Tischtennis wetten in der Schweiz: was es kostet, was erlaubt ist und wer anbietet
Stand: 20. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungs- und Spielregelwerke von Swisslos Sporttip sowie die bundesrätliche Geldspielaufsicht Gespa.

Tischtennis ist im Wettprogramm der beiden bewilligten Veranstalterinnen enthalten, der Sport wird im Land seit Jahrzehnten gespielt, und die Turniere gehen ohne grössere Pause durchs Jahr. Trotzdem lohnt sich der zweite Blick, bevor ein Schein eingereicht wird: Das Schweizer Recht lässt nur Swisslos und Loterie Romande zu, das Wettprogramm ist eine geschlossene Liste, und Ereignisse sind oft so kurz, dass Quoten in Sekunden kippen. Tischtennis-Wetten in der Schweiz kosten Geld, Aufmerksamkeit und Verlustschutz – der folgende Überblick zeigt, wo die ehrlichen Angebote stehen.
Vorhersagen und Strategie: warum kein Tipp sicher ist
Eine Vorhersage zu Tischtennis beginnt mit drei Dingen, die vor dem Spiel feststehen: die Form der letzten Wochen, der direkte Vergleich, und die Quote, die der Veranstalter dafür anbietet. Alles andere ist Beifang. Wer vor dem Turnier fünf Matches ausgewertet hat, weiss mehr als wer nach dem Spiel behauptet, er habe es kommen sehen – und selbst dann ist die Trefferquote eines hellen Kopfes kleiner, als die Werbung verspricht.

Form heisst nicht «letzte zwei Spiele gewonnen». Es heisst, wie viele Sätze in welchen Modi abgegeben wurden, ob es knappe Niederlagen oder deutliche waren, und gegen wen. Der direkte Vergleich nützt wenig, wenn sich Spielstil oder Material geändert haben. Die Quote schliesslich ist die einzige Zahl, die der Veranstalter offenlegt – und sie ist durch die Marge des Markts verzerrt, was sich im Abschnitt «Was eine Quote wirklich bedeutet» zeigt.
Aus diesen drei Bausteinen ergibt sich eine Wette, niemals ein sicherer Ausgang. Wer «Tischtennis Wett-Tipp heute» sucht, bekommt im Netz massenhaft Vorhersagen; fast jede ist eine rückwärts erzählte Geschichte nach dem Spiel. Das ist der Grund, warum diese Seite keine Tipps veröffentlicht: Was gestern traf, sagt über morgen nichts, und eine Strategie, die «immer gewinnt», gibt es nicht. Wer trotzdem wetten will, dem helfen drei kleine Disziplinregeln mehr als jede Vorhersage:
- Einsatz nie höher als das eigene Verlustlimit erlaubt. Sind die eigenen CHF 50 am Tag verbraucht, ist der Wett-Tag vorbei.
- Nie mehr als einen kleinen Prozentsatz der Bank auf ein einzelnes Match. Ein einziger Fehltreffer darf die Woche nicht ruinieren.
- Nie auf ein Spiel wetten, das man nicht fertig angeschaut hat. Bei dieser Sportart sind Ballwechsel mitentscheidend, die nur Live zu sehen sind.
Diese drei Regeln sind nicht originell, sie stehen in jedem seriösen Wett-Handbuch. Sie sind aber die einzigen, die beim Verlust schützen. Alles, was «Tischtennis Vorhersage» oder «Tischtennis Wetten Strategie» darüber hinaus verspricht, verschiebt nur die Frage, wann die Bank leer ist.
Die Rolle der Formkurve
Form ist im Tischtennis messbar: gewonnene Sätze in den letzten zehn Spielen, Quote der Tie-Break-Siege, Anteil der Spiele, die in vier oder fünf Sätzen entschieden wurden. Ein Spieler, der in drei Wochen vier enge Fünf-Satz-Matches gewonnen hat, spielt mit Selbstvertrauen, aber die Substanz für weitere enge Matches sinkt. Wer das ignoriert, wettet gegen die Statistik.
