Systemwetten-Rechner für die Schweiz
Systemwetten in der Schweiz erlauben es, bei einer Auswahl von Voraussagen auch dann noch zu gewinnen, wenn nicht alle Tipps zutreffen. Doch wie viele Teilwetten entstehen aus einer Auswahl, wie verteilt sich der Gesamteinsatz darauf und was bedeutet eine 2/3- oder 3/4-Systemwette für den Gewinn im Ernstfall? Die Arithmetik hinter einer solchen Wette ist komplex, aber essenziell, um sie in das einzuordnen, was in der Schweiz erlaubt ist. Denn nur zwei Veranstalter dürfen Sportwetten hierzulande anbieten, und beide haben eigene Regeln zu Mindesteinsatz, Höchsteinsatz und Rundung. Wer seine Wette plant, sollte diese Rahmenbedingungen kennen, bevor er einen Wettschein ausfüllt.

Stand der Daten: 20. Oktober 2026; geprüft gegen die aktuelle Gespa-Bewilligungsliste und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.
Rechtslage: Wer in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten darf
Die Schweiz hat den Sportwettenmarkt bewusst eng gezogen. Seit dem Geldspielgesetz von 2019 und dem Geldspielkonkordat von 2021 ist die Aufsicht über alle Grossspiele, also auch über Sportwetten, bei der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) in Bern konzentriert. Eine ausländische Bewilligung – aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem anderen Land – entfaltet in der Schweiz keine Wirkung; sie steht unter Art. 4 BGS. Wer hierzulande Sportwetten organisiert, braucht eine Schweizer Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Spielbewilligung pro ausgeschriebenem Spiel (Art. 21–25 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Berechtigten für Lotterien und Sportwetten auf zwei beschränkt: Swisslos mit dem Sportwettenangebot Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide verfügen über die nötigen Bewilligungen und unterstehen der Gespa.

Die Spielgebiete der beiden Veranstalter sind klar getrennt. Sporttip wird in den Deutschschweizer Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, im Kanton Tessin sowie im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Wer dort wohnt, kann sich bei Swisslos online registrieren und ein Spielkonto eröffnen. Jouez Sport ist für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura zuständig; ein Online-Konto bei der Loterie Romande gibt es nur für Personen mit Wohnsitz in dieser Zone. Wer seinen Wohnsitz in einem anderen Schweizer Kanton hat, fällt automatisch in das andere Spielgebiet – eine Durchmischung ist nicht möglich. Die Loterie Romande unterhält nach eigenen Angaben rund 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende, Hauptadresse Avenue de Provence 14 in Lausanne.
Was gewettet werden darf, regelt nicht der Veranstalter allein. Die Gespa führt eine geschlossene Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Was nicht auf dieser Liste steht, darf nicht angeboten werden; dazu zählen Wetten aufs Wetter, auf politische Ereignisse oder auf TV-Shows genauso wie Corner- oder Kartenmärkte im Fussball und der gesamte Bereich Esport – Letzterer taucht in der Gespa-Liste gar nicht auf. Qualifikationsrunden sind nur dann zulässig, wenn sie explizit aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn die Liste sie nennt, und Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe, seien sie im Skisport oder sonst wo, sind grundsätzlich kein Wettgegenstand. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt sind, fallen ebenfalls aus dem erlaubten Angebot. Die Liste selbst ist die präziseste Quelle für das, was ein Schweizer Wettender tippen kann; alles, was ein Rechner vorschlägt und nicht auf dieser Liste steht, bleibt in der Schweiz unzulässig.
Wichtig für jeden, der mit einem Rechner arbeitet: Auch für Livewetten gilt die Liste. Das Geldspielgesetz kennt keine zusätzliche Einschränkung für bestimmte In-Play-Märkte; was Livewetten angeht, entscheidet die Gespa im Rahmen der Spielbewilligung. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt; es ist eine Eigenschaft jedes Veranstalters und kann nur so beschrieben werden, wie sie der Veranstalter selbst anbietet. Virtuelle Sportwetten sind in der Gespa-Liste nicht ausgewiesen – wer dazu Aussagen sucht, findet sie dort nicht. Die wichtigste Konsequenz für den Alltag: Wer «total hier» mit einem Systemrechner plant, sollte jeden enthaltenen Markt gegen die aktuelle Liste prüfen; ist ein Markt dort nicht aufgeführt, lässt er sich in der Schweiz nicht legal spielen.
Bewilligungslage der Schweizer Veranstalter (Auswahl)
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Gespa-Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS SR 935.51) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Gespa-Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS SR 935.51) | Société de la Loterie de la Suisse Romande; Produkt Jouez Sport |
| Duelbits | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| BillyBets | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Bettilt | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| HighFlyBet | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| BetAlright | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| DirectionBet | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Betify | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Bahigo | keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
Die Tabelle zeigt, was in der Schweiz erlaubt ist und was nicht. Die ersten beiden Zeilen sind die einzigen, die hier Systemwetten anbieten dürfen – alles darunter fällt unter den Begriff «ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung». Solche Anbieter sehen sich nicht an die Schweizer Spielregeln, nicht an die Spielsperre und nicht an die Spielsuchtregister gehalten, und im Streitfall gibt es keinen Schweizer Rechtsweg. Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre blockieren; Ende 2025 standen dort 671 Domains. Die Sperre betrifft den Zugang von der Schweiz aus, nicht den Anbieter selbst; wer ein VPN verwendet, umgeht sie. Diese Anbieter zu beschreiben heisst nicht, sie zu empfehlen – Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und kann nach Art. 131 BGS mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft werden. Was die Wetten selbst angeht, macht sich der Anbieter strafbar, nicht der Spieler; im Einzelfall können aber Einsätze und Gewinne zugunsten der Staatskasse eingezogen werden.
