Quoten verstehen: Wie Wettquoten entstehen und was sie wirklich aussagen

Updated Oktober 2026
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Stand: 20. Oktober 2026 · geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Veranstalter sowie die aktuellen Spielregeln von Sporttip und Jouez Sport

Eine kleine Messingwaage mit zwei Kieselsteinen in den Schalen steht auf einem Holzbrett.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

Eine Quote ist auf den ersten Blick nichts weiter als eine Zahl: 1.85, 2.40, 6.50. Auf den zweiten Blick trägt sie zwei Informationen gleichzeitig. Sie sagt, was eine Wette im Gewinnfall aus einem Einsatz von einem Franken macht, und sie sagt, für wie wahrscheinlich der Anbieter diesen Ausgang hält. Beide Lesarten gehören zusammen, weil beide aus derselben Rechnung stammen. Wer die Logik dahinter einmal verstanden hat, erkennt auf jedem Wettschein den der, wie viel die eigene Wette kostet.

In der Schweiz bleiben die Wege kurz. Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport dürfen Sportwetten anbieten; beide nutzen das Quotensystem, das hier Schritt für Schritt erklärt wird. Wer ein Konto eröffnen will, muss im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters wohnen, volljährig sein und sich identifizieren. Für alle anderen Marken auf dem Markt gilt: Sie haben keine Schweizer Bewilligung, ihr Schutz funktioniert nicht, und ihr Zugang in der Schweiz wird über die Gespa-Sperrliste blockiert.

Rechtslage in der Schweiz

Online-Sportwetten sind in der Schweiz Grossspiele. Sie fallen unter das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Sitz in Bern) beaufsichtigt, nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS). Sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport.

Ein Regenschirm liegt auf einer nassen Treppe zwischen leeren Zuschauerrängen.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019.

Vertragsgebiete der beiden Veranstalter

Sporttip wird im Swisslos-Vertragsgebiet durchgeführt, das die Deutschschweizer Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein umfasst. Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in einem anderen Kanton wohnt, kann sich nur beim dort zuständigen Veranstalter registrieren. Die Loterie Romande unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende; sie ist unterhalb der Avenue de Provence 14 in Lausanne erreichbar. Swisslos hat ihren Sitz in Basel und stützt ihre Tätigkeit auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Was beworben werden darf

Werbung darf weder aufdringlich noch irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht zugelassene Geldspiele ist verboten und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS); Gratisangebote oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Wer also Werbung für eine Marke ohne Schweizer Bewilligung sieht, sieht Werbung, die gegen Schweizer Recht verstösst.

Eine Passstrasse zieht sich in Kehren einen Alpenhang hinauf, kein Fahrzeug ist zu sehen.
Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben.

Offshore-Anbieter und ihre Lage

Eine ausländische Bewilligung – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Staat – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden; Schutz und Fairplay-Kontrolle gibt es nicht. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS); die erste Liste datiert vom 3. September 2019 und umfasste Ende 2025 671 Domains. Blockierte Domains tauchen oft unter neuem Namen wieder auf; Interwetten, Bet-at-Home und bet365 sind auf der Liste namentlich genannt.

Steuern auf Wettgewinne

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum kantonal unterschiedlichen Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundessteuerfreibetrag beträgt ab 1. Januar 2026 CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); die kantonalen Freibeträge weichen ab, das gilt je nach Kanton. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden. Für den typischen Sporttip-Spieler bleibt es darunter: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, doch die kantonale Praxis im Thurgau behandelt solche Gewinne als voll steuerbares Einkommen unabhängig vom Betrag. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Die Auskunft gibt im Zweifel die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater.

Spielerschutz und Eigenlimiten

Hohe Quoten locken. Gerade deshalb gehört zum Verständnis einer Quote auch das Verständnis dessen, was sie an Verlust auslösen kann. Eine Quote von 6.50 heisst: Der Anbieter hält diesen Ausgang für deutlich weniger wahrscheinlich als einen Ausgang zu 1.20. Sie heisst aber auch: Sechs von zehn Wetten zu dieser Quote verlieren. Die Rechnung darum dem Marketing zu überlassen ist der erste Fehler, den ein Spieler machen kann. Wer die Quoten versteht, weiss, dass die Zahl ein Angebot an die eigene Risikobereitschaft ist, nicht ein Versprechen auf einen Gewinn.