Die Rolle des direkten Vergleichs
Der direkte Vergleich ist nützlich, wenn beide Spieler ähnlich klassifiziert sind und oft gegeneinander gespielt haben. Bei Spielern aus sehr unterschiedlichen Verbänden sagt er wenig, weil Trainingspartner, Belag und Schläger kaum vergleichbar sind. Die Faustregel: zwei oder drei Head-to-Head-Daten als Anhaltspunkt, nie als Entscheidungsgrundlage.
Die Rolle der Quote
Die Quote ist die einzige Grösse, die den Veranstalter zwingt, Farbe zu bekennen. Eine hohe Quote ist nicht «wertvoller» als eine niedrige – sie bedeutet, dass der Veranstalter diesem Ausgang eine tiefere Wahrscheinlichkeit gibt. Wer die Quote als «Preis» liest, statt als implizite Wahrscheinlichkeit, fällt auf den Marketing-Begriff herein. Was die Quote tatsächlich über die Marge verrät, zeigt der Abschnitt «Was eine Quote wirklich bedeutet».
Sport und Turniere: was im Wettprogramm steht
Tischtennis ist seit den Olympischen Spielen 1988 in Seoul olympisch. Der Weltverband ITTF wurde 1926 in Berlin gegründet, im Land sind Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, der World Cup und die World Tour die tragenden Wettbewerbe. Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wetttypen ist die einzige Grundlage dafür, welche dieser Anlässe in der Schweiz überhaupt gewettet werden dürfen – und sie ist nicht abschliessend im Sinn eines grosszügigen Katalogs, sondern eng gefasst: Was drauf steht, wird angeboten, was nicht, nicht.
Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn die Gespa sie ausdrücklich aufnimmt. Frauen-Wettbewerbe stehen nur, wenn sie gelistet sind. Ranglisten-Wetten sind nur zulässig, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet – nie auf Trainingsläufe oder Qualifikationsrunden ohne Weiterkommen. Eckball- und Kartenmärkte, wie sie im Fussball üblich sind, gibt es in der Gespa-Liste nicht, ebensowenig eine eigene Esports-Sektion. Wer einen Wett-Typ sucht, der auf der Seite des Veranstalters fehlt, sucht meist nach etwas, das die Schweiz gar nicht zulässt.
Spielplan: wann was läuft
Der World-Tour-Kalender zieht sich über das ganze Jahr mit Schwerpunkten im Frühjahr und Herbst; die Welt- und Europameisterschaften fallen in ungerade bzw. gerade Jahre, jeweils im Frühling. Im Land selbst ist der Spielbetrieb im Winter am dichtesten, wenn die Hallenheizungen laufen und Punktspiele stattfinden. Für die Wette heisst das: Die Auswahl ist im Februar/März und im Oktober/November am grössten, im Sommer am kleinsten.
Modi: Best of five, Best of seven
Im Punktspielbetrieb wird Best of five gespielt, also drei Gewinnsätze; bei grossen Turnieren gilt Best of seven, also vier Gewinnsätze. Ein Satz endet, sobald ein Spieler 11 Punkte erreicht und dabei mindestens zwei Punkte Vorsprung hat – bei 10:10 wird so lange weiter gespielt, bis ein Spieler zwei Punkte vorne liegt. Aufschlagwechsel erfolgen nach jeweils zwei Punkten, bei 10:10 nach jedem Punkt, und im entscheidenden Satz wird ab dem fünften Punkt die Seite gewechselt.
Diese Regeln entscheiden direkt darüber, welche Wettmärkte sinnvoll sind. Eine Wette «Satz Handicap −1.5» ist in einem Best-of-five einfacher zu verlieren als in einem Best-of-seven, weil es nur vier Sätze braucht. Eine «Über/Unter»-Wette auf die Satzanzahl hängt direkt vom Modus ab: vier Sätze sind im Best-of-five praktisch unschlagbar im Programm, im Best-of-seven eher selten.
Welche Wettarten ergeben sich daraus
Aus den Modi entstehen mehrere Wettmärkte, die im Sporttip-Programm typischerweise stehen:
- Sieger des Matches (1/2): wer das Spiel gewinnt.
- Handicap auf Sätze: ein virtueller Satz Abstand, der die Quote verschiebt.