Werbestrategie und Spielerschutz
Die Gespa beaufsichtigt auch das Marketing. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und darf sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Für Gratisspiele oder Gratisguthaben braucht es die vorgängige Zustimmung der Aufsicht; 2025 erteilte sie der Loterie Romande 24 und Swisslos 8 solcher Bewilligungen. Jeder «anbieterischen» Promotion liegt also eine Gespa-Genehmigung zugrunde – die Aktion selbst ist Sache des Veranstalters, ihre Zulässigkeit nicht. Ein Werbeverbot zu bestimmten Tageszeiten, wie es in einigen anderen europäischen Ländern gilt, kennt das Schweizer Recht nicht. Wer als Spieler einen Bonuscode oder eine Promo-Aktion in den Suchresultaten findet, sollte immer prüfen, ob sie auf der Seite des Schweizer Veranstalters selbst und nicht auf einer Domain der Sperrliste landet.

Selbstschutz und Verlustlimiten bei Systemwetten
Eine Systemwette unterscheidet sich von einer Einzel- oder Kombiwette vor allem durch den Gesamteinsatz: Wer bei einer 2/3-Systemwette drei Voraussagen kombiniert, schliesst nicht eine Wette über den Gesamteinsatz ab, sondern drei Teilwetten mit jeweils einem Drittel des Einsatzes. Bei einer 3/4 mit vier Tipps sind es bereits sechs Teilwetten; bei einer 4/5 mit fünf Tipps fünf Teilwetten; bei einer 5/6 mit sechs Tipps sechs Teilwetten – und so weiter. Der Gesamteinsatz einer Systemwette ist also immer höher als bei einer vergleichbaren Kombiwette, oft um ein Vielfaches. Wer mit dem Rechner seine Tipps zusammenklickt und am Ende nur den Gewinnfall betrachtet, übersieht leicht, wie viel auf dem Spiel steht, wenn kein Tipp trifft.
Das Schweizer Recht verlangt nicht einen festen Einsatzhöchstbetrag, sondern überlässt die Limiten dem Spieler. Der Veranstalter muss nach Art. 87 VGS einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen; festlegen muss sie der Spielende. Bei Swisslos heisst das konkret: Wer vor seiner ersten Sporttip-Teilnahme steht, muss Verlustlimiten für einen, sieben und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Loterie Romande folgt dem gleichen Prinzip, publiziert die genauen Beträge aber in den eigenen Unterlagen – die Gespa gibt mit Art. 87 VGS den Rahmen vor, nicht die Zahl.
Diese Mechanik ist gerade für Systemwetten zentral, weil sie den Gesamteinsatz vervielfacht. Wer etwa pro Tag maximal CHF 50 setzen will und am Abend eine 2/3-Systemwette mit drei Tipps über CHF 10 Gesamteinsatz abschliesst, hat damit bereits einen Fünftel seines Tageslimits aufgebraucht. Kommt am nächsten Tag eine 3/4 mit vier Tipps über CHF 20 dazu, ist das Tageslimit voll. Wer mit einem Rechner arbeitet, sollte vor jeder Wette zwei Dinge prüfen: den effektiven Gesamteinsatz (Einsatz mal Anzahl Teilwetten) und die Quote, die für eine Vollkombination nötig wäre, damit ein Volltreffer die Limite nicht in einen Verlust verwandelt. Genau das leistet ein Systemrechner – aber er kann nicht wissen, wie viel der Spielende übrighat.
Spielsperre und Selbstausschluss sind in der Schweiz organisatorisch verankert. Eine Spielsperre wird nach Art. 80–82 BGS in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie für das Fürstentum Liechtenstein. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in das gemeinsame Register eingetragen und gilt über die Produktpalette und über die Kantonsgrenzen hinweg. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS); eine Fachstelle ist einzubeziehen (Art. 81 BGS). Ein selbstgewählter Pause bis zu sechs Monaten muss vom Veranstalter angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer gesperrt ist oder das 18. Altersjahr noch nicht vollendet hat, hat nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn. Die Einhaltung prüft die Gespa regelmässig: Bei Testkäufen an Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Das ist die andere Seite der Bewilligungsrealität – der Veranstalter darf das Bewahren, aber die Kontrolle am Verkaufspunkt bleibt eine Baustelle.
Hilfe bei problematischem Spielverhalten bieten spezialisierte Stellen wie die Fachstellen für Suchtprävention in den Kantonen oder das nationale Netzwerk SafeZone.ch. Wer den Verdacht hat, dass die eigene Wettaktivität ausser Kontrolle gerät, sollte dort nicht warten, bis die nächste Wette fällig wird.
Wettmärkte, Wettarten und die Arithmetik hinter dem Rechner
Ein Systemwetten-Rechner verändert nichts an den Quoten, die der Veranstalter auf jedes Spiel setzt. Er nimmt nur die Tipps, kombiniert sie nach einem vorgegebenen Schema und rechnet aus, was ein Volltreffer, ein Teilerfolg oder ein Totalverlust bedeuten würde. Wer versteht, wie der Veranstalter zu seinen Quoten kommt, versteht auch, warum ein Rechner nie «sichere Wetten» ausspucken kann.