Pflichtlimiten vor der ersten Wette

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Diese Limite funktioniert als zweite Bremse: Wer sein Spielguthaben auf 30 Tage verteilt, kann sich nicht in einer einzigen Sitzung verspekulieren, auch wenn die Quote verlockend aussieht.

Spielsperre und Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause lässt sich frühestens nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS); eine Fachstelle ist einzubeziehen (Art. 81 BGS). Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Bei einem Testkauf 2025 hat die Gespa an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an Minderjährige verkauft; wer an der Verkaufsstelle steht, sollte den Personalausweis zeigen und nicht erwarten, dass die Kasse ihn verlangt.

Alter und Registrierung

Sporttip steht Personen ab 18 Jahren offen; Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Die Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus einem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Wettscheine, die verschwinden

Wer einmal mit Wetten aufgehört hat, sollte das Spielkonto nicht offen stehen lassen. Auszahlungsanträge, die nach Ablauf der Anspruchsfrist kommen, verfallen: Swisslos zahlt nicht unbegrenzt. 365 Tage sind für eine Auszahlung auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto genug Zeit, das Konto selbst zu schliessen kostet nur wenige Klicks. Wer das Konto offen lässt, lässt ein Einfallstor offen, an dem später niemand mehr prüft, ob die Wette noch gewollt war.

Wettmärkte und ihre Quoten

Eine Wette ist mehr als Einsatz mal Zahl. Sie ist die Wahl eines Marktes, also einer bestimmten Frage an das Ereignis: Wer gewinnt? Wie viele Tore fallen? Wer schiesst das erste Tor? Jede dieser Fragen hat ihre eigene Quote, ihre eigene Marge und ihre eigene Mechanik. Wer die Märkte versteht, versteht, warum zwei Quoten auf den ersten Blick gleich aussehen und auf den zweiten verschiedene Häuser bauen.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Die Einzelwette ist die einfachste Form: Eine Voraussage, ein Einsatz, eine Quote. Der Gewinn ist Einsatz mal Quote. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Die Kombiwette kombiniert mehrere Voraussagen: Die Einzelquoten werden multipliziert, das Produkt ist die Gesamtquote. Eine Wette auf Sieg Heimsieg zu 1.80, Auswärtssieg zu 2.40 und Unentschieden zu 3.20 ergibt bei allen drei Voraussagen eine Gesamtquote von 13.82. Der Gewinn wird auf den nächsten Zehn-Rappen-Wert abgerundet, so dass aus 13.82 effektiv 13.80 wird. Bei Sporttip werden Gewinne zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Die Systemwette kombiniert mehrere Voraussagen, lässt aber Teilausfälle zu: Statt einer einzigen Gesamtwette werden mehrere Unterkombinationen gebildet, von denen ein Teil gewinnen muss, damit die Wette insgesamt aufgeht. Bei Sporttip ist sie auf bis zu CHF 10’000 Einsatz pro Systemwette beschränkt. Wer ein System spielt, akzeptiert kleinere Gewinne für eine höhere Trefferwahrscheinlichkeit.

Livewette und schwankende Quoten

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Die Quote ändert sich mit dem Spielverlauf; was beim Klick gilt, gilt. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer während eines Spiels wettet, sollte den Bildschirm nicht nur lesen, sondern auch das Wettprogramm beobachten: Die Quote für den Heimsieg kann sich in drei Sekunden halbieren.

Die Sporttip-Spielregeln fassen unter reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf das Endergebnis nach 90 Minuten wettet, kann diese bei Verlängerung verlieren, ohne dass die Wette ungültig wird. Diese Regel gehört zu den meistunterschätzten Details: Wer auf Fussball-Endresultate nach Turnieren setzt, sollte prüfen, ob das Wettprogramm die reguläre Spielzeit oder die volle Spielzeit meint.

Abgesagte Ereignisse

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Wer auf einen Spielausgang in einer Kombiwette gesetzt hat, sollte bei Spielabsagen die Quoten der übrigen Voraussagen prüfen: Eine abgesagte Voraussage reduziert die Gesamtquote nicht auf null, sondern auf das Produkt der übrigen Voraussagen.

Wettarten, die miteinander verknüpft sind

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer also Resultat, Torschützen und Handicap einer Konkurrenz kombinieren will, muss den Bet-Builder benutzen, nicht den Wettschein mit freier Auswahl. Diese Regel schützt den Anbieter vor Mehrfachwetten, die dieselbe Information mehrfach verwerten.

