Golf Wetten in der Schweiz – was erlaubt ist und was es bringt
20. Oktober 2026 – geprüft gegen die Bewilligungsregister der Gespa und die Spielbedingungen für Sporttip.

Golf ist ein Sport, der seine eigene Zeit kennt. Vier Tage Turnier, ein Leaderboard, das sich von Runde zu Runde neu sortiert, und am Ende ein Sieger, der den Platz über 72 Löcher am besten gelesen hat. Wer in diesem Sport wettet, wettet nicht auf den nächsten Elfmeter, sondern auf vier Tage Form, Wetter, Course Management und Nerven. Genau das macht die Quoten so eigentümlich: Das Feld ist gross, die Favoriten sind viele, und der Ausgang bleibt bis zum Schluss offen. Wer eine Quote auf den Turniersieger liest, sollte deshalb verstehen, was in dieser Zahl schon abgezogen ist, bevor er den Einsatz setzt.
In der Schweiz kommt eine zweite Eigenheit dazu. Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes. Bewilligt sind nur zwei Veranstalter: Swisslos mit dem Produkt Sporttip, und Loterie Romande mit Jouez Sport. Jede ausländische Bewilligung – aus Malta, Curaçao oder sonst woher – hat hier keine Wirkung. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, spielt ohne Schweizer Schutz, ohne Schweizer Sperrsystem und ohne kantonale Aufsicht. Die Seite, die vor drei gegen Mitternacht noch schnell die Werbung für einen Turniersieger eingeblendet hat, ist genau die, die am nächsten Tag auf der Sperrliste stehen kann.
Dieser Überblick zeigt, was Golf Wetten in der Schweiz kostet, wer sie anbieten darf, welche Turniere und Wettarten überhaupt auf dem Programm stehen, und was die Quotenmarge mit dem Gewinn des Wettenden zu tun hat. Am Ende steht der Vergleich der Anbieter, geordnet nach Bewilligungsstatus – die zwei bewilligten zuerst, dann die ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung, weil sie dem Schweizer Markt begegnen, aber nicht zu seinem Schutz gehören.
Wie aus Einsatz und Quote ein Gewinn wird – die Rechenarten hinter jeder Golfwette
Eine Wette auf Golf folgt der gleichen Arithmetik wie jede andere Einzelwette: Der Einsatz wird mit der Quote multipliziert, das ergibt den Bruttogewinn; der Reingewinn ist die Differenz zum Einsatz. Bei einer Kombiwette werden die Quoten der Voraussagen multipliziert, und der Einsatz wird auf das Produkt gesetzt. Wer 10 Franken auf eine Quote von 12.00 setzt, bekommt im Erfolgsfall 120 Franken zurück, davon 110 Franken Reingewinn; wer 5 Franken auf eine 4er-Kombi mit Auszahlungsfaktor 18.50 setzt, bekommt 92.50 Franken, davon 87.50 Franken Reingewinn.

Was in der Quote nicht steht, ist die Marge des Veranstalters. Eine Quote ist nie eine faire Wahrscheinlichkeit, sondern eine faire Quote minus dem Anteil, den der Anbieter behält. Eine illustrative Quote von 1.90 / 1.90 auf einen Zwei-Wege-Markt ergibt eine Auszahlungsquote von rund 89.5 %, wenn man die Kehrwerte der beiden Quoten summiert und in 1 dividiert; die Marge ist die Differenz zu 100 %, also rund 10.5 %. In der Realität ist die Marge bei Turniersiegerwetten im Golf niedriger als auf populären Fussballmärkten, weil das Feld gross ist und der Veranstalter auf lange Sicht mit jedem Spieler Gewinn macht. Wer eine Quote sieht und denkt, das sei die Wahrscheinlichkeit, hat die Marge nicht mitgerechnet.
Wer ein Turnier über vier Tage beobachtet, sieht zudem, wie sich die Quoten bewegen. Ein Spieler, der die erste Runde mit 65 Schlägen beendet, sieht seine Siegerquote kürzer; einer, der die Cut-Linie reisst, fällt aus dem Markt. Für Livewetten heisst das: Die Quote, die am ersten Loch steht, gilt am achtzehnten nicht mehr. Bei Swisslos werden Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00 gewertet; in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten.
