Online Squash Wetten in der Schweiz – was erlaubt ist und was es kostet
Aktualisiert am 20. Oktober 2026 und abgeglichen mit der Gespa-Liste sowie den Bedingungen von Swisslos und Loterie Romande.

Squash hat kein zweites Standing wie Fussball oder Eishockey. Die Schweizer Buchmacher führen das Programm, die Gespa genehmigt es; ein Markt, der nicht in der Liste steht, wird auch nicht angeboten. Bevor die Rede von Quoten, Tipps und Veranstaltern ist, steht eine Frage: ob die Sportart überhaupt im bewilligten Angebot ist, und wer in der Schweiz überhaupt Wetten annehmen darf. Die Antwort dazu steht im Geldspielgesetz, und sie ist knapp: zwei Veranstalter, deren Programme nach einer geschlossenen Liste zusammengesetzt werden.
Das Schweizer Geldspielgesetz regelt, wer Sportwetten anbieten darf und welche Sportarten auf den Spielplänen der Veranstalter stehen können. Dieser Beitrag erläutert das rechtliche Umfeld für Squashwetten, erklärt die Rolle der Gespa und zeigt die Unterschiede zwischen bewilligten Anbietern und ausländischen Webseiten ohne Schweizer Erlaubnis auf. Er verdeutlicht zudem, welche Kosten mit Wetten verbunden sind und worauf es beim Spielerschutz ankommt.
Rechtliche Grundlagen: warum nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten dürfen
Online-Sportwetten sind in der Schweiz Grossspiele im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019). Sie werden von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, beaufsichtigt, nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel, gestützt auf Artikel 21 bis 25 BGS. Die Erlaubnis gilt nach Artikel 4 BGS nur in der Schweiz.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide geben eigene Programme heraus, deren Inhalt nach der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Fassung vom 10.09.2026) abschliessend festgelegt ist.
Die Liste ist geschlossen. Was nicht draufsteht, darf nicht angeboten werden, gleichgültig wie populär es in anderen Märkten ist. Eckballmärkte, Kartenmärkte und ein eigener E-Sports-Bereich fehlen der Liste. Qualifikationsrunden dürfen nur angeboten werden, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe dürfen nur dann bewettet werden, wenn die Liste sie führt. Rangwetten sind nur erlaubt, wenn mit dem Rang der Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entschieden wird. Trainingsläufe dürfen nicht bewettet werden. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt sind, sind nach Artikel 25 Absatz 2 BGS ausgeschlossen.
Was die beiden Veranstalter trennt: das Vertragsgebiet
Swisslos Sporttip bedient die deutschsprachige Schweiz, den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Konkret sind das die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH. Wer dort Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, kann ein Online-Konto eröffnen und an Sporttip teilnehmen.
Loterie Romande Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande hat ihren Sitz an der Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.
Wer im einen Gebiet wohnt, kann beim anderen nicht online mitmachen. Es gibt keine schweizweite, gemeinsame Plattform. Das ist keine Marotte; es ist die Folge des kantonalen Lotterierechts, das die Erlaubnis an die Veranstalterin und das ihr zugewiesene Gebiet bindet.
Wer mitmachen darf: vom Mindestalter bis zur Adressprüfung
Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es das 18. Altersjahr, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet sowie keine bestehende Spielsperre. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Dasselbe Muster gilt bei Loterie Romande für deren Westschweizer Vertragsgebiet.
Ausländische Anbieter, DNS-Sperrliste und was es bedeutet
Eine ausländische Bewilligung – Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderer Staat – hat in der Schweiz keinen Bestand, gestützt auf Artikel 4 BGS. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich nach Artikel 130 BGS strafbar: bei gewerbsmässigem Handeln drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrase oder Geldstrafe. Die Spielenden werden zwar nicht bestraft, aber ihre Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es greift weder die Spielsperre noch die Fair-Play-Kontrolle der Gespa.
Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Die Liste besteht seit dem 3. September 2019 und umfasste Ende 2025 671 Domains. Bekannte Namen erscheinen regelmässig auf ihr, darunter bet365 sowie Interwetten und Bet-at-Home. Geblockte Domains werden innert Stunden ersetzt – das sogenannte Domain-Hopping führt zu einem Katz-und-Maus-Spiel, das nie ganz aufhört.