Wettarten im System
Die drei Grundbausteine jeder Sportwette sind die Einzelwette, die Kombinationswette und die Systemwette. Die Einzelwette setzt auf eine Voraussage; gewonnen ist sie, wenn diese Voraussage eintrifft, verloren, wenn sie nicht eintrifft – dazwischen gibt es nichts. Die Kombinationswette setzt auf mehrere Voraussagen gleichzeitig und gewinnt nur, wenn alle Voraussagen zutreffen. Die Systemwette ist eine Bündelung mehrerer Kombinationswetten innerhalb desselben Wettscheins: Sie fasst alle möglichen Kombinationen aus einer Auswahl von Tipps nach einem festen Schema zusammen und bezahlt für jede Kombination, die voll zutrifft. Eine 2/3-Systemwette mit drei Tipps enthält also drei 2er-Kombiwetten, eine 3/4 mit vier Tipps enthält vier 3er-Kombiwetten, eine 4/5 mit fünf Tipps enthält fünf 4er-Kombiwetten, und so weiter.
Das Schema selbst ist der springende Hebel für den Gesamteinsatz. Bei einer 2/3-Systemwette mit drei Tipps zu je CHF 10 Einsatz auf jede Voraussage zahlt der Spielende CHF 30 Einsatz, verteilt auf drei Teilwetten zu je CHF 10. Bei einer 2/4-Systemwette mit vier Tipps zu je CHF 10 wären es bereits sechs Teilwetten zu je CHF 10, also CHF 60 Einsatz. Der Vorteil liegt darin, dass auch dann ein Gewinn entsteht, wenn nicht alle Voraussagen zutreffen – vorausgesetzt, das Schema erlaubt einen Teilerfolg. Der Nachteil liegt im höheren Gesamteinsatz und in der Verdünnung des Gewinns, weil derselbe Tippsatz auf mehrere Kombinationen aufgeteilt wird.
Quote, Gesamtquote und Kombination
Die Quote einer Einzelwette gibt an, wie viel der Veranstalter für jeden gesetzten Einsatz des Spielenden im Gewinn vollständig zurückerstattet. Eine Quote von 2.00 heisst: Pro CHF 1 Einsatz zahlt der Veranstalter im Gewinnfall CHF 2 zurück, davon CHF 1 Einsatz und CHF 1 Reingewinn. Bei einer Kombinationswette entsteht die Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten: Zwei Tipps zu 1.80 und 2.25 ergeben die Gesamtquote 4.05; drei Tipps zu 1.50, 2.00 und 2.50 ergeben 7.50. Bei einer Systemwette wird die Gesamtquote nicht als eine Zahl ausgewiesen, weil jede Teilwette ihre eigene Kombinationsquote hat; der Rechner weist sie pro Teilwette aus und addiert die Gewinne der zutreffenden Teilwetten.
Diese Multiplikation ist tückisch, weil sie eine psychologische Hebelwirkung hat. Eine Gesamtquote von 7.50 klingt verlockend, ist aber nichts anderes als das Produkt dreier Quoten, von denen jede bereits eine Marge enthält. Der Reingewinn ist nur dann da, wenn alle drei Voraussagen zutreffen; bei zwei von drei zutreffenden Tipps sieht die einzelne Kombinationsquote niedriger aus, und im 2/3-System bleibt eine Teilwette übrig, die andere zwei zutreffende Kombinationen zählen. Bei einer 3/4-Systemwette ist es umgekehrt möglich, dass drei von vier Tipps zutreffen und damit vier Kombinationen auszahlen – aber mit niedrigeren Einzelquoten als die Vollkombination. Genau diese Mechanik macht Systemwetten interessant, aber auch anfällig für Fehleinschätzungen: Wer den Gesamteinsatz hochfährt, um die Gesamtquote zu erhöhen, gewinnt im günstigsten Fall mehr, verliert aber im schlechtesten den gesamten Einsatz.
Marge und Auszahlungsquote
Jede Quote, die ein Veranstalter anbietet, enthält eine Marge – den Anteil, den der Veranstalter von jedem gesetzten Einsatz einbehält. Formal ist die Auszahlungsquote eines Marktes mit n Ausgängen die Summe der Kehrwerte der Einzelquoten: payout = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ). Die Marge ist 1 − payout. Bei einem klassischen 1X2-Markt mit den Quoten 1.80 / 3.55 / 4.50 ergibt sich payout = 1 ÷ (0.5556 + 0.2817 + 0.2222) = 1 ÷ 1.0595 = 0.9441, also eine Auszahlungsquote von 94,4 % und eine Marge von 5,6 %. Bei Quoten von 1.91 / 3.55 / 4.50 (typisch für ausgeglichenere 1X2-Märkte) ist payout = 1 ÷ (0.5236 + 0.2817 + 0.2222) = 1 ÷ 1.0275 = 0.9732, die Marge sinkt auf 2,7 %. Die Marge ist also nicht überall gleich: Sie ist höher, je unausgeglichener ein Markt ist, und niedriger, je näher die Quoten aneinander liegen. Für Schweizer Wettende bedeutet das: Wer Märkte bespielt, deren Quoten sich sehr nahekommen, gibt weniger vom Einsatz pro Wette an den Veranstalter ab als auf Märkten mit grossen Quotenunterschieden. Das gilt für jede Wettart, auch für Systemwetten – jede Quote in jeder Teilkombination enthält ihre eigene Marge.
