MotoGP-Wetten in der Schweiz – was erlaubt ist, wie die Quoten funktionieren
Wer in der Schweiz auf MotoGP wetten will, hat genau zwei legal betreibende Anbieter: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide verfügen über eine Schweizer Bewilligung und teilen das Land untereinander auf. Alles, was daneben an Wettseiten im Internet auftaucht, fällt in eine andere Kategorie: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an die Spielsperre und ohne Schutzmechanismen. Was im Sporttip-Wettprogramm zur MotoGP-Saison 2026 steht, wie Quoten und Punktevergabe zusammenhängen, was die Verlustlimiten kosten und welche Rolle die Verrechnungssteuer spielt, ist im Folgenden dargestellt.

Stand der Daten: 20. Oktober 2026, geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten, gegen die Swisslos-Spielregeln Sporttip (Version 4.2) sowie gegen die Loterie Romande.
Was die Schweizer Bewilligung bedeutet – und warum sie für MotoGP-Wetten entscheidend ist
Das Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) ordnet Sportwetten als Grossspiel ein. Zuständig für die Aufsicht ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, nicht die ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen, einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro Spiel, und gilt nur in der Schweiz.

Die Kantone haben die Zahl der möglichen Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das sind Swisslos und die Loterie Romande. Beide bedienen klar abgegrenzte Gebiete: Swisslos mit Sporttip betreut die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein, Loterie Romande mit Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto lässt sich nur mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet eröffnen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren.
Wer mit ausländischer Lizenz wirbt – gleich, ob Malta, Curaçao oder Deutschland –, hat in der Schweiz keinen rechtlichen Boden. Ausländische Lizenzen sind im Inland nicht anerkannt, und das Betreiben von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste von Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS blockieren müssen. Spielerinnen und Spieler werden nicht bestraft, aber Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und der Schutzmechanismus der Spielsperre greift dort nicht. Wer auf einer ausländischen Seite spielt, hat keine Schweizer Anlaufstelle und keine Schweizer Selbstsperre.
Die Voraussetzung, gewettet zu werden, ist doppelt: Der Anlass und die Wettart müssen in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten stehen. Die Liste zeigt die Motorrad-Weltmeisterschaft als bewilligte Sportart und enthält Voraussagen wie Rennsieg, Podium und Weltmeistertitel. Was die Liste nicht enthält: Wetten auf Trainingssitzungen, Eckball- oder Kartenmärkte, und keine eigene Sektion für E-Sport. Wenn ein Anbieter eine Wettart anbietet, die nicht auf der Liste steht, ist sie Teil seines Angebots auf eigenes Risiko, nicht Teil der Schweizer Bewilligung.
Verlustlimiten und Spielsperre – der Schutz, den die zugelassenen Anbieter verlangen
Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Wette Verlustlimiten für einen, sieben und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach drei Tagen. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.

Bei Swisslos gibt es zwei Stufen der Selbstsperre. Eine Sperre von einem bis 180 Tagen ist produktbezogen, das heisst sie gilt nur für ein bestimmtes Angebot, lässt sich aber vor Fristablauf nicht aufheben. Wer sich unbefristet sperren lässt, wird in einem schweizweiten Register eingetragen. Diese Sperre gilt auch für Online-Casinos und für Liechtenstein. Sie lässt sich frühestens nach drei Monaten und nur mit einer Fachstelle aufheben. Loterie Romande wendet vergleichbare Regeln an.
Was die Spielsperre konkret bedeutet: Eine gesperrte Person kann kein neues Konto eröffnen, weder bei Sporttip noch bei einem Schweizer Online-Casino. Wer auf einer ausländischen Seite spielt, fällt nicht unter diese Sperre. Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Schweizer Anbieter und einem ausländischen: die Sperre funktioniert nur im System, das die Sperre eingeführt hat. Aus diesem Grund kann eine Selbstsperre nur bei Swisslos und Loterie Romande greifen, und genau aus diesem Grund schützt sie auch nicht vor einem Klick auf eine ausländische Seite.
