Davis Cup 2026 wetten in der Schweiz – was erlaubt ist und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Wer in der Schweiz auf den Davis Cup wetten will, beginnt nicht mit den Quoten, sondern mit der Bewilligung. Der Davis Cup 2026 läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026, das Final 8 ist zum Zeitpunkt dieser Seite noch offen, und Italien tritt als Titelverteidiger und Gastgeber an. Von 161 angemeldeten Nationen haben 157 tatsächlich gespielt, ein Massstab dafür, wie gross das Turnier inzwischen geworden ist. Das und nicht die Buchmacherliste entscheidet, welche Wetten hier überhaupt möglich sind.

Ein Tennisplatz aus Sand bei Sonnenaufgang mit gespanntem Netz, Nebel zwischen den Bäumen am Rand
Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026.

Stand: 20. Oktober 2026 – geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten (Version 10.09.2026) sowie gegen die aktuellen Spielregeln von Sporttip und die Angaben der Loterie Romande.

Rechtslage und Bewilligung: warum nur zwei Veranstalter in Frage kommen

Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) behandelt Sportwetten als Grossspiel. Bewilligt werden sie nur, wenn ein interkantonaler Veranstalter eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung hält, und die Kantone haben diese Rolle auf zwei Anbieter begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Deutschland hat in der Schweiz nach Art. 4 BGS schlicht keine Wirkung. Wer dort ein Konto eröffnet, spielt ohne Schweizer Bewilligung, ohne Eintrag im Schweizer Spielsperrregister und ohne Schweizer Rekursweg.

Ein einzelner gelber Tennisball liegt auf einem Holztisch vor einem Fenster mit Alpenblick
Den Davis Cup 2025 gewann Italien im Finale in Bologna gegen Spanien mit 2:0.

Die Aufsicht liegt bei der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) in Bern, nicht bei der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Sie führt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Sie führt aber eine Sperrliste mit Domains ausländischer Anbieter, die Schweizer Internetprovider per DNS blocken (Art. 86-93 BGS). Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste, und die Gespa benennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele für «Domain-Hopping», also für das schnelle Nachziehen gesperrter Adressen.

Was darf gewettet werden? Eine geschlossene Liste. Die Gespa-Liste vom 10.09.2026 nennt bewilligte Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten; nur was dort steht, darf angeboten werden. Eckball- oder Kartenmärkte fehlen, eine Esports-Sektion fehlt, Frauenwettbewerbe stehen nur, wenn sie eigens gelistet sind. Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen. Das schränkt das Wettprogramm für Tennis ein, aber es schliesst die Mannschaftsbegegnungen des Davis Cup ein, und darauf kommt es hier an.

Was nicht geht: Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows. Keine Kreditierung an Spielende (Art. 75 Abs. 1 BGS). Keine anonymen Auszahlungen und keine Krypto-Auszahlungen, weil Gewinne und Guthaben nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt werden (Art. 50 Abs. 2 VGS). Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz existiert nicht, was sich von vielen ausländischen Märkten unterscheidet.

Die zwei bewilligten Veranstalter

Swisslos Sporttip ist die interkantonale Landeslotterie mit Sitz in Basel und führt Sportwetten unter dem Namen Sporttip durch (Geschäftsbericht 2025, publiziert am 13.02.2026). Das Vertragsgebiet umfasst 19 Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto bei Swisslos ist deshalb nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Gebiet möglich. Wer im Welschland wohnt, fällt in den Bereich der Loterie Romande, und umgekehrt.

Loterie Romande Jouez Sport betreut die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande hat ihren Sitz in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen sowie 221 Mitarbeitende. Das Produkt heisst Jouez Sport und läuft über die Plattform jeux.loro.ch. Auch hier gilt: Online-Registrierung nur mit Wohnsitz im eigenen Vertragsgebiet.

Was Anbieter ohne Schweizer Bewilligung bedeuten

Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, sollte drei Punkte kennen. Erstens: eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Zweitens: Wer ohne Bewilligung in der Schweiz Sportwetten organisiert, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar, bis zu fünf Jahren bei gewerbsmässigem Handeln, und es droht die Einziehung von Einsätzen und Gewinnen, auch wenn die Spielenden selbst nicht bestraft werden. Drittens: Die Sperrliste kann die Domain morgen unerreichbar machen, das Guthaben ist dann so weit weg, wie die ausländische Lizenz reicht.