- Gesamtzahl Sätze: über oder unter einer Linie, meist 3.5 oder 4.5.
- Satz-Sieger: welcher Spieler einen bestimmten Satz gewinnt, oft mit laufender Nummer.
- Punkt-Sieger im Satz: nur bei Livewetten praktisch, weil der Markt zu schnell kippt.
- Spezialmärkte: erstes Aufschlagrecht, Anzahl Timeouts, Satzbilanz im ersten Satz.
Welche davon tatsächlich im Programm sind, hängt vom Veranstalter und von der Veranstaltung ab. Wer einen Markt vermisst, schaut am besten auf der Seite des Veranstalters selbst nach, statt anzunehmen, er sei «noch nicht freigeschaltet».
Die besten Anbieter im Vergleich
Was ein Anbieter in der Schweiz wert ist, hängt davon ab, was er darf. Die Gesetzeslage sortiert die Anbieter in zwei völlig verschiedene Klassen: die zwei bewilligten Veranstalterinnen im Inland, ohne Schweizer Bewilligung der Rest. Sie in eine gemeinsame Liste zu pressen, würde verschweigen, dass die zweite Gruppe hier von Gesetzes wegen nicht anbieten darf.
Gesamtbild der Anbieter
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| Rabona | Keine | Lizenzstatus nicht ausgewiesen, ohne Bedeutung in der Schweiz |
| Betscore | Keine | Lizenzstatus nicht ausgewiesen, ohne Bedeutung in der Schweiz |
| Playzilla | Keine | Lizenzstatus nicht ausgewiesen, ohne Bedeutung in der Schweiz |
| Sportuna | Keine | Lizenzstatus nicht ausgewiesen, ohne Bedeutung in der Schweiz |
| Bettilt | Keine | Lizenzstatus nicht ausgewiesen, ohne Bedeutung in der Schweiz |
| Bruce Bet | Keine | Lizenzstatus nicht ausgewiesen, ohne Bedeutung in der Schweiz |
| Donbet | Keine | Lizenzstatus nicht ausgewiesen, ohne Bedeutung in der Schweiz |
| Rainbet | Keine | Lizenzstatus nicht ausgewiesen, ohne Bedeutung in der Schweiz |
Die Tabelle trennt zwei Welten: zwei bewilligte Veranstalterinnen mit Schweizer Aufsicht und vollem Spielerschutz, acht Marken ohne Schweizer Bewilligung. Wer in der Schweiz wettet, hat de facto nur die erste Spalte zur Auswahl; die zweite Spalte bleibt eine Referenz, weil Spielerinnen und Spieler im Netz über sie stolpern.
Die einzige scharfe Trennlinie ist die Lizenz, denn in der Schweiz kommt der Schutz aus dem Geldspielgesetz. Wer bei einem Anbieter ohne Bewilligung spielt, hat keine Aufsicht im Land, keinen Anschluss an das schweizweite Sperrregister und im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg – das Geldspielgesetz sieht für solche Fälle weder Spieler- noch Guthabensschutz vor. Wer bei Swisslos oder Loterie Romande spielt, wettet innerhalb der Gesetzeslage, mit Verlustlimiten, Spielsperre und einer Aufsicht, die Testerkäufe macht.
Der Rest des Vergleichs läuft dann über Märkte, Limits und Auszahlung. Bei den meisten dieser ausländischen Marken ist das Angebot an Tischtennis für die Schweiz jedoch keine zugelassene Option: Die Liste zeigt nur, was sie nicht haben – eine Schweizer Bewilligung. Wer sich für sie interessiert, muss vor dem Spiel auf der jeweiligen Seite prüfen, was sie konkret anbieten und unter welcher Lizenz sie das tun.
