NHL Wetten in der Schweiz 2026
Wer in der Schweiz auf die NHL wetten will, hat weniger Auswahl, als die Werbung im Internet vermuten lässt. Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport dürfen hier Sportwetten anbieten; jede andere Seite, die einem auf einer Suchmaschine begegnet, läuft ohne Schweizer Bewilligung. Das bestimmt, welche Spiele überhaupt angeboten werden, welche Wettarten zulässig sind und wer im Streitfall überhaupt zuständig ist. Wer den Markt versteht, versteht auch, warum die Quoten so aussehen, wie sie aussehen, und warum der eigene Wetteinsatz nirgends so stark begrenzt wird wie bei Sporttip.
Stand: 20. Oktober 2026 · geprüft gegen die Bewilligungslage der Gespa und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.

Diese Zusammenstellung erläutert die NHL-Wetten in der Schweiz: welche Märkte zugänglich sind, was die Angebote kosten und wie die Spielregeln die Wettenden binden. Der Blick bleibt nüchtern, die Zahlen stammen aus den Spielregeln der Veranstalter und den Daten der NHL-Saison, die im Frühjahr 2026 mit dem Stanley-Cup-Sieg der Carolina Hurricanes endete.
Was die NHL ist und warum das den Wettmarkt prägt
Die National Hockey League ist mit ihren 32 Teams – 7 aus Kanada, 25 aus den USA – die stärkste Liga der Welt und wurde am 22. November 1917 in Montreal gegründet. Rekordgewinner des Stanley Cups sind die Canadiens de Montréal mit 24 Titeln; ein Stanley-Cup-Finale ist deshalb für eine ganze Region ein Ereignis, das den Wettmarkt über Wochen beschäftigt.

Die Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026 mit 82 Spielen pro Team; ab der Saison 2026/27 sind nach dem geltenden Tarifvertrag 84 Spiele vorgesehen. Das bedeutet 1’312 Begegnungen in der Hauptrunde, bevor die Playoffs beginnen – ein Spielplan, der nur dann lukrativ wird, wenn die Wettangebote Schritt halten. Die Stanley-Cup-Playoffs 2026 liefen vom 18. April bis zum 14. Juni 2026; die Carolina Hurricanes gewannen das Finale 4:2 gegen die Vegas Golden Knights. Jordan Staal wurde als wertvollster Spieler der Playoffs mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet. Die Presidents‘ Trophy für die beste Hauptrundenbilanz 2025/26 ging mit 121 Punkten an die Colorado Avalanche.
Wer auf eine ganze Saison tippt, muss die Mechanik der Liga verstehen. Eine Quote auf den Stanley-Cup-Sieger wird früh gesetzt, korrigiert sich über Monate und fällt am Ende entweder als kurze Favoritenquote oder als hoher Aussenseiterpreis. Wer auf einen Spieler als wertvollsten Akteur der Regular Season oder der Playoffs tippt, steht vor derselben Mechanik, nur dass die individuellen Leistungen noch unberechenbarer sind als ein Team-Turnier.
Die Rechtslage in der Schweiz: zwei Veranstalter, eine Liste
Das Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) teilt Glücksspiele in verschiedene Kategorien ein; Sportwetten sind ein Grossspiel. Das Gesetz legt fest, dass es in der Schweiz nur zwei Veranstalter von Lotterien und Sportwetten geben darf: Swisslos für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Spiel; beides wird von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern) überwacht. Eine ausländische Lizenz – aus Malta, Curaçao, dem Kahnawake-Territorium oder von der Tobique Gaming Commission in Kanada – hat in der Schweiz keine rechtliche Kraft. Wer auf einer Seite ohne Schweizer Deposit plant, spielt im Nachhinein ohne Schweizer Schutz.

Die praktische Konsequenz: Eine Online-Registrierung bei Swisslos verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, also in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Tessin oder in Liechtenstein. Eine Westschweizer Adresse bekommt bei Swisslos kein Konto, eine Deutschschweizer Adresse bei der Loterie Romande nicht. Wer umzieht, muss das Konto wechseln oder schliessen. Wer sich registriert, muss mindestens 18 Jahre alt sein, einen Ausweis hochladen, die Daten werden automatisiert ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Jede Person darf sich nur einmal registrieren.
