Wettanbieter-Quotenvergleich für die Schweiz

Updated Oktober 2026
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Datenstand: 20. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungs­übersicht der Gespa und die Spielregeln von Sporttip (Swisslos) bzw. Jouez Sport (Loterie Romande).

Eine Balkenwaage aus Messing mit zwei leeren Schalen steht im Gleichgewicht auf einem Holztisch.
Buchmacher kalkulieren ihre Quoten so, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge zusammen mehr als 100 % ergeben; der Überschuss heisst Overround.

Wer in der Schweiz Quoten vergleicht, vergleicht mehrheitlich Quoten zweier Anbieter, die zusammen den ganzen Markt abdecken. Swisslos mit dem Produkt Sporttip betreut die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande mit Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone. Beide verfügen über eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz und werden in der Öffentlichkeit als die beiden «bewilligten Veranstalter» für Sportwetten bezeichnet. Jeder andere Anbieter, der hierzulande Sportwetten anbietet, tut das ohne Schweizer Bewilligung, fällt nicht unter das Schweizer Ausschluss­register und hat im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg.

Ein Quotenvergleich in diesem Rahmen ist deshalb keine offene Tabelle über zwanzig Buchmacher, sondern eine Gegenüberstellung von zwei Organisatoren, ergänzt um den Blick auf ausländische Seiten, die Schweizer Spielerinnen und Spieler zwar sehen, aber nicht nutzen sollten. Wer das Sortiment prüft, achtet auf drei Dinge. Da ist erstens die Marge, also der Teil des Einsatzes, den der Anbieter unabhängig vom Ausgang einbehält. Da ist zweitens die Ausschüttungsquote, also der Anteil der Einsätze, der im Mittel als Gewinn zurückfliesst. Da ist drittens die Frage, ob eine Plattform überhaupt in der Schweiz zugelassen ist. Dieser Text geht diese drei Punkte der Reihe nach durch und ordnet am Schluss ein, was ein Vergleich der ausländischen Seiten unter diesen Bedingungen noch leistet.

Rechtslage in der Schweiz: warum der Quotenvergleich nur zwei Namen umfasst

Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf

Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019) ordnet Sportwetten als Grossspiel ein. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben in der interkantonalen Vereinbarung vom 20. Mai für die gemeinsame Durchführung von Geldspielen (IKV 2020) festgelegt, dass es für Lotterien und Sportwetten höchstens zwei Veranstalter gibt: die Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel für das Produkt Sporttip, und die Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) mit Sitz in Lausanne für das Produkt Jouez Sport. Beide werden von der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, beaufsichtigt. Die Gespa publiziert keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt; sie veröffentlicht eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren.

Ein Bücherregal mit ledergebundenen Bänden in dunklen Farben in einer stillen Bibliothek, davor ein Lesetisch.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Diese Konstruktion hat Folgen für jeden Quotenvergleich. Wer hier «Top-10-Buchmacher» sucht, erhält faktisch eine Top-2-Auswertung. Ausländische Buchmacher lassen sich über ihre Domains zwar einsehen, aber ein bewilligter Anbieter im Sinne des BGS sind sie in der Schweiz nicht. Für die Gegenüberstellung zählt deshalb in erster Linie, was die Gespa offiziell zulässt, und erst danach, was am Markt sonst noch zu finden ist.

Geltungsbereich der beiden Veranstalter

Das Vertragsgebiet von Swisslos umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und SP gemeinsam mit dem Tessin und dem Fürstentum Liechtenstein. Wer dort Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, kann ein Online-Spielkonto eröffnen; ein Konto bei der Loterie Romande ist nur für die Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS möglich. Die Loterie Romande gibt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne an, betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Sporttip ist online und in den Swisslos-Verkaufsstellen verfügbar, Jouez Sport analog in den Loterie Romande-Réseaux.

Eine Wasserwaage liegt auf einem Brett an einer Werkbank in einer Schreinerei, Holzspäne bedecken den Boden.
Bei variablen Quoten (Totalisator) setzen die Wettenden untereinander; der Auszahlungsanteil liegt bei staatlichen Anbietern unter 50 % und bei Pferderennen bis etwa 85 %.