Der Rechner selbst kann diese Marge nicht ausgleichen, denn er kann sie nicht sehen. Er rechnet mit den vorgegebenen Quoten. Wer ein System plant, sollte wissen, dass sich die Margen der Einzelmärkte in den Gesamtquoten der Teilkombinationen vervielfachen: Eine Gesamtquote von 7.50 aus drei Quoten mit 5 % Marge enthält nicht 5 %, sondern näherungsweise 1 − (0.95)³ = 14,3 % Marge. Wer das nicht beachtet, sieht eine «grosse» Gesamtquote und übersieht den Hebel, den die Marge auf den langfristigen Erwartungswert hat.
Berechnung des Gewinns
Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich bei Sporttip aus dem Einsatz multipliziert mit der Quote (bei Kombinationswetten mit der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten). Bei einer Einzelwette von CHF 10 zu Quote 2.10 sind das CHF 21.00 Bruttoerstattung, also CHF 11.10 Reingewinn. Bei einer 3er-Kombi mit Gesamtquote 6.00 und CHF 5 Einsatz sind es CHF 30.00 Bruttoerstattung, also CHF 25.00 Reingewinn. Bei einer Systemwette wird für jede zutreffende Teilkombination einzeln gerechnet; Treffer in unterschiedlichen Teilkombinationen werden addiert.
Bei der Loterie Romande funktioniert die Arithmetik identisch, allerdings mit anderen Quoten, anderer Höchsteinsatzlogik und einem anderen Cap pro Wettschein. Wer beide Veranstalter vergleicht, vergleicht also nicht nur die Quoten, sondern auch die Art, wie der Gewinn gerundet wird. Bei Sporttip gilt: Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Aus CHF 2’137 wird also CHF 2.15 (erst Aufrundung auf 2.14, dann Abrundung auf 5 Rappen: 2.10 – bleibt 2.10, weil Aufrundung 2.14 ergäbe, dann Abrundung auf 5 Rappen genau: 2.10). Beispiel: CHF 2’137 ergibt nach Aufrundung auf zwei Nachkommastellen CHF 2.14 und nach Abrundung auf 5 Rappen genau CHF 2.10. Die exakten Schritte sind betriebsrelevant; sie fallen erst bei kleinen Einsätzen ins Gewicht.
Höchsteinsätze und Mindesteinsätze
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Aus diesen Zahlen ergibt sich eine unmittelbare Konsequenz für die Wettstrategie. Wer in der Westschweiz wohnt, hat pro Wettschein eine harte Obergrenze von CHF 7’500 Gesamteinsatz – und damit eine natürliche Bremse für hochvolatile Systeme. Wer in der Deutschschweiz wohnt, hat pro Systemwette eine Obergrenze von CHF 10’000, aber pro Einzel- oder Kombiwette nur CHF 1’000. Die Grenzen sind nicht symmetrisch; sie spiegeln die Spielmechanik, nicht die Risikobereitschaft der Spielenden.
Höchstgewinne und Quotenschlüssel
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Bei Sporttip ist die Obergrenze für die Höhe des Gewinns nicht in den Spielregeln als Frankenbetrag festgelegt; sie ergibt sich aus dem Höchsteinsatz und den angebotenen Quoten. Praktisch bedeutet das: Wer bei Sporttip mit dem maximalen Systemeinsatz und hohen Quoten spielt, kann sechsstellige Gewinne erzielen, aber nur, wenn die Quoten mitspielen.
Sonderregeln für Livewetten und Cash-Out
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist eine wichtige Sicherheitsschiene: Wer «nach dem Spiel» wettet, gewinnt formal nichts und verliert nur den Einsatz. Der Rechner kann diese Sonderfälle nicht antizipieren; sie stehen in den Spielregeln und sollten vor jeder Livewette einmal gelesen werden.
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Anders ausgedrückt: Cash-Out ist eine Option, kein Versprechen – wer sie nutzt, realisiert einen kleineren Gewinn als bei normalem Wettenabschluss und verzichtet auf den Rest.
Kombiboost und Profitboost
Der Kombiboost von Sporttip gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Spielenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Diese Mechanismen lohnen einen genauen Blick, weil sie marketingseitig oft als kostenlose Geschenke verkauft werden. Sie sind es nur unter den vom Veranstalter definierten Bedingungen. Wer eine 5er-Kombi spielt und CHF 50 gewinnt, erhält mit dem Kombiboost bei fünfzehn Voraussagen einen Gewinnaufschlag von 100 %; das sind CHF 100 Nettogewinn statt CHF 50. Bei vier Voraussagen sind es nur 5 % – also CHF 2,50 mehr. Die Bedingung «mindestens Quote 1.50 pro Voraussage» schränkt die nutzbaren Märkte ein: Wer niedrig quotierte Märkte kombiniert, fällt durch das Sieb. Wer sehr hohe Quoten kombiniert, riskiert den Totalverlust – und der Kombiboost nützt nichts, wenn die Voraussagen nicht zutreffen.
Bet-Builder und abhängige Wettereignisse
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Swisslos kann eine solche Kombination, die ohne diese Funktion angenommen wurde, für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das ist der Grund, warum ein Rechner für Systemwetten, der beliebige Kombinationen akzeptiert, in der Schweiz an dieser Stelle stille Post spielt. Wer «beide Mannschaften treffen» und «über 2,5 Tore» im selben Spiel kombinieren will, ohne den Bet-Builder zu nutzen, riskiert die Annahme und spätere Rückabwicklung. Der Rechner kann das nicht abfedern; die Spielregel ist im Spielregelwerk verankert.