Eine Wette kostet im Sporttip-Angebot zwischen CHF 1 (Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten) und CHF 1’000 (Höchsteinsatz für Einzel- oder Kombinationswette) bzw. CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Diese kleinen Beträge sind ungewöhnlich für den internationalen Wettmarkt, aber folgerichtig: Die Schweiz will Sportwetten kleinzhalte und dadurch attraktiv für ein breites Publikum machen, ohne dass jemand ruinöse Summen riskiert.
Was darf gewettet werden? Die Gespa-Liste
Das Geldspielgesetz legt fest, was überhaupt gewettet werden darf. Die Gespa führt eine geschlossene Liste zugelassener Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind ausgeschlossen. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt sind, dürfen nicht angeboten werden. Nur wenn ein Wettbewerb und der gewünschte Wetttyp auf dieser Liste stehen, kann ein Veranstalter ihn ins Wettprogramm nehmen. Die Liste enthält keine Eckball- oder Kartenmärkte und keinen Esports-Bereich; wer auf Eckbälle wetten will, sucht auf einer Seite ohne Schweizer Deposit etwas, das die Gespa hier nicht zulässt.
Die Liste ist die einzige Stelle, an der verlässlich geprüft werden kann, ob ein bestimmter NHL-Markt – reguläre Spielzeit, Verlängerung, Torsummen, Handicap, Spieler-Auszeichnungen – in der Schweiz überhaupt angeboten werden darf. Wer nicht sicher ist, ob eine bestimmte Wette bei Sporttip oder Jouez Sport verfügbar ist, schaut dort nach, nicht auf der Webseite des Veranstalters.
Werbung und ausländische Anbieter
Werbung für Glücksspiele, die in der Schweiz nicht zugelassen sind, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft werden (Art. 131 BGS). Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains; Schweizer Telekomanbieter sperren diese Adressen über DNS. Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste. Wer auf einer gesperrten Seite spielt, kann im Nachhinein mit der Konfiszierung von Einsatz und Gewinn rechnen, auch wenn gegen die spielende Person selbst nicht strafrechtlich vorgegangen wird.
Werbung darf nicht irreführend sein oder sich an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Gratiswetten oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie 24 solche Bewilligungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Ein Werbeversprechen «100 % Bonus» sagt also nichts darüber, ob es diesen Bonus überhaupt geben darf – nur die Gespa-Liste und die Spielregeln des Veranstalters geben eine Antwort.
Spielerschutz: Limiten, Sperren und Pause
Vor der ersten Teilnahme an Sporttip muss jede spielende Person Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Tag; für unter 21-Jährige gilt eine maximale Tageslimite von CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Damit hat jede Person die Möglichkeit, das eigene Tempo zu drosseln, bevor sie spielt – nicht erst, wenn sie zu viel verloren hat.
Wer sich selbst sperren will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst ausschliessen, ohne dass die Sperre vor Fristablauf aufgehoben wird. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie für Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich nach Ablauf von drei Monaten über eine spezialisierte Stelle aufheben; eine kürzere Pause – bis zu sechs Monate – muss jeder Veranstalter anbieten. Wer gesperrt ist oder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).
Die Gespa testet den Jugendschutz an den Verkaufsstellen regelmässig. 2025 wurde in 47,5 % von 200 Testfällen an einer Verkaufsstelle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist kein Argument gegen Online-Wetten – es zeigt vielmehr, dass auch der stationäre Schutz nicht perfekt ist und ein Online-Konto mit Ausweispflicht eine andere Schutzebene bietet als ein Kiosk.
Prognosen und Tipps: warum keine Vorhersage sicher ist
Wer auf die NHL wettet, kommt an Prognosen nicht vorbei. Sucht man im Netz nach «NHL Tipps», findet man Dutzende Seiten, die tägliche Vorhersagen anbieten, mit Quoten, Wahrscheinlichkeiten, Head-to-Head-Statistiken und «sicheren» Empfehlungen. Was all diese Seiten nicht bieten, ist eine zugesicherte Trefferquote. Eine Prognose ist eine Schätzung, gegründet auf Form, Torhüterleistung, Verletzungen, Heim- und Auswärtsbilanz, Powerplay- und Penalty-Killing-Quoten sowie Spielstatistiken der letzten Wochen. Sie wird mit einer Quote verbunden, die der Veranstalter festlegt. Wenn die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit höher ist als die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote, hat man einen Value-Bet. Heisst: Der Preis, zu dem man kauft, ist höher als das, was die Wette wert ist.