Wettarten, die auf einem Golfwettschein stehen
Auf einem Golfwettschein stehen üblicherweise vier Wettarten. Die Turniersiegerwette fragt, wer das Turnier nach vier Runden gewinnt; die Quote ist lang, weil das Feld gross ist, und der Gewinn nur am Ende ausgezahlt. Die Top-Platzierungswette fragt, ob ein Spieler unter die besten fünf, zehn oder zwanzig kommt; die Quote ist kürzer, das Risiko niedriger, der Gewinn kleiner. Die Head-to-Head-Wette – bei Sporttip als Duellwette – vergleicht zwei benannte Spieler über das gleiche Turnier, und die Quote ist näher an 2.00, weil es nur zwei Ausgänge gibt. Die Livewette schliesslich setzt auf das nächste Loch, die nächste Runde oder den nächsten Birdie; sie ist kurzfristig, die Quote reagiert schnell, und das Risiko liegt in der Geschwindigkeit, in der die Quote sich bewegt, während der Spieler abschlägt.

Warum ein Favorit kein sicherer Sieger ist
Die Quote für den Turniersieger steht am Anfang des Turniers lang, wird aber mit jeder Runde kürzer, je weiter der Spieler sich nach vorne spielt. Ein Spieler, der nach drei Runden fünf Schläge vorne liegt, hat eine Quote nahe 1.20 – aber er muss das Turnier erst gewinnen. Im Golf kommt es vor, dass ein Fünf-Schläge-Vorsprung am Sonntag nicht reicht, weil das Wetter dreht, der Wind stärker wird, der Platz schwieriger zu lesen ist oder ein Verfolger einen heissen Lauf hat. Die Quote ist deshalb kein Versprechen. Sie ist der Preis, den der Anbieter für das Risiko zahlt, dass der Favorit verliert; sie enthält die Marge, und sie enthält die Annahme, dass das Feld dicht ist und der Ausgang bis zum Schluss offen bleibt. Wer eine kurze Quote annimmt, akzeptiert ein kleines Risiko gegen einen kleinen Gewinn; wer eine lange Quote nimmt, akzeptiert einen hohen Verlust gegen einen seltenen hohen Gewinn. Beides ist legal, beides ist Glücksspiel, und beides zahlt am Ende die Marge.
Die Marge als unsichtbarer Preis
Die Marge ist das, was am Ende bei jeder Wette auf jedem Markt abgezogen wird. Sie ist der Anteil der Einsätze, den der Veranstalter im Mittel behält. Bei einem illustativen Markt mit Quoten 1.90 / 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 89.5 %, die Marge bei rund 10.5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt mit Quoten 1.60 / 4.00 / 5.50 liegt die Auszahlungsquote bei rund 83.9 %, die Marge bei rund 16.1 %. Bei einem Feldmarkt mit fünfundzwanzig Spielern, deren Siegerquoten zwischen 6.00 und 200.00 streuen, kann die Marge niedriger sein, weil die Wahrscheinlichkeitsmasse auf viele Ausgänge verteilt ist und die Quoten-Schritte kleiner sind. Die Marge ist unsichtbar, aber sie ist überall. Wer sie nicht kennt, vergleicht Quoten, ohne den Preis zu sehen, der in jeder Quote schon steckt.
Was Cash-Out bei einer Livewette bedeutet
Cash-Out heisst, eine laufende Wette vor dem Ende des Ereignisses auszuzahlen, zu einem Betrag, den der Veranstalter festlegt. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, und nur bei Online-Wetten. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Bei Quotenboosts und Profitboosts verfällt der Boost, sobald ein Cash-Out ausgeführt wird; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Wer eine Wette vorzeitig verkauft, verkauft sie unter dem Preis, den sie bei einem normalen Ausgang hätte; das ist der Preis der Sicherheit.
Was ein Kombiboost bringt – und wann er nichts bringt
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei 8, 40 % bei 10 und 100 % bei 15 Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Was dies bringt, hängt davon ab, ob alle Voraussagen eintreffen. Verliert auch nur eine, ist die ganze Wette verloren, und der Boost wird nicht ausgezahlt. Wer einen Boost nimmt, nimmt eine längere Wette in ein Risiko, das mit jeder zusätzlichen Voraussage wächst. Bei einer Quote von 1.50 ist die Auszahlungsquote für das Einzelspiel rund 88 %; die Marge ist rund 12 %. Vier solche Wetten kombiniert ergeben einen Multiplikator von etwa 5.06 und implizit eine kumulierte Marge, die mit jedem Bein wächst. Der Boost gleicht einen Teil dieser Marge aus, aber nicht die ganze. Er ist ein Werbeangebot, kein Geschenkwerks.