Eine zweite Schutzlinie kommt über die Steuer: Gewinne aus Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt ab 2026 bei CHF 1’071’000, der kantonale Freibetrag weicht davon ab. Über dem Freibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden können. Für die allermeisten Wettenden ist der Freibetrag kein Thema. Wer auf einer ausländischen Seite spielt, hat keine Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis im Thurgau behandelt solche Gewinne als voll steuerbares Einkommen unabhängig vom Betrag. Das ist ein weiterer Grund, sich die Wahl des Anbieters genau zu überlegen.
MotoGP-Saison 2026 – Spielplan, Sprint und Punkte
Die MotoGP-Saison 2026 ist die 78. Saison der FIM-Motorrad-Strassenweltmeisterschaft. Sie umfasst 22 Läufe vom 1. März 2026 (Thailand, Buriram) bis 29. November 2026 (Valencia). Brasilien kehrt mit Goiânia in den Kalender zurück, Argentinien entfällt. Der Grosse Preis von Katar wurde wegen des Irankriegs vom 12. April auf den 8. November 2026 verschoben.
In der MotoGP gibt es seit 2023 vor jedem Grand Prix samstags einen Sprint. Die neun Erstplatzierten des Sprints erhalten 12, 9, 7, 6, 5, 4, 3, 2 und 1 Punkt. Das Hauptrennen findet sonntags statt, und die Punktevergabe folgt der klassischen Skala: 25 Punkte für den Sieg, 20 für Rang 2, 16 für Rang 3, abwärts bis 1 Punkt für Rang 15. Punkte gibt es nur für die 15 bestplatzierten Fahrerinnen und Fahrer. Insgesamt starten in der MotoGP-Klasse 11 Teams mit 22 Fahrern.
Wetten auf das Hauptrennen und auf den Sprint sind getrennte Märkte. Eine Wette auf den Rennsieger zählt für das Hauptrennen, nicht für den Sprint. Wer auf den Sprint wettet, wettet auf ein eigenes Rennen mit eigener Punkteverteilung und eigenem Sieger. Wer Championschaftswetten abschliesst, sollte im Blick haben, dass Sprint-Punkte in die WM-Wertung einfliessen, aber nicht im selben Verhältnis wie Haupt-renn-Punkte. Das verändert das Bild im Verlauf einer Saison und ist ein Grund, warum Quoten auf den Weltmeister sich im Saisonverlauf bewegen, ohne dass sich an der Hierarchie der Spitzenfahrer etwas geändert haben muss.
Der Blick auf die Vorsaison hilft, das Ausgangsfeld einzuordnen: Die MotoGP-Saison 2025 gewann Marc Márquez mit 545 Punkten, Teamweltmeister wurde das Ducati Lenovo Team, Konstrukteursweltmeister Ducati. Diese Konstellation prägt die Quoten der Vorsaison 2026, weil Wettende die Hierarchie vergangener Saisons als Erwartungsrahmen nutzen – nicht als Vorhersage, aber als Ausgangspunkt.
Wettquoten und Marge – wie viel die Quote wirklich kostet
Eine Quote ist kein Versprechen, sie ist ein Preis. Was die Quote verspricht, ist die Auszahlung im Erfolgsfall; was sie verschweigt, ist der Anteil, den der Anbieter aus dem Markt herauszieht. Genau dieser Anteil heisst Marge und ist die stille Steuer, die in jeder Wette steckt.
So entsteht die Marge in einer Zwei-Stufenpaarung
Eine Zwei-Stufenwette wie Sieg Fahrer A gegen Sieg Fahrer B, beide Seiten mit Quote 1.90, ist ein sauberes Beispiel. Die Auszahlungsquote – also der Anteil der Einsätze, der bei einem fairen Markt an die Wettenden zurückfliesst – berechnet sich aus der inversen Summe der Quoten. Bei 1.90 und 1.90 ergibt das 1 geteilt durch (1/1.90 + 1/1.90), also 0.95 oder 95 %. Der Rest, 100 minus 95, ist die Marge. In diesem Beispiel liegt sie bei rund 5 %, genauer bei etwa 5.3 %. Das heisst: von jedem Franken, der auf diesen Markt gesetzt wird, behält der Anbieter etwa fünf Rappen ein.