Das ist die einzige rationale Begründung, eine Wette zu platzieren: ein Preis, der die eigene Einschätzung übersteigt. Alles andere – «heute ist ein guter Tag zum Tippen», «diese Serie läuft seit drei Spielen», «Toronto hat zu Hause eine starke Bilanz» – ist Begründung, nicht Beweis. Auch eine Quote von 1.20 auf einen klaren Favoriten ist kein Selbstläufer; das Unterpfand eines Favoriten ist nicht «er gewinnt», sondern «er gewinnt wahrscheinlich öfter, als die Quote es impliziert».
Wer Prognosen verfolgt, sollte auf vier Bereiche schauen. Erstens: die Form der letzten zehn Spiele – nicht nur Siege und Niederlagen, sondern erzielte und kassierte Tore, Schüsse aufs Tor, Powerplay-Ausbeute. Zweitens: die Torhüterleistung – Fangquote, Gegentorschnitt, Save Percentage in den letzten Starts, Belastung durch Nachholspiele. Drittens: die Special Teams – Überzahl- und Unterzahl-Quoten entscheiden enge Spiele, weil die Tordifferenz in der NHL oft bei null unter 1 liegt. Viertens: die Verletzungssituation – fällt der erste Center aus, kippt die Linienstruktur. Statistiken dieser Art sind im Netz frei verfügbar; das eigene Modell ist besser, wenn es nur die Faktoren gewichtet, die man versteht.
Was nicht geht: aus einem Lauf von drei Siegen einen vierten Sieg ableiten. Das ist der klassische Gambler’s Fallacy. Was auch nicht geht: ohne Information wetten. Wer Quoten annimmt, ohne die Form zu prüfen, wettet blind – und der Veranstalter kassiert auf jeder Wette seinen Anteil, auf lange Sicht.
Wettarten und Quoten: Siegwetten, Handicap, Torsummen
Bei Sporttip sind die Standardmärkte auf NHL-Spiele die üblichen: die Siegwette nach regulärer Spielzeit (3-Weg: Heimsieg, Auswärtssieg, Verlängerung nach 60 Minuten), die Siegwette inklusive Verlängerung und Penaltyschiessen (2-Weg), Handicap-Wetten auf das Torverhältnis sowie Über/Unter-Wetten auf die Anzahl Tore im Spiel. Hinzu kommen Langzeitwetten: Stanley-Cup-Sieger, Conference-Sieger, Divisionssieger, MVP-Auszeichnungen.
Die wichtigste Wettart im Eishockey bleibt die 3-Weg-Siegwette, weil sie am häufigsten angeboten wird und am leichtesten zu vergleichen ist. Sie wird allerdings in der Regel so quotiert, dass der Unentschieden-Ausgang einen gewissen Wert hat; das heisst, der Quotenschlüssel ist nicht 100 %, sondern etwas tiefer. Genau diese Differenz ist die Marge des Veranstalters.
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettperson nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das klingt grosszügig, ist aber an enge Bedingungen geknüpft: Die Anwendung muss vor dem Ereignis erfolgen, der Boost deckt nur einen Teil der möglichen Erhöhung, und der Boost verfällt, wenn die Wette vorzeitig ausgewertet wird.
Kombiboost: nur online (Prematch, Live, Systemwetten), mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Auch hier sind Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert. Ein Boost auf den Nettogewinn – nicht den Einsatz – ist buchhalterisch das, was der Veranstalter als Werbung ausgibt; tatsächlich ist es eine auf eine Quote geschobene Subvention, die das Verhältnis von Einsatz zu möglichem Gewinn verschiebt.
Gewinnberechnung und Marge
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote; bei einer Kombinationswette ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Beispiel – Einsatz CHF 50, Quote 2.10: Rückgabe bei einem Sieg 50 × 2.10 = CHF 105.00; Nettogewinn CHF 55.00.