Wichtig für die Einordnung: Es gibt in der Schweiz keinen anerkannten Zweitmarkt, kein «legal im Ausland, illegal hier, aber nutzbar». Wer ohne Schweizer Bewilligung wettet, tut das ausserhalb jedes hier anerkannten Rahmens.
Spielerschutz: was vor der ersten Wette gesetzt werden muss
Bevor ein Spielender bei Swisslos oder Loterie Romande die erste Wette platziert, verlangt das Gesetz und das Vertragswerk dieser Veranstalter mehrere Dinge. Sie sind nicht Schikanen, sondern Schutzmechanismen, die im Geldspielgesetz und in der Verordnung stehen.

Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – so bleibt eine Affekt-Handlung am Bildschirm wirkungslos, falls jemand in einer schlechten Stunde das eigene Limit aufweicht. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen.
Die Verordnung sieht eine Erhöhungssperre von 24 Stunden vor; die 72-Stunden-Regel bei Swisslos und Loterie Romande ist die strengere Variante.
Spielsperre und gemeinsames Sperrregister
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist nicht Symbolik: gesperrt heisst gesperrt, anbieter- und kanalübergreifend.
Die Spielsperre ist im Geldspielgesetz in den Artikeln 80 bis 82 BGS verankert. Sie umfasst sowohl den Fremdschluss bei Überschuldung oder Spielsucht als auch den Selbstschluss. Eine freiwillige Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, mit Einbezug einer Fachstelle. Wer sich selbst eine Pause von bis zu sechs Monaten auferlegt, findet diese Möglichkeit im Gesetz. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf ihre Einsätze oder Gewinne, gestützt auf Artikel 45 BGS.
Werbung, Boni und das, was nicht sein darf
Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten, gestützt auf Artikel 74 BGS. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Frei- oder Gratiswetten sind nur mit vorgängiger Zustimmung der Gespa erlaubt; 2025 erteilte die Gespa 24 Zusagen an Loterie Romande und 8 an Swisslos. Promo-Codes, die für diese Seite Sinn ergäben, gibt es nicht.
Testkäufe und das Bild vom Schutz an Verkaufsstellen
Die Gespa führt regelmässig Testkäufe durch. Im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Versuchen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das widerspricht dem Schutzanspruch, den das Gesetz formuliert, und zeigt, warum die Online-Registrierung mit Ausweisprüfung der sicherere Kanal ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, wettet online und nicht am Schalter.
Veranstalter im Vergleich: wer Squash im Programm hat und wer nicht
Die folgende Übersicht ordnet die Veranstalter danach ein, ob sie eine Schweizer Bewilligung haben und woher sie stammen. Sie ist keine Empfehlung, sondern eine Karte: zwei bewilligte Veranstalter mit unterschiedlichem Verbreitungsgebiet, sechs ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung, die aber im Netz sichtbar sind und mit Werbung auffallen.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin / gemeldete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja, bewilligt | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja, bewilligt | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne |
| 22Bet | Nein | Lizenzstatus nicht etabliert, in der Schweiz ohne Bestand |
| Coolzino | Nein | Lizenzstatus nicht etabliert, in der Schweiz ohne Bestand |
| 1xBet | Nein | Lizenzstatus nicht etabliert, in der Schweiz ohne Bestand |
| myBet | Nein | Lizenzstatus nicht etabliert, in der Schweiz ohne Bestand |
| Pribet | Nein | Lizenzstatus nicht etabliert, in der Schweiz ohne Bestand |
| Funbet | Nein | Lizenzstatus nicht etabliert, in der Schweiz ohne Bestand |
| Boomerang Bet | Nein | Lizenzstatus nicht etabliert, in der Schweiz ohne Bestand |
| Roobet | Nein | Lizenzstatus nicht etabliert, in der Schweiz ohne Bestand |
Was bei der Liste auffällt: die ersten beiden Zeilen sind die einzigen, die im Geldspielgesetz als Veranstalterinnen vorgesehen sind. Die folgenden acht sind nachgelagerte Marken aus dem internationalen Online-Glücksspiel, die über Curaçao oder andere Offshore-Regulierungen operieren. Die Spalte «Veranstalterin / gemeldete Lizenz» ist bei ihnen leer, weil die Faktenbank keine Lizenz nennt, die in der Schweiz Bestand hätte. Es ist nicht so, dass diese Marken eine Lizenz haben, die nur hier nicht zählt; sie haben schlicht keine anerkannte Aufsicht für den Schweizer Markt.