Die Marge ist über Märkte und Anbieter hinweg unterschiedlich. Championschafts- und Langzeitmärkte haben höhere Margen als Rennsieger-Prematch, weil die Informationslage dünner ist und der Anbieter sein Risiko breiter kalkuliert. Live-Märkte liegen oft über Prematch-Märkten, weil sich der Anbieter gegen schnelle Wettende absichert. Die Marge ist deshalb kein Mass für die Seriosität eines Anbieters, sondern für die Preissetzung in einem konkreten Markt. Wer Championschaftswetten mit niedriger Marge sucht, schaut am ehesten kurz vor dem Saisonfinale, wenn die Hierarchie feststeht und das Risiko für den Anbieter kalkulierbarer wird. Wer auf den Rennsieger geht, sieht die niedrigere Marge üblicherweise am Morgen des Rennens, wenn die Wettbüros die letzten Trainingsdaten verarbeitet haben.
Was eine Quote konkret auszahlt
Eine Wette von CHF 10 auf Quote 1.90 zahlt bei einem Sieg CHF 19 zurück, also den Einsatz plus CHF 9 Gewinn. Bei Quote 3.50 sind es CHF 35, also der Einsatz plus CHF 25 Gewinn. Die Multiplikation ist simpel: Einsatz mal Quote gleich Rückzahlung im Erfolgsfall, Gewinn ist die Rückzahlung minus Einsatz. Was die Quote nicht enthält, ist eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit. Eine hohe Quote bedeutet nicht, dass der Anbieter das Ereignis für unwahrscheinlich hält, sondern dass er für ein Ereignis, das aus seiner Sicht unwahrscheinlich ist, mehr zahlen muss, damit er auf beiden Seiten genug Geld einsammelt. Die Quote ist ein Preis, kein Tipp.
Kombiwetten und Boni
Kombiwetten multiplizieren die Quoten der Einzelvoraussagen. Bei zwei Voraussagen mit 1.90 und 1.90 ergibt das eine kombinierte Quote von 3.61. Sporttip bietet für Online-Kombiwetten mit mindestens vier Voraussagen einen Kombiboost auf den Nettogewinn, mit 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen, sofern jede Einzelquote mindestens 1.50 beträgt. Der Boost ist im Einsatz und im Gewinn limitiert und gilt nur online. Bei einem Cash-Out verfällt ein etwaiger Boost. Wer mit Kombiwetten spielt, sollte sich bewusst sein, dass jeder zusätzliche Schenkel die Marge des Gesamtmarkts vergrössert, weil die Einzelmargen multipliziert werden. Ein Boost auf den Gewinn ändert daran nichts, er verschiebt nur die Auszahlung.
Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiger Cash-Out, nicht in Teilen. Einmal ausgeführt, lässt sich der Cash-Out nicht rückgängig machen. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei regulärem Abschluss und hängt vom Spielstand ab; eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Anbieter für MotoGP-Wetten in der Schweiz – wer was bietet
Die folgende Übersicht zeigt die zugelassenen Anbieter und die bekannteren ausländischen Marken, die Schweizer Spielende im Internet finden. Die zugelassenen Anbieter kommen zuerst, weil sie als einzige in der Schweiz legal Sportwetten anbieten dürfen. Die ausländischen Marken folgen als Referenz, weil sie Schweizer Spielende in der Werbung und über Suchmaschinen erreichen, mit deutlicher Einschränkung: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an die Spielsperre, keine Schweizer Anlaufstelle bei Streit.