Das heisst nicht, dass jede ausländische Plattform zwingend betrügerisch wäre. Es heisst, dass der Schweizer Rechtsrahmen dort nicht greift: kein Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rekursweg. Wer dort spielt, spielt unter den Regeln des Lizenzgebers im Ausland und unterliegt im Streitfall ausländischem Recht.

Werbung und Boni: was erlaubt ist und was nicht

Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten, und der Strafrahmen reicht nach Art. 131 BGS bis zu CHF 500’000 Busse. Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa, 2025 wurden 24 solche Genehmigungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt, was die Grössenordnung des Marketinginstruments zeigt. Detailregeln zu Boni, Promotions oder Promo-Codes stammen ausschliesslich aus den Bedingungen der jeweiligen Veranstalter und werden hier nicht abgedruckt.

Steuerliches zu Gewinnen

Gewinne aus bewilligten Grossspielen in der Schweiz sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei, ab 1.1.2026 liegt die bundesrechtliche Schwelle bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 noch CHF 1’070’400). Die Kantone setzen eigene Schwellen, darum gilt: je nach Kanton. Liegt ein Gewinn darüber, zieht die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer Wettgewinn liegt weit darunter, also ganz normale Praxis ohne Quellensteuer.

Bei Gewinnen aus ausländischen Wettseiten fehlt die Verrechnungssteuer, dafür wendet Thurgau als explizit genannter Kanton die volle Einkommensteuerpflicht auf ausländische Grossspielgewinne an, unabhängig von der Höhe. Wer dort wohnt, geht also leer aus, soweit es den Freibetrag angeht, und zahlt normal auf den Gewinn. Andere Kantone handhaben das wieder anders, darum bleibt als Empfehlung: Steuerberaterin oder kantonale Steuerverwaltung fragen.

Spielerschutz: Verlustlimiten, Spielsperre und Selbstsperre

Schweizer Buchmacher müssen vor der ersten Wette Verlustlimiten abfragen, das schreibt Art. 87 VGS vor, und die beiden Veranstalter setzen das in drei Stufen um: 1 Tag, 7 Tage, 30 Tage, Obergrenze CHF 9’999 pro Spieler, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, das gilt sowohl bei Swisslos als auch bei der Loterie Romande. Eine freiwillige Einzahlungslimite pro 30 Tage ist zusätzlich möglich. Wer seine Limite später anheben will, wartet drei Tage, eine Sperre, die gegen impulsive Erhöhungen nach einem Verlust hilft.

Ein Tennisschläger lehnt an einer Bank neben einer Wasserflasche, am Abend ruht der Platz im Flutlicht, aus der Ferne gesehen
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Die Spielsperre ist zweistufig. Eine produktbezogene Selbstsperre für 1 bis 180 Tage lässt sich online setzen und läuft ohne Aufhebungsmöglichkeit ab. Eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Sperrregister eingetragen, sie gilt dann auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und für das Fürstentum Liechtenstein. Aufgehoben werden darf eine selbstgewählte Sperre frühestens nach drei Monaten (Art. 84 VGS), und eine Fachstelle ist einzubeziehen (Art. 81 BGS). Wer ausgesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Auszahlung des Guthabens aus Gewinnen (Art. 45 BGS), das ist die Härte der Regel und der Grund, warum sie niemand leichtfertig auslöst.

Wer sich nur eine Pause gönnen will, kann eine selbstgewählte Pause bis sechs Monate nutzen (Art. 89 VGS). Auszahlungen während dieser Zeit sind eingeschränkt. Minderjährige unter 18 Jahren sind von der Online-Teilnahme ausgeschlossen (Art. 72 BGS). Wer als Wettkämpferin oder Wettkämpfer an einem Ereignis beteiligt ist, darf auf dieses Ereignis nicht wetten, ein klassisches Insiderverbot.

Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen 200 Testkäufe mit Minderjährigen durchgeführt, 47,5 Prozent davon waren erfolgreich, das heisst, die Minderjährigen haben tatsächlich eine Wette platzieren können. Wer den stationären Schutz als zuverlässig darstellt, sollte diese Zahl kennen.

Top-Anbieter im Vergleich: Bewilligung, Einsatzlimiten, Auszahlung

In der Schweiz zählt für die Auswahl weniger die Zahl der Märkte und mehr die Frage, wer überhaupt eine Bewilligung hat. Die folgende Tabelle sortiert danach. Auszahlungswege und Limits sind aus den Bedingungen der jeweiligen Veranstalter zitiert; bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung steht keine Schweizer Schutzmechanik bereit.