Diese Aufteilung ist nicht symmetrisch, weil sie den Sprachregionen folgt. Ein Quotenvergleich, der nicht wissen lässt, welche Verkaufsregion der eigene Wohnsitz betrifft, hilft nicht weiter: Wer im Tessin wohnt, kann sich bei Jouez Sport nicht registrieren, und wer im Wallis wohnt, kann sich nicht bei Sporttip anmelden. Inhaltlich unterscheiden sich die Programme aber; Sporttip ist heute das breitere, Jouez Sport das jüngere. Wer in beiden Regionen Kunden hat, vergleicht tatsächlich zwei verschiedene Produkte.

Was beworben werden darf – und was nicht

Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht zugelassen sind, ist verboten und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft werden (Art. 74 Abs. 3 und Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen eine vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 hat die Gespa 24 solcher Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Für den Quotenvergleich heisst das: Wer «bester Bonus», «Gratiswette» oder «Code» sucht, sucht etwas, das im bewilligten Markt eine bewilligte Ausnahme ist und im nicht bewilligten Markt gar nicht zur Verfügung steht. Beide Pfade führen an der Schweizer Aufsicht vorbei.

Spielerschutz und Limiten, bevor die Quote zählt

Wer mitspielen darf

Eine Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre; jede Person darf sich nur einmal registrieren, und die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Minderjährige werden nicht zugelassen (Art. 72 BGS), gesperrte oder untergegangene Spielerinnen und Spieler haben keinen Anspruch auf Spieleinsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Verlustlimiten und Einzahlungs­limiten

Wer bei Sporttip mitspielen will, setzt vor der ersten Wettabgabe Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, weil das Gesetz eine Bedenkzeit vorsieht, die Swisslos in ihren Bedingungen auf 72 Stunden konkretisiert hat (gesetzlich mindestens 24 Stunden). Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungs­limite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Die Gespa schreibt anhand vor, dass die Spielenden ein oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste setzen müssen; eine Senkung muss sofort wirken, eine Erhöhung frühestens nach 24 Stunden.

Diese Limiten gehören vor den ersten Quotenvergleich. Eine bessere Quote ändert das Verlustrisiko jeder einzelnen Wette nicht, sie verändert nur dessen Erwartungswert. Wer mit einem klaren Verlustrahmen spielt, kann eine Quote von 1.95 gegen 1.90 nüchtern bewerten; wer ohne Limit spielt, sieht in jedem besseren Preis einen Grund für mehr Einsatz.

Selbstsperre und Sperrregister

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten und nur mit Einbezug einer Fachstelle aufgehoben werden (Art. 81 BGS; Art. 84 VGS). Wer eine Pause braucht, kann sie für bis zu sechs Monate selbst wählen (Art. 89 VGS).

Auszahlungen nur auf das eigene Konto

Gewinne und Saldi werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen, Kryptowährungen oder Auszahlungen an Dritte gibt es im bewilligten Markt nicht. Wer bei einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung spielt, ist auf deren Hausregeln angewiesen, und die sind nicht durch das BGS geschützt.

Steuern auf Gewinne

Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind in der Schweiz einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst oberhalb der Schwelle besteuert. Die Schwelle des Bundes liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Oberhalb dieser Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Eine kantonale Schwelle gibt es zusätzlich, und die Höhe variiert je nach Kanton; deshalb steht hier «je nach Kanton», nie ein einzelner Betrag. Gewinne aus ausländischen Grossspielen fallen nicht unter die Verrechnungssteuer; der Kanton Thurgau besteuert sie jedoch unabhängig von der Höhe als Einkommen. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Wer mehr wissen will, fragt die kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerberater.

Wettmärkte und Quoten: wie der Vergleich funktioniert

Feste Quote und Totalisator

Eine Quote kann auf zwei ganz verschiedene Weisen entstehen. Bei festen Quoten setzt der Anbieter die Quote, tritt als Gegenpartei auf, und die Quote gilt ab Wettabschluss und kann im Nachhinein nicht mehr geändert werden. Bei variablen Quoten, dem Totalisator, setzen die Wettenden untereinander; die Quote steht erst nach dem Ereignis fest. Bei staatlichen Totalisatoren liegt der Auszahlungsanteil oft unter 50 %, bei Pferderennen erreicht er bis etwa 85 %, weil dort das Wettvolumen hoch und das Feld erlösender ist. Sporttip und Jouez Sport arbeiten mit festen Quoten, nicht als Totalisator; Quotenvergleiche, die auf den Schweizer Markt zielen, beziehen sich deshalb immer auf feste Quoten.