Auszahlungsfristen für Gewinne

Bei Sporttip müssen Gewinne innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, sonst verfällt er zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Für Online-Auszahlungen gilt: Innerhalb von 365 Tagen sind zwei Auszahlungen gratis, ab der dritten kann eine Kommission von 3 % belastet werden; die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage, Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Was die Quote über die Wahrscheinlichkeit verrät

Eine Quote ist eine umgekehrte Wahrscheinlichkeit – zumindest wäre sie das in einer Welt ohne Anbieter. Eine Quote von 2.00 entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 50 %; eine Quote von 4.00 entspricht 25 %; eine Quote von 1.25 entspricht 80 %. So weit die Theorie. In der Praxis addieren sich die implizierten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes auf über 100 %, weil der Anbieter einen Anteil einbehält. Dieser Anteil heisst Marge, englisch «overround», und ist der Preis, den der Anbieter für jede Wette nimmt, unabhängig vom Ausgang.

Beispielrechnung: Marge im Zwei-Wege-Markt

Greift man einen fiktiven Zwei-Wege-Markt heraus, etwa einen Tennis-Match ohne Unentschieden, und beide Seiten stehen bei Quote 1.90: Die implizierte Wahrscheinlichkeit ist 1 ÷ 1.90 = 0.5263, also 52.63 % pro Seite. Zusammen sind das 105.26 %. Die Auszahlungsquote (Quotenschlüssel) ist 100 % ÷ 105.26 % = 95 %, die Marge beträgt 1 − 0.95 = 5 %.

Seite Quote Implizierte Wahrscheinlichkeit
Spieler A 1.90 52.63 %
Spieler B 1.90 52.63 %
Summe – 105.26 %

In Worten: Bei einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 zahlt der Anbieter im Schnitt 95 % aller Einsätze zurück und behält 5 %. Bei einem Markt mit drei Ausgängen (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) zu 2.10/3.40/3.60 wäre die Rechnung 1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60 = 0.4762 + 0.2941 + 0.2778 = 1.0481, die Auszahlungsquote 95.42 %, die Marge 4.58 %. Die Marge variiert je nach Markt und Sportart, und sie ist auf den ersten Blick nicht aus der Quote ablesbar – sie ergibt sich erst, wenn man alle Quoten eines Marktes zusammennimmt.

Warum eine höhere Quote nicht immer besser ist

Hohe Quoten verlocken, weil sie mehr Gewinn versprechen. Sie versprechen aber auch weniger Treffer. Bei einem Markt mit 5 % Marge und einer Quote von 5.00 liegt die implizierte Wahrscheinlichkeit bei 20 %; rechnet man die Marge heraus, schätzt der Anbieter die tatsächliche Wahrscheinlichkeit auf etwa 19 %. Bei einer Quote von 1.50 liegt die implizierte Wahrscheinlichkeit bei 66.67 % und die reale Schätzung bei etwa 63.33 %. Die Auszahlung pro eingesetztem Franken ist bei niedriger Quote kleiner, aber die Trefferquote ist höher. Wer sein Geld in niedrige Quoten steckt, gewinnt oft wenig; wer sein Geld in hohe Quoten steckt, gewinnt selten viel.

Wo die Marge am dicksten und am dünnsten ist

Bei grossen Fussball-Ligen liegt sie typischerweise zwischen 3 % und 6 %, bei Randmärkten und exotischen Wetten kann sie 10 % oder mehr betragen. Wer Quoten vergleicht, sollte nicht die höchste Quote auf ein einzelnes Spiel nehmen, sondern den Markt mit der niedrigsten Marge. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern sind die Margen nicht öffentlich ausgewiesen; sie lassen sich nur durch eigene Stichproben anhand konkreter Wettprogramme schätzen. Für Schweizer Spieler bleibt die praktische Konsequenz dieselbe: Wer das Programm vor der Wette prüft, sieht den Markt, an dem die Marge sitzt.

Das Versteckspiel der Boosts

Boosts sind quotenerhöhende Aktionen, die den Wettgewinn für eine bestimmte Wette nach oben schrauben. Bei Sporttip gibt es zwei Sorten: Quotenboosts, die nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage gelten, und Profitboosts, die den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz erhöhen. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Auf den ersten Blick wirkt ein Boost wie ein Geschenk. Auf den zweiten Blick ist er ein Werbe-Markt: Der Anbieter lockt mit einer höheren Quote und holt sich das Geld über die Auswahl der Spiele und die Bedingungen zurück. Wer Boosts nutzt, sollte die zugrundeliegende Quote mit der eines anderen Marktes vergleichen, nicht die Boost-Quote isoliert betrachten.