Die Marge des Veranstalters ist das, was von jedem gesetzten Franken im Schnitt beim Veranstalter bleibt. Sie berechnet sich aus 1 minus dem Auszahlungsschlüssel, und der Auszahlungsschlüssel eines Marktes ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten.
Beispiel: als illustratives Marktszenario zwei Quoten mit 1.90 / 1.90. Der Auszahlungsschlüssel ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.9500, also 95.00 %. Die Marge ist 100 % − 95.00 % = 5.00 %. Auf einem Markt mit drei Quoten, etwa 1.95 / 3.40 / 4.20, ergibt sich 1 ÷ (0.5128 + 0.2941 + 0.2381) = 1 ÷ 1.0450 = 0.9569, also 95.69 % Auszahlung und 4.31 % Marge. In der Realität liegt die Marge bei den grossen NHL-Märkten meist zwischen 4 und 6 %, bei exotischeren Märkten (Torsummen, Handicap, Spieler-Spezial) oft deutlich höher. Wer die Marge als Preispunkt versteht, versteht, warum eine «gute Quote» nicht nur nominell höher ist, sondern nach Abzug der Marge mehr Wert pro Franken Einsatz liefert.
Was als reguläre Spielzeit zählt
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (im Eishockey drei Mal zwanzig Minuten) plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Das ist die entscheidende Stelle für NHL-Wetten: ein Spiel endet nach 60 Minuten mit einem Unentschieden und geht in die Overtime (fünf Minuten, drei gegen drei, bei Bedarf Penaltyschiessen); wer auf den Sieger nach regulärer Spielzeit wettet, hat verloren, sobald die Overtime beginnt.
Wer auf den Sieger inklusive Verlängerung wettet, hat es einfacher: Hier zählt, wer nach 60 Minuten, Overtime oder Penaltyschiessen führt. Wer auf die Torsumme wettet, sollte prüfen, ob die reguläre Spielzeit gemeint ist oder das Gesamtspiel; bei Letzterem ist ein torreiches Penaltyschiessen plötzlich eingepreist, in der regulären Spielzeit zählt es nicht.
Cash-Out, Live-Wetten und Systemwetten
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen; eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der angebotene Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn bei normalem Ausgang, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Der Mechanismus ist einfach zu verstehen, aber schwer zu bewerten. Cash-Out gibt der Wettperson die Möglichkeit, eine Wette vor dem Ende zu schliessen – zum Beispiel eine Live-Wette auf den Favoriten, der 3:0 führt und dessen Quote inzwischen auf 1.20 gefallen ist; der Cash-Out-Wert dürfte in der Nähe des ursprünglichen Einsatzes plus etwas Gewinn liegen. Wer das Spiel aber laufen lässt und der Favorit tatsächlich gewinnt, bekommt mehr. Cash-Out ist damit eine Form der Versicherung gegen den späten Ausgleich – gegen einen Preis.
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live wetten will, sollte die Verzögerung der Übertragung kennen und mit der Annahme rechnen, dass die Plattform Sekunden voraus ist.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung – etwa «Spiel X endet mit Heimsieg und über 5.5 Toren» – werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Eine irrtümlich angenommene Kombination kann Swisslos für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Die Bet-Builder-Funktion ist damit die einzige zulässige Form, abhängige Märkte desselben Spiels zu kombinieren.
Die zehn Anbieter im Vergleich
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Organisator / Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja | Swisslos |
| Loterie Romande | Ja | Loterie Romande |
| Pribet | Keine | Keine |
| X3Bet | Keine | Tobique (Kanada) |
| BetPanda | Keine | Keine |
| GG.BET | Keine | Keine |
| 1Bet | Keine | Keine |
| Bruce Bet | Keine | Keine |
| Sportuna | Keine | Keine |
| Funbet | Keine | Keine |
Ein Vergleich fällt in der Schweiz knapp aus, weil nur zwei Anbieter eine Bewilligung haben. Die übrigen Plattformen in dieser Übersicht sind ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung – sie werden hier aufgeführt, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler ihnen im Internet begegnen, sie aber unter Schweizer Recht weder eine Bewilligung noch einen Schutz geniessen. Das Geldspielgesetz gilt nur für in der Schweiz bewilligte Anbieter; jede Plattform ohne diese Bewilligung bewegt sich in einer Grauzone, auch wenn die Seite selbst eine Lizenz aus einem anderen Land vorweist.