Zugelassene Schweizer Anbieter
Swisslos Sporttip – der Anbieter für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Sporttip wird von der SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel veranstaltet und gehört zur Kategorie Grossspiel mit Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS. Das Wettprogramm umfasst die Motorrad-Weltmeisterschaft als bewilligte Sportart mit den üblichen Märkten Rennsieger, Podium und Weltmeister. Mindesteinsatz ist CHF 1 pro Einzel- und Kombinationswette, der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 pro Einzel- und Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette; die Anbieterin kann die Limiten jederzeit anpassen. Die Verlustlimite für 1, 7 und 30 Tage ist auf CHF 9’999 gedeckelt, mit der Möglichkeit, sie bei der ersten Wette selbst festzulegen. Cash-Out, Kombiboost und Quotenboosts sind verfügbar, jeweils mit den im Abschnitt zu den Wettquoten beschriebenen Einschränkungen. Vorteil für die Zielgruppe: Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, hat hier die regulierte Anlaufstelle mit Spielsperre, Verlustlimiten und Cash-Out.
Loterie Romande Jouez Sport – der Anbieter für die Westschweiz. Jouez Sport wird von der Loterie Romande, also der Société de la Loterie de la Suisse Romande, für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura veranstaltet. Auch hier liegt eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS vor. Die Loterie Romande unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende, die Hauptadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Das Online-Angebot richtet sich an Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet, analog zu Sporttip. Das Wettprogramm enthält die gleichen bewilligten Sportarten und Märkte wie Sporttip, weil beide an die Gespa-Liste gebunden sind. Für Westschweizer Spielende ist dies die regulierte Anlaufstelle.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Die folgenden Marken tauchen regelmässig in der Werbung und in den Suchergebnissen auf, wenn Schweizer Spielende nach MotoGP-Quoten suchen. Keine dieser Marken verfügt über eine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an die Spielsperre und keine Schweizer Anlaufstelle. Sie werden hier genannt, weil Schweizer Spielende auf sie stossen, nicht weil sie eine Alternative zu den zugelassenen Anbietern wären.
Bahigo. Bahigo.com ist eine internationale Wettplattform, die in mehreren europäischen Märkten aktiv ist. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht etabliert, was nach Art. 4 BGS bedeutet, dass eine ausländische Lizenz in der Schweiz keine Kraft hat. Für Schweizer Spielende heisst das: keine Schweizer Spielsperre, kein Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Anlaufstelle bei Streit. Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen.
myBet. Mybet.com gehört zu den älteren europäischen Wettmarken. Die Plattform wirbt mit Sportwetten und Livewetten. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht etabliert; dasselbe gilt für den Anschluss an die Spielsperre und für Schweizer Rechtsschutz.
Playzilla. Playzilla.com positioniert sich als moderne Online-Wettplattform mit Casino-Angebot. Auch hier: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Anlaufstelle. Wer von hier aus spielt, fällt ausserhalb der Schweizer Schutzmechanismen.
bet-at-home. Bet-at-home.com ist eine etablierte europäische Marke mit Sportwetten und Casino. Die Gespa nennt Bet-at-Home namentlich als Beispiel für Domain-Hopping, also den Wechsel auf neue Domains, wenn eine alte gesperrt wird. Das ändert nichts daran, dass die Bewilligung in der Schweiz keine Kraft hat und der Schutzmechanismus der Spielsperre nicht greift.
BetLabel. Betlabel.com tritt mit Sportwetten und Kryptowährungen auf. Keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Anlaufstelle. Für Schweizer Spielende gilt: Wer hier spielt, spielt ohne das Schweizer Sicherheitsnetz.
WirWetten. Wirwetten.com ist eine deutschsprachige Marke. Keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Anlaufstelle. Für Schweizer Spielende heisst das: kein Schutz durch Spielsperre und Verlustlimiten im Schweizer System.
N1 Bet. N1bet.com tritt mit Sportwetten und Casino auf. Dieses Angebot verfügt über keine Schweizer Bewilligung, keinen Anschluss an das nationale Sperrregister und bietet keine Schweizer Anlaufstelle.