Was das für die Praxis heisst
Ein Squash-Spieler aus Zürich oder Bern hat in dieser Tabelle genau eine reale Option, die er nutzen darf: Swisslos Sporttip. Ein Squash-Spieler aus Genf oder Lausanne hat genau eine: Loterie Romande Jouez Sport. Die anderen acht Zeilen sind nicht verboten zu besuchen, aber wer dort ein Konto eröffnet und einzahlt, tut das ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens. Im Streitfall gibt es keine Schweizer Aufsicht, an die er sich wenden kann; die Spielsperre gilt dort nicht; die Gewinne können gemäss kantonaler Praxis voll steuerpflichtig sein.
Swisslos Sporttip: das Programm und seine Mechanik
Swisslos ist als interkantonale Genossenschaft mit Sitz in Basel Trägerin von Sporttip. Das Programm richtet sich nach der erwähnten Gespa-Liste, und seine Mechanik ist in den Sporttip-Spielregeln und Teilnahmebedingungen (Version 4.2) festgelegt.
Einsatzlimiten und Spielregeln
Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1. Der Höchsteinsatz liegt für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer mit kleinerem Budget spielt, kommt mit einem Franken rein; wer hochskalieren will, ist bei der Einzelwette gedeckelt, kann aber über Systemwetten mehr Einsatz pro Schein bewegen.
An Sporttip dürfen Personen ab 18 Jahren teilnehmen. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Das betrifft Squash-Profis ebenso wie Halbprofis und ambitionierte Amateure, die auf nationaler Ebene spielen und entsprechend auf der eigenen Partie nicht tippen dürfen.
Quotierung, Auszahlung und das Rappen-Runden
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette berechnet sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Swisslos rundet zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen genau ab. Das bedeutet: ein errechneter Gewinn von CHF 12,373 wird zuerst auf CHF 12,38 und dann auf CHF 12,35 abgerundet. Pro Wette ist der Effekt klein, über ein Jahr kann er ein paar Franken ausmachen.
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1,00. Das schützt einerseits Spielende vor Verlusten durch Verschiebungen, andererseits definiert es klar, was ein abgebrochenes Turnier mit Mehrfachwetten macht.
Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Auswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten der Swisslos-Zwecke. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.
Livewetten und Cash-Out
Bei Sporttip gibt es Livewetten; die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1,00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1,00 werten, um die Integrität der Wette zu sichern.
Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer zuzüglich Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Squash bedeutet das, dass ein 3:2-Sieg nach Tiebreak in der Regel als reguläres Ergebnis gilt und nur dann als separates Ereignis bewertet wird, wenn der Wettmarkt es ausdrücklich benennt.
Cash-Out ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es gibt keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt zur Verfügung steht. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche, nicht vorzeitig realisierte Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.
Kombiboost, Quotenboosts und Profitboosts
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online – Prematch, Live und Systemwetten – und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1,50. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Ein Quotenboost gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, ein Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und im Einsatz und in der Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das ist Mechanik, nicht Magie: jede Erhöhung ist an Regeln gebunden, die im Kleingedruckten stehen.
Wetten auf voneinander abhängige Ereignisse
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer in einem Squash-Match etwa Sieger und Anzahl Sätze kombiniert, wird durch den Wettschein gezwungen, das über den Bet-Builder zu tun, statt es als freie Kombiwette zu konstruieren.
Loterie Romande Jouez Sport: das Westschweizer Gegenstück
Loterie Romande trägt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Das Programm folgt demselben Rahmen wie Sporttip, weil beide Veranstalterinnen dem Geldspielgesetz und der Gespa-Liste unterstehen. Mechanische Details – Verlustlimiten, Spielsperre, Mindestalter, Auszahlungsmodalitäten – entsprechen in Struktur und Logik den Swisslos-Bedingungen, wobei die konkreten Werte und Bezeichnungen in den Teilnahmebedingungen von Jouez Sport stehen.