Wettrundung und kleine Einsätze
Bei kleinen Einsätzen entscheidet die Rundung über den ausgezahlten Betrag. Der Gewinn CHF 1 × Quote 1’137 etwa wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet zu CHF 1.14 und dann auf 5 Rappen genau abgerundet zu CHF 1.10. Wer mit dem Rechner sehr kleine Einsätze plant, sollte die Rundungsregel kennen, weil sie pro Wette einen kleinen Betrag verschiebt – bei vielen Wetten wird daraus ein spürbarer Posten.
Rechenbeispiel: Drei Quoten, ein Einsatz
Wer drei Voraussagen zu 1.50, 2.00 und 2.50 bei einem Einsatz von CHF 1 pro Voraussagen kombiniert, sieht folgende Bandbreite an Auszahlungen, je nachdem welche Tipps zutreffen:
- Volltreffer (3/3): Die Gesamtquote ist 1.50 × 2.00 × 2.50 = 7.50. Bei einem Einsatz von CHF 3 (CHF 1 pro Voraussage in der Vollkombination) ergibt sich eine Bruttoerstattung von CHF 22.50 und ein Reingewinn von CHF 19.50. Bei einer 2/3-Systemwette mit gleichem Schema wären drei Teilwetten aktiv, von denen jede einen Teil des Gewinns ausmacht – die Arithmetik dahinter ist dieselbe wie bei einer 3er-Kombiwette, aber aufgeteilt auf drei Wetten zu je CHF 1 Einsatz pro Teilkombination, also CHF 3 Einsatz insgesamt.
- Zwei von drei Treffern (2/3): Im 2/3-System werden drei mögliche 2er-Kombinationen gebildet. Welche Kombination genau auszahlt, hängt davon ab, welche zwei der drei Voraussagen zutreffen. Bei einem Ausfall der dritten Voraussage sinkt die Auszahlung entsprechend – die Reihenfolge, in der die Tipps gegeben werden, spielt für die Auszahlung keine Rolle, sehr wohl aber für die Quote der jeweiligen Teilkombination.
- Ein oder null Treffer (0/3 oder 1/3): Im 2/3-System bleibt in beiden Fällen kein Gewinn, weil keine 2er-Kombination vollständig ist. Bei einer 3/4- oder grösseren Systemwette wäre die Lage besser: Da könnten drei von vier Treffern noch vier Teilkombinationen zur Auszahlung bringen.
Die genauen Auszahlungen hängen von der Reihenfolge der zutreffenden Tipps ab. Bei den drei Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 liegen die 2er-Kombinationen bei 3.00 (1.50 × 2.00), 3.75 (1.50 × 2.50) und 5.00 (2.00 × 2.50). Wer alle drei Tipps richtig hat, kassiert in einer 2/3-Systemwette mit CHF 1 pro drei Voraussagen alle drei Teilkombinationen: 3.00 + 3.75 + 5.00 = 11.75 Bruttoerstattung pro Gesamteinsatz von CHF 3. Bei nur zwei richtigen Tipps wird nur die entsprechende 2er-Kombination ausgezahlt: 3.00, 3.75 oder 5.00, je nachdem welche Kombination zutrifft. Bei nur einem oder null richtigen Tipps geht der Einsatz vollständig verloren. Das ist die Mechanik, die der Rechner abbildet; sie ist deterministisch, sie folgt aus den Quoten, und sie ist unabhängig davon, wie der Spielende die Quoten «fühlt».
Die Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 sind illustrative Grössen, keine zitierten Marktpreise. In der Realität hängen sie vom Spiel, vom Markt und vom Veranstalter ab. Was hier gezeigt wird, ist die Form der Rechnung; die konkreten Zahlen muss der Spielende aus dem Wettprogramm des Veranstalters übernehmen.
Beispiel: Klassischer 1X2-Markt
In einem ausgeglichenen Fussballspiel ohne klaren Favoriten könnten die Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 lauten. Die Auszahlungsquote wäre 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60) = 1 ÷ (0.4762 + 0.2941 + 0.2778) = 1 ÷ 1.0481 = 0.9541, also 95,4 %. Die Marge wäre 4,6 %. Das ist eine moderate Marge. In einem klar einseitigen Spiel mit Quoten 1.30 / 4.50 / 9.00 wäre payout = 1 ÷ (0.7692 + 0.2222 + 0.1111) = 1 ÷ 1.1025 = 0.9070, die Marge 9,3 %. Die Marge steigt also, je unausgeglichener die Quoten sind. Wer viele solcher Märkte kombiniert, gibt entsprechend mehr vom Einsatz pro Wette an den Veranstalter ab.
Vergleich der beiden Schweizer Veranstalter für Systemwetten
Die beiden Schweizer Veranstalter sind keine Konkurrenten im klassischen Sinn – sie bedienen unterschiedliche Sprachregionen, haben unterschiedliche Spielregeln und unterschiedliche Limits. Wer in beiden Sprachregionen wohnt oder umzieht, wechselt den Veranstalter; wer nur in einer wohnt, hat genau eine Wahl. Die folgende Gegenüberstellung macht ihre Besonderheiten deutlich; eine Rangliste wäre hier wenig sinnvoll, da die beiden Anbieter in unterschiedlichen Einzugsgebieten tätig sind.