Anbieter Swiss permit status Veranstalter und berichtete Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung (Veranstalter und Spiel unter BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip; Vertragsgebiet Deutschschweiz, Tessin und Liechtenstein
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung (Veranstalter und Spiel unter BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa) Loterie Romande, Lausanne; Produkt Jouez Sport; Vertragsgebiet Westschweiz (FR, GE, JU, NE, VD, VS)
20Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister
Betwinner ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister
BetOnRed ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister
BC Game ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister
Funbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister
Duelbits ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister

Die Tabelle trennt zwei Welten, die auf demselben Spielschein nicht zusammengehören. Die ersten beiden Zeilen sind die einzigen legalen Adressen in der Schweiz, mit unterschiedlichen Servicegebieten, weshalb die Wahl zwischen ihnen praktisch vom Wohnkanton abhängt und nicht von der Quote. Die übrigen Zeilen zeigen ausländische Plattformen, die in der Schweiz weder zugelassen sind noch unter Schweizer Aufsicht stehen.

Für Spielende mit Wohnsitz in der Deutschschweiz oder im Tessin ist Swisslos Sporttip die einzige zugängliche legale Adresse. Für Westschweizer ist es die Loterie Romande mit Jouez Sport. Wer in Liechtenstein wohnt, fällt automatisch in das Swisslos-Gebiet. Wer im Ausland wohnt und in der Schweiz spielen will, hat keinen Zugang: die Online-Registrierung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet. Eine Auszahlung an Schweizer Adressen ist dann nicht möglich.

Für die acht ausländischen Plattformen, 20Bet, WirWetten, Betwinner, BetOnRed, BC Game, Funbet, Duelbits und Sportuna, gilt dasselbe: keine Schweizer Bewilligung, kein Eintrag im Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdestelle, ausländische Gewinne nach kantonal unterschiedlicher Praxis steuerpflichtig. Wer dort ein Konto hat und in der Schweiz wohnt, sollte die Lage kennen.

So ist der Davis Cup 2026 aufgebaut

Der Davis Cup ist der älteste und grösste Mannschaftswettbewerb im Herren-Tennis, ausgetragen vom Weltverband ITF. Die erste Begegnung war 1900 USA gegen Grossbritannien in Boston, und die häufigsten Sieger sind die USA mit 32 Titeln sowie Australien mit 28 (davon vier als Australasien). Der Davis Cup 2026 ist die 114. Austragung.

Das Format wechselt zwischen Runden. In den Qualifikationsrunden wird jede Begegnung an zwei Tagen ausgetragen, mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel, alle Partien im Best-of-Three (zwei Gewinnsätze). Gewinnt eine Mannschaft vorzeitig drei Partien, entfallen die restlichen Spiele. Im Final-Turnier verkürzt sich die Begegnung auf drei Partien: zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel. Das wirkt sich auf das Wettprogramm aus: bei Live-Wetten auf den Tagessieg kann das Programm vorzeitig enden, und Wetten auf spätere Partien sind dann gegenstandslos.

Der Kalender für 2026 ist klar strukturiert: die 1. Qualifikationsrunde lief vom 5. bis 8. Februar 2026, die 2. Qualifikationsrunde vom 18. bis 20. September 2026. Für das Final 8 sind Spanien, Deutschland, Grossbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien qualifiziert; Italien ist als Titelverteidiger automatisch als Gastgeber gesetzt. 2025 gewann Italien das Finale in Bologna gegen Spanien mit 2:0, ein Endspiel ohne Doppel, weil beide Einzel an Italien gingen.

Aus Wettsicht heisst das: früh im Jahr wird ausgesiebt, im Spätsommer fällt die letzte Qualifikationshürde, im November trifft sich das Feld zum Finalturnier. Wer auf Begegnungen der Qualifikationsrunden setzt, sollte die Pause zwischen den Runden kennen, und wer auf das Finalturnier setzt, sollte wissen, dass dort nur zwei Einzel plus mögliches Doppel gespielt werden.

Wie Wetten abgerechnet werden: Einsatz, Quote, Cash-Out und Annullierung

Der Gewinn berechnet sich bei Sporttip aus Einsatz mal Quote. Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote, ebenfalls Einsatz mal Gesamtquote. Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet, was bei kleinen Einsätzen und kurzen Quoten kleine Rundungsdifferenzen erzeugt.