Was Loterie Romande für die Westschweiz leistet, ist das, was Swisslos für die Deutschschweiz leistet: eine bewilligte Plattform, an die man sich mit einem Wohnsitz im Vertragsgebiet wenden kann, mit dem Schutz des Gesetzes dahinter. Ein Westschweizer Squash-Spieler hat auf der Seite keinen Sporttip-Zugang; er hat Jouez Sport. Wer in der Romandie auf Squash wetten will, geht dorthin – oder er lässt es sein.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: was passiert, wenn jemand trotzdem dort spielt
Die Liste nennt 22Bet, Coolzino, 1xBet, myBet, Pribet, Funbet, Boomerang Bet und Roobet. Keine dieser Marken hat eine Schweizer Bewilligung; ihre Lizenzen, soweit vorhanden, sind Curaçao, Malta, Anjouan oder andere Offshore-Regulierungen, die in der Schweiz keinen Bestand haben.
Warum sie trotzdem sichtbar sind
Ausländische Anbieter werben aggressiv im Internet, in sozialen Medien, über Affiliate-Seiten und über Bonusangebote, die höher aussehen, als das bewilligte Angebot hergibt. Sie sind oft auf eine breite Sportpalette ausgelegt und listen Squash als randständige Disziplin, die mit ein paar Dutzend Events pro Jahr trotzdem im Programm steht.
Was fehlt, wenn man dort ein Konto eröffnet
Wer bei einem dieser Anbieter ein Konto eröffnet, hat keinen Zugang zum schweizweiten Sperrregister. Eine in der Schweiz geltende Spielsperre hindert das Konto nicht daran, weiter Einsätze anzunehmen. Eine Auszahlung erfolgt nach den Regeln des Anbieters, nicht nach Schweizer Recht. Im Streitfall gibt es keine Schweizer Aufsichtsbehörde, an die man sich wenden kann, und das schweizweite Spielerschutzregime greift nicht. Bei Curaçao-Lizenzen ist der Weg zur Beschwerde oft über die internationale Schlichtungsstelle der Lizenzbehörde zu suchen, was faktisch nichts heisst.
Was steuerlich passiert
Gewinne aus ausländischen Grossspielen behandelt der Kanton Thurgau als voll steuerpflichtiges Einkommen, unabhängig von der Höhe. Das ist die Praxis eines Kantons, nicht eine bundesweite Regel; wer sichergehen will, fragt die kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerberater. Faktisch macht es das Wetten bei einem ausländischen Anbieter weniger attraktiv, weil ein Teil des Gewinns beim Finanzamt landen kann, ohne dass eine Gegenleistung – Spielerschutz, Sperrregister, Aufsicht – dahintersteht.
Wie eine Quote entsteht und was die Marge kostet
Eine Quote ist kein Tipp, kein Versprechen, keine Wahrscheinlichkeit. Sie ist der Preis, den der Buchmacher für einen Franken Einsatz zahlt, wenn die Wette gewinnt. Bei Quote 2.10 bekommt der Spielende für einen Einsatz von CHF 10 einen Bruttogewinn von CHF 21, also CHF 11 Nettogewinn. Der Buchmacher hat auf diese Wette eine Marge eingepreist, die sich aus dem Vergleich aller Quoten eines Marktes ergibt.
Marge als Quotenschlüssel rechnen
Für einen Zwei-Wege-Markt mit den Quoten 1,90 und 1,90 – beide Seiten gleichauf, ein illustratives Beispiel – ist die Auszahlungsquote des Marktes 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90). Das sind 1,90 ÷ 2 = 0,95, also 95 %. Die Marge ist 100 % minus 95 % = 5 %. Das ist der Anteil jedes Einsatzes, den der Buchmacher im Durchschnitt behält; er gibt 95 % an die Spielenden zurück und nimmt 5 % als Gewinn.
Bei einem Squash-Match mit den realen Quoten 1,85 auf den Favoriten und 2,10 auf den Aussenseiter ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1,85 + 1/2,10) = 1 ÷ (0,5405 + 0,4762) = 1 ÷ 1,0167 = rund 0,9836, also 98,36 %. Die Marge liegt dann bei rund 1,64 % – der Buchmacher behält 1,64 % der Einsätze im Durchschnitt. Das ist ein Band; in der Praxis schwankt es je nach Markt und Ereignis.