GG.BET. GG.bet ist im E-Sport-Bereich gestartet und hat sein Angebot auf Sportwetten erweitert. Auch dieser Anbieter hat keine Schweizer Bewilligung und keinen Zugang zur Spielsperre. Bemerkenswert: Die Gespa-Liste führt E-Sport nicht als eigene Sektion, was bei einer ausländischen Plattform, die mit E-Sport wirbt, doppelt auf die Frage stösst, was dort bewilligt ist und was nicht.
Einordnung der Anbieter im Vergleich
Die folgende Übersicht zeigt, wie die Anbieter in der Schweiz rechtlich stehen und wer sie betreibt. Die Tabelle ordnet keine Wettqualität; sie zeigt die Bewilligungslage und die geografische Zuständigkeit, weil das die Entscheidung ist, die ein Schweizer Spieler zuerst treffen muss.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter und Gebiet |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS | Loterie Romande, Lausanne; FR, GE, JU, NE, VD, VS |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz im Sitzland, in der Schweiz ohne Anerkennung |
| myBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz im Sitzland, in der Schweiz ohne Anerkennung |
| Playzilla | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz im Sitzland, in der Schweiz ohne Anerkennung |
| bet-at-home | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz im Sitzland, in der Schweiz ohne Anerkennung; von der Gespa als Domain-Hopping-Beispiel genannt |
| BetLabel | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz im Sitzland, in der Schweiz ohne Anerkennung |
| WirWetten | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz im Sitzland, in der Schweiz ohne Anerkennung |
| N1 Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz im Sitzland, in der Schweiz ohne Anerkennung |
| GG.BET | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz im Sitzland, in der Schweiz ohne Anerkennung |
Die zugelassenen Anbieter decken die Schweiz flächendeckend ab, jeder Kanton hat genau einen. Die ausländischen Marken werben mit globalen Lizenzen, was im Schweizer Recht nichts bedeutet. Wer in der Schweiz spielt, hat die Wahl zwischen einem zugelassenen Anbieter und einem ausländischen. Wer Wert auf Spielsperre, Verlustlimiten und Schweizer Rechtsschutz legt, spielt bei Swisslos oder Loterie Romande, je nach Kanton. Wer bewusst eine ausländische Plattform wählt, weil sie Märkte anbietet, die die Schweizer Liste nicht enthält, sollte sich bewusst sein, dass diese Märkte in der Schweiz nicht von der Bewilligung gedeckt sind.
Was die Reingewinn-Verteilung über das System sagt
Die Swisslos hat im Geschäftsbericht 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. ausgeschüttet: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die wiederum Swiss Olympic, den Fussball, den Eishockey und die Sporthilfe finanziert. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., im Vorjahr waren es CHF 122 Mio. Diese Zahlen zeigen, wohin die Marge fliesst, die in jeder Wette steckt: nicht an einen privaten Anteilseigner, sondern an die öffentliche Hand und an den Breitensport. Das ist der strukturelle Unterschied zwischen einem bewilligten Anbieter und einem Offshore-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: Die Marge der zugelassenen Anbieter finanziert die Schweiz mit, die Marge der Offshore-Anbieter finanziert das Sitzland des Anbieters.
Wer sich für die Mechanik interessiert, die in jeder Wette steckt: Auf 1.90 zu beiden Seiten fliesst etwa 95 % der Einsätze als Auszahlung an die Wettenden zurück, rund 5 % behält der Anbieter. Bei Championschafts- und Langzeitmärkten ist die Marge üblicherweise höher, da der Anbieter sein Risiko breiter kalkuliert. Die Marge ist keine versteckte Gebühr, sie ist Teil der Quote und lässt sich aus der inversen Summe der Quoten berechnen. Wer das einmal verstanden hat, liest jede Wettseite mit anderen Augen.