Implizite Wahrscheinlichkeit

Eine Dezimalquote ist der Kehrwert der Wahrscheinlichkeit, die der Anbieter dem Ausgang beimisst. Die Quote 2.00 entspricht 50 %, die Quote 4.00 entspricht 25 %, die Quote 1.01 entspricht etwa 99 %. Wer aus einer Quote die Wahrscheinlichkeit ablesen will, teilt eins durch die Quote.

Overround und Marge

Buchmacher kalkulieren ihre Quoten so, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes zusammen mehr als 100 % ergeben. Dieser Überschuss heisst Overround und ist der Gewinn des Anbieters bei ausgeglichenem Buch. Rechnerisch entspricht das dem Anteil, der bei der Multiplikation mit dem Gesamteinsatz übrig bleibt, wenn alle Ausgänge gleich viel Geld erhalten. Der Quotenschlüssel, also die Ausschüttungsquote, ist der Anteil der Einsätze, der im Mittel als Gewinn an die Spielenden fliesst; die Marge ist 100 % minus den Quotenschlüssel.

Der Quotenschlüssel eines Marktes mit den Ausgängen i = 1, …, n berechnet sich als

Ausschüttungsquote = 1 ÷ (1/Quote_1 + 1/Quote_2 + … + 1/Quote_n)

und die Marge als

Marge = 1 − Ausschüttungsquote.

Ein Beispiel: Bei einer Zweiwegwette mit Quoten von 1,95 auf jeder Seite ergibt die Rechnung 1 ÷ (1/1,95 + 1/1,95) ≈ 97,5 %, die Marge also rund 2,5 %. Bei 1,80 auf jeder Seite ergibt sich 1 ÷ (1/1,80 + 1/1,80) ≈ 90 %, die Marge also rund 10 %. Diese Beispiele zeigen die Bandbreite: Eine Quote von 1,95 auf jeder Seite ist für eine Zweiwegwette aussergewöhnlich grosszügig, eine Quote von 1,80 auf jeder Seite liegt im üblichen Bereich für Buchmacher mit fester Quote. Eine ausgewogene Zweiwegwette liegt meist bei Ausschüttungen um 95 %, eine ausgewogene Dreiwegwette wie das klassische 1/X/2 beim Fussball liegt eher bei 85 %. Wer Tennis und Fussball vergleicht, vergleicht also nicht nur Mannschaften, sondern auch die Marktstruktur.

Berechnung am Beispiel

Für die Gegenüberstellung auf dieser Seite wird eine illustrative Zweiwegquote von 1,90 auf jeder Seite angenommen, nicht ein notierter Preis. Mit dieser Annahme:

1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (2 × 0,5263…) = 1 ÷ 1,0526… ≈ 0,9500

Die Ausschüttungsquote beträgt damit rund 95,00 %, die Marge rund 5,00 %. Eine Wette à CHF 1 auf eine Seite gewinnt im Erfolgsfall CHF 0,90, im Verlustfall verliert sie CHF 1. Über zwei gleich verteilte Wetten zu CHF 1 ist der Erwartungswert 0,95 × 1 − 0,05 × 1 = 0,90, also minus 5 % des Einsatzes. Das ist die Bandbreite, mit der ein Buchmacher rechnet: bei einem Markt von 1,90 auf jeder Seite bleibt im statistischen Mittel etwa jeder zwanzigste Franken als Marge hängen.

Diese Rechnung gilt für jeden Markt einzeln. Eine Quote von 1,90 auf einer Zweiwegwette Tennis sagt nichts über die Quote einer anderen Marktstruktur aus; der Quotenschlüssel ist eine Eigenschaft des Marktes, nicht des Anbieters. Wer auf einer Plattform eine sehr hohe Quote auf einem Markt sieht und auf einer anderen Plattform eine sehr hohe Quote auf einem anderen Markt, kann daraus nicht ableiten, dass eine Plattform «besser» ist, ohne die Märkte zu vergleichen.