Mindesteinsatz und Höchsteinsatz sind Teil der Spielregeln: CHF 1 pro Einzel- oder Kombiwette, höchstens CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, höchstens CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette, die das Limit überschreitet, wird nicht angenommen.

Cash-Out ist verfügbar, aber eingeschränkt. Es gilt für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, prematch und live, aber nur online und nur als vollständiger Cash-Out, ohne Teilauszahlung. Einmal ausgeführt, lässt er sich nicht rückgängig machen. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei regulärem Wettabschluss, hängt vom Spielverlauf ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird, und bei Prematch-Wetten auf Einzelereignisse kann er fehlen.

Wird ein Spiel nicht beendet oder verschoben, richtet sich die Abrechnung nach den üblichen Wettgrundsätzen. Massgebend ist, was die Veranstalterin in ihren Regeln festlegt, und diese Regeln gelten für alle gleichermassen. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintritt des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, das verhindert nachträgliches Ausnutzen bereits entschiedener Situationen. In spielentscheidenden Situationen kann die Wette ebenfalls mit Quote 1.00 bewertet werden, wenn die Veranstalterin das so festlegt.

Was zählt als reguläre Spielzeit? Im Tennis gibt es keine Nachspielzeit, darum gilt die ausgetragene Spieldauer. Verlängerung und Tiebreak zählen, weil sie Teil des Spiels sind. Wer auf einzelne Sätze oder Games wettet, sollte prüfen, ob das Wettprogramm den Tiebreak separat behandelt.

Sind Wetten voneinander abhängig, etwa auf verschiedene Sätze desselben Matches, kombiniert Sporttip sie nur über die Bet-Builder-Funktion. Werden solche Wetten ausnahmsweise als Kombination angenommen, kann die Veranstalterin die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer mehrmals wetten will, nutzt besser den Bet Builder als zwei getrennte Tipps auf dieselbe Partie.

Kombiboost, Quotenboost und Profitboost: was sie bringen und was sie kosten

Der Kombiboost erhöht den Nettogewinn einer Kombiwette, wenn mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von mindestens 1.50 zusammengespielt werden. Online gilt er für Prematch, Live und Systemwetten; der Bonus staffelt sich: 5 Prozent bei vier Voraussagen, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn, 100 Prozent bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Quotenboosts erhöhen die angegebene Quote einer Einzelwette, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen Prozentsatz. Beide sind online nutzbar und pro Spielende nur einmal anwendbar, mit Limiten auf Einsatz und Erhöhung. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Warum das hier steht: weil Boosts oft wie ein Geschenk wirken, der Effekt aber von der Auszahlungsquote des Marktes abhängt. Eine um 5 Prozent erhöhte Quote nützt wenig, wenn der Markt von Haus aus eine hohe Marge trägt. Wer mit dem Boost rechnet, rechnet am besten mit der Marge des Grundmarktes, sonst übertreibt der Boost den tatsächlichen Wert. Dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Marge und Auszahlungsquote bei Tennis-Länderbegegnungen

Die Auszahlungsquote eines Marktes ist der Anteil aller Einsätze, den der Veranstalter im Mittel wieder auszahlt. Wer alle Ausgänge eines Marktes kennt, rechnet Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ). Die Marge ist die Differenz zu 100 Prozent.

Anschaulich wird das an einem Zwei-Wege-Markt, etwa einem Spiel-Sieg ohne Unentschieden im Tennis: zwei Quoten von 1.90 und 1.90 ergeben 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 0.95, die Auszahlungsquote. Die Marge ist 100 − 95 ≈ 5 Prozent. Anders gesagt: von jedem Franken Einsatz wandert bei einem 5-Prozent-Markt im Mittel 5 Rappen in die Marge. Eine echte Wettmarge eines Marktes und der Begriff «5 Prozent vom Einsatz» sind zwei verschiedene Dinge, ein 5-Prozent-Markt kostet nicht 5 Prozent vom Einsatz, sondern 5 Prozent der Einsätze im Mittel, beides bitte sauber trennen.

Tennis-Wettmärkte tragen typischerweise Margen im niedrigen einstelligen Prozentbereich, sofern das Wettprogramm gross ist und viele Spielende anzieht. Bei weniger umkämpften Märkten, etwa untergeordnete Qualifikationsbegegnungen, kann die Marge deutlich höher liegen. Wer eine konkrete Marge wissen will, prüft die Quoten aller Ausgänge und rechnet nach.