Grundlagen: wie eine Tischtennis-Wette funktioniert
Eine Wette ist ein Vertrag mit dem Veranstalter: Du gibst einen Einsatz, der Veranstalter hält die vereinbarte Auszahlung bereit, und am Ende wird abgerechnet – entweder nach einem festen Resultat oder, bei Live, nach dem Stand zum Zeitpunkt der Annahme. Das klingt trivial, ist aber der Grund, warum sich Quoten bewegen, Limits greifen und Cash-Out funktioniert.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Die Einzelwette ist eine Voraussage auf einen Ausgang. Die Kombiwette kombiniert mehrere Voraussagen, die Quote der Beine multipliziert sich zu einer einzigen. Die Systemwette ist eine Bündelung von Kombinationen aus mehreren Beinen – etwa ein «2 aus 3», bei dem drei Kombis aus drei Beinen gebildet werden und man auch dann etwas gewinnt, wenn ein Bein falsch ist. Im Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombiwette bei CHF 1’000, der für eine Systemwette bei CHF 10’000.
Bei jeder Kombiwette multiplizieren sich die Wahrscheinlichkeiten – und damit auch der Risikofaktor. Eine 1.50-Quote auf vier Beine ergibt 5.06 als Gesamttquote, das ist nicht viel mehr als das Vierfache eines Einzelbeins. Aber die Trefferwahrscheinlichkeit sinkt drastisch. Wer mit Kombis spielt, sollte die Beine unabhängig wählen: Wetten auf Begegnungen, die voneinander abhängen, gehören bei Sporttip in die Bet-Builder-Funktion und nicht in eine selbst gebastelte Kombi.
Was eine Quote wirklich bedeutet
Die Quote ist die implizite Wahrscheinlichkeit, in Preisen ausgedrückt. Eine Quote von 2.00 bedeutet, ohne Buchmacher-Marge, dass der Veranstalter den Ausgang für gleich wahrscheinlich hält wie das Gegenteil. Tatsächlich liegt die Quote fast immer unter dem reziproken Wert, weil der Veranstalter seinen Schnitt mitnimmt. Diese Differenz ist die Marge.
Beispielrechnung an einem Zwei-Wege-Markt: Anbieter A legt beide Seiten auf 1.90, was 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.95 Auszahlungsanteil ergibt – 5 % Marge. Anbieter B legt auf 1.85/1.85, der Anteil sinkt auf etwa 0.93, die Marge steigt auf etwa 7 %. Auf Dauer kostet die zweite Variante den Wettenden pro eingesetztem Franken etwa zwei Rappen mehr, ohne dass er es merkt.
In der Bewegung wird der Effekt deutlicher. Bei Tischtennis kippen Quoten in Sekunden, weil Punkte am Fliessband fallen; eine 1.70 kann innerhalb eines Satzes zur 1.45 werden. Wer live wettet, sieht die Marge im Wettprogramm daran, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge zusammen immer über 100 % bleiben – egal, wie das Spiel gerade steht.
Livewetten: warum sie bei Tischtennis besonders sind
Livewetten sind Wetten, die während des Spiels platziert werden. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird – anders gesagt, es braucht keinen Live-Stream, damit die Wette steht. Allerdings werden Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreten des Ausgangs platziert werden, mit Quote 1.00 gewertet; bei spielentscheidenden Situationen wie Videoschiedsrichter-Entscheiden kann der Veranstalter ebenso verfahren.
Tischtennis ist für Livewetten ein Sonderfall, weil ein Satz in gut zehn Minuten vorbei sein kann und eine ganze Partie in 25 bis 45 Minuten. Innerhalb dieser Spanne fallen 60 bis 100 Punkte pro Spieler, jeder Ballwechsel ist ein eigenes kleines Ereignis. Wer live wettet, hat darum kaum Zeit, eine zweite Meinung einzuholen – die Quote ändert sich zwischen Klick und Annahme sichtbar, wenn überhaupt. Genau für diesen Fall hat Sporttip den Cash-Out: Die Möglichkeit, eine offene Wette vor dem Ende des Spiels zu schliessen, gegen einen vom Veranstalter festgelegten Betrag.
Cash-Out: was die Funktion kostet
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Einmal ausgeführt, lässt er sich nicht rückgängig machen, und der Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn bei natürlichem Ausgang. Der Veranstalter kann Cash-Out für einzelne Wetten jederzeit ändern, anpassen oder streichen – es besteht keine Garantie, dass er auf dem Markt, den man im Auge hat, überhaupt angeboten wird.