Livewetten auf Golf – Tempo und Tückengrenze
Livewetten auf Golf reagieren auf jede Bewegung des Leaderboards. Ein Birdie am zehnten Loch, ein Bogey am fünfzehnten, ein Wechsel der Führung am Samstagabend – jede Bewegung kann die Quote verschieben. Wer live wettet, wettet auf eine Quote, die sich in Sekunden ändert; wer zu langsam ist, wettet auf eine Quote, die nicht mehr stimmt. Bei Sporttip ist die Quote, mit der die Wette angenommen wird, die Quote, die zählt; eine Annahme wegen technischer Verzögerung wird nicht rückwirkend korrigiert. Livewetten auf Golf sind deshalb nicht für Spieler, die ihre Wette in Ruhe setzen wollen. Sie sind für Spieler, die das Leaderboard sehen und in Sekunden entscheiden, ob die Quote stimmt.
Welche Turniere und Touren auf den Wettschein kommen – und welche nicht
Golf wird auf vier Ebenen gespielt: den vier Herren-Majors, den grossen professionellen Touren, den Teamwettbewerben und dem olympischen Programm. Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten bestimmt, was davon in der Schweiz überhaupt auf den Wettschein kommt.
Die vier Herren-Majors
Die vier Majors sind das US Masters in Augusta, Georgia, ausgetragen im April seit 1934; die PGA Championship, ausgetragen im Mai seit 1916; die U.S. Open, ausgetragen im Juni seit 1895; und The Open Championship, ausgetragen im Vereinigten Königreich im Juli seit 1860. Jedes dieser Turniere zieht das stärkste Feld des Jahres an, die Quoten sind entsprechend lang, der Ausgang ist bis zur Schlussrunde offen. Wer auf einen Major-Sieger wettet, wettet auf vier Tage Form, Wetter und Platz. Ein Major ist nicht die Form der Vorwoche; ein Major ist das Format der Woche, in der es gespielt wird. Die Course, das Wetter und die Tagesform entscheiden, nicht das Weltranking.
Die professionellen Touren
Die PGA Tour spielt den grössten Teil des Jahres in Nordamerika, die DP World Tour (vormals European Tour) spielt in Europa, Asien und im Nahen Osten, die LIV Tour spielt seit 2022 einen verkürzten Spielplan mit höheren Preisgeldern. Wer auf eine ganze Saison wettet, wettet auf die Form eines Spielers über Monate – die längste Wette, die das Programm anbietet. Wer auf eine einzelne Turnierwoche wettet, wettet auf vier Tage, einen Platz und ein Wetterfenster. Beide Wetten stehen auf dem Wettschein; sie sind nicht dasselbe, und sie zahlen unterschiedlich.
Der Ryder Cup – das Teamformat
Der Ryder Cup ist ein Teamwettbewerb zwischen den USA und Europa, der alle zwei Jahre mit 12 Spielern pro Team im Lochspiel ausgetragen wird. Das Format ist nicht das Zählspiel der regulären Saison, sondern das Kopf-an-Kopf-Lochspiel; ein Spieler spielt gegen einen anderen, jedes gewonnene Loch zählt einen Punkt, das Team mit den meisten Punkten gewinnt. Quoten auf den Ryder Cup stehen als Siegerwette auf dem Wettschein; sie sind kurz vor Beginn lang, weil das Format den Ausgleich schafft, und sie werden während des Wettbewerbs kürzer, wenn ein Team sich absetzt. Wer auf den Ryder Cup wettet, wettet auf ein Format, das alle zwei Jahre stattfindet und in dem einzelne Spieler nicht gegeneinander spielen, sondern nebeneinander.
Die olympische Bühne
Golf ist seit den Sommerspielen 2016 wieder olympisch, nach 112 Jahren Pause. Das olympische Golfturnier wird im Zählspielformat über vier Runden ausgetragen, mit einem reduzierten Feld von 60 Spielern; die Course wechselt von Spiel zu Spiel, die Bedingungen sind ungewohnt für Spieler, die sonst auf den grossen Touren spielen. Wetten auf das olympische Turnier stehen auf dem Programm, wenn das Turnier auf der Gespa-Liste steht; sie sind eine Wette auf ein Format, das nur alle vier Jahre stattfindet, und auf ein Feld, das kleiner ist als ein Major.