Hier hilft ein Gedanke: wer das Gefühl hat, die Quote sei knapp, der nimmt meistens eine Marge in Kauf, die er nicht sieht. Wer das Gefühl hat, die Quote sei grosszügig, der sollte nachrechnen, weil grosszügige Quoten oft Ausdruck einer breiten Marge sind, nicht eines Geschenks. Der einzige sichere Schutz ist die Rechnung.

Anbieter im Detail

Swisslos Sporttip

Swisslos ist die interkantonale Landeslotterie mit Sitz in Basel und organisiert Sportwetten unter dem Markennamen Sporttip. Das Vertragsgebiet deckt die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein ab, ein Online-Konto ist nur mit Wohnsitz in diesem Gebiet möglich. Die Aufsicht führt die Gespa; als Veranstalterin und Inhaberin der Spielbewilligung fällt Swisslos in den vollen Geltungsbereich des BGS.

Die Plattform bietet das, was die Gespa-Liste erlaubt: bewilligte Sportarten und Wettbewerbe, darunter Länderbegegnungen im Davis Cup, mit Prematch- und Live-Wetten. Cash-Out ist online verfügbar, vollständig, ohne Teilauszahlung, ohne Garantie pro Markt. Quotenboosts, Profitboosts und der Kombiboost gelten online und sind limitiert. Wetten werden ab CHF 1 angenommen; eine Einzel- oder Kombiwette darf höchstens CHF 1’000 setzen, eine Systemwette bis CHF 10’000.

Bei der Registrierung werden Ausweisdaten gegen Adressdatenbanken geprüft, das schützt Minderjährige und schliesst Mehrfachkonten aus. Verlustlimiten sind vor der ersten Wette zu setzen, eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer das volle Programm, Schweizer Bewilligung, Schweizer Schutz und Schweizer Auszahlungswege will, ist hier richtig, sofern der Wohnsitz passt.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande betreut die Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und bietet Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport an. Sitz in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen in der Region, 221 Mitarbeitende. Wer online spielen will, braucht Wohnsitz im eigenen Vertragsgebiet; die Aufsicht liegt ebenfalls bei der Gespa.

Das Wettprogramm folgt der bundesweit geltenden Liste. Identitätsprüfung, Verlustlimiten und Spielsperren sind nach BGS und VGS umgesetzt, das Niveau entspricht Swisslos. Für Französisch sprechende Spielende ist Jouez Sport die naheliegende Adresse, mit denselben Regeln, denselben Schutzmechanismen und der gleichen Aufsicht.

Was die Plattform von Swisslos unterscheidet, ist vor allem die Sprache und das Servicegebiet, nicht der regulatorische Rahmen. Wer hier spielt, hat die identischen Schutzrechte wie bei Swisslos, und die gleichen Pflichten.

20Bet

20Bet ist eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz, mit der 20Bet im Ausland operiert, ist hier nicht festgestellt, sie hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer dort ein Konto hat, spielt ohne Schweizer Aufsicht, ohne Eintrag im Schweizer Sperrregister und ohne Schweizer Rekursweg. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen, was den Zugang über Schweizer Provider per DNS blockiert, und das Guthaben ist dann so erreichbar wie das ausländische Recht es zulässt.

WirWetten

WirWetten fällt in dieselbe Kategorie: keine Schweizer Bewilligung, Lizenz im Ausland hier nicht festgestellt, in der Schweiz nach Art. 4 BGS nicht anerkannt. Wer hier spielt, sollte damit rechnen, dass Schweizer Sperren greifen und dass Gewinne nach kantonal unterschiedlicher Praxis steuerpflichtig sein können, insbesondere in Thurgau.

Betwinner

Betwinner ist ohne Schweizer Bewilligung und fällt unter dieselbe Beurteilung wie 20Bet und WirWetten. Keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, ausländische Gewinne nach Kanton unterschiedlich steuerbar.

BetOnRed

BetOnRed ist eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung, die Lizenz, mit der sie ausländisch auftritt, ist in der Schweiz nicht wirksam. Schweizer Spielende spielen dort ohne Schweizer Schutz, mit den üblichen Folgen: Domainsperre, ausländische Regeln, ausländische Gerichtsbarkeit.

BC Game

BC Game fällt in dieselbe Kategorie wie die übrigen ausländischen Anbieter auf dieser Seite. Keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rekursweg.