Wer Cash-Out nutzt, übernimmt damit die Entscheidung, die der Veranstalter ihm aufnötigt: Er verkauft seine Wette zu einem Kurs, den der Veranstalter festlegt. Für den Wettenden heisst das, dass Cash-Out vor allem dann sinnvoll ist, wenn das Spiel kippt und man den Verlust begrenzen will – als Gewinnabschöpfungs-Instrument ist er selten klug, weil der Veranstalter den Preis niedriger setzt, als der faire Wert wäre.
Quotenboosts und Kombiboost
Sporttip bietet zwei Bonusformen fürs Wettprogramm: Quotenboosts erhöhen die Quote einer Prematch-Einzelwette, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines bestimmten Ereignisses um einen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, sind im Einsatz und in der Gewinnerhöhung limitiert, und bei Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost schliesslich belohnt Voraussagen-Kombis mit Quoten ab 1.50 ab vier Beinen – 5 % Bonus auf den Nettogewinn bei vier Beinen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn.
Ein Quotenboost von 1.80 auf 2.00 sieht grosszügig aus, kostet aber nichts, wenn das Bein ohnehin gewinnt – er kostet nur, wenn der Veranstalter im Schnitt die Quote auf 2.00 setzt, obwohl er sie selbst für 1.80 fair fände. In Wirklichkeit ist ein Boost meist eine Werbeaktion auf einen Favoriten, dessen Quote ohnehin unter dem fairen Wert liegt. Wer das versteht, liest Boosts als Marketing und nicht als Geschenk.
Bonusregeln und Bedingungen
Die Bonusbedingungen sind das, was einen Boost von einem «100-Prozent-Bonus» unterscheidet. Während ein Boost eine vorübergehende Quotenverbesserung ist, ist ein klassischer Einzahlungsbonus an Umsatzbedingungen geknüpft: Man muss den Bonusbetrag oder Bonus plus Einzahlung eine bestimmte Anzahl Mal zu einer Mindestquote umsetzen, bevor ausgezahlt werden darf. Sporttip ist im Inland zurückhaltender mit klassischen Boni; es dominieren Quotenboosts, Kombiboost und das eingebaute Cash-Out.
Bei ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung sind die Bonusbedingungen oft das eigentliche Geschäft: hoher Bonusprozentsatz, hoher Umsatzfaktor, kurze Frist, hohe Mindestquote. Wer dort spielt, liest die Bedingungen vor der Annahme – nicht nach dem ersten Versuch, sich auszahlen zu lassen.
Rechtliche Lage: was in der Schweiz erlaubt ist
Die Rechtslage ist klar und eng. Wer in der Schweiz Sportwetten organisiert, braucht eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e). Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021 – nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt.
Zwei Veranstalterinnen, zwei Vertragsgebiete
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Swisslos ist interkantonal tätig – Sitz in Basel – und bedient die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH) sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und hat ihren Sitz in Lausanne.
Ein Online-Konto bei einer der beiden Veranstalterinnen ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet möglich. Wer im Aargau wohnt, kann nicht bei Jouez Sport spielen; wer in Genf wohnt, nicht bei Sporttip. Diese Trennung gilt hart: Wer umzieht, muss das Konto schliessen und ein neues bei der zuständigen Veranstalterin eröffnen.
Was gewettet werden darf
Wetten dürfen nur auf Sportereignisse abgeschlossen werden, nicht auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen. Das Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Stand 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Was nicht drauf steht, wird nicht angeboten – Eckball- und Kartenmärkte im Fussball fehlen ebenso wie eine eigene Esports-Sektion. Livewetten sind erlaubt, Prematch und Live, wenn der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; das BGS enthält keine zusätzliche Einschränkung einzelner Live-Märkte. Über virtuelle Sportarten schweigt sich die Liste aus; über Esports nur insofern, als sie nicht auf der Liste auftauchen.
Events, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt sind, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Bei Tischtennis spielt das in der Praxis keine Rolle, weil die grossen Turniere Erwachsenen-Wettbewerbe sind.
Spielerschutz: Limiten und Sperren
Spielende müssen volljährig sein, Minderjährige sind von der Online-Teilnahme ausgeschlossen (Art. 72 BGS). Pro Person ist ein einziges Konto zulässig, mit verifizierter Identität (Art. 47–52 VGS). Wer Sporttip nutzt, muss vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen – die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen nur CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Die Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Möglichkeit der Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Wer ausgeschlossen ist oder minderjährig war, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).
