Auf Bundesebene liegt die Schwelle ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400). Darüber zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab; die verrechnete Steuer wird über die Steuererklärung zurückgeholt. Auf kantonaler Ebene gelten andere Werte – je nach Kanton – und die kantonale Schwelle kann tiefer liegen als die bundesrechtliche. Wer viel gewinnt, fragt seinen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, sind aber nach kantonalem Recht unterschiedlich steuerbar; der Kanton Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz existiert nicht.
Häufige Fragen
Gibt es sichere Darts-Tipps, oder wie baut sich eine Prognose aus Form, Durchschnitt und Checkout-Quote auf?
Sichere Tipps gibt es nicht. Eine belastbare Prognose entsteht aus drei Grössen: der Form der letzten Spiele, dem Average pro Aufnahme und der Checkout-Quote. Vergleicht man diese Werte über mehrere Spiele, ergibt sich eine Einschätzung der Siegchance – die dann gegen die Quote gehalten wird, um eine Value-Wette zu erkennen.
Was ist eine Value-Wetten im Darts, und wie lässt sie sich erkennen?
Eine Value-Wetten liegt vor, wenn die Quote die eigene Siegchance übersteigt. Wer die Chance auf 50 % schätzt, braucht eine Quote über 2.00, damit die Wette langfristig Wert hat. Die Schätzung beruht auf Form, Average und Checkout-Quote; sie ist eine Schätzung und keine Sicherheit.
Darf man in der Schweiz auf die Darts-WM wetten, und bei welchen Veranstaltern?
Ja, bei den beiden Schweizer Veranstaltern: Swisslos mit Sporttip und der Loterie Romande mit Jouez Sport. Voraussetzung ist Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet und Volljährigkeit. Anbieter ohne Schweizer Bewilligung dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten – die Wette an sich ist nicht strafbar, aber der Schutz fehlt.
Wie wirken sich Sets und Legs auf Wetten auf den Sieger aus?
Ein Match besteht aus Sätzen, ein Satz aus Legs, ein Leg aus Würfen. Wer auf den Sieger wettet, wettet auf eine Kette von Legs, nicht auf ein einzelnes Spiel. Im Verlauf eines Turniers steigt die Zahl der benötigten Sätze – wer im Finale steht, braucht mehr Sätze als in Runde eins.
Wie viel pro Wette einzusetzen ist sinnvoll, damit eine Verlustserie das Budget nicht aufbraucht?
Bei Sporttip setzen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage; die Obergrenze liegt bei CHF 9’999. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Faustregel: Der Einsatz pro Wette sollte so tief sein, dass eine Verlustserie von zehn Wetten das Tageslimit nicht aufbraucht.
Welche Marge steckt in Darts-Quoten, und wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Eine 1.90/1.90-Quote auf einen Zwei-Wege-Markt enthält 5 % Marge; der Anbieter zahlt im Schnitt 95 Rappen pro Franken Einsatz zurück. Der Gewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1); ein Einsatz von CHF 50 zur Quote 2.50 bringt CHF 75 Nettogewinn und CHF 125 Bruttogewinn.
Sportarten – Quoten Rechner Info
Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»