Welche Märkte verglichen werden, bestimmt das Ergebnis

Die Wahl der Märkte ist nicht neutral. Bei Märkten mit zwei Ausgängen, etwa Tennis, Head-to-Head-Duell oder eine einfache Über/Unter-Linie, ist die Marge oft kleiner als bei Märkten mit drei oder mehr Ausgängen. Eine klassische 1/X/2-Wette beim Fussball hat drei Ausgänge, deren implizite Wahrscheinlichkeiten zusammen über 100 % liegen müssen; entsprechend liegt die Marge höher. Wer «nur den besten Anbieter» sucht, legt zuerst fest, welcher Markttyp verglichen wird, und schaut dann auf die Marge dieses Marktes. Ein Vergleich, der die Marge nicht dem Markt zuordnet, vergleicht Birnen mit Äpfeln.

Limits, Mindestquote und Gewinndeckel

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1,10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Kombinationen, abhängige Ereignisse und Bet Builder

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das ist eine Schutzregel, kein Bonus: Wer ungewollt zwei abhängige Voraussagen kombiniert, riskiert die Annahme. Wer bewusst kombinieren will, nutzt den Bet Builder und kontrolliert, dass jede Voraussage wirklich unabhängig ist.

Kombiboost, Quotenboost und Profitboost

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1,50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Bei Live-Wetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1,00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1,00 werten.

Sonderfälle: abgesagte Ereignisse, Rundung

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1,00. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus dem Einsatz mal der Quote (bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten) und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Vergleich der Quoten und Limits: Schweizer Veranstalter und ausländische Anbieter

Einordnung der Schweizer Anbieter

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / Bewilligung
Swisslos Sporttip Bewilligung nach BGS SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Veranstalter- und Spielbewilligung, Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung nach BGS Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Sitz Lausanne; Veranstalter- und Spielbewilligung, Gespa
AmunRa ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Rainbet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
BassBet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Pribet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Coolzino ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)

Die Tabelle trennt zwei Welten, und genau das ist der Punkt. Die zwei bewilligten Anbieter bilden den bewilligten Markt in der Schweiz. Die acht ausländischen Anbieter stehen hier, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler sie sehen, im Internet finden und ihre Quoten lesen können; sie haben aber keine Schweizer Bewilligung, sind nicht an das Schweizer Ausschluss­register angeschlossen und bieten im Konfliktfall keinen Schweizer Rechtsweg. Ihre Domains können auf der Sperrliste der Gespa stehen und per DNS blockiert werden. Welche Domains dort aktuell stehen, publiziert die Gespa; sie ersetzt blockierte Domains innert Stunden, weshalb der Kreis der sichtbaren ausländischen Anbieter sich laufend ändert.

Wer «die besten Quoten» sucht und dafür ausländische Seiten vergleicht, vergleicht Anbieter, die in der Schweiz nicht bewilligt sind. In dieser Logik ist ein «besserer Preis» nur dann sinnvoll, wenn die Seite überhaupt genutzt werden darf. Eine in der Schweiz bewilligte Seite mit einer Quote von 1,85 ist im Kontext des BGS mehr wert als eine nicht bewilligte Seite mit einer Quote von 1,95. Eine ausländische Seite kann zwar rechnerisch eine tiefere Marge anbieten, sie nimmt aber das Geld entgegen, ohne die Schweizer Spieler­schutzregeln anzuwenden.

Wie gross der Quotenunterschied zwischen den beiden Veranstaltern sein kann

Sporttip und Jouez Sport bedienen unterschiedliche Sprachregionen und unterschiedlich grosse Wettvolumina. Die Quoten für dasselbe Spiel können sich unterscheiden, weil die Anbieter ihre eigene Buchmacherlinie setzen und ihre eigenen Wahrscheinlichkeits­annahmen treffen. Für ein identisches Ereignis kann die Quote auf den Heimsieg bei Sporttip etwa 1,85 betragen, während Jouez Sport auf 1,80 oder 1,90 liegt. Eine Differenz von fünf Prozentpunkten in der impliziten Wahrscheinlichkeit entspricht rund einer Quote von 0,05 nach oben oder unten. Wer in beiden Vertragsgebieten ein Konto hat, kann solche Differenzen mitnehmen; wer nur in einem Konto ist, hat keine Wahl. Für die Frage, ob der Unterschied den Aufwand lohnt, kommt es auf den Einsatz und auf die Wiederholbarkeit an: Wer einmal pro Monat eine Einzelwette platziert, wird den Unterschied kaum bemerken; wer regelmässig wettet, sieht ihn auf das Jahr gerechnet.