Swisslos Sporttip
Sporttip ist das Sportwettenangebot von Swisslos und wird in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein durchgeführt. Trägerin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel; die Sportwetten laufen gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Online verfügbar ist Sporttip für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet; die Online-Teilnahme setzt nach den Bedingungen mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet sowie keine bestehende Spielsperre voraus, jede Person darf sich nur einmal registrieren.
Für Systemwetten setzt Sporttip klare Grenzen: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette CHF 1’000, Höchsteinsatz pro Systemwette CHF 10’000. Diese Werte sind nicht symbolisch – sie sind die operative Grenze, jenseits derer eine Wette nicht angenommen wird. Wer viel spielen will, hat hier mehr Spielraum als bei der Loterie Romande; wer wenig spielen will, ebenfalls. Sporttip kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; das ist in den Spielregeln ausdrücklich so formuliert. Wer eine Wette über der Limite ausfüllt, wird abgewiesen, nicht teilweise angenommen.
Bei den Wettarten deckt das Programm alle Grundbausteine ab, inklusive Systemwetten, Kombiboost, Quoten- und Profitboosts, Cash-Out und Bet-Builder. Die Quoten sind nicht öffentlich ausgewiesen, sondern im Wettprogramm hinterlegt; sie liegen marktabhängig im üblichen Rahmen für Schweizer Veranstalter. Wer mit einem Rechner plant, sollte die Quoten aus dem aktuellen Wettprogramm übernehmen, nicht aus älteren Listings.
Der Sporttip-Kombiboost erfordert mindestens vier Voraussagen mit Quote je mindestens 1.50 und skaliert mit der Anzahl Voraussagen bis 100 % Bonus auf den Nettogewinn bei fünfzehn Voraussagen. Das ist eine substantielle Aufwertung für sehr grosse Kombinationen – aber eben nur, wenn alle Voraussagen zutreffen. Wer schon eine 3er-Kombi spielt, hat keinen Anspruch auf den Boost; erst ab vier Voraussagen beginnt er.
Was Swisslos Sporttip von der Loterie Romande abhebt: der um Faktor zehn höhere Höchsteinsatz für Systemwetten (CHF 10’000 gegen CHF 7’500 für den gesamten Multiples-Wettschein), der Verfügbarkeit von Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten und der deutlich grosszügigere Kombiboost bis 100 %. Die Loterie Romande ihrerseits hat ihre eigenen Stärken.
Loterie Romande Jouez Sport
Jouez Sport ist das Sportwettenangebot der Loterie Romande und wird in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura durchgeführt. Trägerin ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande; Sitz und Hauptadresse ist Avenue de Provence 14 in Lausanne. Online verfügbar ist Jouez Sport für Personen mit Wohnsitz in der Westschweiz nach den Bedingungen des Veranstalters.
Bei den Einsatzgrenzen unterscheidet sich Jouez Sport von Sporttip: Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2), Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette CHF 500, Höchsteinsatz für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000, maximale Wettschein-Einsatzsumme für Multiples CHF 7’500. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Diese Zahlen ergeben ein anderes Profil als Sporttip. Wer sehr hohe Einsätze plant, hat bei Sporttip mehr Spielraum. Wer kleine, sauber kalkulierte Wetten auf die Westschweizer Spitzenereignisse spielen will, ist bei Jouez Sport gut aufgehoben. Die Mindestquote 1.10 pro Voraussage und die maximale Gesamtquote 100’000 sind Schranken, die bei Sporttip nicht in dieser Form bestehen.
Was Jouez Sport im Detail an Livewetten, Kombiboost und Profitboost anbietet, lässt sich direkt im aktuellen Wettprogramm von Jouez Sport prüfen. Wer Cash-Out sucht, sollte vor der Registrierung einen Blick in die entsprechende Sektion der Loterie Romande werfen.
Was Loterie Romande Jouez Sport von Swisslos Sporttip abhebt: die Mindestquote 1.10 pro Voraussage macht das Kombinieren von klar favorisierten Tipps möglich, ohne dass diese aus dem zulässigen Bereich fallen, und die maximale Wettschein-Einsatzsumme von CHF 7’500 für Multiples ist eine harte, vorab bekannte Bremse – sie verhindert das versehentliche Hochfahren des Gesamteinsatzes. Wer kleine, kontrollierte Systeme spielt und in der Westschweiz wohnt, hat hier einen klar definierten Spielraum.
Ausländische Anbieter im Vergleich
Die übrigen in dieser Übersicht genannten Anbieter – Duelbits, BillyBets, Bettilt, HighFlyBet, BetAlright, DirectionBet, Betify und Bahigo – verfügen über keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Sie sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen und werden von Schweizer Internetanbietern per DNS blockiert. Wer dort spielt, riskiert die Einziehung von Einsätzen und Gewinnen in einem Strafverfahren gegen den Anbieter; Werbung für diese Anbieter ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten. Über ihre Quoten, Limits, Wettarten, Bonusbedingungen oder Auszahlungszeiten gibt es keine Schweizer Dokumentation, was heisst: Wer sich für einen dieser Anbieter interessiert, sollte auf dessen Seite prüfen, was er anbietet – aber er sollte sich bewusst sein, dass er in der Schweiz ohne Bewilligung spielt und damit den Schutz der Schweizer Aufsicht verliert.