Was nicht auf dem Wettschein steht
Nicht alles, was im Golfsport gespielt wird, kommt auf den Schweizer Wettschein. Die Gespa-Liste ist eine geschlossene Liste: Was nicht draufsteht, darf nicht angeboten werden. Senior-Tour-Turniere, Amateurturniere, Turniere ausserhalb der grossen Touren, Qualifikationsturniere, Trainingsrunden – sie stehen in der Regel nicht auf der Liste, und was nicht auf der Liste steht, kann nicht gewettet werden. Wer auf ein Turnier wetten will, das er auf dem Leaderboard sieht, prüft vorher, ob das Turnier auf der Gespa-Liste steht; sonst gibt es keine Wette.
Wer in der Schweiz Golf wetten darf – und wer nicht
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes. Sie stehen unter der Aufsicht der Gespa, nicht der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstallorganisation und eine Spielbewilligung pro Spiel. Beide sind an den Ort der Durchführung gebunden – die Veranstalterbewilligung gilt nur in der Schweiz, ausländische Bewilligungen haben hier keine Wirkung.
Die zwei bewilligten Veranstalter
Swisslos – die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel – ist einer der zwei bewilligten Veranstalter. Das Produkt für Sportwetten heisst Sporttip und wird in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; diese Gebiete zusammen sind das Swisslose-Vertragsgebiet. Wer dort wohnt, kann ein Swisslose-Konto eröffnen; wer anderswo wohnt, kann es nicht.
Loterie Romande ist der zweite. Das Produkt heisst Jouez Sport und wird in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura durchgeführt. Loterie Romande zählt rund 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende; die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Wer in einem dieser sechs Kantone wohnt, kann ein Konto eröffnen; wer anderswo wohnt, kann es nicht.
Wer kein Konto eröffnen kann
Ein Konto bei Swisslos oder Loterie Romande braucht Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und das Mindestalter 18. Personen unter 18 sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Es darf keine Spielsperre bestehen. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft; ein Konto ist immer ein verifiziertes Konto.
Was eine ausländische Bewilligung in der Schweiz bedeutet
Eine ausländische Bewilligung – aus Malta, Curaçao, Deutschland oder sonst woher – hat in der Schweiz keine Wirkung. Anbieter, die auf ihrer Webseite mit einer «Swiss Licence» werben, haben in der Regel keine. Sie haben eine Lizenz aus einem anderen Land, die in der Schweiz nicht gilt. Sie sind nicht an das Schweizer Sperrsystem angeschlossen, unterstehen nicht der Gespa, und ihre Gewinnauszahlungen fallen nicht unter das Schweizer Recht. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Schutz.
Was passiert, wenn ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung wirbt
Das Bewerben von nicht bewilligten Sportwetten ist in der Schweiz eine Widerhandlung gegen das Geldspielgesetz und wird mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste von ausländischen Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden unter einer neuen Adresse wieder erreichbar; die Gespa spricht von Domain-Hopping und nennt Beispiele wie Interwetten, Bet-at-Home und bet365. Wer einen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung aufruft, sieht die Seite möglicherweise gar nicht erst; wer sie sieht, sollte wissen, dass es keine Schweizer Aufsicht gibt.
Wer bestraft wird – und wer nicht
Die Durchführung von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässiger Durchführung bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft; aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Es gibt keinen Schweizer Schutz, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Sperre. Wer dort spielt, spielt auf eigenes Risiko – nicht nur in Bezug auf die Wette, sondern auch in Bezug auf das, was mit dem Geld passiert, wenn der Anbieter auszahlt oder nicht.
Was vor der ersten Wette zu setzen ist – Limiten, Sperre und Hilfe
Sportwetten in der Schweiz sind nicht anonym. Wer ein Konto eröffnet, hinterlässt einen Ausweis, eine Adresse, eine Verlustlimite. Wer eine Verlustlimite nicht setzt, kann nicht spielen. Wer eine Spielsperre beantragt, wird ausgesperrt – schweizweit, in allen Casinos und Online-Casinos sowie in Liechtenstein.
Die Verlustlimite – gesetzlich verlangt, vom Spieler gesetzt
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze für die Tageslimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, und sie gilt erst nach einer Bedenkzeit, in der der Spieler seine Entscheidung überdenken kann. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Die Limite ist keine Empfehlung; sie ist die Bedingung, unter der das Konto überhaupt nutzbar ist.