Werbung und Bonusregeln
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht zugelassene Geldspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS) – darum beschreibt diese Seite, sie macht nicht Werbung. Für Freispiele oder Gratisguthaben braucht es die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Promotions-Codes werden darum nicht abgedruckt.
Besteuerung: was vom Gewinn übrig bleibt
Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag einkommenssteuerfrei. Der Bund legt die Schwelle auf CHF 1’071’000 ab dem 1.1.2026 fest (2025 noch CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle weicht ab, darum gilt pauschal «je nach Kanton». Über der Schwelle zieht die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ab, die bei der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Wer normal wettet, liegt mit seinen Gewinnen weit darunter: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer.
Ausländische Anbieter kennen die Verrechnungssteuer nicht, dafür kann der Kanton Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen behandeln – Thurgau geht so vor, andere Kantone ähnlich. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Pauschal: «Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen».
Offshore: warum eine ausländische Lizenz hier nichts nützt
Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Die Spielenden selbst werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden; Spielerschutz und faire Aufsicht existieren nicht.
Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blocken (Art. 86–93 BGS; erste Liste 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Geblockte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt – das sogenannte Domain-Hopping –, die Gespa nennt in der Praxis Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als bekannte Fälle. Das ändert nichts an der Rechtslage: Ausländische Lizenz ≠ Schweizer Bewilligung, und ein Block auf der Sperrliste ist eine Folge, keine Ursache der Illegalität.
Verantwortungsvolles Wetten: was das Gesetz vom Spieler verlangt
Wer in der Schweiz wettet, verlässt sich auf einen Schutz, der ihn nichts kostet – vorausgesetzt, er nimmt ihn an. Die Mittel liegen bereit: Verlustlimiten vor dem ersten Tipp, Pausen und Spielsperren auf Knopfdruck, ein Sperrregister, das schweizweit gilt. Was es bringt, hängt davon ab, ob man es benutzt.
Verlustlimiten setzen
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme fordert das System, dass Limits für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Wer das mit einem Klick auf den höchsten Wert abhakt, hat das Werkzeug wirkungslos gemacht. Wer es wirklich nutzt, setzt die Limite dort, wo ein schlechter Tag kein Familienessen bezahlt: bei den meisten privaten Spielenden liegt der persönliche Wochenwert zwischen CHF 20 und CHF 100.
Auch eine nachträgliche Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung kostet 72 Stunden Karenz – wer denkt, er könne am Sonntagabend das Limit anheben und am Sonntagabend schon wieder spielen, irrt. Diese Karenzzeit ist genau da, um den «nur noch diese Wette»-Impuls zu unterbrechen.
Pausen und Sperren
Eine Pause lässt sich für 1 bis 180 Tage produktbezogen setzen – ohne Aufhebung. Wer 14 Tage setzt, kommt erst in zwei Wochen zurück, egal wie gut er sich fühlt. Eine unbefristete Spielsperre wird zentral registriert und gilt über alle Schweizer Veranstalterinnen hinweg, auch für Online-Casinos; eine Aufhebung frühestens nach drei Monaten, mit Beratung durch eine Fachstelle.
Wer eine Pause erzwingen will, sucht das in seinem Profil, nicht im Helpdesk: Bei Swisslos liegt der Schalter bei den Kontoeinstellungen, bei Loterie Romande im Bereich Spielerschutz. Eine Sperre direkt beim Anbieter ist wirksamer als jeder Vorsatz, weil die Mechanik des Geldes unterbrochen wird.
Selbsttest und Hilfe
Wer sich unsicher fühlt, ob das eigene Spielverhalten noch im Rahmen liegt, kann sich an die Fachstellen wenden – die Gespa führt eine Liste anerkannter Beratungsangebote. Die Frage ist nicht, ob jemand «süchtig» ist, sondern ob das eigene Verhältnis zum Wetten noch selbstbestimmt ist. Wer nicht mehr ohne Wette einschlafen kann, wer Ausgaben gegenüber der Partnerin oder dem Partner versteckt, oder wer das Limit eigenmächtig erhöht, hat die Schwelle überschritten – was folgt, ist Beratung, nicht Scham.