Der Kombiboost bei Sporttip

Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen, jeweils begrenzt durch Einsatz- und Gewinnlimiten. Eine Fünfer-Kombi mit Einzelquoten 1.80, 2.10, 2.40, 1.95, 2.20 hätte eine Gesamtquote von 1.80 × 2.10 × 2.40 × 1.95 × 2.20 = 38.81, die keinen Bonus erhält, weil weniger als sieben Voraussagen. Erst die Siebener-Kombi mit den gleichen Quoten plus zwei weiteren Auswahlen erreicht den 20-%-Bonus, der auf den Nettogewinn (Gesamtquote minus 1) aufgeschlagen wird.

In Zahlen ausformuliert: Eine Siebener-Kombi zu Gesamtquote 40 (Nettogewinnfaktor 39) und Einsatz CHF 10 ergäbe Bruttogewinn CHF 400, Nettogewinn CHF 390, mit 20-%-Boost CHF 78 zusätzlich, also Gesamtgewinn CHF 478. Der Boost ist real, aber er kostet die Trefferquote: Je mehr Voraussagen, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass alle eintreffen. Wer auf Siebener-Kombis setzt, spielt Lotterie mit Annahmen über die Eintrittswahrscheinlichkeit, nicht Strategie.

Cash-Out: vor dem Spiel aussteigen

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Wer kurz vor Schluss auf das Cash-Out klickt, sollte wissen, dass er auf einen Teil des Gewinns verzichtet. Wer nach dem Schlusspfiff gerne den vollen Betrag hätte, sollte das Cash-Out nicht nutzen. Die Cash-Out-Quote passt sich dem Spielverlauf an; in den letzten Minuten eines Spiels kann sie so tief fallen, dass sie unter dem ursprünglichen Einsatz liegt.

Anbieter im Überblick

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip bewilligt (BGS, Veranstalter- und Spielbewilligung; Aufsicht: Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport bewilligt (BGS, Veranstalter- und Spielbewilligung; Aufsicht: Gespa) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Sitz Lausanne
Rabona ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Rekursmöglichkeit; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
GG.BET ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Rekursmöglichkeit; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
N1 Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Rekursmöglichkeit; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
Betclic ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Rekursmöglichkeit; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
BillyBets ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Rekursmöglichkeit; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Rekursmöglichkeit; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
Betscore ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Rekursmöglichkeit; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Rekursmöglichkeit; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen

Für Schweizer Spieler bedeutet die Tabelle zwei klar: Wer hier spielen will, hat die Wahl zwischen Sporttip und Jouez Sport, je nach Vertragsgebiet des Wohnsitzes. Wer eine andere Marke wählt, verlässt den Schutz der Schweizer Aufsicht und trägt das Risiko einer ausländischen Lizenz, die in der Schweiz keine Wirkung hat. Eine ausländische Lizenz – gleich aus welchem Land – macht einen Anbieter in den Augen der Gespa nicht sicher, sondern nur ausländisch.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist einer der beiden zugelassenen Schweizer Veranstalter, beaufsichtigt von der Gespa und bewilligt für Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip. Der Anbieter deckt das Deutschschweizer Vertragsgebiet, den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein ab. Das Sportwettprogramm umfasst Einzelwetten, Kombiwetten, Systemwetten, Livewetten, Prematch-Wetten und ein Bet-Builder-Werkzeug, das nur voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1’000, für Systemwetten bei CHF 10’000.

Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 und belohnt sie mit 5 % Bonus auf den Nettogewinn bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Cash-Out funktioniert nur vollständig, nur online und nur, wenn er explizit angeboten wird – Swisslos muss ihn nicht für alle Wetten bereithalten. Die Auszahlung von Gewinnen erfolgt nach 26 Wochen Anspruchsfrist zwingend; danach verfällt der Gewinn zugunsten des Swisslos-Zwecks. Für die meisten Spielenden bleibt Sporttip die erste Wahl: Es ist bewilligt, im Vertragsgebiet zugänglich und funktional ausreichend, auch wenn die Quote-Liste ist im Vertragsgebiet nicht mit internationalen Offshore-Anbietern vergleichbar.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist das Sportwetten-Produkt der Loterie Romande und der zweite zugelassene Veranstalter für die Westschweiz. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende; sie ist in Lausanne domiziliert. Ihr Einzugsgebiet umfasst die Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Der Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3 (für Multiples CHF 2); der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Mindestquote pro Einzelwette und pro Gesamtquote einer Kombi liegt bei 1.10, die maximale Quote bei 100’000. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Für Spieler in der Romandie und im Jura ist Jouez Sport die einzige legale Adresse; wer dort wohnt, hat keine andere bewilligte Wahl.

Marken ohne Schweizer Bewilligung

Die acht übrigen Marken – Rabona, GG.BET, N1 Bet, Betclic, BillyBets, Boomerang Bet, Betscore und Sportuna – verfügen über keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Sie sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keine Schweizer Rekursmöglichkeit, und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Schweizer Spieler, die dort spielen, spielen ohne den Schutz der Schweizer Aufsicht: Bei Streitigkeiten hilft die Gespa nicht, und die Spielsperre im Schweizer Register sperrt nicht automatisch auch dort. Wer dennoch spielt, sollte wissen, dass Werbung für diese Marken in der Schweiz gegen Art. 74 Abs. 3 BGS verstösst und mit Busse bis CHF 500’000 bestraft werden kann – nicht den Spieler, aber den Anbieter.

Für Spieler mit Schweizer Wohnsitz bleibt das Angebot damit faktisch binär: Entweder die zwei bewilligten Schweizer Veranstalter mit vollem Schutz, oder ausländische Anbieter mit keinem. Ein Vergleich der Quoten zwischen den beiden Gruppen ist nicht sinnvoll, weil die Rahmenbedingungen vollständig verschieden sind: geschlossene Sport- und Wettartenliste bei den Schweizer Anbietern, volles Wettprogramm bei den Offshore-Anbietern, aber ohne Schweizer Schutz und unter dem Risiko einer DNS-Blockierung.

Quotenkunde im Alltag

Quoten lesen lernen heisst nicht, jedes Mal einen Taschenrechner zu zücken. Wer die drei Rechnungen kennt – implizierte Wahrscheinlichkeit, Auszahlungsquote, Marge – kann das Bündel in Sekunden einschätzen. Für den typischen Spieler sind drei Vergleiche am wichtigsten: zwei Quoten auf den gleichen Ausgang bei verschiedenen Anbietern, die Quote eines Kombi gegen seine Einzelteile und die Quote eines Boosts gegen seinen ungeboosteten Bruder.

Drei Vergleiche, die sich lohnen

Der erste Vergleich – zwei Quoten auf den gleichen Ausgang – entscheidet zwischen Anbietern. Wer regelmässig auf Fussball wettet, sieht schnell, dass die Schweizer Anbieter bei grossen Ligen ähnliche, aber nicht identische Margen haben. Der zweite Vergleich – Kombi gegen Einzelteile – entscheidet zwischen Wettarten. Eine Quote von 5.00 auf eine Einzelwette und fünf Einzelwetten zu 1.50 ergeben kombiniert 7.59; der Kombi-Bonus erhöht den Gewinn, kostet aber die Trefferquote. Der dritte Vergleich – Boost gegen Original – entscheidet, ob der Anbieter einem etwas schenkt oder ob die Bandwirkung nur eine Bandnummer ist. Wer Boosts nutzt, sollte die ursprüngliche Quote kennen, sonst weiss er nicht, was er bekommt.

Wann die Quote eine Falle ist

Quoten über 10.00 sind fast immer ein Hinweis auf eine geringe Wahrscheinlichkeit, nicht auf einen grosszügigen Anbieter. Wer regelmässig auf Quoten über 10.00 setzt, gewinnt selten und verliert oft. Quoten unter 1.10 sind fast immer ein Hinweis auf eine hohe Wahrscheinlichkeit, aber auf einen kleinen Gewinn pro Einsatz. Wer das Risiko scheut, gewinnt wenig; wer das Risiko sucht, verliert oft. Eine sinnvolle Wettstrategie liegt dazwischen, mit Quoten zwischen 1.50 und 3.00, da beide Quoten mehr an Trefferquote und mehr an Auszahlung treffen.