Wie die Spielsperre funktioniert
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Sperre kann erst nach drei Monaten auf Antrag bei einer Fachstelle aufgehoben werden. Wer gesperrt ist, kann kein Konto eröffnen, keine Wette platzieren, keine Auszahlung verlangen – auch nicht über einen Umweg.
Wohin man sich wenden kann
Die Gespa veröffentlicht auf ihrer Webseite eine Liste der anerkannten Fachstellen für Spielsucht. Dazu gehören die Fachstellen der Kantone sowie das Nationale Zentrum für Spielsucht und andere Beratungsangebote. Wer merkt, dass er mehr setzt, als er sich leisten kann, oder wer das Gefühl hat, die Kontrolle zu verlieren, kann sich an eine dieser Stellen wenden. Die Kontaktdaten sind auf der Gespa-Webseite und auf den Website der beiden Veranstalter verlinkt. Eine Spielsperre ist keine Schande; sie ist ein Werkzeug.
Wie der Vergleich aufgebaut ist – und was er zeigt
Der Vergleich beschränkt sich auf die bewilligten Veranstalter und prüft Wettangebot, Limiten, Quotenmarge und Auszahlung nach klaren Massstäben. Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung werden nicht bewertet – sie fallen durch das Raster, weil sie die Grundbedingung nicht erfüllen. Sie sind aufgeführt, weil sie dem Schweizer Markt begegnen; sie sind nicht aufgeführt, weil sie zu seinem Schutz gehören.
Die Vergleichsmasse
Die Vergleichsmasse sind in einer Tabelle zusammengefasst. Sie zeigt für jeden Anbieter den Markennamen, den Bewilligungsstatus in der Schweiz und den Veranstalter, an den die Bewilligung gebunden ist. Die Tabelle ist die Grundlage für alles, was danach kommt.
Die zwei Bewilligten im direkten Vergleich
Swisslos und Loterie Romande haben beide eine Schweizer Bewilligung. Sie unterscheiden sich im Vertragsgebiet, im Produktnamen und in der Sprache; sie sind im Schiedenen identisch. Beide bieten Livewetten, Prematchwetten, Kombiwetten und Systemwetten. Beide verlangen Verlustlimiten vor der ersten Wette. Beide sind an das Schweizer Sperrsystem angeschlossen. Beide haben unterschiedliche Verkaufsstellen-Netze und unterschiedliche Hauptstandorte; sie sind im Schiedanen dasselbe, weil sie unter demselben Gesetz spielen.
Die ausländischen Anbieter im selben Bild
Wetten, PowBet, Betwinner, Betovo, Bahigo, AmunRa, FortuneJack und Rainbet haben keine Schweizer Bewilligung. Sie haben ausländische Lizenzen, die in der Schweiz nicht gelten. Sie sind nicht an das Schweizer Sperrsystem angeschlossen, unterstehen nicht der Gespa und haben keinen Schweizer Rekursweg. Sie können auf der Gespa-Sperrliste stehen; einige stehen dort, andere nicht. Wer dort spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Schutzes.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder gemeldete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne |
| WirWetten | Nein | ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
| PowBet | Nein | ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Betwinner | Nein | ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Betovo | Nein | ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Bahigo | Nein | ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
| AmunRa | Nein | ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
| FortuneJack | Nein | ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Rainbet | Nein | ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung |
Was die Tabelle nicht zeigt: Wer aus den ausländischen Anbietern tatsächlich auf der Gespa-Sperrliste steht, ist Sache der jeweils aktuellen Liste. Was sie zeigt: Keiner von ihnen hat eine Schweizer Bewilligung.
Die Anbieter im Detail
Die folgenden Abschnitte gehen jeden Anbieter durch. Sie beschreiben das Angebot, die Limitationen und das, was er vom Mitbewerber unterscheidet. Sie enden mit einer Einschätzung, für wen der Anbieter passt – und für wen nicht.
Swisslos Sporttip – der bewilligte Anbieter für die Deutschschweiz
Swisslos mit dem Produkt Sporttip ist einer der zwei bewilligten Veranstalter in der Schweiz. Die Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und führt die Sportwetten unter dem Namen Sporttip durch, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Wer dort wohnt und 18 Jahre alt ist, kann ein Konto eröffnen; die Identität wird über einen Ausweis verifiziert.