Wie sich Limits und Quotierung unterscheiden

Sporttip-Quoten: Spannen haben an Erfahrungen.

Ausländische Anbieter im Vergleich

Für die acht ausländischen Anbieter gilt: Sie sind in der Schweiz nicht bewilligt; eine ausländische Bewilligung, gleich aus welchem Land, hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe, in gewerbsmässiger Form bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Die Spielenden werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Spielerschutz, keine Schweizer Sperrregister-Anbindung und keine Schweizer Streitbeilegung.

Die genauen Quoten, Limits und Bonusbedingungen dieser Anbieter ändern sich schnell, und ihre Präsenz in der Schweiz kann über die Sperrliste der Gespa kommen und gehen. Wer sie trotzdem nutzt, weil das Quotenniveau höher liegt oder die Auswahl grösser ist, sollte sich bewusst sein, dass der höhere Preis mit dem Wegfall des Schweizer Schutzes erkauft wird. Für einen Quotenvergleich in der Schweiz bleibt die Trennung zwischen «mit Schweizer Bewilligung» und «ohne Schweizer Bewilligung» der wichtigste Punkt.

Was der Vergleich bringt und was nicht

Was ein Quotenvergleich leistet

Ein Quotenvergleich ist ein Instrument, um Marge und Ausschüttungs­quote sichtbar zu machen. Wer weiss, dass 1,90 auf beiden Seiten einer Zweiwegwette rund 5 % Marge bedeutet, kann beim nächsten Mal sofort entscheiden, ob der Markt «eng» oder «weit» ist. Wer die Marge für ein Fussball-1/X/2 mit ähnlichen Quoten berechnet, sieht die Differenz zu einem Tennismarkt und kann sein Wettverhalten danach ausrichten. Wer beide Veranstalter kennt, kann Differenzen nutzen, falls beide Konten bestehen.

Was ein Quotenvergleich nicht leistet

Ein Quotenvergleich sagt nichts darüber, welche Seite «gewinnt». Quoten sind Wahrscheinlichkeits­schätzungen plus Marge; sie sind kein Tippschein. Wer aus den Quoten ableitet, dass ein Ausgang «sicher» sei, hat die Marge übersehen und macht langfristig einen Verlust. Auch ändert ein guter Preis nichts an der Volatilität: Eine Wette mit einer Quote von 10,00 verliert genauso häufig, wie die implizite Wahrscheinlichkeit von 10 % vermuten lässt.

Welche Lesart für welchen Lesertyp passt

Wer in der Schweiz wettet und einen Quotenvergleich sucht, hat drei Optionen. Wer im Wert von Loterie Romande wohnt, kann zwischen Sporttip und ausländischen Seiten wählen; wer in der Westschweiz wohnt, hat nur Jouez Sport. Wer in einer Sprachregion wohnt und das Konto des anderen Veranstalters nicht eröffnen kann, hat keine Wahl zwischen den beiden Bewilligten. Wer die höchsten Quoten sucht und dafür auf ausländische Seiten ausweicht, akzeptiert den Wegfall des Schweizer Schutzes.

Für jemanden, der einmal im Monat eine Einzelwette auf einen Fussballklub platziert, ist der Aufwand, ein zweites Konto in der anderen Sprachregion zu eröffnen, oft grösser als der Quotenunterschied. Für jemanden, der regelmässig wettet und das höhere Volumen hat, kann sich der Aufwand lohnen, sofern beide Konten bestehen. Für jemanden, der mit einer festen Verlustlimite spielt, ist der Quotenunterschied ohnehin sekundär: Das Verlustrisiko wird durch die Limite begrenzt, nicht durch die Quote.

Wann ausländische Seiten relevant werden

Ausländische Seiten sind für den Vergleich in der Schweiz in zwei Fällen relevant. Erstens, wenn jemand aus einer anderen Region wählen, also etwa eine in Malta lizenzierte Plattform nutzen will, deren Quote höher ist; dann ist der Preis der Verlust des Schweizer Schutzes. Zweitens, wenn jemand ohne Wohnsitz in der Schweiz wettet; dann greift das Schweizer Regime ohnehin nicht, und die Frage nach Schweizer Bewilligung stellt sich nicht. Für die meisten Leserinnen und Leser, die in der Schweiz wohnen und nach einem Quotenvergleich suchen, bleibt die Antwort: Beim Schweizer Veranstalter spielen, Quote mit der Marge prüfen, Limits im Auge behalten.