Wie sich die Marge auf eine Wette auswirkt – das Beispiel in Zahlen
Bei Quote 1.90 auf jede Seite in einer Zwei-Stufenpaarung liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 %, die Marge bei etwa 5 %. Das heisst, von CHF 100, die auf beide Seiten gesetzt werden, fliessen etwa CHF 95 als Auszahlung an die Wettenden zurück und etwa CHF 5 behält der Anbieter. Bei einer einzelnen Wette von CHF 10 auf eine Seite zu Quote 1.90 zahlt die Wette im Erfolgsfall CHF 19, also CHF 10 Einsatz plus CHF 9 Gewinn. Über viele Wetten mittelt sich der Erwartungswert des Wettenden nahe am Auszahlungsanteil des Markts, weil das Gesetz der grossen Zahlen greift. Auf einer Einzelwette lässt sich dieser Erwartungswert nicht einlösen, das geht nur über die Verteilung vieler Wetten. Genau deshalb ist eine Quote kein Tipp, sondern ein Preis.
Bei Championschaftswetten ist die Marge in der Regel höher, oft im Bereich von 7 bis 10 %, weil das Feld gross und die Vorhersage unsicher ist. Bei Sprintwetten und Prematch-Märkten am Morgen des Rennens ist die Marge üblicherweise am niedrigsten, da der Anbieter sein Risiko eng kalkulieren kann. Wer Championschaftswetten vergleicht, achtet auf das Marge-Band des Markts: Es bewegt sich zwischen Anbietern und über die Saison. Eine pauschale Aussage «die Marge bei Anbieter X beträgt Y Prozent» lässt sich aus einer einzelnen Quote nicht ableiten, weil jede Quote ihren eigenen Markt hat.
Häufige Fragen zu MotoGP-Wetten in der Schweiz
Ist es erlaubt, in der Schweiz auf MotoGP zu wetten?
Ja, aber nur bei den beiden zugelassenen Anbietern Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport). Beide haben eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS und sind in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten eingetragen. Anbieter mit ausländischer Lizenz dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten; ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Quote und Einsatz?
Rückzahlung bei Sieg ist Einsatz mal Quote. Gewinn ist Rückzahlung minus Einsatz. Eine Wette von CHF 10 auf Quote 1.90 zahlt CHF 19 zurück, also CHF 9 Gewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Einzelvoraussagen, sofern jede einzelne Quote die Mindestvoraussetzung für den Kombiboost erfüllt.
Was bedeutet der Sprint samstags für meine Wetten?
Der Sprint ist seit 2023 ein eigenes Rennen mit eigener Punktewertung von 12 bis 1 für die neun Erstplatzierten. Wetten auf das Hauptrennen zählen nicht für den Sprint und umgekehrt. Sprint-Punkte fliessen aber in die WM-Wertung ein, deshalb können Championschaftsquoten sich nach einem Sprint anders entwickeln als nach einem Hauptrennen.
Was passiert mit meiner Wette, wenn ein Rennen verschoben oder abgesagt wird?
Bei einer Verschiebung innerhalb eines kurzen Zeitfensters gilt die Wette für den neuen Termin. Bei einer Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt, der ausserhalb des üblichen Nachholfensters liegt, oder bei einer Absage storniert Swisslos die Wette in der Regel und erstattet den Einsatz. Die genauen Regeln stehen in den Swisslos-Spielregeln Sporttip Version 4.2. Der Katar-Termin 2026, verschoben vom 12. April auf den 8. November wegen des Irankriegs, ist ein Beispiel für eine Verschiebung innerhalb der Saison.
Wie funktionieren Verlustlimiten und die Spielsperre?
Spielende setzen vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, maximal CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen maximal CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Spielsperre ist eine Selbstsperre im Schweizer Register: Sie sperrt für 1 bis 180 Tage produktbezogen oder unbefristet mit Eintrag ins Register; die Aufhebung einer unbefristeten Sperre ist frühestens nach drei Monaten mit Fachstelle möglich.
Ab welchem Gewinn fällt Verrechnungssteuer an?
Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei; der Bundesfreibetrag liegt 2026 bei CHF 1’071’000, der kantonale Freibetrag weicht ab. Über dem Freibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Für ausländische Anbieter gilt keine Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis – Thurgau behandelt solche Gewinne als voll steuerbares Einkommen unabhängig vom Betrag.
Sportarten – Quoten Rechner Info
Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»