Das Wettangebot umfasst Prematch- und Livewetten auf bewilligte Sportarten. Einzel-, Kombinations- und Systemwetten sind möglich; der Mindesteinsatz ist CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Quotenboosts und Profitboosts sind verfügbar, gelten aber nur online, nur für Prematch-Einzelwetten und nur einmal pro Wettenden; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt nur online, für mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50; der Bonus reicht von 5 % bei vier bis 100 % bei 15 Voraussagen. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; Swisslos garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt.
Vor der ersten Wette muss eine Verlustlimite für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden; die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Spielsperren sind produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich, eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Register eingetragen.
Für wen: Für Deutschschweizer und Tessiner Wettende, die im Schweizer Schutz spielen wollen, mit dem vollen Instrumentarium an Livewetten, Kombiboost und Cash-Out. Gegen wen: Für Wettende mit Wohnsitz in der Westschweiz – sie können kein Konto eröffnen, weil Loterie Romande für sie zuständig ist. Und gegen Wettende, die hohe Einsätze über CHF 1’000 pro Einzelwette setzen wollen – die Limite gilt pro Wette und kann nicht überschritten werden.
Loterie Romande Jouez Sport – der bewilligte Anbieter für die Romandie
Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport ist der zweite bewilligte Veranstalter. Die Loterie Romande – die Société de la Loterie de la Suisse Romande – führt die Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura durch. Das Angebot entspricht strukturell dem von Swisslos, weil beide unter demselben Geldspielgesetz spielen.
Die Westschweizer Verkaufsstellen sind ein anderes Netz: rund 2’350 Verkaufsstellen in der Romandie, 221 Mitarbeitende, Sitz in Lausanne. Das Online-Angebot läuft über jeux.loro.ch. Wer in einem der sechs Kantone wohnt und 18 Jahre alt ist, kann ein Konto eröffnen. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann es nicht; er fällt in das Swisslos-Gebiet.
Die Limitationen sind die gleichen wie bei Swisslos: Verlustlimiten vor der ersten Wette, Spielsperre im schweizweiten Register, keine Cash-Out-Garantie für jeden Markt, Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Der Unterschied liegt in der Sprache und im Vertriebsnetz; die Mechanik ist dieselbe.
Für wen: Für Westschweizer Wettende, die im Schweizer Schutz spielen wollen, mit dem vollen Instrumentarium an Wetten, Boosts und Cash-Out. Gegen wen: Für Wettende mit Wohnsitz in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein – sie fallen nicht in das Loterie-Romande-Gebiet. Und gegen jeden, der glaubt, mit einem anderen Schweizer Anbieter spielen zu können – es gibt nur diese zwei.
WirWetten – ohne Schweizer Bewilligung
WirWetten hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz – aus welchem Land auch immer – hat in der Schweiz keine Wirkung. Anbieter mit ausländischer Lizenz sind nicht an das Schweizer Sperrsystem angeschlossen, unterstehen nicht der Gespa, und es gibt keinen Schweizer Rekursweg, wenn eine Auszahlung ausbleibt. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen; Schweizer Telekomanbieter sperren sie per DNS, und blockierte Domains tauchen unter neuer Adresse wieder auf.
Wer bei WirWetten spielt, spielt ohne Schweizer Schutz. Eine Werbung mit «Swiss Licence» auf der Anbieter-Website bedeutet nicht, dass der Anbieter in der Schweiz bewilligt ist; es bedeutet in der Regel, dass er eine Lizenz aus einem anderen Land hat und diese in der Schweiz bewirbt, was gegen das Geldspielgesetz verstösst.
Für wen: Für niemanden, der in der Schweiz wohnt und echten Schweizer Schutz sucht. Wer aus Neugier bei einem ausländischen Anbieter spielt, tut dies völlig eigenverantwortlich ohne jede staatliche Aufsicht. Eine Wette hier ist rechtlich nicht durchsetzbar.
PowBet – ohne Schweizer Bewilligung
PowBet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Plattform wird von einem ausländischen Unternehmen betrieben. PowBet untersteht nicht der Gespa, daher greift das Schweizer Sperrsystem nicht und es besteht kein Schweizer Rekursweg. Eine Sperrung durch die Gespa ist jederzeit möglich; was danach mit offenen Konten und Guthaben passiert, entzieht sich der Kontrolle.
Die Spielmechanik – Wettangebot, Quoten, Cash-Out – folgt den Konventionen internationaler Anbieter; sie ist nicht an das Schweizer Recht gebunden. Wer bei PowBet spielt, spielt unter den Regeln des Anbieters, nicht unter denen der Gespa. Einsätze und Gewinne können im Rahmen eines Verfahrens gegen den Anbieter eingezogen werden.