Funbet

Funbet ist eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Keine Lizenz aus Malta, Curaçao oder einem anderen Land entfaltet in der Schweiz Wirkung, was die Spielerin auf ausländisches Recht verweist. Schweizer DNS-Sperren können den Zugang jederzeit unterbrechen.

Duelbits

Duelbits ist ohne Schweizer Bewilligung, mit einer Lizenz, die in der Schweiz keine Anerkennung findet. Wer dort spielt, verzichtet auf alle Schutzmechanismen, die das BGS vorsieht, von der Spielsperre bis zur Auszahlung auf das eigene Konto nach Schweizer Standard.

Sportuna

Sportuna beschliesst die Liste der hier genannten ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Gleiche Beurteilung wie die übrigen: kein Schweizer Schutzrahmen, keine Schweizer Lizenzwirkung, Schweizer DNS-Block möglich, ausländische Gewinne kantonal unterschiedlich steuerbar.

Welche Anbieter für wen passen

Swisslos Sporttip passt zu allen, die in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnen und auf ein vollständig bewilligtes Angebot setzen wollen, mit Cash-Out, Kombiboost, regulierten Limits und Schweizer Aufsicht. Loterie Romande Jouez Sport ist die passende Adresse für Westschweizer Spielende mit denselben Erwartungen.

Wer im Ausland wohnt und in der Schweiz wetten will, hat in beiden Fällen keinen Zugang, die Wohnsitzpflicht gilt auch für Online-Konten. Wer ein Konto bei einem ausländischen Anbieter hat, sollte die Sperrlisten-Risiken kennen und die ausländische Gewinnbesteuerung im eigenen Kanton prüfen.

Wer einfach die grösste Auswahl an Märkten sucht, wird sie nur bei ausländischen Plattformen finden, und zwar ohne Schweizer Bewilligung. Wer die Quote vergleicht, sollte die Marge mitrechnen, weil zwei bewilligte Veranstalter mit sehr ähnlichen Margen arbeiten und die Unterschiede zwischen ihren Programmen kleiner sind, als der Wettmarkt manchmal glauben lässt.

Häufige Fragen

Wer darf in der Schweiz auf den Davis Cup wetten?

Bewilligt sind nur Sportwetten der beiden interkantonalen Veranstalter Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport, beide unter Aufsicht der Gespa. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Online-Konten sind nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet möglich, das schränkt den Kreis der Zugangsberechtigten weiter ein.

Wie ist der Davis Cup 2026 aufgebaut?

Die Austragung läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026, mit der 1. Qualifikationsrunde Anfang Februar und der 2. Runde im September. Das Finalturnier beginnt später im November. Die 1. Runde spielt über bis zu vier Einzel und ein Doppel an zwei Tagen, das Finalturnier nur über zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel. Acht Nationen sind für das Final 8 qualifiziert: Spanien, Deutschland, Grossbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien, das als Titelverteidiger gastiert.

Wie werden Wetten abgerechnet, wenn ein Spiel abgesagt oder nicht zu Ende gespielt wird?

Massgebend sind die Spielregeln des jeweiligen Veranstalters, die Marktabrechnung richtet sich nach der zum Zeitpunkt der Wettabgabe geltenden Regelung. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintritt eines Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Bei verschobenen oder abgebrochenen Matches entscheidet die Veranstalterin nach ihren Regeln über die Annullierung, Verschiebung oder Auswertung, und zwar einheitlich für alle Spielende.

Welche Marge tragen Tennis-Länderbegegnungen?

Eine konkrete Marge lässt sich nicht nennen, weil keine Quoten aus einem aktuellen Schnappschuss vorliegen. Ein Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90/1.90 hätte eine Auszahlungsquote von rund 95 Prozent und damit eine Marge von rund 5 Prozent als Beispiel. Tennis-Wettmärkte liegen typischerweise im niedrigen einstelligen Prozentbereich, untergeordnete Qualifikationsbegegnungen können deutlich höhere Margen tragen. Wer eine genaue Zahl will, rechnet sie aus den verfügbaren Quoten selbst nach.

Welche Verlustlimiten gelten vor der ersten Wette?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit Obergrenze CHF 9’999 pro Spieler, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite pro 30 Tage. Diese Vorgaben kommen aus dem BGS und sind bei beiden Schweizer Veranstaltern identisch umgesetzt.

Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»