Was die Marge konkret kostet
Bei einer Marge von 5 % verliert ein Spielender im statistischen Mittel 5 Rappen pro eingesetzten Franken, langfristig und über viele Wetten gerechnet. Eine einzelne Wette kann natürlich gewinnen oder verlieren; die Marge wirkt über das Volumen. Wer 100 Wetten à CHF 10 abschliesst, hat CHF 1’000 eingesetzt und bekommt im Durchschnitt CHF 950 zurück, wenn jede Wette unabhängig und der Markt mit 5 % marginiert ist. Das ist der Unterschied zwischen Preis und Kosten: die Quote ist der Preis, die Marge ist, was die Quote im Schnitt kostet.
Warum Bandbreiten sinnvoller sind als Einzelpunkte
Eine Marge ist keine feststehende Zahl pro Veranstalter. Sie schwankt mit dem Markt, mit der Sportart, mit dem Ereignis und mit der Liquidität. Top-Events haben tendenziell tiefere Margen, da die Buchmacher um Volumen konkurrieren; Nischen-Events haben höhere Margen, weil weniger Aufmerksamkeit und weniger Optimierung vorhanden sind. Ein Squash-Match auf der PSA World Tour liegt irgendwo dazwischen, mit einer Marge, die ein paar Prozentpunkte über der eines Grand-Slam-Tennismatchs liegen dürfte. Wer das wissen will, prüft das im Wettprogramm seines Veranstalters, indem er die Quoten beider Seiten addiert und durch die doppelte Auszahlungsquote teilt.
Einzahlung, Auszahlung und die Mechanik des Swisslos-Wallets
Bei Swisslos wird das Spielguthaben auf einem internen Wallet geführt. Aufladen lässt es sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. Pro 30 Tage sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Das ist nicht nur Mechanik: Es ist die operative Seite der Verlustlimiten.
PostFinance Pay ist eine der angebotenen Zahlungsarten; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Welche weiteren Zahlungsmittel Swisslos unterstützt, ist Sache der laufenden Zahlungsseite und nicht hier abschliessend dokumentiert.
Auszahlungen vom Wallet sind kostenlos, wenn sie innert 365 Tagen zweimal auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto erfolgen, das auf den eigenen Namen lautet. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar – es lässt sich verspielen, aber nicht auszahlen. Das ist ein wichtiger Unterschied: Was «gratis» klingt, hat oft eine Sperre, die es vom echten Guthaben trennt.
Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto überwiesen. Für den Normalfall einer Squash-Wette liegen die Gewinne deutlich unter CHF 1’000, und das Wallet ist der natürliche Empfänger.
Wie man eine Wette rechnet: Einsatz, Quote und Nettogewinn
Eine Wette zu rechnen ist die Grundlage jeder Diskussion über Wetten. Sie ist nicht schwer, und sie ist nicht kompliziert.
Für eine Einzelwette gilt: Bruttogewinn = Einsatz × Quote, Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Bei einem Einsatz von CHF 20 und einer Quote von 2,50 ist der Bruttogewinn CHF 50, der Nettogewinn CHF 30.
Für eine Kombiwette gilt: Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Bei zwei Beinen mit 1,80 und 2,20 ist die Gesamtquote 3,96, der Bruttogewinn bei CHF 10 Einsatz CHF 39,60, der Nettogewinn CHF 29,60.
Für eine Systemwette gilt: Der Einsatz wird auf mehrere Kombinationen aufgeteilt, und die Auszahlung ergibt sich aus den Kombinationen, die gewinnen. Bei drei Beinen mit 1,50 / 2,00 / 1,80 und einer Systemwette, die alle 2-aus-3-Kombinationen abdeckt, zahlen zwei von drei richtigen Beinen den Gewinn der entsprechenden 2er-Kombination.
Die Rechnung ordnet den Gewinn, nicht den Ausgang. Sie macht keine Aussage darüber, ob die Wette gewinnt. Wer eine Rechnung benutzt, um zu «begründen», warum eine Quote ein sicherer Treffer sei, hat die Rechnung falsch verstanden.
Warum Tipps auf einen Match keine sicheren Wetten sind
Jede Online-Wettplattform, jedes Forum und jeder Telegram-Kanal, der Squash-Tipps verkauft, lebt von der Hoffnung, dass ein Spiel sich vorhersagen lässt. Das tut es nicht. Squash ist ein Sport, in dem ein einziger unerzwungener Fehler den Satz entscheidet; in dem Formkurven von Woche zu Woche schwanken; in dem eine Verletzung der Aufschlag-Schulter alles ändern kann. Wer eine Quote von 1,50 auf einen klaren Favoriten sieht und sich einbildet, das sei eine «sichere Wette», übersieht, dass die implizite Wahrscheinlichkeit von 66,67 % nicht heisst, dass der Favorit in zwei von drei Fällen gewinnt.