Die zehn Anbieter im Profil

Swisslos Sporttip

Swisslos Sporttip ist der bewilligte Veranstalter für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Sporttip arbeitet mit festen Quoten, hat ein eigenes Cash-Out nur als vollständiges Cash-Out, kombiniert abhängige Ereignisse nur über den Bet Builder, und bietet einen Kombiboost mit progressiver Skala. Wer in der Deutschschweiz wohnt, ist hier richtig; wer ein Konto in der Westschweiz sucht, ist hier falsch. Die Quoten liegen im üblichen Bereich für feste Buchmacherquoten; der engste Markt ist eine ausgewogene Zweiwegwette, der weiteste Markt eine Kombiwette mit vielen Ausgängen. Sporttip ist die breitere der beiden Plattformen, mit vielen Sportarten, mehr Märkten und mehr Aktionen.

Sporttip eignet sich für Spielende, die ein vollständig reguliertes Angebot suchen, ihre Verlustlimiten selber setzen wollen und im deutschsprachigen Vertragsgebiet wohnen. Wer die Kombiboost-Skala nutzt und auf eine Quote von mindestens 1,50 pro Voraussage achtet, holt aus einer Kombiwette mehr heraus, ohne die Verlustlimite zu erhöhen.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist der bewilligte Veranstalter für die Westschweiz. Das Angebot ist schmaler als bei Sporttip, mit eigenen Verkaufsstellen und einem anderen Online-Auftritt. Die Limits liegen enger als bei Sporttip: Höchsteinsatz CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette, maximaler Einsatz CHF 7’500 pro Multiple-Wettschein, Höchstgewinn CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 pro Multiple. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Mindestquote ist 1,10, die maximale Gesamtquote 100’000. Wer diese Plattform nutzt, akzeptiert ein engeres Einsatz- und Gewinn­spektrum und dafür ein vollständig reguliertes Angebot.

Jouez Sport eignet sich für Spielende in der Westschweiz, die mit kleineren Einsätzen spielen, ein reguliertes Angebot schätzen und die maximale Gewinn­obergrenze nicht sprengen will, passt hier. Wer höhere Einsätze oder eine breitere Auswahl sucht, ist bei Sporttip besser aufgehoben, sofern das Vertragsgebiet passt.

AmunRa

AmunRa hat keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Lizenz ist nicht etabliert und hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Die Plattform kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, ihre Domains werden in der Schweiz per DNS blockiert. Wer AmunRa nutzt, hat keinen Schweizer Spielerschutz, keine Schweizer Sperrregister-Anbindung und im Konfliktfall keinen Schweizer Rechtsweg. Das Quotenniveau kann rechnerisch höher liegen, weil der Anbieter keine Schweizer Aufsichtskosten trägt; der höhere Preis wird mit dem Wegfall des Schutzes erkauft. AmunRa ist für Schweizer Spielende nicht empfohlen.

Boomerang Bet

Boomerang Bet hat keine Schweizer Bewilligung; die Bewilligungslage entspricht AmunRa, Rainbet und den übrigen ausländischen Plattformen dieser Reihe. Die Plattform kann per DNS blockiert sein; Spielende sind auf deren Hausregeln angewiesen. Wer den höheren Preis nutzt, akzeptiert den Wegfall des Schutzes; wer den Schutz will, bleibt bei den bewilligten Veranstaltern. Boomerang Bet ist für Schweizer Spielende nicht empfohlen.

Wettigo

Wettigo hat keine Schweizer Bewilligung und unterliegt denselben Bedingungen wie die übrigen ausländischen Plattformen. Die genauen Quoten ändern sich schnell und sind nicht durch die Schweizer Aufsicht kontrolliert. Schweizer Spielende haben keinen Schutz durch das BGS, kein Sperrregister, keine Schweizer Streitbeilegung.