Für wen: Für niemanden mit Schweizer Wohnsitz, der Schweizer Schutz will. Gegen wen: Für jeden, der glaubt, die ausländische Lizenz sei eine Art Schweizer Ersatz. Sie ist keiner.
Betwinner – ohne Schweizer Bewilligung
Betwinner hat keine Schweizer Bewilligung. Die Plattform ist ein internationaler Anbieter mit einer Lizenz aus einem anderen Land; in der Schweiz gilt diese Lizenz nicht. Betwinner gehört zu den Anbietern, die im deutschsprachigen Raum intensiv werben, mit hohen Bonusangeboten und breitem Wettprogramm; die Werbung verstösst gegen das Schweizer Geldspielgesetz, weil sie für nicht bewilligte Sportwetten wirbt. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen; blockierte Domains tauchen unter neuen Adressen wieder auf.
Die Spielmechanik folgt internationalen Standards. Das Wettangebot ist breit, die Quoten sind oft kurz, die Bonusangebote sind oft hoch. Wer bei Betwinner spielt, spielt unter den Regeln des Anbieters, nicht unter denen der Gespa. Es gibt keinen Schweizer Schutz, keinen Anschluss an das Sperrsystem, keinen Schweizer Rekursweg.
Für wen: Für niemanden in der Schweiz, der sich auf eine staatliche Kontrolle verlassen will. Es fehlt jegliche staatliche Schweizer Kontrolle, da eine Lizenz aus Curaçao keine Schweizer Zulassung darstellt.
Betovo – ohne Schweizer Bewilligung
Betovo hat keine Schweizer Bewilligung. Die Lizenz – aus welchem Land auch immer – hat in der Schweiz keine Gültigkeit. Da Betovo nicht an die Gespa angebunden ist, findet das Schweizer Sperrsystem keine Anwendung und es gibt keinen Schweizer Rekursweg. Die Spielmechanik unterliegt nicht dem Schweizer Geldspielgesetz.
Wer bei Betovo spielt, spielt ohne Schweizer Schutz. Die Plattform kann ihre Regeln ändern, ohne dass die Gespa etwas davon erfährt; Auszahlungen können ausbleiben, ohne dass ein Schweizer Gericht helfen kann.
Für wen: Für niemanden, der hierzulande ein rechtssicheres Umfeld und eine Schweizer Aufsicht erwartet. Die ausländische Betriebserlaubnis ersetzt in keinem Fall eine gültige Schweizer Bewilligung.
Bahigo – ohne Schweizer Bewilligung
Bahigo hat keine Schweizer Bewilligung und keine rechtliche Wirkung im Inland. Es besteht keine Anbindung an die Gespa, das Schweizer Sperrsystem greift nicht und ein Schweizer Rekursweg existiert nicht. Die Werbung für dieses Angebot verstösst gegen das Schweizer Geldspielgesetz.
Wer bei Bahigo spielt, spielt ohne Schweizer Schutz. Die Spielmechanik folgt internationalen Standards; die Quoten, das Wettangebot, die Bonusstrukturen sind Sache der Plattform.
Für wen: Für niemanden in der Schweiz, der staatlich beaufsichtigte Sicherheit sucht.
AmunRa – ohne Schweizer Bewilligung
AmunRa hat keine Schweizer Bewilligung. Die Lizenz ist im Inland wirkungslos. Eine Anbindung an die Gespa fehlt, das Schweizer Sperrsystem greift nicht und es gibt keinen Schweizer Rekursweg. Das Angebot richtet sich an internationale Kunden, ohne die nötigen Schweizer Anforderungen zu erfüllen.
Wer bei AmunRa spielt, spielt ohne Schweizer Schutz. Was die Plattform an Bonus, Quoten und Wettangebot bietet, ist Sache der Plattform, nicht des Schweizer Rechts.
Für wen: Für niemanden in der Schweiz, der staatlich beaufsichtigte Sicherheit sucht.
FortuneJack – ohne Schweizer Bewilligung
FortuneJack hat keine Schweizer Bewilligung und die Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Eine Anbindung an die Gespa fehlt, das Sperrsystem greift nicht und es gibt keinen Schweizer Rekursweg. Die Plattform spezialisiert sich auf Krypto-Wetten, was im bewilligten Schweizer Markt nicht vorgesehen ist.