Für die Frage, ob ein ausländischer Anbieter «besser» ist als einer der Schweizer Veranstalter, gibt es aus Schweizer Sicht nur eine Antwort: Er ist nicht zugelassen, also gibt es ihn aus der Bewilligungsperspektive nicht. Wer aus Schweizer Sicht spielt, hat zwei zugelassene Veranstalter – und damit zwei Optionen. Wer aus anderer Perspektive spielt, hat andere Optionen, aber keine Schweizer Bewilligung. Beide Aussagen stehen im selben Absatz, weil sie zusammengehören.
Was ein Systemwetten-Rechner leistet und was nicht
Ein Systemwetten-Rechner ist ein Werkzeug, kein Orakel. Er nimmt eine Liste von Voraussagen, ein Systemschema (2/3, 3/4, 4/5 und so weiter) und einen Einsatz pro Voraussage, errechnet daraus die Anzahl der Teilwetten, den Gesamteinsatz, die Teilgewinne pro zutreffender Kombination und den Gesamtgewinn. Er ersetzt weder die Wettentscheidung noch das Verständnis der Quoten und Margen, noch die Kenntnis der Spielregeln. Wer mit einem Rechner spielt, sollte wissen, was er leistet und wo er nicht.
Was ein Systemrechner leistet:
- Anzahl der Teilwetten korrekt aus dem Schema zu berechnen – eine 2/3 mit drei Tipps enthält drei Teilwetten, eine 3/4 mit vier Tipps enthält vier Teilwetten, eine 2/4 mit vier Tipps enthält sechs Teilwetten.
- Gesamteinsatz als Summe der Einsätze pro Teilwette auszuweisen.
- Quote jeder Teilkombination als Produkt der Einzelquoten zu berechnen und damit den potenziellen Gewinn jeder Teilwette zu beziffern.
- Bandbreite des Gewinns für unterschiedliche Trefferkonstellationen darzustellen – Volltreffer, Teilerfolge, Totalverlust.
- Vergleich zwischen verschiedenen Systemen mit denselben Tipps zu ermöglichen – wer eine 2/3 gegen eine 3/4 abwägt, sieht im Rechner unmittelbar, wie sich Gesamteinsatz und Gewinnbandbreite verschieben.
- Kombination mit dem Kombiboost, sofern die Bedingungen erfüllt sind – bei vier oder mehr Voraussagen ab 1.50 skaliert der Bonus auf den Nettogewinn.
Was ein Systemrechner nicht leistet:
- Vorhersage, welche Voraussagen zutreffen. Ein Rechner weiss nicht, wer das Spiel gewinnt. Jeder «Tipp», den er ausgibt, ist entweder eine Eingabe des Spielenden oder eine Pseudovorhersage, die auf Annahmen beruht, die in der Realität nicht halten.
- Aussage über die Sicherheit einer Wette. Es gibt keine sicheren Wetten, weder in der Schweiz noch sonst wo. Jede Wette ist eine Wette auf ein unsicheres Ereignis; der erwartete Verlust ergibt sich aus der Marge.
- Kenntnis der Spielregeln, insbesondere der Sonderbedingungen für Livewetten, für abhängige Wettereignisse oder für abgesagte Ereignisse. Rechner wissen nicht, dass ein abgesagtes Spiel nach 48 Stunden Quote 1.00 erhält.
- Kenntnis der Werbeverbote und der Bonusregeln im Einzelfall. Ein Rechner weiss nicht, ob ein bestimmter Bonuscode noch gültig ist oder welche Quote ein Boost verlangt.
- Ersatz für die Spielerschutzmechanismen. Wer seine Limite setzt, soll das vor der Wette tun, nicht im Rechner. Wer den Verdacht hat, die Kontrolle zu verlieren, soll nicht den Rechner weiter benutzen, sondern eine Beratungsstelle aufsuchen.
Wer sich einen «sicheren Rechner» verspricht, der ihm «garantiert» Gewinne bringt, sucht etwas, das es nicht gibt. Was es gibt, ist ein Werkzeug, das die eigene Planung sichtbarer macht – genau das, was ein Systemwetten-Rechner leistet.
Überblick: Systemwetten in der Schweiz
Systemwetten sind in der Schweiz erlaubt, aber nur bei den beiden zugelassenen Veranstaltern – Swisslos mit Sporttip in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein, Loterie Romande mit Jouez Sport in der Westschweiz. Wer sich für Systemwetten interessiert, sollte zuerst entscheiden, in welcher Sprachregion er oder sie wohnt; damit ist der Veranstalter festgelegt. Innerhalb dieses Veranstalters sind die Spielregeln, Limits und Quotenmechaniken definiert; sie sind nicht verhandelbar.
Die Kernpunkte für Systemwetten lassen sich so zusammenfassen:
- Schema bestimmt die Anzahl der Teilwetten: Eine 2/3-Systemwette mit drei Tipps enthält drei Teilwetten, eine 3/4-Systemwette mit vier Tipps enthält vier Teilwetten. Die Anzahl wächst mit der Anzahl der Tipps.
- Gesamteinsatz ist die Summe der Einsätze pro Teilwette: Wer pro Teilwette CHF 10 setzt, zahlt bei einer 2/3-Systemwette mit drei Tipps CHF 30 Gesamteinsatz, bei einer 2/4-Systemwette mit vier Tipps bereits CHF 60.
- Gesamtquote ergibt sich aus dem Produkt der Einzelquoten: Drei Tipps zu 1.50, 2.00 und 2.50 ergeben die Gesamtquote 7.50.
- Jede Quote enthält eine Marge, und die Marge vervielfacht sich über mehrere kombinierte Quoten.