Rainbet

Rainbet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Plattform kann auf der Sperrliste stehen; Spielende riskieren den Wegfall des Schutzes. Quoten und Limits sind Sache der Seite selbst und nicht durch die Gespa kontrolliert.

BassBet

BassBet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Konstellation ist identisch mit den übrigen ausländischen Plattformen dieser Reihe: keine Schweizer Aufsicht, keine Sperrregister-Anbindung, im Konflig Fall kein Schweizer Rechtsweg.

Pribet

Pribet hat keine Schweizer Bewilligung. Wer die Plattform nutzt, verlässt den Schweizer Schutzraum; ein Auslässer zur Verbesserung des Preisniveaus wird mit dem Wegfall des Schutzes erkauft.

Coolzino

Coolzino hat keine Schweizer Bewilligung. Die Plattform kann per DNS blockiert sein; ihre Quoten und Limits unterliegen nicht der Gespa. Schweizer Spielende sind auf deren Hausregeln angewiesen.

HighFlyBet

HighFlyBet hat keine Schweizer Bewilligung. Auch hier gilt: keine Schweizer Aufsicht, keine Sperrregister-Anbindung, im Konflig Fall kein Schweizer Rechtsweg, Domains können per DNS blockiert sein.

Häufige Fragen zum Quotenvergleich

Wie lässt sich die Marge eines Buchmachers aus den Quoten eines Spiels berechnen?

Man bildet den Kehrwert jeder Quote, addiert die Kehrwerte aller Ausgänge eines Marktes und teilt 1 durch diese Summe. Das Ergebnis ist die Ausschüttungs­quote. Die Marge ist 100 % minus die Ausschüttungs­quote. Bei einer Zweiwegwette mit 1,90 auf beiden Seiten ergibt sich rund 95 % Ausschüttung und rund 5 % Marge.

Unterscheiden sich die Quoten von Sporttip und Jouez Sport für dasselbe Spiel?

Sie können sich unterscheiden, weil jeder Veranstalter seine eigene Linie setzt. Eine Differenz von 0,05 nach oben oder unten in der Quote entspricht rund fünf Prozentpunkten Unterschied in der impliziten Wahrscheinlichkeit. Wer in beiden Vertragsgebieten ein Konto hat, kann solche Differenzen mitnehmen; sonst gibt es keine Wahl zwischen den beiden Bewilligten.

Was ist der Overround, und was sagt er über den Gewinn des Buchmachers aus?

Der Overround ist die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes minus 100 %. Buchmacher kalkulieren ihre Quoten so, dass diese Summe über 100 % liegt; der Überschuss ist der Gewinn des Anbieters bei ausgeglichenem Buch. Eine kleinere Marge bedeutet einen grösseren Overround-Anteil, der beim Buchmacher bleibt.

Wie wird aus einer Dezimalquote die implizite Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs?

Man teilt 1 durch die Quote. Eine Quote von 2,00 entspricht 50 %, eine Quote von 4,00 entspricht 25 %, eine Quote von 1,01 entspricht rund 99 %. Bei der Berechnung der Marge werden diese Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge addiert; die Summe liegt über 2.

Warum liegt die typische Ausschüttung bei Wetten mit zwei Ausgängen höher als bei Wetten mit drei Ausgängen?

Bei Märkten mit mehr Ausgängen muss der Anbieter mehr Wahrscheinlichkeiten abdecken, und die Summe der Kehrerwerte steigt schneller, sodass die Ausschüttung sinkt. Eine ausgewogene Zweiwegwette liegt oft bei rund 95 %, eine ausgewogene Dreiwegwette eher bei rund 85 %. Die Marge ist die Kehrseite: Mehr Ausgänge, höhere Marge.

Lohnt der Vergleich mit ausländischen Seiten, obwohl diese keinen Schweizer Schutz bieten?

Für Schweizer Spielende mit Wohnsitz im Vertragsgebiet lohnt der Vergleich nicht, weil der höhere Preis den Wegfall des Schutzes nicht aufwiegt. Wer den Schutz will, bleibt bei Sporttip oder Jouez Sport und vergleicht innerhalb des bewilligten Markts, also zwischen den beiden Veranstaltern, falls beide Konten bestehen. Wer ohnehin ohne Schweizer Wohnsitz spielt, fällt nicht in den Geltungsbereich des BGS.

Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»