Swisslos Sporttip
Swisslos ist als Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel Trägerin der Veranstalterbewilligung; das Sportwetten-Produkt heisst Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst 19 Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH), das Tessin und Liechtenstein. Eine Online-Registrierung ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Gebiet möglich; die Verifizierung erfolgt per Ausweisupload und Datenbankabgleich. Vor der ersten Teilnahme werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt.
Sporttip bietet das volle Programm an Einzel-, Kombinations- und Systemwetten, Prematch und Live, mit Quotenboosts, Profitboosts und dem Kombiboost (5–100 % auf den Nettogewinn je nach Anzahl der Voraussagen ab vier). Cash-Out ist als vollständiges Cash-Out verfügbar, eine Teilauszahlung nicht. Der Mindesteinsatz beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Die Verlustlimite pro Tag liegt maximal bei CHF 9’999. Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote, abgerundet auf 5 Rappen. Für 2025 wies Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio. aus, davon CHF 109 Mio. aus Sportwetten (2024: CHF 122 Mio.). Davon flossen CHF 506 Mio. in kantonale Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die auch im Eishockey tätig ist.
Verdienst: Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt und gesetzeskonform auf NHL wetten will, kommt an Sporttip nicht vorbei. Die Quote ist ehrlich (Marge 4–6 % im Hauptmarkt), die Limits sind eng, die Spielregeln sind transparent, und die Spielschutzwerkzeuge sind tatsächlich da – die Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, die Spielsperre gilt schweizweit, und das Spielerkonto lässt sich produktbezogen für bis zu 180 Tage selbst sperren. Für die meisten Wetten auf Standardmärkten ist Sporttip die einzige legale Adresse.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande ist Veranstalterin des Produkts Jouez Sport und deckt die sechs Westschweizer Kantone ab: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Eine Online-Registrierung ist nur für Personen mit Wohnsitz in einem dieser Kantone möglich. Das Angebot umfasst Wetten auf nationale und internationale Sportereignisse, einschliesslich NHL, soweit die Gespa-Liste das Ereignis und den Wetttyp abdeckt. Auch bei Jouez Sport müssen Verlustlimiten gesetzt werden, und das gleiche Spielschutz-Inventar steht bereit.
Verdienst: Wer in der Romandie wohnt, hat mit Jouez Sport dieselbe legale Adresse wie ein Deutschschweizer mit Sporttip. Das Wettprogramm ist vergleichbar aufgestellt, die Spielregeln sind ähnlich formuliert, und die Schutzwerkzeuge sind dieselben. Wer zwischen den Kantonen umzieht, muss das Konto wechseln, nicht das Spielverhalten anpassen.
Pribet
Pribet verfügt über keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Lizenz wird nicht ausgewiesen. Eine in der Schweiz ausgestellte Bewilligung hat die Plattform nicht. Wer dort spielt, ist nicht an die Schweizer Spielsperre angeschlossen, hat im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg und riskiert, dass die Domain auf der Gespa-Sperrliste landet und in der Schweiz über DNS blockiert wird. Das ist die ganze Information – alles Weitere gehört in die AGB des Anbieters.
Verdienst: Wer auf Pribet spielt, spielt ohne Schweizer Schutz. Der Hinweis ist hier höflich, das hier weniger der Ort, eine Plattform ohne Bewilligung weiter zu beschreiben als sie beim Namen zu nennen.
X3Bet
X3Bet wirbt mit einer Lizenz der Tobique Gaming Commission in Kanada; in der Schweiz hat diese Lizenz keine rechtliche Kraft. Eine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister besteht nicht, Schweizer Recht gilt hier nicht. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, der Zugang wird in der Schweiz über DNS blockiert. Für Spielerinnen und Spieler aus der Schweiz heisst das: kein Schweizer Schutz im Streitfall, mögliche Konfiszierung von Einsatz und Gewinn, keine Berücksichtigung einer Schweizer Spielsperre.