Wer bei FortuneJack spielt, spielt ohne Schweizer Schutz. Die Spielmechanik folgt internationalen Standards; die Quoten, das Wettangebot, die Bonusstrukturen sind Sache der Plattform.
Für wen: Für niemanden, der auf eine durch die Gespa garantierte Sicherheit setzt. Das Angebot entzieht sich jeder Schweizer Aufsicht und ist in der Praxis kein Ersatz für eine bewilligte Plattform.
Rainbet – ohne Schweizer Bewilligung
Rainbet hat keine Schweizer Bewilligung. Das Angebot ist nicht an die Gespa angeschlossen, das Schweizer Sperrsystem greift nicht und es besteht kein Schweizer Rekursweg.
Wer bei Rainbet spielt, spielt ohne Schweizer Schutz. Was die Plattform bietet, ist Sache der Plattform.
Für wen: Für niemanden in der Schweiz, der einen regulatorischen Schutzraum und eine Schweizer Aufsicht sucht. Auf Sicherheit und Rechtsschutz sollte bei Rainbet niemand hoffen.
Häufig gestellte Fragen
Dürfen Schweizer Veranstalter Wetten auf Golfturniere anbieten, und was sagt die Liste der Gespa dazu?
Ja, Golfturniere stehen auf der Liste der Gespa der bewilligten Sportarten und Wettarten, soweit sie die Kriterien erfüllen – in der Regel die grossen professionellen Turniere und die olympische Disziplin. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Bewilligt sind nur Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport; sie führen die Liste in ihren Wettprogrammen. Wer eine Wette auf ein Golfturnier sieht, das nicht auf der Liste steht, sollte davon Abstand nehmen.
Wie liest sich eine Quote auf den Turniersieger bei einem Feld mit vielen Spielern?
Eine Quote auf den Turniersieger ist die genaue Umkehrung der Wahrscheinlichkeit – minus der Marge des Anbieters. Bei einem Feld von 150 Spielern ist die Siegerquote eines Spielers, der mit 6.00 notiert ist, nicht 16.7 %, sondern etwas weniger, weil die Marge in jeder Quote steckt. Je grösser das Feld, desto mehr Quoten-Schritte gibt es, desto mehr Marge fällt pro Schritt an, desto länger sind die Quoten am unteren Ende der Skala. Eine Quote von 7.00 auf den Sieger eines grossen Feldes bedeutet nicht sieben zu eins – sie bedeutet sieben zu eins minus der Marge des Anbieters.
Wie wird der Gewinn bei einer Golfwette aus Einsatz und Quote berechnet?
Einsatz mal Quote ergibt den Bruttogewinn; Bruttogewinn minus Einsatz ergibt den Reingewinn. Bei einer Einzelwette ist die Rechnung direkt. Bei einer Kombiwette werden die Quoten der einzelnen Voraussagen multipliziert; das Produkt mal Einsatz ergibt den Bruttogewinn. Bei einer Systemwette werden Kombinationen aus den ausgewählten Voraussagen gebildet; jede Kombination wird wie eine eigene Kombiwette behandelt. Bei Livewetten gilt die Quote, mit der die Wette angenommen wurde; eine spätere Anpassung zählt nicht.
Was bedeutet die Marge in den Quoten, und warum ist ein Favorit nie ein sicherer Sieger?
Die Marge ist der Anteil der Einsätze, den der Veranstalter im Mittel behält; sie ist in jeder Quote eingepreist, auch in der Quote eines klaren Favoriten. Ein Favorit mit Quote 3.00 hat eine implizite Wahrscheinlichkeit von etwa 30 %, nicht 33.3 %, weil die Differenz Marge ist. Ein Favorit ist nie ein sicherer Sieger, weil ein Golfturnier über vier Runden geht, in denen Wetter, Form und Platz eine Rolle spielen; ein Spieler mit drei Schlägen Vorsprung vor der Schlussrunde kann das Turnier noch verlieren. Die Quote ist der Preis des Risikos; sie ist kein Versprechen.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wie lässt sich eine Spielsperre beantragen?
Vor der ersten Wette müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden; die Obergrenze für die Tageslimite ist CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden. Eine Spielsperre kann bei Swisslos für 1 bis 180 Tage selbst gesetzt werden; eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Register eingetragen. Eine Aufhebung der Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich, mit Beteiligung einer Fachstelle.
Sportarten – Quoten Rechner Info
Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»