Eine plausible Einschätzung fusst auf Form, Head-to-Head, Belag, Belastung im Turnier und taktischer Passung. Selbst wenn alle diese Faktoren berücksichtigt sind, bleibt das Ergebnis ungewiss. Eine Quote unter 1,20 hat eine implizite Wahrscheinlichkeit von über 83 %, aber sie liegt nicht bei 100 %; der Buchmacher behält eine Marge, und die Realität kann vom Modell abweichen. Wer Wetten als regelmässige Einnahmequelle versteht, hat die Marge nicht begriffen.
Das ist nicht Resignation. Es ist die Grundlage einer vernünftigen Erwartung. Wer wettet, zahlt für die Möglichkeit, einen Gewinn zu erzielen, nicht für die Sicherheit, einen zu erhalten. Wer das versteht, setzt weniger, beobachtet mehr und hat weniger Bedauern am Ende des Monats.
Häufige Fragen zu Squashwetten in der Schweiz
Dürfen in der Schweiz online auf Squash gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?
In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von Swisslos mit dem Produkt Sporttip und von Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport angeboten werden. Beide brauchen eine Schweizer Bewilligung nach dem Geldspielgesetz und führen ihr Programm nach der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten. Ob Squash in dieser Liste steht, prüft der Spielende vor der Anmeldung im Wettprogramm des für das Vertragsgebiet zuständigen Veranstalters, da die Liste laufend aktualisiert wird.
Ist Squash auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten verzeichnet?
Die Gespa-Liste (Fassung vom 10.09.2026) nennt erlaubte Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten abschliessend. Ist eine Disziplin oder ein Wettbewerb nicht auf der Liste, darf er auch nicht angeboten werden. Ob Squash im konkreten Wettprogramm steht, zeigt die Plattform des Veranstalters; eine Recherche vor der Wette ist sinnvoll, weil Nischen-Sportarten saisonal schwanken.
Wie entsteht eine Quote, und was bedeutet die Marge?
Eine Quote ist der Preis, den der Buchmacher für einen gewinnenden Franken Einsatz zahlt. Die Marge ergibt sich aus dem Vergleich aller Quoten eines Marktes: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Q1 + 1/Q2 + …), Marge = 100 % minus Auszahlungsquote. Beispiel: bei zwei Quoten von 1,90 und 1,90 liegt die Marge bei rund 5 %, der Buchmacher behält also 5 Rappen pro Franken Einsatz im Durchschnitt.
Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Bruttogewinn = Einsatz × Quote. Für CHF 20 Einsatz bei Quote 2,50 erhält der Spielende CHF 50 brutto und CHF 30 netto nach Abzug des Einsatzes. Bei einer Kombiwette ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten. Swisslos rundet anschliessend auf zwei Nachkommastellen und dann auf 5 Rappen genau ab.
Warum gilt auch bei Squash kein Wetttipp als sicher, und wie wird eine Einschätzung begründet?
Ein Tipp ist eine Prognose, kein Versprechen. Eine plausible Einschätzung fusst auf Form, Head-to-Head, Belag, Belastung im Turnier und taktischer Passung, hebt das Ergebnis aber nie über die Unsicherheit. Selbst eine Quote von 1,20 hat nur eine implizite Wahrscheinlichkeit von etwas über 83 %, und der Buchmacher behält eine Marge. Wer Wetten auf vermeintliche Geheimtipps abschliesst, verliert langfristig an die Marge.
Welche Verlustlimiten sind vor der ersten Wette zu setzen, und wie wirkt eine Spielsperre?
Vor der ersten Teilnahme an Sporttip oder Jouez Sport müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und einer Senkung, die sofort greift. Eine Erhöhung greift bei den Schweizer Veranstaltern frühestens nach 72 Stunden, gesetzlich nach 24 Stunden. Eine Spielsperre von 1 bis 180 Tagen ist produktbezogen möglich, eine unbefristete Spielsperre wird ins schweizweite Sperrregister eingetragen und gilt auch für Casinos.
Sportarten – Quoten Rechner Info
Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»