Verdienst: Eine Lizenz aus einem kanadischen Reservat hat in der Schweiz keine Wirkung. Der Anbieter wird hier genannt, weil er beworben wird und Schweizer Spieler ihn finden; er wird hier nicht beworben.
BetPanda
BetPanda tritt ohne ausgewiesene Lizenz auf; eine Schweizer Bewilligung ist nicht ersichtlich. Die Plattform akzeptiert Zahlungen in Kryptowährungen, was in der Schweiz für bewilligte Anbieter nicht zulässig ist – Art. 50 Abs. 2 VGS verlangt die Auszahlung auf ein Konto im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers, anonym und in Krypto nicht möglich. Wer dort spielt, hat keinen Schweizer Schutz, keine Schweizer Spielsperre, keinen Schweizer Rechtsweg.
Verdienst: Eine Plattform ohne ausgewiesene Lizenz ist im Schweizer Kontext eine Plattform ohne Bewilligung. Der Rest ist Marketing.
GG.BET
GG.BET ist auf E-Sport und Counter-Strike spezialisiert; eine Schweizer Bewilligung hat die Plattform nicht. Auf der Gespa-Liste steht kein E-Sport-Bereich, weshalb E-Sport-Wetten in der Schweiz schon aus diesem Grund nicht von einem bewilligten Anbieter angeboten werden. Für klassische NHL-Wetten ist die Plattform nicht erste Adresse; sie wird hier erwähnt, weil sie im Internet für Sport- und E-Sport-Wetten bewirbt und Schweizer Spieler sie bei einer Suche finden.
Verdienst: Wer E-Sport sucht, ist hier richtig, aber nicht in der Schweiz. Wer NHL sucht, ist hier falsch.
1Bet
1Bet ist eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung; eine ausländische Lizenz wird nicht ausgewiesen. Der Marktauftritt richtet sich an ein internationales Publikum, Schweizer Schutz und Schweizer Spielsperre greifen nicht. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, der Zugang in der Schweiz über DNS blockiert sein. Wer dort spielt, ist auf die Seriosität des Anbieters und auf dessen Lizenzgeber angewiesen, nicht auf die Schweiz.
Verdienst: Eine Lizenz, die nicht ausgewiesen wird, ist keine. Auch ohne Schweizer Schutz spielen heisst, das volle Risiko zu tragen.
Bruce Bet
Bruce Bet tritt mit einem aggressiven Bonusprogramm auf; eine Schweizer Bewilligung fehlt. In der Schweiz sind Gratisspiele und Gratisguthaben an die vorgängige Zustimmung der Gespa gebunden (Art. 75 Abs. 2 BGS); ein Bonus, der nicht über die Gespa läuft, ist im Schweizer Kontext ein Bonus ohne Bewilligung. Wer dort spielt, hat keinen Schweizer Schutz, keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Auszahlungsregel.
Verdienst: Werbeversprechen ohne Schweizer Bewilligung sind keine Schweizer Versprechen. Der Anbieter wird hier genannt, weil er bewirbt, und hier nicht beworben.
Sportuna
Sportuna ist eine internationale Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Die Gespa-Liste gibt den einzig zulässigen Rahmen für Sportwetten in der Schweiz; alles ausserhalb dieser Liste ist im Schweizer Kontext nicht zugelassen, gleichgültig welche Lizenz die Plattform vorzeigt. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, der Zugang in der Schweiz über DNS blockiert sein.
Verdienst: Eine internationale Plattform ist keine Schweizer Plattform. Der Anbieter wird hier erwähnt, weil Schweizer Spieler ihn finden, und hier nicht empfohlen.
Funbet
Funbet ist eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Für Schweizer Spielerinnen und Spieler gilt das, was für jede Plattform ohne Schweizer Bewilligung gilt: keine Schweizer Spielsperre, kein Schweizer Schutz im Streitfall, mögliche Konfiszierung von Einsatz und Gewinn, mögliche DNS-Sperre. Welche Quoten, welche Limits, welche Zahlungswege und welcher Service gelten, sagen die AGB des Anbieters.