- Mindest- und Höchsteinsätze sind pro Veranstalter unterschiedlich: Sporttip erlaubt CHF 10’000 pro Systemwette, Jouez Sport maximal CHF 7’500 Gesamteinsatz pro Multiples-Wettschein.
- Höchstgewinne sind pro Veranstalter unterschiedlich: Jouez Sport cappt auf CHF 1’000’000 pro Multiples, Sporttip leitet den Höchstgewinn aus Einsatz und Quoten ab.
- Cash-Out, Kombiboost, Profitboost und Quotenboosts sind optionale Mechanismen, die unter spezifischen Bedingungen gelten.
- Rundung spielt bei kleinen Einsätzen eine messbare Rolle.
- Spielerschutz verlangt selbst gesetzte Verlustlimiten vor der ersten Wette und gilt für alle Spielenden, unabhängig von der Wettart.
Wer all diese Punkte beachtet, kann mit einem Systemwetten-Rechner seine Wette vorbereiten und weiss, was am Ende herauskommen kann – im günstigsten wie im ungünstigsten Fall. Wer mehr sucht, sucht mehr, als die Schweizer Gesetzgebung erlaubt.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Einzelwetten enthält eine Systemwette, und wie wird der Einsatz auf diese Teilwetten verteilt?
Eine Systemwette fasst mehrere Kombinationswetten innerhalb eines Wettscheins zusammen. Eine 2/3-Systemwette mit drei Tipps enthält drei 2er-Kombiwetten, eine 3/4-Systemwette mit vier Tipps enthält vier 3er-Kombiwetten, eine 2/4-Systemwette mit vier Tipps enthält sechs 2er-Kombiwetten. Der Einsatz, den der Spielende im Wettschein eingibt, wird gleichmässig auf alle Teilwetten aufgeteilt – bei einer 2/3 mit drei Tipps und einem Einsatz von CHF 30 ergibt das CHF 10 pro Teilwette und damit einen Gesamteinsatz von CHF 30. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz pro Systemwette bei CHF 10’000, bei Jouez Sport bei einem maximalen Multiples-Wettschein-Einsatz von CHF 7’500.
Wie berechnet sich der mögliche Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote, und wie entsteht bei Kombinationen die Gesamtquote?
Der Gewinnbetrag einer Einzelwette ergibt sich aus dem Einsatz multipliziert mit der Quote. Bei einer Kombinationswette wird die Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten gebildet: Zwei Voraussagen zu 1.80 und 2.25 ergeben eine Gesamtquote von 4.05, drei Voraussagen zu 1.50, 2.00 und 2.50 ergeben 7.50. Bei einer Systemwette wird für jede zutreffende Teilkombination einzeln gerechnet, und die Gewinne der einzelnen Teilwetten werden addiert. Jede dieser Quoten enthält eine Marge, die nicht ausgewiesen ist und sich über mehrere kombinierte Quoten hinweg vervielfacht.
Wie wird ein Gewinnbetrag gerundet, und was bedeutet das bei kleinen Einsätzen?
Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Aus einem rechnerischen Gewinn von CHF 2’137 wird so zunächst CHF 2.14 und anschliessend CHF 2.10. Bei kleinen Einsätzen kann die Rundung pro Wette einen kleinen Betrag verschieben; bei vielen Wetten wird daraus ein spürbarer Posten. Bei Loterie Romande gelten eigene Regeln, die im Westschweizer Regelwerk dokumentiert sind.
Was kann ein Wettrechner leisten, und was kann er nicht?
Ein Wettrechner berechnet zuverlässig die Anzahl der Teilwetten, den Gesamteinsatz, die Quote jeder Teilkombination und die Bandbreite des Gewinns je nach Trefferkonstellation. Er kann nicht vorhersagen, welche Voraussagen zutreffen, und er kennt nicht die Spielregeln für Livewetten, abhängige Wettereignisse oder abgesagte Spiele. Es gibt keine «sicheren Wetten»; jede Wette enthält eine Marge, die den erwarteten Ertrag unter 100 % drückt. Wer den Rechner nutzt, sollte ihn als Werkzeug für die eigene Planung verstehen, nicht als Ersatz für die Wettentscheidung.
Welche Höchsteinsätze gelten bei den beiden zugelassenen Veranstaltern für Einzel-, Kombinations- und Systemwetten?
Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz bei CHF 1, der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 1’000 und der Höchsteinsatz pro Systemwette bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2; der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 500, der maximale Einsatz für ein Multiples-Wettscheineinsatz CHF 7’500. Swisslos kann seine Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Welcher Veranstalter für den Spielenden in Frage kommt, hängt vom Wohnsitz ab: Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Jouez Sport für die Westschweiz.
Wie beeinflussen selbst gesetzte Verlust- oder Einsatzlimiten den Gesamteinsatz einer Systemwette?
Systemwetten vervielfachen den Einsatz: Eine 2/3-Systemwette mit drei Tipps zu je CHF 10 Einsatz bedeutet einen Gesamteinsatz von CHF 30, nicht von CHF 10. Wer eine Tageslimite von CHF 50 gesetzt hat, verbraucht mit einer einzigen 2/3-Wette zu CHF 30 bereits 60 % des Tageslimits. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, bei Swisslos Sporttip nach den geltenden Spielregeln. Wer den Verdacht hat, dass die eigenen Wetten ausser Kontrolle geraten, sollte vor der nächsten Wette eine Spielsperre in Betracht ziehen oder eine Beratungsstelle aufsuchen.
Quoten – Quoten Rechner Info
Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»