Testkäufe der Gespa
Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen 200 Testkäufe mit Minderjährigen durchgeführt; in 47.5 % der Fälle wurde die Wette verkauft. Das ist kein Argument für oder gegen Online-Anbieter; es zeigt, dass der Verkaufspunkt-Schutz im Land unzuverlässig ist. Wer zu Hause wettet, hat den besseren Schutz – vorausgesetzt, er nimmt die Limiten an.
Was eine Quote kostet: die Marge im Beispiel
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter von jeder Einheit Einsatz einbehält. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit 1.90/1.90 beträgt die Auszahlungsquote rechnerisch 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = rund 0.95, die Marge also rund 5 %.
Zum Vergleich: Ein Anbieter, der auf 1.85/1.85 setzt, hat einen Auszahlungsanteil von rund 0.93 und damit etwa 7 % Marge. Pro eingesetztem Franken kostet das im Mittel etwa zwei Rappen mehr – auf den ersten Blick wenig, über ein Jahr auf einem typischen Wettkonto spürbar.
| Markt (Zwei-Wege) | Quote A | Quote B | Auszahlungsanteil | Marge |
|---|---|---|---|---|
| Beispiel 1 | k. A. | – | ca. 95 % | k. A. |
| Beispiel 2 | k. A. | – | ca. 93 % | k. A. |
Die Tabelle zeigt, wie viel der Veranstalter im Mittel behält. Sie ist als Band zu lesen, nicht als Einzelwert: Bei Tischtennis schwankt die Marge nach Veranstaltung und nach Saisonphase. Wichtig ist, dass jede implizite Wahrscheinlichkeit der Quoten zusammen über 100 % bleibt – ein direkter Hinweis auf die eingepreiste Marge.
Wer «beste Quote» im Titel einer Promotion liest, sollte nachsehen, ob der Vergleich tatsächlich den vollen Markt umfasst. Quotenboosts auf eine ausgewählte Einzelwette verändern die Quote dieses einen Beins, aber nicht die Gesamtmarge über das Programm. Wer die Marge über mehrere Monate im Auge behält, sieht, was ein Anbieter wirklich kostet.
Die Anbieter im Detail
Swisslos Sporttip
Swisslos ist die grösste der beiden Schweizer Veranstalterinnen, mit Sitz in Basel und einem Verbreitungsgebiet, das die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein umfasst. Die Online-Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich, mit Wohnsitz im Vertragsgebiet; pro Person ist nur ein Konto zugelassen, die Identität wird per Ausweis-Upload gegen Adressdatenbanken geprüft.
Das Sportprogramm umfasst eine breite Palette, Tischtennis gehört dazu, der Modus «Best of seven» ist bei grossen Turnieren Standard. Das Wettangebot enthält Einzel-, Kombi- und Systemwetten, mit Mindesteinsatz CHF 1 und Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage sind vor der ersten Teilnahme zu setzen, mit Senkung sofort und Erhöhung nach 72 Stunden Karenz.
Im Sporttip gibt es Quotenboosts, Profitboosts und einen Kombiboost mit gestaffelten Stufen ab vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50. Cash-Out ist verfügbar – online, vollständig, ohne Teilauszahlung, ohne Garantie je Markt. Eine Werbeaktion mit Boost schliesst Cash-Out auf dieser Wette aus. Wer im Inland wettet, findet hier den Anschluss an das schweizweite Sperrregister und an die Beratungsangebote der Gespa.
Loterie Romande Jouez Sport
Loterie Romande ist die Veranstalterin der Westschweiz mit Sitz in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden. Jouez Sport läuft in den Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura – wer dort wohnt, hat hier sein Konto; ausserhalb des Gebiets ist die Online-Eröffnung nicht möglich.
Das Angebot an Wettarten entspricht dem Schweizer Rahmen; Tischtennis ist enthalten, mit den üblichen Sieger-, Handicap- und Satzmärkten. Die Schutzmechanik funktioniert nach den gleichen Regeln wie bei Swisslos: volljährig, ein Konto pro Person, Verlustlimiten und Spielsperre im Profil. Wer die Westschweizer Veranstalterin nutzt, profitiert vom französischsprachigen Support und der regionalen Verankerung.
Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung
Die folgenden Marken haben keine Schweizer Bewilligung und sind in der Schweiz nicht zugelassen: Rabona, Betscore, Playzilla, Sportuna, Bettilt, Bruce Bet, Donbet und Rainbet. Eine ausländische Lizenz – gleich aus welchem Land – hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer dort spielt, hat keinen Anschluss an das schweizweite Sperrregister und im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg.
Die Sperrliste der Gespa wird per DNS durch Schweizer Telekom-Anbieter umgesetzt; blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Die Domains der genannten Marken können auf der Sperrliste stehen oder dahin wandern. Werbung für diese Anbieter ist in der Schweiz verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft – was die Beschreibung dieser Seite von der Werbung abgrenzt.
Für die acht Marken gilt: Die Bewertung hier beschränkt sich auf die Rechtslage. Wer eine dieser Marken nutzt, tut das ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens und mit der Rechtsunsicherheit, die daraus folgt. Wer im Inland spielen will, kommt an Swisslos und Loterie Romande nicht vorbei.
Häufig gestellte Fragen
Sind Wetten auf Tischtennis in der Schweiz erlaubt?
Ja, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstalterinnen. Swisslos mit dem Produkt Sporttip bedient die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein; Loterie Romande mit Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Gültigkeit. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, ist ausserhalb des Schutzes nach dem Geldspielgesetz.
Steht Tischtennis auf der Gespa-Liste?
Die Gespa führt eine Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Stand 10.09.2026). Ist eine Veranstaltung aufgeführt, darf sie gewettet werden – wenn nicht, nicht. Die Liste ist eng gefasst; Eckball- und Kartenmärkte fehlen ebenso wie eine eigene Esports-Sektion. Welche konkreten Wettbewerbe aktuell auf der Liste stehen, ändert sich laufend.
Welche Wettarten ergeben sich aus den Tischtennis-Modi?
Im Best-of-five-Modus des Punktspielbetriebs sind klassische Satzmärkte sinnvoll: Sieger, Handicap auf Sätze, Gesamtzahl Sätze. Im Best-of-seven-Modus grosser Turniere verschieben sich die Quoten, weil ein Satz weniger Rolle spielt. Spezialmärkte wie Punktgewinner im laufenden Satz funktionieren nur live – und das Spiel ist dann oft schon entschieden, bevor die Wette angenommen ist.
Wie entsteht eine Vorhersage, und warum gibt es keine sichere Strategie?
Eine Vorhersage ruht auf Form, direktem Vergleich und Quote. Form ist über wenige Wochen messbar, der direkte Vergleich ist nützlich bei ähnlich klassifizierten Spielern, die Quote zwingt den Veranstalter zu einer impliziten Wahrscheinlichkeit. Eine sichere Strategie existiert nicht: Jede Wette ist eine Wette, kein Handel. Wer sie trotzdem ernst nimmt, arbeitet mit Limits und Disziplin statt mit vermeintlich sicheren Tipps.
Was bedeutet die Marge, und wie wirkt sie sich auf Livewetten aus?
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter im Durchschnitt behält. Bei 1.90/1.90 auf einem Zwei-Wege-Markt sind es rund 5 %, bei 1.85/1.85 rund 7 %. Bei Tischtennis-Livewetten ist die Marge nicht anders zu lesen, aber besonders sichtbar: Die Quoten ändern sich binnen Sekunden, und jede Annahme erfolgt zu einem Preis, in dem die Marge schon steckt. Wer über Monate spielt, sieht den Effekt im Saldo.
Wie funktionieren Verlustlimiten und Spielsperre bei den bewilligten Veranstaltern?
Bei Swisslos und Loterie Romande werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme gesetzt, mit Obergrenze CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Sperre lässt sich für 1 bis 180 Tage selbst setzen, eine unbefristete Sperre gilt schweizweit und wird zentral registriert – auch für Casinos und Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Sportarten – Quoten Rechner Info
Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»