Verdienst: Der Name klingt nach Unterhaltung, das Schweizer Gesetz klingt nach Geldspielgesetz. Wer in der Schweiz spielen will, bleibt bei Swisslos oder Loterie Romande.
Steuerliche Lage
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Die bundesrechtliche Schwelle liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle ist unterschiedlich und sollte mit dem kantonalen Steueramt abgeklärt werden. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer NHL-Wettgewinn liegt weit unter dieser Schwelle; die meisten Wettenden werden nie mit der Verrechnungssteuer in Berührung kommen. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz – eine solche Abgabe ist im BGS nicht vorgesehen.
Gewinne aus ausländischen Anbietern fallen nicht unter die Verrechnungssteuer; die kantonale Steuerpraxis ist aber unterschiedlich. Der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Wer aus dem Ausland auf eine NHL-Wette gewinnt und in Thurgau steuerpflichtig ist, muss diesen Gewinn in der Steuererklärung angeben. In anderen Kantonen ist die Praxis milder. Allgemeine Information, keine Steuerberatung: das kantonale Steueramt oder ein Steuerberater gibt Auskunft über die geltende Praxis im eigenen Kanton.
Häufig gestellte Fragen
Ist es in der Schweiz erlaubt, auf NHL-Spiele und den Stanley Cup zu wetten?
Ja, aber nur bei einem der beiden bewilligten Veranstalter: Swisslos mit Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, oder Loterie Romande mit Jouez Sport für die Westschweiz. Jede andere Plattform hat keine Schweizer Bewilligung, gleichgültig welche Lizenz sie aus einem anderen Land vorweist. Wer dort spielt, hat keinen Schweizer Schutz im Streitfall.
Wie lässt sich prüfen, ob ein NHL-Markt in der Gespa-Liste steht?
Die Gespa führt eine Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Ist der gewünschte Wettbewerb – einzelnes NHL-Spiel, Playoff-Serie, MVP-Auszeichnung – und der gewünschte Wetttyp – Siegwette, Torsumme, Handicap – dort aufgeführt, kann ein bewilligter Veranstalter die Wette ins Programm nehmen. Steht der Markt nicht auf der Liste, ist er in der Schweiz nicht zugelassen, auch wenn die Plattform ihn anbietet.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote; bei Kombinationen das Produkt der Einzelquoten, abgerundet auf 5 Rappen. Die Marge ist der Anteil, der im Schnitt beim Veranstalter bleibt, und sie ergibt sich aus 1 minus dem Auszahlungsschlüssel des Marktes. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit 1.90 / 1.90 liegt der Auszahlungsschlüssel bei rund 95.00 % und die Marge bei rund 5.00 %; bei Märkten mit drei Quoten oder mehr wird sie üblicherweise kleiner.
Was ist ein Value-Bet, und warum bleibt jede NHL-Prognose eine Schätzung?
Ein Value-Bet liegt vor, wenn die eigene Wahrscheinlichkeitsschätzung höher ist als die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote. Eine Prognose ist und bleibt eine Schätzung, weil im Sport keine Voraussage sicher ist: Verletzungen, Torhüter-Tage, Bounces, Schiedsrichterentscheidungen – das Ergebnis kann trotz bester Statistik kippen. Eine Quote ist keine Versicherung, sie ist ein Preis.
Was zählt bei Eishockeywetten als reguläre Spielzeit, und wie werden Verlängerung und Penaltyschiessen behandelt?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit drei Mal zwanzig Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf den Sieger nach 60 Minuten ist verloren, sobald das Penaltyschiessen beginnt; eine Wette auf den Sieger inklusive Verlängerung ist gewonnen, sobald eine der beiden Mannschaften nach Overtime oder Shootout führt.
Welche Verlustlimiten gelten, und wann kann eine freiwillige Spielsperre aufgehoben werden?
Vor der ersten Teilnahme an Sporttip werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt; die Obergrenze pro Tag liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Spielsperre wird für mindestens drei Monate in das schweizweite Register eingetragen und kann erst nach Ablauf dieser Frist über eine spezialisierte Stelle aufgehoben werden; eine kürzere Pause bis sechs Monate wird ohne Registereintrag angeboten.
US-Sport – Quoten Rechner Info
Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»