Rechenhilfe an einem praktischen Fall

Greift ein Sprecher eine Sporttip-Wette mit Einsatz CHF 10, Quote 2.40 und Treffer heraus: Der Gewinn ist 10 × 2.40 = CHF 24, der Nettogewinn CHF 14. Bei einer Kombiwette aus drei Voraussagen zu 2.40, 1.80 und 2.10 und Einsatz CHF 10: Gesamtquote 2.40 × 1.80 × 2.10 = 9.0720; Sporttip rundet zuerst auf zwei Nachkommastellen auf (9.08) und dann auf 5 Rappen genau ab (9.05). Gewinn wäre 10 × 9.05 = CHF 90.50, Nettogewinn CHF 80.50. Bei einer Kommission für die Auszahlung ab der dritten Auszahlung innert 365 Tagen von 3 % auf Spielguthaben, nicht auf Gewinne, würde ein Spieler mit einer Auszahlung von CHF 90.50 nichts zahlen, wenn es die erste oder zweite im Jahr ist; ab der dritten fallen 3 % auf den Auszahlungsbetrag an, also CHF 2.72, sodass effektiv CHF 87.78 auf das Konto gehen.

Häufige Fragen

Was sind Dezimalquoten und was bedeutet eine Quote von 2.10?

Dezimalquoten geben an, wie viel ein Einsatz von einem Franken bei einem Gewinn zurückbringt. Eine Quote von 2.10 bedeutet: Ein Einsatz von CHF 10 wird bei einem Gewinn zu CHF 21 zurückgezahlt, der Nettogewinn beträgt CHF 11. Die Quote enthält bereits den Einsatz; sie ist nicht das Gewicht 2.10, sondern das Mehrfache des Einsatzes.

Wie werden Quoten berechnet und welche Rolle spielt die Marge?

Der Anbieter schätzt für jeden Ausgang eine Wahrscheinlichkeit und bildet daraus die Quote als Kehrwert (1 ÷ Wahrscheinlichkeit). Dann schlägt er eine Marge auf, die wird so addiert, dass die implizierten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge zusammen über 100 % liegen. Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 ist die Summe 105.26 %, die Auszahlungsquote 95 %, der Anbieter behält 5 % pro Wette.

Wie wird aus Einsatz und Quote der Gewinn berechnet und wie wird er gerundet?

Der Gewinn ist Einsatz × Quote, der Nettogewinn ist Gewinn − Einsatz. Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet, also 10 × 9.0720 ergibt aufgerundet 9.08 und abgerundet auf 5 Rappen genau 9.05, der Gewinn CHF 90.50. Bei Jouez Sport ist die Rundung in den Spielregeln nicht detailliert beschrieben; das Total wird auf dem Wettschein ausgewiesen.

Wie entsteht bei einer Kombiwette die Gesamtquote?

Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Drei Auswahlen zu 1.80, 2.10 und 2.40 ergeben 1.80 × 2.10 × 2.40 = 9.0720. Bei Sporttip wird der Gewinn aus dieser Gesamtquote auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei Sporttip verlangt der Kombiboost mindestens vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50, der Bonus beträgt 5 % bei vier bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen auf den Nettogewinn.

Welcher Anbieter hat die besten Quoten und warum lässt sich das nicht allgemein beantworten?

Die Frage lässt sich nicht allgemein beantworten, weil Quoten je nach Markt, Sportart, Zeitpunkt und Lizenz unterschiedlich sind und Schweizer Anbieter das Wettprogramm auf der Gespa-Liste führen müssen. Für Schweizer Spieler mit Wohnsitz im Swisslos-Gebiet ist Sporttip die einzige legale Adresse; im Loterie-Romande-Gebiet ist es Jouez Sport. Wer die Quoten vor der Wette vergleichen will, vergleicht sie im aktuellen Wettprogramm beider Anbieter, nicht in einem Werbeversprechen.

Was ändert sich, wenn Quoten bei Livewetten schwanken, und welche Quote gilt beim Abschluss der Wette?

Bei Livewetten ändern sich die Quoten mit dem Spielverlauf. Es gilt die Quote, die beim Klick auf «Wette platzieren» angezeigt wird; danach wird die Wette nicht mehr angepasst. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen bei Sporttip mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live wettet, sollte das Spiel beobachten und nicht auf das Spiel wetten, das er nicht sieht.

Inhalt erstellt vom Team «Quoten Rechner Info»